Forum: Karriere
Deutsche auf den Cookinseln: Vom Glück, jeden Tag barfuß zu gehen
privat

Carina Wenzel, 39, lebt auf den Cookinseln im Südpazifik. Für ihre Arbeit als Tauchlehrerin steht sie früh auf und macht spät Feierabend. Und doch...

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thomas.verheyen 09.03.2019, 08:24
1. Den Traum leben oder träumend durchs Leben?

Das klingt erst mal herrlich - Corinna hat ihren Traum gefunden und lebst ihn, das freut mich für sie.

Allerdings frage ich mich, was in 20 oder 30 Jahren ist - wie lange kann man eigentlich Tauchlehrere sein? Welche Rente bekommt man als Angestellte mit einem Einkommen von 850 Euro? Ist die vielleicht erreichbare Daueraufentaltgenehkmigung auf für einen Rentner gültig oder muss sie dann wider Willen nach Deutschland und was kann sie dann mit der Rente ausrichten, die auf den Cookeinseln vielleicht zum Leben ausreicht?

Der Beruf hat doch nur eine Perspektive, solange es ausreichend Touristen gibt, die zu de Cookeinsen kommen. Hoffentlich für Corinna und ihren Lebenspartner - der dort im Gegensatz zu Corinna ja mit dem Geschäft und dem zu verleihenden Material durchaus Kapital aufgebaut zu haben scheint - wird des noch lange Touristen geben.

Ich halte eine Reportage, die auf solche Themen nicht eingeht, für etwas halbherzig.

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Riven 09.03.2019, 08:52
2.

Da werd ich ja schon ein bisschen neidisch. Eigentlich gibt es nicht viel, was mich in Deutschland hält. Problem ist vor allem meine Ausbildung als Jurist. Wen interessiert schon deutsches Recht im Ausland? Natürlich gibt es immer mal wieder Unternehmen, die eine solche Beratung wünschen, aber der Regelfall ist das nicht. Man braucht dann schon die Bereitschaft, sich etwas neues anzueignen.

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f-rust 09.03.2019, 08:55
3. Danke!

sehr schöner, ermunternder Beitrag von/über einen Menschen, der/die das Leben soweit es halt möglich ist, aktiv selbst mit gestaltet. Danke sehr! (War auch 12 Jahre in Santa Fe, New Mexico; dann nach kurzen Jahren in D nun in Österreich.)

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Cannonier 09.03.2019, 09:06
4. Geschichte wie diese habe ich schon dutzendfach gehört

Bin selbst Sporttaucher und war an exotischen Plätzen unterwegs. Tauchlehrer, Surflehrer, etc. Wie sie dann abends bei Meeresrauschen erzählen wie sie von einem Paradies zum nächsten zogen. Meist 30-40 Jährige, locker drauf, easy life.
In der Regel wohnt man kostenlos und hat freie Verpflegung...dann noch das Hobby zum Beruf gemacht und man kann barfuss laufen. Da glänzen die Augen der Gäste die sich zuhause im Grossraumbüro unter Neonlicht von 8-5 abrackern.

Werft aber mal einen Blick hinter die Kulissen. Altersvorsorge klingt langweilig, nicht wahr? Aber die allermeisten haben nichts. Wer sich nicht zum Basisleiter hocharbeiten kann hat irgendwann ein Problem. Zuviele neue, junhe drängen nach....wer will also noch mit einer Oma tauchen? Nichts zur Seite gelegt und dann in Ländern gelebt die kein Sozialversicherungssystem kennen.
Und irgendwann zwickt und knackt es im Körper. Paradiesen fehlt es meist an flächendeckender medizinischer Versorgung von hoher Qualität. Und wer sich im Paradies keine eigene Familie (mit einer/einem local) aufbaut hat im Alter keinen der ihm hilft. Man ist dann von Almosen der Einheimischen abhängig.

Also was machen dann alle?: richtig....kommen heim nach Deutschland und lassen die bezahlen die bislang in Grossraumbüros unter Neonlicht von 8-5 fleissig in die Sozial- und Krankenkassen eingezahlt hatten.

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Geopolitik 09.03.2019, 09:13
5. Schön

Einfach mal interessant. Ein schöner Beitrag ohne Empfehlungen, political correctness, et al. Bin selbst nach dem Wehrdienst ins europäische Ausland zum studieren gegangen und dann für 25 Jahre ins asiatische Ausland zum arbeiten. Mache jetzt Langzeiturlaub auch in Deutschland wo es mir gefällt. Der Mensch kann in vielerlei Umgebung zufrieden sein, auch wenn er im selben Dorf geboren wird wo er arbeitet und stirbt. Unsere Freiheit sich den passenden Weg auszusuchen ist wunderbar.

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nadennmallos 09.03.2019, 09:45
6. Super und traumhaft, wenn man den Idealen Lebensmittelpunkt ...

... für sich gefunden hat. Sei ihr von Herzen gegönnt. Und die Lebenseinstellung passt auch. Sympathisch!

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Kastner 09.03.2019, 10:17
7. Sie hat es richtig gemacht...

Ich lebe seit fast 30 Jahren auf den Seychellen. Bin lokal verheiratet, habe einen großartigen Sohn der 27 Jahre alt ist, ein Geschäft, und bin seit 1998 auch eingebürgert und habe dadurch meine deutsche Staatsangehörigkeit aufgegeben. Bereut? Nicht einen Tag! War auch seit 20 Jahren nicht mehr in Europa, obwohl wir Seychellois ohne Visum für drei Monate in die Schengen Länder einreisen können. Wenn ich mal geschäftlich nach Dubai oder Südafrika fliege vermisse ich "meine" Insel nach ein paar Tagen. Die Natur, die Pflanzen und Vögel, unkomplizierte Mitmenschen und ein freundliches Miteinander machen das für mich zu einem unbeschwerte Insulanerleben das ich nicht mehr missen möchte. Hinzu kommt das ich es wie Corinna liebe das ganze Jahr barfuß und nur in Shorts rumlaufen kann.

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herbert 09.03.2019, 10:48
8. Ja die Cook Inseln sind schoen

die Nachbar Cook insel Aitutaki ist noch schoener wie die Filminsel Bora Bora, wo alle von schwaermen.
War mehrmal auf den Cook Is und kann den Bericht nur bestaetigen.
Die Cook Inseln sind stark New Zealand angelehnt und viele von den Cook Inseln haben dort studiert oder arbeiten dort.

Die weiteren Nachbarinseln wie Samoa oder Tonga etc sind alle leicht per Flieger zu erreichen und bieten Suedsee total !!!

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Susanne133 09.03.2019, 12:26
9. ...den Traum leben

Ich denke, jeder, der liebt, was er tut, lebt seinen Traum. Dann ist Arbeit mehr als nur Mittel zum Zweck, namentlich zum Geld verdienen. Ob das nun auf den Cook-Islands, in Florida oder in Deutschland ist. Ich kann von mir sagen, dass ich meinen Beruf und meine Arbeit liebe und sehr glücklich darüber bin, dass ich dafür nicht einmal auswandern musste.

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