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Dienstwagen-Quiz: Kann ich den Ferrari von der Steuer absetzen?
Lorenzo Marcinno

Elektroautos sollen für Dienstwagenfahrer bald günstiger bei der Steuer sein. Aber was würde das Finanzamt zu einem Ferrari sagen? Testen Sie Ihr Wissen im Quiz!

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Gerdd 01.08.2018, 19:55
1. kann es sein ...

Dass der Link zum Quiz auf meinem Android-Firefox nicht funzt?

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gerritinho 02.08.2018, 09:58
2. unsozial

Diese Dienstwagen-Geschichte empfinde ich als höchst unsozial: Der Arbeitgeber gibt seinem Mitarbeiter einen Dienstwagen. Hätte er die gleiche Summe als Lohn gezahlt, wären Sozialabgaben angefallen. Und dann wird das Ganze noch lustig von der Steuer abgesetzt, also zahlt die Gemeinheit einen Großteil. Sollte dringend überarbeitet werden dieses Prinzip, aber nein, wir sind müssen ja die Automobilindustrie fördern....irgendwo hab ich mal gelesen, dass fast 80% aller VW Passats als Dienstwagen neu verkauft werden. Sähe ziemlich schlecht aus für VW, wenn das Geschäft wegfallen würde

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oliver_behre 02.08.2018, 13:55
3.

Zitat von gerritinho
Diese Dienstwagen-Geschichte empfinde ich als höchst unsozial: Der Arbeitgeber gibt seinem Mitarbeiter einen Dienstwagen. Hätte er die gleiche Summe als Lohn gezahlt, wären Sozialabgaben angefallen. Und dann wird das Ganze noch lustig von der Steuer abgesetzt, also zahlt die Gemeinheit einen Großteil.
Sie haben also keinen Dienstwagen? :)

Spass beiseite, Sie sollten schon ein paar Fakten kennen oder kennenlernen ...
(1) Der Kaufpreis des Autos muss erstmal verdient werden, den zahlt der Firma keiner, auch nicht die Gemeinheit.
(2) Dass Betriebsmittel sich abnutzen und deshalb abgeschrieben werden (können oder müssen), die sog. AfA, ist ein alter, gerechter Hut und hat mit Autos nur zufällig was zu tun.
(3) Dass der sog. "geldwerte Vorteil" - bestehend in der auch möglichen privaten Nutzung eines Autos - versteuert werden muss, ist an und für sich systemfremd, denn es stellt nunmal keine Einkommensart dar. Das geht nur nur durch Kunstgriffe des Gesetzgebers, kurz: Tricksereien, um allen - ja, auch Ihnen - ordentlich in die Tasche fassen zu können.
(4) Wie sähe denn Ihrer Auffassung nach die Alternative aus? Der Vertreter, der Servicetechniker, die sollen also mit ihrem Privatwagen zum Kunden fahren? OK, das wäre natürlich seeeeehr viel gerechter.
(5) Ein gebrauchter für 30.000, den die Fa. Ihnen als Dienst-KfZ auch zur privaten Nutzung zur Verfügung stellt, kostet SIE besagte 1% des Bruttolistenpreises, und zwar auch dann, wenn der viel höher liegt als tatsächlich bezahlt wurde. Oder kurz: Wird Ihnen ein 10 jahre alter A8 für einen (damaligen) Neupreis von 100k zur Verfügung gestellt, versteuern SIE jeden Monat 1.000 geldwerte Nutzung, während die Firma erbärmliche 20% des läppischen Kaufpreises von 20k "absetzen" darf. Viel Spass.

Wo genau zahlt die Gemeinheit? Den Teil Ihres Posts, der sich mit dieser Schlußfolgerung befasst - der muss mir entgangen sein.

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Pless1 02.08.2018, 14:41
4.

Zitat von
Bisher muss ein Arbeitnehmer, der seinen Firmenwagen privat nutzt, monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Für Autos mit Elektro- oder Plug-in-Hybridantrieben soll demnächst nur noch der halbe Listenpreis gelten. Wer weiß, vielleicht werden die Stromer damit doch noch zum Statusobjekt.
Das ist aber gemein: Damit werden die Stromer ja 50mal so hoch versteuert wie die Verbrenner! Der halbe Listenpreis sind nämlich 50%, während die Verbrenner nur 1% des Listenpreises zu versteuern haben. ;-)

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gerritinho 03.08.2018, 08:16
5.

ok, also der Chef eines Betriebs gönnt sich selber einen Dienstwagen. Den er selbstverständlich auch privat nutzt. Nehmen wir ihren Audi für 100k. Geldwerter Vorteil heisst ja, er muss 1% des Bruttoneupreises als Einkommen angeben & versteuern, privat. Aber die Kosten, die seine Firma mit der Finanzierung hat, die setzt er wieder ab, richtig?
Und Dienstwagen sind manchmal notwendig, wie in ihren Beispielen, aber oft ein Bonbon. Und wenn der Arbeitgeber das, was er für das Auto zahlt als Lohn zahlen würde, müsste er Lohnnebenkosten sprich Sozialabgaben leisten, richtig?

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zweiblum66 03.08.2018, 08:55
6. Firmenfahrzeuge 1% Regel

Liebe/r Gerritinho, natürlich ist die "private" Nutzung eines Firmenwagen mit der 1% Regel ein Sponsoring der Alögemeinheit, wie viele andere Formen der finanziellen Unterstützung der verkehrsinfrastruktur und des Nah- und Fernverkehrs. Dafür gibt es verschiedene Besteuerungen wie KFZ, Benzin/Erdgas/Dieselbesteuerung usw.

Die 1% Regel, heißt das auf der Lohnabrechnung auf das Bruttoeinkommen 1% des Brutto Listenverkaufspreises aufgeschlagen wird, also wenn Sie einen durschn. Passat für 40.000 € Neupreis haben, wird jeden Monat 400 Euro draufgeschlagen. Also bei einem Lohn von 3.500 € kommen 400 dazu plus noch einen weiteren Beitrag für die entfernung von ihrem Wohnsitz zur Arbeit. Alle Abgaben und Steuern werden jetzt auf die 3.900 € berechnet. Auf Ihrer Lohnabrechnung werden dann am Ende die 400 € wieder abgezogen.

Also es werden auf diese zusätzlichen Beträge auch alle Sozialabgaben verrichtet. Das andere Problem in dem vorher beschriebenen Beispiel ist folgendes: Selbst wenn der Chef freiwillig Sozialabgaben gibt, wird er bei der durchschnittlichen Gehaltsklasse eines A8 Fahrers über der Bemessungsgrenze liegen und so oder so keine weiteren Sozialabgaben haben, nichts desto trotz steigt natürlich sein jährliches Einkommen um 12.000 € und hier ensteht in besagter verdienstklasse schon ein eine empfindliche Lücke.

Aber grundsätzlich ist diese Form der staatlichen "Förderung" auch in anderen Ländern üblich, schließlich wird ja auch die Umwelt ein wenig entlastet, wenn nicht jeder einen Firmen- plus Privatwagen fährt. Auch gibt es viele Berufe, wo eine private Nutzung kaum zu vermeiden ist. Handelsvertreter. Servicetechniker, typische Bereitschaftsberufe (Feuerwehr/Notärzte... die von zu Hause Bereitschaft ausüben)... Ja und auch ein Geschäftsführer wird oft direkt vom Wohnsitz zum Kunden fahren.

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oliver_behre 03.08.2018, 09:15
7. Nun ja ...

Zitat von gerritinho
Und Dienstwagen sind manchmal notwendig, wie in ihren Beispielen, aber oft ein Bonbon.
... aus rein logischen Gründen wäre die Möglichkeit des Missbrauchs weder ein Argument für, noch wider die Gerechtigkeit eines Systems - immer unterstellt, es handelt sich überhaupt um Missbrauch. Und selbst wenn es ein Bonbon wäre, wie Sie sich ausdrücken, müssten Sie dem "Chef" immer noch unterstellen, dass er sein Bonbon eigentlich nur privat fährt, denn wenn er - genau wie sein angestellter Servicetechniker - damit auch zu Kunden fährt, etc.pp., dann hat er naturgemäß dieselben Gründe wie jener, richtig?

Ganz ehrlich: Es gibt in D viel zu bemängeln, was soziale Gerechtigkeit angeht. Aber die 1%-Regelung kommt auf der Ungerechtigkeitsliste sehr weit hinten. Wenn es Ihnen um "gesparte" Sozialabgaben geht, dann fangen Sie doch lieber bei den Beamten an, oder bei der Schwarzarbeit. Mit ist noch keiner untergekommen, der nicht dem Klempner lieber den Fuffi direkt in die Hand drückt und halt keine Rechnung braucht ...

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Andreas-Schindler 03.08.2018, 09:43
8. Viele Firmenwagen sind Unnötig

Wenn die Firma Autos Anschafft und diese den Serviceleuten ab Firmengelände Bereitstellt ist dagegen ja nichts zu sagen. Aber Firmenwagen die nur dazu da sind das ein Leitende Person von zu Hause zur Firma und zurück zu Fahren ist unnötig. Bei kleinen Familienunternehmen hat teilweise die ganze Familie Firmenwagen. Hätte das keine Finanziellen Vorteile würde das kaum einer machen. Die Leute sparen sich ihren privaten Wagen. Während der normale Mitarbeiter von seinen normalen Lohn ein Auto kaufen muss. Diejenigen die Firmenwagen haben sagen immer sie hätten keine Vorteile, aber dann bräuchten sie ein Firmenwagen doch nicht. Außerdem stellt sich die Frage ob diese Leute Privat sich ein Auto kaufen würden für 40T-100T Euro. Das halte ich bei den meisten für unwahrscheinlich. Mein erstes Cabrio war ein gebrauchter 3er BMW und als 1. Halter war ein Hotel Eingetragen. Mein Nachbar ist Selbständig und fährt Mercedes, aber das ist sein erster und letzter Mercedes gewesen. Da sich viele Gespräche um sein Mercedes drehen. Diebe versuchten den auch schon zu Stehlen. Bei sein vorherigen KIA war dafür zu unauffällig. Was bei Firmenwagen auffällt ist das als Firmenwagen eher teurere Autos genommen werden. Als die selben Leute vorher privat gefahren haben. Wenn man die Leute fragt warum sie als Firmenwagen sich ein wesentlich teures Auto gewählt haben als sie zuvor privat gefahren haben reden diese Leute was von Image und das man nicht mit ein billigeren Wagen zum Kunden fahren kann. Hallo... wenn die Krankenpflegerin, oder der Pizzabote mit ein Kleinstwagen Vorfahren kann. Dann kann das der Servicemann auch.

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Andreas-Schindler 03.08.2018, 10:03
9. Lacher

Zitat von zweiblum66
... Aber grundsätzlich ist diese Form der staatlichen "Förderung" auch in anderen Ländern üblich, schließlich wird ja auch die Umwelt ein wenig entlastet, wenn nicht jeder einen Firmen- plus Privatwagen fährt. Auch gibt es viele Berufe, wo eine private Nutzung kaum zu vermeiden ist. Handelsvertreter. Servicetechniker, typische Bereitschaftsberufe (Feuerwehr/Notärzte... die von zu Hause Bereitschaft ausüben)... Ja und auch ein Geschäftsführer wird oft direkt vom Wohnsitz zum Kunden fahren.
Die Umwelt wird kaum dadurch Entlastet das man statt ein Kleinwagen für 15T Euro nun ein Auto für 40T+ Euro fährt. Auch wäre mir Neu das Leute die Bereitschaft haben deshalb Firmenwagen gestellt bekommen. Sie können ihre Fahrten anders Absetzen mehr auch nicht. Ein Verwandter von mir Arbeit bei der Feuerwehr und er hat kein Firmenwagen um schnell zur Wache zu Fahren wenn Einsatz ist. Der Geschäftsführer von der Firma wo ich Arbeite hat mehre Firmenwagen für sich. Seine Familie fährt auf kosten der Firma. Ich selber habe 2 Autos in der Garage stehen. Einer ist ein Spaßauto (Roadster) und einer ist ein kleiner VAN für den Alltag. Der Roadster kostet mich 250Euro im Jahr Versicherung und Steuern weil nur ein kleiner Motor drin ist. Mit Wechselkennzeichen würde ich der Roadster noch weniger kosten. Leider passen die Wechselkennzeichen von den Abmessungen nicht an mein Spaßauto.

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