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Deskbike im Büro-Test: Am Schreibtisch auf Radtour
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Stundenlanges sitzen schadet, stimmt ja. Aber was ist die Alternative? Soll man etwa beim Radfahren arbeiten? Ja, das soll man, zum Beispiel mit einem Schreibtisch-Ergometer. Ein Selbstversuch.

noalk 23.07.2018, 12:23
1. Persönliche Daten

Wozu soll man die eingeben können? Und welche sollten das sein? Der Energieverbrauch dürfte da nur vom Tretwiderstand und der Tretfrequenz im Zusammenhang mit der Masse der Beine des Benutzers abhängen. Denn nur letztere werden bewegt. Kaum jemand dürfte aber diese Masse kennen. Endlich mal ein Gerät, das keine solchen Daten sammeln will, um sie irgend jemandem in Echtzeit oder sonstwie mitzuteilen.

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Das Pferd 23.07.2018, 13:29
2.

Habe ich mir aus einem alten Hometrainer einem Flatscreen mit Wandhalterung und allerlei Fahradteilen selbst gebaut.
Dadurch bleibt der Lenker wenigstens einigermaßen benutzbar, man sitzt eher wie auf einem Fahrrad. Dadurch muß man zuweilen einhändig arbeiten. Dafür habe ich mir eine alte Gamertastatur mit programmierbaren Tasten zweckentfremdet, auf den Extratasten liegen jetzt alle möglichen Shortcuts, besonder die, für die man 2 Hände braucht.
Seit 2 Jahren regelmässig in Benutzung.

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Onkel Drops 23.07.2018, 14:01
3. mehr Bewegung ist nie verkehrt...

aber dann kabellos? man verbraucht Kalorien und erzeugt daraus null Energie? da kann man das Laptop/Handy locker gleichzeitig mit laden ganz ohne nachzudenken entwickelt. im Sommer dreht man damit den Ventilator Flügel oder im Winter hält die USB thermoplatte den Kaffee warm. wenn das ganze Büro strampelt kann man vielleicht ein E-Auto mit laden. die Sitzposition sollte man dann eventuell vom Liegefahrrad abkupfern. eine gute Idee aber halt noch nicht gut durchdacht... noch mal ans Reißbrett und dann neu vermarkten...

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Hamberliner 23.07.2018, 16:04
4. dysfunktionales Gadget

Beim Anblick des Fotos bekomme ich einen Heiterkeitsanfall und Gedanken, die hier nicht freigeschaltet würden.

Abgesehen davon wurde das Gerät offenbar nicht bei anspruchsvoller geistige Wertschöpfung getestet und ist in der Form und Umgebung auch gar nicht dafür geeignet:

- Die Tischplatte bietet keinen Platz mit Ablage für unerledigtes, Platz für manuelles Arbeiten auf Schmierzetteln (Nebenrechnungen, Skizzen, Notizen), Telefon, Maus (ohne ablenkendes Generve eines Mousepad), Kaffeetasse, Fachliteratur, sonstige Unterlagen.
- Sitzhaltung und Abstand zum Monitor lässt sich nicht ausreichend verändern. Wenn man nachdenkt sitzt man nicht wie eine alte Frau beim Autofahren vornüber gebeugt mit der Nase am Monitor.
- Aufgestellt wurde es in einem Großraumbüro. Aua. Geistig anspruchsvolle komplizierte konzentrationsbedürftige Arbeit ist darin gar nicht möglich.

Einfach mal aufhören sich zu einer einzigen Körperhaltung zu zwingen und stattdessen instinktiv immer mal wieder die Haltung extrem ändern, mal ran an den Monitor, mal weit weg, zum Nachdenken (beinahe) die Füße auf den Tisch, vorm Fenster wo man zum Nachdenken rausguckt (statt mit einem Brett vorm Kopf gegen die Wand zu arbeiten) ein Panorama mit Weitblick, Hände weg von der Tastatur wenn man sie gar nicht bedient - so hab ich mein Berufsleben ohne Rückenprobleme überlebt. Wenn einem die militanten Nichtraucher eingebrockt haben dass man für jede Zigarette 3 Stockwerke runter und wieder rauf turnen darf besteht an Sport sowieso kein Mangel.

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The Independent 23.07.2018, 21:00
5. .

Zitat von Hamberliner
- Aufgestellt wurde es in einem Großraumbüro. Aua. Geistig anspruchsvolle komplizierte konzentrationsbedürftige Arbeit ist darin gar nicht möglich.
Neuere Studien belegen, dass Großraumbüros die Mitarbeiter zwar insgesamt unzufriedener machen (fehlende Privatsphäre, Geräusche der anderen Mitarbeiter, ständige z.B.durch Drucker und Telefone erzeugte Hintergrundgeräusche, evtl. visuelle Überwachung durch Vorgesetzte, etc.). aber auch, dass dort effektiver/produktiver gearbeitet wird als in Einzel-, oder Doppelbüros, in denen die Mitarbeiter wiederum unbeobachtet eher dazu neigen stundenlang "in der Nase zu popeln" (also nichts bis wenig zu tun), die Stunden bis zum Feierabend zu zählen, stundenlange private Whatsapp-Unterhaltungen zu betreiben, oder aber auch in wirklich jedem SPON-Forum - während der Arbeitszeit - den eigenen Senf abzugeben. :-P
Vielleicht informieren Sie sich da noch einmal.

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Hamberliner 23.07.2018, 21:45
6. Re: dysfunktionales Gadget

Zitat von The Independent
Neuere Studien belegen, dass Großraumbüros die Mitarbeiter zwar insgesamt unzufriedener machen (fehlende Privatsphäre, Geräusche der anderen Mitarbeiter, ständige z.B.durch Drucker und Telefone erzeugte Hintergrundgeräusche, evtl. visuelle Überwachung durch Vorgesetzte, etc.). aber auch, dass dort effektiver/produktiver gearbeitet wird als in Einzel-, oder Doppelbüros, in denen die Mitarbeiter wiederum unbeobachtet eher dazu neigen stundenlang "in der Nase zu popeln" (also nichts bis wenig zu tun), die Stunden bis zum Feierabend zu zählen, stundenlange private Whatsapp-Unterhaltungen zu betreiben, oder aber auch in wirklich jedem SPON-Forum - während der Arbeitszeit - den eigenen Senf abzugeben. :-P Vielleicht informieren Sie sich da noch einmal.
Andere Baustelle. Mit geistiger Wertschöpfung meinte ich nicht das Abfertigen von Bestellungen für Hundefutter oder Waschpulver oder von Beschwerden seitens Handyvertragskunden, sondern Forschung und Entwicklung, Mathematik, komplexe Zusammenhänge, neue Ideen, ingenieurwissenschaftliche Berechnungen nach heterogenem Data Mining, Programmierung hierfür. Ungestörtes Nachdenken bei absoluter akustischer Ruhe ist dabei unverzichtbar, und warum sollte man dabei nicht in der Nase popeln?
Hinzu kommen unterschiedliche Bedürfnisse hinsichtlich des Raumklimas. Der eine (wie ich) arbeitet bei offenem Fenster wann immer es geht, der andere nervt dann mit "es zieht!!!".
Diese sogenannten "Studien", für die Du noch nicht einmal einen URL angeben kannst, sind wohl selber in allergrößter Hektik in Großraumbüros entstanden.

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reifenexperte 24.07.2018, 14:09
7. Für das Geld bekommt man auch ein ordentliches Rad,

mit dem man zur Arbeit fahren kann. Da hat man dann noch frische Luft.

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nahörmal! 24.07.2018, 21:40
8. Jede Bewegung ist gute Bewegung

Stimmt! Je mehr sich Bewegung etabliert in den Sitzhöhlen und Großraumkellern, desto besser. Wer sich trotz oder gerade auf der Arbeit bewegen will, braucht solche Ideen. Kleine Frage am Rande an die Experten: wer zahlt das?

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The Independent 26.07.2018, 09:39
9. ..

Zitat von Hamberliner
Mit geistiger Wertschöpfung meinte ich nicht das Abfertigen von Bestellungen für Hundefutter oder Waschpulver .. sondern Forschung und Entwicklung, Mathematik, komplexe Zusammenhänge, neue Ideen, ingenieurwissenschaftliche Berechnungen nach heterogenem Data Mining, Programmierung hierfür. .... der andere nervt dann mit "es zieht!!!".
Beim Du waren wir meines Wissens noch nicht.

Ich sprach nicht von Legebatterien wie z.B. in Call-Centern, wo es nur um den Kostenfaktor geht, sondern von Großraumbüros, in denen die einzelnen Arbeitsplätze akustisch getrennt oder sehr stark abgedämpft sind, und wo eine parzellenweise zu regelnde Klimaanlage auch die "es zieht"-Querulanten zum Schweigen bringt. Es gibt dazu m. W. eine Studie (URL gerade n. z. Hand).

Bei Google gibt es ein paar solcher Büros, in denen jeder für sich alleine - aber eben nicht in einem visuell abgetrennten Raum - arbeitet, und zwar i.d.R. getrennt durch Glasscheiben, selten Akustikbarrieren. Gerade in Softwarefirmen im Baltikum, in der Ukraine, in Rumänien und vereinzelt auch im Silicon Valley und in Skandinavien sind solche Büros auf dem Vormarsch.

Was Sie wiederum richtig in Ihrer Einleitung beschreiben, ist das, was z.B. in Studien von 2013 und 2015 untersucht wurde und zu dem Ergebnis führte, dass bei nicht akustisch gedämpften oder abgetrennten Arbeitsplätzen das Wohlbefinden um bis zu 35% sinkt, und dass die Produktivität durch Ablenkung um 15% abnimmt. Hier die schwedische Studie (2013/2014) : https://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/00140139.2013.871064
Die Studie hat wiederum einige Schwächen, z.B. wurde nicht die tats. Krankenrate erfasst, sondern die Teilnehmer nach der Anz. der Krankmeldungen gefragt. Diese können z.B. höhere Zahlen angegeben haben, um Unzufriedenheit auszudrücken. Und: "The major limitation in our opinion is that the definition of office type based on the SLOSH 2010 is not precise enough to accurately define
office type ..... The respondents may thus have
misunderstood the purpose of the questions on the office environment, which in turn may explain why (a) critical items
concerning the office type often were not filled in and (b) the responses were not always consistent."

In intelligent designten Großraumbüros (Beispiele oben) liegt die Ablenkung bei Null oder fast bei Null.

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