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Digitale Minijobs: Dienstantritt zur Schnitzeljagd
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Öffnungszeiten checken, Straßenecken fotografieren: Beim Crowdsourcing erledigt man kleine Arbeiten mit dem Smartphone. Ist das ein nettes Zubrot für Studis und Rentner - oder eine Bedrohung für richtige Arbeitsplätze?

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butalive76 06.06.2015, 11:14
1. Crowdsourcing weit mehr als Smartphone-Aktionen

Crowdsourcing bezeichnet grundsätzlich digitale Arbeit im Mikrojobbereich und nicht nur Aufträge per Smartphone. Unternehmen wie auch Medien greifen zunehmend auf Crowdsorucing zu, wo Menschen Texte schreiben oder gegenlesen, wozu man einen PC oder einen Laptop braucht.

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Stäffelesrutscher 06.06.2015, 13:39
2.

Übrigens gibt es Geschäfte, die ausdrücklich das Fotografieren von Preisschildern, Produktbeschreibungen usw. verbieten. Da wird es dann eng mit dem Arbeiten für die Konkurrenz.

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Butenkieler 06.06.2015, 14:30
3. Taschengeld

deckt nicht die Kosten des Smartphones oder den Verbindungsgebühren. Erst recht reicht es nicht für einen knappen Lebensunterhalt. Es dient nur den Auftraggebern.

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Flying Rain 06.06.2015, 15:25
4. Öffnungszeiten

Ein Graus, erst gestern wollte ich zum nächsten Zollamt um ein Päckchen abzuholen. Jetzt versuche mal die Öffnungszeiten herauszufinden. Ich habe im Internet öffnungszeiten von -12 bis -17 Uhr gefunden und auf dem schreiben stand 15 Uhr... Ich war um halb vier da und sie hatten noch bis vier Uhr auf. Echt schlimm das die Behörden teils nicht mal selbst ihre Öffnungszeiten irgendwo veröffebtlichen...

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vlado13 06.06.2015, 17:41
5.

Zitat von Stäffelesrutscher
Übrigens gibt es Geschäfte, die ausdrücklich das Fotografieren von Preisschildern, Produktbeschreibungen usw. verbieten. Da wird es dann eng mit dem Arbeiten für die Konkurrenz.
Es geht nicht um die Konkurrenz. Wie die Berliner Zeitung in einem ähnlichen (wenn auch deutlich ausführlicheren) Beitrag vor zwei oder drei Wochen geschrieben hat, geht es darum, dass eine Firma, die eine Werbeaktion durchführt, überprüfen möchte, ob der Einzelhandel sich an die Abmachungen hinsichtlich Warenpräsentation etc. hält.

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Hamberliner 06.06.2015, 19:15
6. divide et impera

Wenn die Preise unter aller Sau sind, liegt das daran, dass die Microjobber untereinander nicht organisiert sind. Sie bilden keine Gewerkschaft, keinen Interessensverband um Minderzahler zu sabotieren, boykottieren oder zu bestreiken. Wahrscheinlich gibt es noch nicht einmal gemeinützige Datenbanken im Web, wo man eintragen bzw. nachschlagen könnte, welcher Auftraggeber wie schlecht zahlt oder vielleicht sogar betrügt. Insofern kann man nur begrüßen, wenn SPON hier selbstbetrügerischer Euphorie einen nüchternen Gesamtüberblick entgegen setzt.
Wenn ich so eine Tätigkeit nötig hätte würde ich übrigens über Fotografierverbote nur müde lachen. Alles eine Frage der Technik, so lautet ein bekannter Werbeslogan.

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egoneiermann 06.06.2015, 19:21
7.

Zitat von vlado13
Es geht nicht um die Konkurrenz. Wie die Berliner Zeitung in einem ähnlichen (wenn auch deutlich ausführlicheren) Beitrag vor zwei oder drei Wochen geschrieben hat, geht es darum, dass eine Firma, die eine Werbeaktion durchführt, überprüfen möchte, ob der Einzelhandel sich an die Abmachungen hinsichtlich Warenpräsentation etc. hält.
Das mag sein, aber die ganze neue schöne Welt der Apps geht eben nur so lange, wie man auch sein Smartphone in den Geschäften benutzen darf. In Möbel und zunehmend auch in Kleidergeschäften wird das immer mehr untersagt, weil die eben nicht wollen, dass man sich die Sachen vor Ort anschaut und dann ein Bild macht und das Objekt billiger im Netz sucht. Da ich in einem anderen Zusammenhang viel mit dem Smartphone in Geschäften zugange bin, merkt man immer mehr eine Feindseligkeit auch in Lebensmittelgeschäften. Der Außendienstmitarbeiter hat sich eben noch vorgestellt und es war klar, was er da macht, seine unwissenden Nachfolger tun das im Geheimen, und das wird auf die Dauer nicht gut gehen.

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ssommerf 06.06.2015, 21:30
9. Traurige Regulierungswut

Keiner wird gezwungen diese Microjobs anzunehmen. Die hirnrissige Idee der Gewerkschaften solche Arbeiten in einen Topf mit Freiberuflern aka Soloselbständigen zu werfen - bspw. dem IT Berater mit 6stelligem Jahreseinkommen - und gleich allumfassend regulieren zu wollen ist mehr als traurig.
Zerstört würden dadurch tausende sehr gut verdienende (und sehr freiwillig tätige) Arbeitsbiografien. Due Tatsache das nicht ein Selbständiger bei den Diskussionen der Auserwählten geladen ist zeigt wohin man gerne mut fadenscheinigen Argumenten möchte. Diese Arbeiten werden nicht verschwinden, ein Teil geht in schlecht bezahlter, aber gewerkschaftlich besser organisierbarer Zeitarbeit auf, der Rest wandert ins Ausland. Bravo Deutschland!

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