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DGB-Report: Jeder zehnte Azubi wird gar nicht ausgebildet
DPA

Angehende Mechatroniker sind zufrieden, Maler und Hotelfachkräfte nicht: Laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes schwankt die Qualität der Ausbildung stark.

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cabeza_cuadrada 01.09.2016, 13:44
1. fällt da niemandem was auf?

In den besagten Fällen werden die Azubis nicht ausgebildet sondern angelernt. Es sind offensichtlich eben Anlerntätigkeiten die keine Ausbildung erfordert. Im ernst, mal abgesehen von Sterneküche, welche Restaurantfachkraft lernt 3 Jahre was viele schon neben dem Studium als Job gemacht haben. Man nannte es kellnern. Früher konnte jeder bei einer Fastfoodbude einfach jobben, heute trifft man da Azubis zum Systemgastronom an. Verrückte Welt.

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accessfreeze 01.09.2016, 13:59
2.

das ist aber ein bisschen Kurz gedacht, ich habe auch zuerst in der Gastronomie gerlernt, und glauben sie mir es gibt dort einiges zu lernen. Das ist mit dem "kellnern" in der Kneipe um die Ecke (was ich heute auch noch tue) bei weitem nicht zu vergleichen.

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exHotelmanager 01.09.2016, 14:02
3. Kellnern kann nicht jede/r

Diese Ausbildung umfasst tiefe Sachkenntnis über die Produkte, Lebensmittelhygiene, über die Arbeitsergonomie sowie über Lagerhaltung, Einkauf, Arbeitsplanung und Abrechnung. Wer glaubt, dass das nur in der Sterneküche notwendig ist, sollte einfach mal selbst in der Branche arbeiten.

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cobaea 01.09.2016, 14:03
4. was soll denn das?

Zitat von cabeza_cuadrada
In den besagten Fällen werden die Azubis nicht ausgebildet sondern angelernt. Es sind offensichtlich eben Anlerntätigkeiten die keine Ausbildung erfordert. Im ernst, mal abgesehen von Sterneküche, welche Restaurantfachkraft lernt 3 Jahre was viele schon neben dem Studium als Job gemacht haben. Man nannte es kellnern. Früher konnte jeder bei einer Fastfoodbude einfach jobben, heute trifft man da Azubis zum Systemgastronom an. Verrückte Welt.
Wie kommen Sie zu dieser Behauptung? Befragt wurden Lehrlinge im 3. Lehrjahr - und nicht zufrieden sind neben Hotel- und Gaststättenberufen auch Azubis der Maler und zahnmedizinische Fachangestellte. Das sind Ihrer Meinung nach alles "Anlerntätigkeiten, die keine Ausbildung erfordert"? Welche "Restaurantfachkraft lernt 3 Jahre"? z.B. KöchInnen (mit Lebensmittelrecht), Hotel-Fachangestellte (die neben "kellnern" auch alles andere lernen, was man im Hotel-/Restaurantgewerbe so braucht - vom Empfang bis zum Zimmerdienst). Nicht jedes Restauarnt ist eine Fastfoodbude, in der man nur die Pommes über den Tresen reicht - und die möglichst noch aus zwei Wochen altem Frittierfett. Und was ein Maler gelernt hat, merken Sie spätestens, wenn die Tapete an der Wand nicht hält. Die nur angelernte Zahnmedizinische Fachangestellte ....

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RainerCologne 01.09.2016, 14:10
5. Überstunden?

"Die Zahl der Auszubildenden, die regelmäßig Überstunden machen muss, ist von 42,2 Prozent im Jahr 2009 auf 34,8 Prozent zurückgegangen. Nur 14,4 Prozent erhalten keinen Ausgleich für diese Mehrarbeit - 2010 hatte dieser Wert noch bei 20 Prozent gelegen."

Und das, obwohl Azubis gar keine Überstunden leisten dürfen. Wieso ist es kein Thema, das knapp 35% Überstunden leisten, obwohl diese für Azubis gar nicht vorgesehen sind?

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cabeza_cuadrada 01.09.2016, 14:14
6. Deswegen

Zitat von cobaea
Wie kommen Sie zu dieser Behauptung? Befragt wurden Lehrlinge im 3. Lehrjahr - und nicht zufrieden sind neben Hotel- und Gaststättenberufen auch Azubis der Maler und zahnmedizinische Fachangestellte. Das sind Ihrer Meinung nach alles "Anlerntätigkeiten, die keine Ausbildung erfordert"? Welche "Restaurantfachkraft lernt 3 Jahre"? z.B. KöchInnen (mit Lebensmittelrecht), Hotel-Fachangestellte (die neben "kellnern" auch alles andere lernen, was man im Hotel-/Restaurantgewerbe so braucht - vom Empfang bis zum Zimmerdienst). Nicht jedes Restauarnt ist eine Fastfoodbude, in der man nur die Pommes über den Tresen reicht - und die möglichst noch aus zwei Wochen altem Frittierfett. Und was ein Maler gelernt hat, merken Sie spätestens, wenn die Tapete an der Wand nicht hält. Die nur angelernte Zahnmedizinische Fachangestellte ....
ja der Unterschied Sternegastronomie.
Natürlich muss man sich den Ausbildungsbetrieb genau anschauen. Und eine Ausbildung zum Koch in einer Spielothek in der fast alles aus der Fritte kommt ist nun mal sinnlos weil man nicht ausgebildet sondern nur angelernt wird (für n schlanken Taler). Das gleiche gilt für die meisten Restaurants, fragen sie dort mal ob die Bedienung den Job tatsächlich gelernt hat. Das ist meist eben nicht der Fall. McD, BK und co. ist selbstsprechend.
Und das ein Malerazubi schon nach kurzer Zeit komplett in den Betriebsablauf eingebunden wird liegt in der Natur der Sache.Sicher kann nicht jeder Malern und Tapezieren, dies zu erlernen dauert allerdings auch keine Jahre.

Das viele dieser Ausbildungen auch noch 3 Jahre dauern ist einfach ein Witz und nutzt nur den Unternehmen die tüchtige Mitarbeiter zum Hungerlohn arbeiten lassen dürfen.

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cabeza_cuadrada 01.09.2016, 14:19
7. habe ich

Zitat von exHotelmanager
Diese Ausbildung umfasst tiefe Sachkenntnis über die Produkte, Lebensmittelhygiene, über die Arbeitsergonomie sowie über Lagerhaltung, Einkauf, Arbeitsplanung und Abrechnung. Wer glaubt, dass das nur in der Sterneküche notwendig ist, sollte einfach mal selbst in der Branche arbeiten.
und zwar viele Jahre. Dafür dass dort tiefe Sachkenntnis erforderlich ist tummeln sich aber recht viele Ungelernte in dieser Branche, meinen sie nicht? Verstehen sie mich nicht falsch, ich kritisiere nicht die Azubis sondern den Gesetzgeber der es gestattet, 2-3 Jahre jemanden für einen Hungerlohn zu beschäftigen und es Ausbildung zu nennen.

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DenkenKannHelfen! 01.09.2016, 14:21
8.

Zitat von cabeza_cuadrada
In den besagten Fällen werden die Azubis nicht ausgebildet sondern angelernt. Es sind offensichtlich eben Anlerntätigkeiten die keine Ausbildung erfordert. Im ernst, mal abgesehen von Sterneküche, welche Restaurantfachkraft lernt 3 Jahre was viele schon neben dem Studium als Job gemacht haben. Man nannte es kellnern. Früher konnte jeder bei einer Fastfoodbude einfach jobben, heute trifft man da Azubis zum Systemgastronom an. Verrückte Welt.
Ach kuck mal, ein ganz ein Schlauer...
Wer so denkt, darf sich dann aber bitte auch nicht über den nächsten Hygieneskandal oder schlechten Service im Restaurant wundern.

Zum Artikel: Aus eigener, täglicher Erfahrung vermute ich, dass die 10% deutlich untertrieben sind. Ich würde da eher auf ein Drittel bis ein Viertel Azubis, die nicht ausgebildet werden, tippen. Wenn man die Ausbildungspläne in Gänze zu Grunde legt, vermutlich sogar noch mehr.

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kezia_BT 01.09.2016, 14:26
9. Lehrjahre sind keine Herrenjahre

weder Überstunden, noch Bier holen, noch die Werkstatt säubern hat einem jungen Menschen jemals geschadet. Natürlich sollten auch fachspezifische Lehrinhalte vermittelt werden, aber die anderen Dinge gehören eben auch dazu.

Nur wer wenigstens einmal im Leben hart angepackt wurde, wird später auch Leistung bringen

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