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Diskriminierung in Stellenanzeigen: "Gesunder Löwe" gesucht
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Wie diskriminierend sind Stellenanzeigen? Damit beschäftigt sich eine neue Studie. Ergebnis: Es ist nicht alles schlecht.

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Nietzsche 09.10.2018, 08:00
30. Dann haben sie etwas nicht verstanden

Zitat von Fuxx81
Also ich sehe ziemlich oft die Aussage: "Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt." Das ist ohne jeden Zweifel offen diskriminierend.
Weiße, deutsche, heterosexuelle, christliche Männer können in Deutschland nicht diskriminiert werden. Auch nur in Deutschland kann man sich bei Hetze gegen ein bestimmtes Volk nicht der Volksverhetzung schuldig machen. Gegen das deutsche Volk. Sowas nennt man heute Gerechtigkeit. Für mich ist das Anti-Deutsch.

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alter Schwede 1965 09.10.2018, 08:04
31. Tja, wenn die Welt so einfach wäre...

Ondrana So richtig klasse. Jahrhundertelang war Befähigung überhaupt kein Thema. Männer bekamen den Job, egal, welche Befähigung sie hatten. Nun will man diese riesige strukturelle Benachteilung um ein winzig kleines Stückchen geraderücken (und nicht, indem man besser qualifizierte Männer benachteiligt, sondern nur Frauen bevorzugt, wenn sie GLEICH qualifiziert sind - übrigens, nur so lange, bis die Ungerchtigkeiten ausgeglichen sind). Jetzt guckt sich mal einer die Schnappatmung an, die die Männer bekommen, wenn sie mal BESSER sein müssen als die Frau, um an einen Job zu gelangen.
Liebe ondrana, auch wenn es in gewissen Kreisen unbekannt ist, weil keinerlei Erfahrung in der Arbeitswelt gesammelt werden konnte, in einer männerdominierten Karrierewelt war die subjektive Befähigung ein ziemlich wichtiges Kriterium für die Besetzung von Positionen. Wie kommen Sie darauf, dass jahrhundertelang die Befähigung keine Rolle spielte? Naivität sicher nicht, eher politisches Kalkül, weil wenn diese These wahr wäre, man heute zur Korrektur dieser strukturellen Benachteiligung, Frauen ohne Beachtung ihrer Befähigung in Positionen bringen könnte. Absurder geht es nicht, wobei ich nichts gegen den Gedanken habe, dass Frauen bei gleicher Befähigung vorübergehend bevorzugt werden könnten.

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jhea 09.10.2018, 09:01
32. Die Gesellschaft schuldet Frauen gar nichts

Zitat von ondrana
So richtig klasse. Jahrhundertelang war Befähigung überhaupt kein Thema. Männer bekamen den Job, egal, welche Befähigung sie hatten. Nun will man diese riesige strukturelle.....
Gleichberechtigung heißt gleiche Rechte zu haben.
Nicht 'bei gleicher Qualifizierung werden x bevorzugt'.

Mit der Aussage sagst du ziemlich deutlich dass es beim Feminismus nicht um Gleichberechtigung, sondern um Vorherrschaft geht.

Die klugen Menschen nennen das Anliegen dass alle gleiche Chancen und fair behandelt werden ja Egalitarismus, so dass wirklich jeder die selben Chance hat.
Mit deiner Aussage... von wegen Schnappatmung würde ich mich direkt mal fragen ob ich nicht auf der falschen Seite der Geschichte stehe.

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Sibylle1969 09.10.2018, 09:11
33. @12 mathias.mai

Ganz einfach: man schreibt in der Stellenanzeige *Wir suchen eine/n Softwareentwickler/in*. In den allermeisten Stellenanzeigen, die ich gesehen habe, stand bei der Jobbezeichnung entweder das generische Maskulinum mit dem Zusatz (m/w) oder gleich ein englischer Jobtitel mit dem Zusatz (m/f).
Ich arbeite übrigens als Frau in der Softwarebranche in einem Job mit ca. 10% Frauenanteil. Es gibt uns also!

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ford_mustang 09.10.2018, 09:22
34. Kümmert euch lieber um...

gleiche Arbeit, gleicher Lohn. Unabhängig von Geschlecht, Firmenzugehörigkeit, Nationalität, usw.! Offenlegung aller Löhne und Gehälter in Firmen und konkrete Zahlen in Stellenausschreibungen.

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jhea 09.10.2018, 09:25
35.

Zitat von Stäffelesrutscher
Oh je. Das ist sehr wohl eine objektive Tatsache. Das lässt sich sehr einfach zeigen. Bitten Sie beliebige Personen, »einen Ingenieur«, »einen Arzt«, »einen Bauarbeiter« oder »einen Richter« zu zeichnen. Als Bonus noch einen »Geburtshelfer« und »einen Krankenpfleger«. Wetten, dass....
Das sind auch nur subjektive Assozisationen und keine objektiven Tatsachen...

Bitte vergleich nicht Äpfel mit Nuklearreaktoren.
Beide habe zwar irgend etwas mit Kernen zu tun, aber bei genauerem Hinsehen dann irgendwie doch nicht.

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irritation 09.10.2018, 10:00
36. überraschende Kriterien

Das Unternehmen für das ich arbeite ist in der IT Branche anzusiedeln. Damit einhergehend haben wir, wie viele Marktbegleiter, deutlich mehr Bewerber als Bewerberinnen. Das möchte ich gerne ändern. Deshalb war ich interessiert an dem Artikel. Viel lernen konnte ich leider nicht. Titel neutral halten, okay kann man sich merken. Wir haben schon versucht Stellenagebote speziell auf Frauen zuzuschneiden (Dazu gibt es auch Untersuchungen). Das fruchtet leider auch wenig.
Aber in einer Anzeige als Beschreibung über die eigene Firma nicht schrieben zu dürfen, dass man ein junges Team ist? Das ist doch Quatsch. Wenn ich hier einen Laden voller Absolventen um die 25 habe, ist das ein junges Team. Wenn die alle Work-Life-Balance machen und sich hipster-klischee-haft verhalten ist das so. Dann kann sich eine potenzielle neue Arbeitskraft ein Bild machen. Da muss ich nicht erst ein Interview und die Vorstellungsgespräche abhalten, um dann in der Probezeit festzustellen, dass es nicht passt. Manches Detail ist nicht diskriminierend sondern informierend.
Abgesehen davon sind wir doch alle jung, junggeblieben, dynamisch, modern....
Ein bisschen mehr des angedeuteten Konstruktivismus wäre toll gewesen. Gibt es eine Möglichkeit, seine eigenen Anzeigen auf diskriminierende Elemente zu prüfen?

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delusionist 09.10.2018, 10:01
37. Was hier überhaupt nicht...

... Zur Sprache kommt, ist die in Stellenanzeigen inzwischen beliebte Aufforderung zur Selbstdiskriminierung. "Ihre aussagekräftige Bewerbung INKL. GEHALTSVORSTELLUNG richten Sie. bitte an..." Da werden dann beim Sichten der Bewerbungen gleich alle bis auf die fünf "billigsten" Bewerber ausgesiebt. Alles schon so erlebt... Schöne neue Personalgewinnungswelt.

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AdK 09.10.2018, 10:19
38.

Jetzt mal blöd gefragt als junger männlicher Arbeitnehmer, ist es denn so wichtig was die Stellenanzeige sagt? Dahinter steckt doch im Zweifelsfall der Chef/Personalmensch der eben genau das sucht.
Jetzt kann er alles politisch korrekt machen aber am Ende stellt er dann doch den Mann ein wenn er eben einen Mann haben wollte. Die Anzeige ändert doch nichts an der Intention.

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murksdoc 09.10.2018, 10:43
39. Frage

"Die Brückenbauer", "die Schlosser", "die Anpacker" ist alles das generische Femininum. Diskriminiert man damit "die" Männer?

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