Forum: Karriere
Digitalisierte Arbeitswelt: "Viel Zeit am Computer, nicht mehr am Patienten"
Britta Pedersen / dpa

Ärzte und Pfleger, denen Roboter helfen. Architekten, für die der Computer Entwürfe erstellt. Fünf Menschen haben dem SPIEGEL erzählt, wie die Digitalisierung ihren Job verändert - und was daran kritisch ist.

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Marinus_Ladegast 10.05.2019, 10:42
30.

Zitat von csaamer
[...] Das die meisten Lehrer scheinbar vollkommen überfordert sind mit dem normalen Unterricht zeigt, das die Kultusministerien immer mehr standardisierte Unterrichtsmaterialien vorschreiben und selbst die können (oder wollen) viele Lehrer nicht richtig umsetzen. [...]
Na, da haben wir doch mal im Vorbeigehen ein schönes Lehrerklischee rausgehauen. Ich weiß nicht, wie in Darmstadt die Schule organisiert wird, aber hier in Baden-Württemberg (Gymnasium) habe ich von vorgeschriebenen standardisierten Unterrichtsmaterialen noch nie etwas gehört.

Was es gibt, sind z.B. Unterrichtseinheiten, die Lehrkräften an die Hand gegeben werden, wenn sie z.B. plötzlich Informatik oder Chemie unterricht sollen, ohne dass sie dafür ausgebildet worden sind. Auch ein Hals-Nasen-Ohrenarzt, der plötzlich als Zahnarzt arbeiten soll, würde entsprechende Hilfestellungen erwarten. Solche Materialien sind dann auch nie verbindlich, sondern unterstützend gedacht.

Und bitte sparen Sie sich Stammtischpolemik wie die, dass "die meisten" Lehrer mit ihrem Job nicht klarkämen. 95% aller Lehrer, die ich kenne, verrichten ihre Arbeit seriös und so gut sie es können, so wie die meisten Eltern versuchen ihre Kinder so gut wie es geht zu erziehen. Ein paar Pfeifen gibt es immer, aber in welchem Beruf ist das nicht so?

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homann5 10.05.2019, 10:53
31.

Zitat von Müllerin von der Au
Klar gehört Schwimmen in die Schule. So dringend wie Mathematik. Konfessioneller Religionsunterricht müsste dagegen nicht sein. Allgemeine Ethik würde ausreichen.
Warum gehört Schwimmen in die Schule? Selbst wenn ein Kind später Rettungsschwimmer werden will, bringt ihm der Schwimmunterricht nichts. Übrigens sind auch sämtliche Individualsportarten in der schule verschwendete Zeit – vor allem dann, wenn sie auch noch benotet werden. Über Mannschafts- oder Teamsport lässt sich hingegen diskutieren, aber auch hier haben Noten nichts zu suchen.

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Marinus_Ladegast 10.05.2019, 10:55
32. Mediale Kompetenz

Aha, eine Grundschullehrerin stöhnt, dass sie zwei Email-Adressen im Blick behalten muss. Da kann man auf die Stoppuhr drücken, wann die Oberschlauen ihre hämischen Kommentare um die Wette posten. Das Lehrer-Bashing beginnt bei Drei, Zwei, Eins ...

Ich gehe mal davon aus, dass die Lehrerin ein längeres Interview gegeben hat, das dann durch die SPON-Redakteure auf eine Handvoll Sätze zusammengestrichen wurde. Dass die Kollegin durch diese möglicherweise verzerrte Darstellung als technisch unterbelichteter Jammerlappen dasteht, war vielleicht nicht beabsichtigt, schadet der Aktivität im Forum aber bestimmt auch nicht gerade.
Aber das haben all die Medienkompetenzmonster, die sich hier lustig machen, ja bestimmt gewusst, gell?

Die Dame hat übrigens auch nicht gesagt, dass Computer oder Schwimmunterricht unwichtig seien, sondern dass andere Kompetenzen (gegenseitige Rücksichtnahme, sich Zuhören usw.) in dem Alter wichtiger sind. Und damit hat sie absolut recht.

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noch_ein_forenposter 10.05.2019, 11:04
33. Das eigentlich schlimme

an der Sache mit den 2 Mailadressen ist doch, dass die Lehrerin erst vor kurzem eine dienstliche Adresse bekommen hat und sich vorher mit ihrer privaten Adresse behelfen musste. Jetzt bekommt sie wahrscheinlich mal hierhin und mal dorthin Mails von den Eltern. Dass sie das blöd findet, kann ich verstehen.

Übrigens, auch wenn das unrealistisch ist: Personenbezogene Daten gehören eigentlich nie in unverschlüsselte Mails.

Wegen des Computerraums, der geschlossen werden soll: Es handelt sich hier um eine Grundschule. Da braucht man den m.Mn.n. wirklich noch nicht.

Wegen Schwimmen: Schwimmen müssen die Kinder von den Eltern oder in einem Schwimmkurs lernen. Erst dann ergibt Schwimmunterricht in der Schule Sinn, also erst in der weiterführenden Schule.

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Saure Gurke 10.05.2019, 11:04
34. Schöne neue Welt

Ich finde es ja gut, wenn Roboter Pflegekräfte bei schwerer körperlicher Arbeit unterstützen. Aber kann man den Menschen nicht richtige Hunde oder Katzen geben, wenn es ihnen hilft? Hund im Krankenbett, Haare - ach, das wäre mir egal! Und ich möchte bitte von einem Menschen informiert werden, nicht von einer Maschine.
Und die Lehrerin: Wie wäre es mit Antwortmails folgender Art:
Ich halte es für wichtig, dass wir uns persönlich darüber unterhalten, dass Ingegunde fortgesetzt vergisst, ihre Hausaufgaben aufzuschreiben. Bitte komme Sie in meine Sprechstunde am ...

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three-horses 10.05.2019, 11:12
35. Zu oder geht nicht, die Strategie.

Zitat von noch_ein_forenposter
an der Sache mit den 2 Mailadressen ist doch, dass die Lehrerin erst vor kurzem eine dienstliche Adresse bekommen hat und sich vorher mit ihrer privaten Adresse behelfen musste. Jetzt bekommt sie wahrscheinlich mal hierhin und mal dorthin Mails von den Eltern. Dass sie das blöd findet, kann ich verstehen. Übrigens, auch wenn das unrealistisch ist: Personenbezogene Daten gehören eigentlich nie in unverschlüsselte Mails. Wegen des Computerraums, der geschlossen werden soll: Es handelt sich hier um eine Grundschule. Da braucht man den m.Mn.n. wirklich noch nicht. Wegen Schwimmen: Schwimmen müssen die Kinder von den Eltern oder in einem Schwimmkurs lernen. Erst dann ergibt Schwimmunterricht in der Schule Sinn, also erst in der weiterführenden Schule.
"Wegen des Computerraums, der geschlossen werden soll: Es handelt sich hier um eine Grundschule. Da braucht man den m.Mn.n. wirklich noch nicht."...so einfach...aber Recht haben Sie. Ein Tablet tut es auch. Dann braucht man den 10 Kilo Ranzen nicht. Ich nehme an,
darauf haben Sie auch eine Antwort...warum es nicht geht.

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hinz.und.kunz 10.05.2019, 11:21
36.

Zitat von thb81
muss sie doch tatsächlich 2 E-Mail-Adressen „im Blick behalten“, weil ihr Arbeitgeber ihr eine dienstliche E-Mail-Adresse eingerichtet hat. Es verwundert nicht, dass diese Person der Meinung ist, Bildung am Computer sei Elternsache; wer schon damit überfordert ist 2 E-Mail-Adressen gleichzeitig zu managen hat offensichtlich keine besonders ausgeprägte digitale Kompetenz. Warum sollte die Schule den Kindern auch Dinge beibringen, die sie fürs Leben brauchen (richtiger Umgang mit Computern/ digitalen Medien, schwimmen...) ? Und zum Thema „die Eltern erwarten immer mehr“: als ich zur Grundschule ging (80er Jahre) war Schwimmunterricht SELBSTVERSTÄNDLICH! Das hindert Eltern ja in keiner Weise daran, ihren Kindern selbst schwimmen beizubringen. Dass eine Grundschullehrerin sich aber dieser Verantwortung komplett entziehen will und gleichzeitig behauptet, die Eltern erwarteten immer mehr ist schon bemerkenswert.
Schwimmunterricht ist ein Teil des Sportunterrichts und hat mit Schwimmen lernen nichts zu tun. Man erwartet ja auch nicht von der Schule, daß sie den Kindern im Sportunterricht das Laufen beibringt.

Im Übrigen: Der richtige Umgang mit Computern ist kein Geheimnis und was man da benötigt, lernt man normalerweise in der Berufsausbildung, und zwar zielgerichtet. Mehr braucht's nicht.

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carlitom 10.05.2019, 11:30
37.

Zitat von Marinus_Ladegast
Aha, eine Grundschullehrerin stöhnt, dass sie zwei Email-Adressen im Blick behalten muss. Da kann man auf die Stoppuhr drücken, wann die Oberschlauen ihre hämischen Kommentare um die Wette posten. Das Lehrer-Bashing beginnt bei Drei, Zwei, Eins ...
Wieso ist es "Lehrer-Bashing" (was für ein blöder Begriff), wenn ich sage, dass diese Frau irgendwie keine echten Probleme und irgendwie auch nicht verstanden hat, was Digitalisierung bedeutet? Dass sie sich anstellt? DIESE Frau.

Ja, man könnte vermuten, dass sie sich wahrscheinlich nicht nur bei solchen Bagatellen, aus denen sie ein Problem macht, anstellt. Aber selbst dann ginge es immer noch um diese eine Frau, die da zitiert wird.

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hinz.und.kunz 10.05.2019, 11:32
38.

Es gibt für mich absolut keinen Grund, warum Lehrer Emails von Eltern bzw. Schülern bekommen sollten. Allenfalls von der Schulleitung.

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three-horses 10.05.2019, 11:52
39. Muss besser sein.

Zitat von Marinus_Ladegast
Na, da haben wir doch mal im Vorbeigehen ein schönes Lehrerklischee rausgehauen. Ich weiß nicht, wie in Darmstadt die Schule organisiert wird, aber hier in Baden-Württemberg (Gymnasium) habe ich von vorgeschriebenen standardisierten Unterrichtsmaterialen noch nie etwas gehört. Was es gibt, sind z.B. Unterrichtseinheiten, die Lehrkräften an die Hand gegeben werden, wenn sie z.B. plötzlich Informatik oder Chemie unterricht sollen, ohne dass sie dafür ausgebildet worden sind. Auch ein Hals-Nasen-Ohrenarzt, der plötzlich als Zahnarzt arbeiten soll, würde entsprechende Hilfestellungen erwarten. Solche Materialien sind dann auch nie verbindlich, sondern unterstützend gedacht. Und bitte sparen Sie sich Stammtischpolemik wie die, dass "die meisten" Lehrer mit ihrem Job nicht klarkämen. 95% aller Lehrer, die ich kenne, verrichten ihre Arbeit seriös und so gut sie es können, so wie die meisten Eltern versuchen ihre Kinder so gut wie es geht zu erziehen. Ein paar Pfeifen gibt es immer, aber in welchem Beruf ist das nicht so?
"95% aller Lehrer, die ich kenne, verrichten ihre Arbeit seriös und so gut sie es können"...ich kenne, so richtig nur einem...ein Verwandte von mir...das sind ...wenn man das Kriterium "kenne" als Maßstab
aller Dinge nimmt, 100%...der meinte...man sollte die Freizeit mit der Arbeitszeit, die Tage, tauschen. Die seine Meinung über die Kinder/Eltern gehört dann nicht hier her. Ist lange her.

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