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Deutsch-polnischer Grenzverkehr: Makler am Ende der Welt

Sie kommen, kaufen ein Haus in Deutschland - verdienen aber weiter in der Heimat ihren Lebensunterhalt.*Schon vor der neuen EU-Freizügigkeit gehört für viele Polen die Fahrt über die deutsche Grenze zum Alltag. Getragen vom eigenen Aufschwung, küssen Stettiner die verschlafene Uckermark wach.

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herbert 29.04.2011, 08:46
1. die Vermischung Polen und Deutsche ist groß

mich würde mal eine Studie interessieren, wo man ersehen kann, wieviel Polen in Deutschland leben, bzw Deutsche in Polen. Wie die verwandtschaftliche Vermischung ist und auch die Besitzverteilung, also Eigentum.
Es gibt ja Unmengen an deutsche Männer, die mit einer Polin verheiratet sind.

Könnte mir vorstellen, dass in 30 Jahren die Vermischung so gross ist, dass man aus Polen und Deutschland einen Staat machen kann oder?

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Adran 29.04.2011, 09:25
2. Wow

Hat Spon endlich auch gemerkt, wie die Realität ist?
*kopfschüttel* Spon hat echt eine lange Leitung. Das sehen wir schon seid Jahren, und es ist positiv..
Alles in allem kann man hoffen, dass es mit der Freuzügigkeit auch endlich eine verbesserung bzgl mancher Hürde gibt..
Es muss einfacher werden, damit die Regionen zusammenwachsen..

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geoskript 29.04.2011, 09:35
3. immerhin eine Perspektive

Immigration ist eigentlich die einzige Perspektive für die trostlosen, depressiven Grenzregionen, die bisher eigentlich nur Abwanderungsgebiete waren. Ohne die polnischen Ärzte und das Pflegepersonal würde die Entvölkerung noch schneller gehen. Also viel Glück!

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brux 29.04.2011, 10:05
4. Klar

Leider sind viele Journalisten auch heute noch EU-blind und -taub und schmoren im eigenen nationalen Saft. Deshalb diese "Überraschungsartikel".

Man könnte z.B. auch berichten, dass es mittlerweile spezielle Verwaltungsregeln für Deutsche gibt, die im deutsch-belgischen Grenzland siedeln. In Belgien sind Häuser viel billiger, weil hier nicht der deutsche Baurechtswahnsinn wütet. Man arbeitet also in Aachen oder Düren und wohnt in Eupen. Die Meldestelle in Aachen hat sich dem schon angepasst, wenn z.B. Personalausweise beantragt werden.

Das ist das gelebte Europa, dass von der EU möglich gemacht wird. Aber Anti-EU-Hetze verkauft sich eben besser.

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Rooo 29.04.2011, 10:10
5. gute Erfahrungen

Ich habe mit Polen bisher meistens gute Erfahrungen gemacht. Die haben noch Anstand und Ehre und wollen einem nicht noch den letzten Cent aus der Tasche stehlen.

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Kniefall 29.04.2011, 10:32
6. Späte Folgen

Soll jetzt auf keinen Fall revisionistisch klingen, aber letztlich kommen nun mit reichlicher Verspätung die Grenzziehungen von 1945 zum Tragen. Daß man das größtenteils westlich der Oder gelegene Stettin den Polen zuschlug, hing meines Wissens vor allem damit zusammen, daß sich im dann polnischen Hinterpommern keine größere Stadt befand. Ohne ein solches wirtschaftliches Zentrum wäre die Gegend genauso verkümmert wie das deutsche Vorpommern (zumindest sein östlicher Teil), welches durch diese politische Entscheidung wiederum weitab von jeglichem Zentrum lag.

Versöhnlich gesehen ist es schön, daß nun ohne Grenzen auch Vorpommern und die Uckermark wieder ihr altes Stettin als Zentrum wieder haben.

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chrome_koran 29.04.2011, 11:12
7. Hier braucht kein Titel zu stehen

Zitat von Kniefall
Soll jetzt auf keinen Fall revisionistisch klingen, aber
- aber es ist nunmal revisionistisch, was Sie da zum Besten geben. Fällt insofern unter "netter Versuch".
Um es kurz zu fassen: wäre Stettin in Deutschlands SBZ geblieben, wäre da 1989 längst Schicht im Schacht gewesen, die Stadt wäre zerfallen, oder wie toll ging es nochmal den einst florierenden Städten wie Rostock, Wismar, Stralsund, Greifswald in der DDR?

Stettin selbst ist genauso deutsch wie polnisch oder schwedisch, schauen Sie sich die Geschichte der Stadt mal an, vielleicht diesmal ohne die braune Brille. Sie werden merken, dass es sich dabei um eine schon immer international offene Stadt handelt. Genauso wie bei so vielen Hafenstädten Europas der Fall. Der Name ist sowieso slawischer Herkunft, ähnlich wie andere Ostsee-Hafenstädte bis einschließlich Lübeck ;)

Die Polen, die nach 1945 nicht unbedingt freiwillig nach Stettin kamen, haben der Stat ein neues Leben eingehaucht. Der Artikel spricht Wahres - Deutschlands Osten ist Polens Westen, in Stettin geht es den Leuten viel besser als in Bialystok (wiederum Polens Osten) - wenn das Merkelland davon profitiert, sollen wir uns freuen und nicht zum 1.000sten Mal in wirren, 100 Jahre alten Stammtisch-Ressentiments versinken.

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nervmann 29.04.2011, 11:13
8. Eu

Zitat von sysop
Sie kommen, kaufen ein Haus in Deutschland - verdienen aber weiter in der Heimat ihren Lebensunterhalt.*Schon vor der neuen EU-Freizügigkeit gehört für viele Polen die Fahrt über die deutsche Grenze zum Alltag. Getragen vom eigenen Aufschwung, küssen Stettiner die verschlafene Uckermark wach.
Ich war über Ostern in Görlitz. Man geht einfach über die Brücke und ist in Polen. Keine Kontrollen, nix, niemand, der an einem rumm schnüffelt. Man trinkt ein Bier und geht zurück. Einfach so. Jetzt brauchen die nur noch den Euro. Ich liebe die EU!

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yilderim 29.04.2011, 11:21
9. ....

Zitat von brux
Leider sind viele Journalisten auch heute noch EU-blind und -taub und schmoren im eigenen nationalen Saft. Deshalb diese "Überraschungsartikel". Man .....
Das liegt daran, daß Eupen-Malmedy deutsch(sprachig) ist und nach dem 1.WK von Belgien annektiert wurde.

Zu Stettin: Stettin sollte laut des alliierten Vertreibungsplans deutsch bleiben, jedoch haben sich die Polen eigenmächtig darüber hinweg gesetzt und Stettin annektiert, was dann von sowjetischer Seite bestätigt wurde. Der Grund war das schon erwähnte wirtschaftliche Zentrum Stettin für Polen zu sichern.

Fragt sich nur wie lange das Umland dann noch Deutschland bleibt. Aber lieber Immigration durch Polen, als andere integrationskritischere Klientel.

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