Forum: Karriere
Digitalisierte Arbeitswelt: "Viel Zeit am Computer, nicht mehr am Patienten"
Britta Pedersen / dpa

Ärzte und Pfleger, denen Roboter helfen. Architekten, für die der Computer Entwürfe erstellt. Fünf Menschen haben dem SPIEGEL erzählt, wie die Digitalisierung ihren Job verändert - und was daran kritisch ist.

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Sparta 10.05.2019, 08:24
1. Da sind sie wieder...

...die Probleme. Warum sollen Kunden nicht mit dem Argument kommen, es sei doch nur ein Knopfdruck, wenn den Menschen nicht schon in der Schule beigebracht wurde, wie so ein „Ding“ (Computer) überhaupt funktioniert. Dazu passt die Aussage der Lehrerin, die den Umgang mit dem Computer als Elternaufgabe sieht. Willkommen im 19. Jahrhundert.

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01099 10.05.2019, 08:29
2.

In der Pflege werden Roboter bald unabdingbar sein, da es schlicht keine Pflegekräfte mehr geben wird. Die Lage ist jetzt schon höchst prekär, da sich die Branche durch ihre Arroganz gegenüber ihren Mitarbeitern selbst das Wasser abgegraben hat. Willkommen in der Realität.

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thb81 10.05.2019, 08:31
3. Bedauernswerte Lehrerin...

muss sie doch tatsächlich 2 E-Mail-Adressen „im Blick behalten“, weil ihr Arbeitgeber ihr eine dienstliche E-Mail-Adresse eingerichtet hat. Es verwundert nicht, dass diese Person der Meinung ist, Bildung am Computer sei Elternsache; wer schon damit überfordert ist 2 E-Mail-Adressen gleichzeitig zu managen hat offensichtlich keine besonders ausgeprägte digitale Kompetenz. Warum sollte die Schule den Kindern auch Dinge beibringen, die sie fürs Leben brauchen (richtiger Umgang mit Computern/ digitalen Medien, schwimmen...) ?

Und zum Thema „die Eltern erwarten immer mehr“: als ich zur Grundschule ging (80er Jahre) war Schwimmunterricht SELBSTVERSTÄNDLICH! Das hindert Eltern ja in keiner Weise daran, ihren Kindern selbst schwimmen beizubringen. Dass eine Grundschullehrerin sich aber dieser Verantwortung komplett entziehen will und gleichzeitig behauptet, die Eltern erwarteten immer mehr ist schon bemerkenswert.

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dgs 10.05.2019, 08:49
4. Kosten

Der Architekt will natürlich nicht, dass man sieht, dass gewisse Änderungen marginalen Aufwand bedeuten. Dann kann man nicht so einfach große Rechnungen stellen.
Ähnlich wie beim Notar. Sie wollen eine Immobilie kaufen? Klick, fertig. 7500.-

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inmado 10.05.2019, 08:52
5. Zwei E-Mail-Adressen

"Was mich auch nervt: Seit Kurzem regelt die Schule allen E-Mail-Verkehr mit den Eltern über offizielle Dienstmailadressen. Ich bin nun also über zwei verschiedene Adressen erreichbar und muss sie im Blick behalten."
Das zeugt von geballter Kompetenz. Vielleicht erklärt jemand einmal der Dame, wie man verschiedene Email-Konten im E-Mail-Client eingerichtet und gemeinsam verwaltet...

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csaamer 10.05.2019, 09:00
6. Eltern wird auch immer mehr abverlangt

Komisch im, im weg-delegieren von Aufgaben an die Eltern sind Lehrer in letzter Zeit sehr schnell, aber wir Eltern müssen auch in unserer Welt immer mehr machen. Ja, ich als Vater habe meine Aufgabe aber die Schule muss uns da unterstützen und den Erziehungsauftrag umsetzten. Lehrer müssen einfach auch berücksichtigen, dass die Kinder länger in der Schule sind als bei uns zu Hause. Früher kam ich nach der Schule nach Hause und meine Mutter war da. Das ist heute anders. Unsere Kinder kommen erst ca. 17:30 nach Hause. Die Welt hat sich verändert. Vielleicht sollten das auch Lehrer verstehen, Aber da wird immer noch festgehalten an alten Methoden aus der Steinzeit. Das die meisten Lehrer scheinbar vollkommen überfordert sind mit dem normalen Unterricht zeigt, das die Kultusministerien immer mehr standardisierte Unterrichtsmaterialien vorschreiben und selbst die können (oder wollen) viele Lehrer nicht richtig umsetzen. Die Defizite können wir dann zu Hause entweder nach 18:00 oder am Wochenende ausbügeln. Und zum Thema Schwimmen lernen. Die Schwimmbäder sind alle abgerissen oder geschlossen oder von Schulen belegt........hier in Darmstadt haben wir eine 2 jährige Warteliste für Schwimmkurse die auch nur halbjährlich durchgeführt werden können weil die Schwimmbäder wie schon gesagt entweder geschlossen, saniert oder abgerissen werden. Und wehe mein Kind hat Förderbedarf...... dann wirds ganz bitte.

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28zwei27 10.05.2019, 09:00
7.

Zitat von thb81
Bedauernswerte Lehrerin... muss sie doch tatsächlich 2 E-Mail-Adressen „im Blick behalten“, weil ihr Arbeitgeber ihr eine dienstliche E-Mail-Adresse eingerichtet hat. ...
Wenn man sieht, dass heute die Eltern jeder Grundschulklasse eine "Whatsapp-Gruppe" bilden und dort täglich mehrere Dutzend "Nachrichten" verbreitet werden - dann wundert mich nichts mehr.

Inzwischen ist es für Lehrer sogar üblich, nicht [!] in Nähe der Schule zu wohnen, wenn möglich sogar in einer anderen Stadt.
Denn es gibt mehr und mehr Eltern, die glauben die Erziehung und Bildung ihrer Kinder komplett abschieben zu können - und vorraussetzen, dass die Lehrer 24/7 zu erreichen sind. Und verfügbar natürlich auch.
Trauriges Anspruchsdenken, für selbstverständlich erachtet.

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fatherted98 10.05.2019, 09:07
8. Totaler Unsinn...

...ob Lehrer nun die Rechenaufgabe an die Tafel schreiben oder auf ein LED Board tippen....lernen müssen es die Schüler so oder so. Die Digitalisierung ist nur Handwerkszeug....und kein Gutes...denn viele die heute 20-25 Jahre alt sind, haben extreme Probleme mit schlechtem Sehen.....wir züchten uns eine Generation von Halb-Blinden heran.

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Core_F 10.05.2019, 09:18
9. Überforderte Grundschullehrerin?

Ich kann ja wirklich verstehen, wenn man es nicht toll findet, wenn auf einmal neue Aufgaben in den Arbeitsalltag kommen. Allerdings verwechselt die Grundschullehrerin in meinen Augen da etwas.

Die Schule soll meinem Kind Wissen vermitteln und soll ihm beibringen das Lernen zu lernen. Da finde ich die Bedienung eines Computers heute so selbstverständlich, wie damals das Schreiben mit einem Stift.

Allein die Beschwerde, dass sie doch jetzt zwei (!) Mail-Adressen hat zeigt doch, dass es hier an den Grundlagen schon mangelt und vielleicht ein paar Lehrgänge für Lehrer nicht verkehrt wären.

Womit ich der Dame Recht gebe ist, dass Erziehungsaufgaben bei den Eltern liegen, gerade deshalb sollte es eigentlich keine Notwendigkeit für Fächer geben die "Sozialkompetenz" oder "Rücksicht nehmen" lehren.

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