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Diskriminierung in Stellenanzeigen: "Gesunder Löwe" gesucht
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Wie diskriminierend sind Stellenanzeigen? Damit beschäftigt sich eine neue Studie. Ergebnis: Es ist nicht alles schlecht.

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Fuxx81 08.10.2018, 18:31
1. Nur 2%?

Also ich sehe ziemlich oft die Aussage: "Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt." Das ist ohne jeden Zweifel offen diskriminierend.

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mwroer 08.10.2018, 18:31
2.

Berufserfahrung ist ein Diskriminierungsrisiko? Ich war der Meinung das wäre eine legitime Anforderung. Darf man noch Abitur fordern oder ist das auch schon grenzwertig?

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dasfred 08.10.2018, 18:39
3. Hauptsache Neutral

Neutrale Bewerbung, Stellenausschreibung, Einladung zum Bewerbungsgespräch, alles nur Formalitäten. Profis haben den idealen Bewerber oder die Bewerberin längst im Hinterkopf und sortieren jeden aus, der nicht ins Bild passt. Entweder ohne Begründung oder mit dem fadenscheinigen Argument der Überqualifikation. Dagegen kann keiner klagen. Jeder weiß, wie es läuft, trotzdem sucht man noch nach Fallen, in die der kleine Unternehmer tappt, um noch ein paar Euro wegen Diskriminierung rauszukitzeln.

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strandeule 08.10.2018, 18:41
4. Man kann es auch übertreiben

Nur weil in einer Stellenanzeige geduzt wird, ist das noch lange nicht diskriminierend. Es gibt inzwischen viele Unternehmen, die intern duzend und das nach und nach auch konsequent im Recruiting machen. So kenne ich es unter anderem von meinem eigenen Arbeitgeber in einer eher konservativen Branche.

Und in wie weit eine Angabe zu Berufserfahrung diskriminierend ist, erschließt sich mir auch nicht. Wenn ich jemanden im gehobenen Management suche, dann gehört dazu auch, dass man den Job oder vergleichbares schon einige Jahre macht. Es gibt 30-jährige, die schon 5 Jahre Erfahrung haben und 35-jährige, die gerade den Hochschulabschluss gemacht haben. In dem Fall will ich niemanden, der "älter" ist, sondern erfahren.

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ansv 08.10.2018, 18:44
5.

Zitat von mwroer
Berufserfahrung ist ein Diskriminierungsrisiko? Ich war der Meinung das wäre eine legitime Anforderung. Darf man noch Abitur fordern oder ist das auch schon grenzwertig?
Danke, das war auch mein Gedanke.

Als ich mir mit Mitte 40 einen neuen Job suchen musste, fand ich es eher hilfreich, wenn aus der Anzeige hervorging ob Erfahrung oder Jugend gesucht wird. Jeder Berater kann erklären, wie wichtig eine gut gemischte Altersstruktur für ein Unternehmen ist, aber gezielt suchen darf ich nicht? Für wen ist es denn wichtig, dass sich die 10 passenden Bewerbungen zwischen 200 unpassenden verstecken?

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Regimekritisch 08.10.2018, 18:48
6. Man man

die Deutschen haben Sorgen? Wenn man mal ein paar Wochen weg war, sieht man mal, wie krank das hier ist.

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ondrana 08.10.2018, 18:54
7.

Zitat von Fuxx81
Also ich sehe ziemlich oft die Aussage: "Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt." Das ist ohne jeden Zweifel offen diskriminierend.
So richtig klasse. Jahrhundertelang war Befähigung überhaupt kein Thema. Männer bekamen den Job, egal, welche Befähigung sie hatten.

Nun will man diese riesige strukturelle Benachteilung um ein winzig kleines Stückchen geraderücken (und nicht, indem man besser qualifizierte Männer benachteiligt, sondern nur Frauen bevorzugt, wenn sie GLEICH qualifiziert sind - übrigens, nur so lange, bis die Ungerchtigkeiten ausgeglichen sind).
Jetzt guckt sich mal einer die Schnappatmung an, die die Männer bekommen, wenn sie mal BESSER sein müssen als die Frau, um an einen Job zu gelangen.

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peter.teubner 08.10.2018, 19:05
8. Ich wohne und

arbeite in Schweden, dem Land fuer Gleichberechtigung schlechthin. Als ich letztens von lärarin (Lehrerin) sprach wurde ich korrigiert, dass es in Schweden lärar (also Lehrer) heisst. Die vormals männliche Form gilt fuer alle.

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m82arcel 08.10.2018, 19:05
9.

Irgendwie deckt sich die wissenschaftliche Definition von "diskriminierend" überhaupt nicht, mit meiner persönlichen Definition. Was hat das Duzen möglicher Bewerber mit Diskriminierung zu tun? Oder die Verwendung des generischen Maskulinums mit der expliziten m/w Angabe (und vermutlich dem Zusatz, dass weibliche Bewerber bei "gleicher Eignung" bevorzugt werden)?

Ist es auch diskriminierend, wenn eine Bäckerei eine/n Bäcker/in sucht, ich aber lieber als Softwareentwickler arbeiten würde?

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