Forum: Karriere
Doku über Unternehmensberater : Eine wirklich radikale Veranstaltung
Harun Farocki

"Der Sinn muss einfach da sein": Berater sprechen ihre eigene Sprache - verstehen kann sie kaum jemand. Filmemacher Harun Farocki hat Hamburger Unternehmensberater mit der Kamera begleitet und sich ihnen wie ein Ethnologe genähert. Zurecht, wie sein Film beweist.

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clausde 13.10.2012, 08:23
30. Keineswegs Einrichtungsberater

Es geht um mehr als Raumkonzepte. Wenn ich es zwischen den Zeilen richtig verstanden habe ging es in diesem Teil um die Neuorganisation von Callcentern. In moderen Callcentern gilt das Prinzip "Clean Desk". Das bedeutet, wenn niemand am Arbeitsplatz ist, ist dieser aufgeräumt von allen persönlichen Dingen. Diese befinden sich in Rollcontainern (Trolleys) meistens in geschlossenen Regalen. Damit ist sichergestellt, dass jeder Arbeitsplatz von jedem Mitarbeiter genutzt werden kann. Das Konzept beeinhaltet aber auch eine entsprechende IT-Landschaft, die es ermöglicht mit dem LogIn des Mitarbeiters die entsprechenden Programme auf den Bildschirm zu bringen. Weiter gehört zu diesem Konzept alle Callcenter an allem Standorten gleich zu gestalten. Das geht von der optischen Gestaltung bis hin zur Klimatisierung.
Diese Konzepte sind nicht neu. Deshalb muss eine Unternehmensberatung mit einem bestimmten Bohei diesen alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen. Achja, did Konkurrenz von Vodafone arbeitet schon lange sehr erfolgreich mit diesem Konzept...

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labudaw 13.10.2012, 09:58
31. Ein Film, der wieder nur die Hälfte, wenn nicht weniger ergründet, was

Zitat von mcafro
okay, und der neunmalkuge gibt witze zum besten, deren bart nun wirklich ganz extrem lang ist. zum glück aber ist der witz so erzählt, dass er völlig frei von jeglichen vorurteilen ist :-) "Der Unternehmensberater" an sich ist schon eine albernheit. Was den? Managementberatung? SAP? Technologie? Personal? ... ? ... ? ich arbeite als "Unternehmensberater" und musste erstmal grübeln, wofür YSL überhaupt steht, fahre einen 7 jahre alten Ford Focus Kombi (Jahreswagen, Bundeswehr Edition) anstelle eines SUV, habe bei Mietwagen die Golfklasse nie überschritten und gebe mein bestes, meinen kunden zu helfen bei dingen, die sie nicht wissen, ich aber (und, nein, dass ist nicht bei allen themen so, ich weiss sehr wohl, dass meine kunden dinge wissen, die ICH nicht weiss, und dann, in echt, halte ich auch gerne unbezahlt die klappe). aber wie dem auch sein, zum glück haben unternehmensberatungen ja (nicht näher bekannte) druckmittel, die alle unternehmen zwingen, sie anzustellen und sich freiwillig bis in den tot ausbeuten zu lassen.
Unternhemensberatung ausmacht.

Was sie schreiben stimmt: wenn ma klassifiziert, gibt es ungefähr 100 Klassen von Unternehmensberatern und das in verschiedensten Geschäftsbereichen.

Und - wie im richtigen Leben - zählt was ? Das Geschriebene !
Was "nur auf der Tonspur" rüberkommt, ist irrelevant. Unternehmensberater leifern ihre Ergebnisse IMMER schriftlich ab - auch wenn es nur eine PP ist.

Und am Geschriebenen oder am Ergebnis (in Verträgen vorher vereinbart) könnt ihr sie messen - wie die jede andere Leistung oder Nichtleistung auch.
Und Geschriebenes enthält Fakten, die nachprüfbar sind. Ein Berater, der das nicht liefert, ist nicht lange Berater.

Und: die wirklichen Fakten kennt nur der Auftraggeber - Dummgelaber
ist nur für die Blöden, damit die sich ihr Beraterbild basteln können, während im Hintergrund schon das "changemanagement" arbeitet.

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labudaw 13.10.2012, 10:07
32. ach so - hab ich vergessen: Insolvenzverwalter sind die allerteuersten -

Zitat von wrdlmpfd
So wie die 12 (!) Consultingfirmen, die z.T. gleichzeitig die Traditionsfirma "Märklin" in die Insolvenz "berieten"? Ich zitiere einen Spon-Artikel aus 2009, der die erste Maßnahme des Insolvenzverwalters wie folgt beschreibt: "Seine erste Maßnahme im Unternehmen beschrieb der Jurist mit den Worten: "Alle Berater raus." Teure Beraterverträge galten als ein Grund für die Schwierigkeiten von Märklin. Diese Verträge nun aufzulösen, spare einen knapp zweistelligen Millionenbetrag im Jahr, sagte Pluta. Dies sei fast die Hälfte des Jahresverlustes. Zur Zahl der bei Märklin tätigen Berater sagte Pluta: "Da tränen einem die Augen."
der mußte die Berater rausschmeissen, damit er sein Honorar - in Höhe von 15 Mio. € als Vorschuss natürlich - abzwacken konnte.

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obsurfer 13.10.2012, 13:17
33. Noch einen gefällig?

Zitat von Guy Montag
Das gibt's auch mit Manta-Fahrern, Ostfriesen und Blondinen. Und was soll das jetzt aussagen? Ein bisschen mehr als so einen abgeschmackten Witz schon...
Unternehmensberater sind wie Eunuchen - sie wissen, wie´s geht!!!

(Und ich kenn sogar einen - muhahaha...)

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Judex 13.10.2012, 21:29
34. Nichtssagender, pauschalierender, abwertender Artikel

Aus dem Kontext gerissene Zitate aus einem Brainstorming werden selten Sinn ergeben. Egal, aus welcher Branche.
Einsichten in die Branche der Unternehmensberater bekommt man jedenfalls durch den Artikel nicht (es sei denn, was die Bedeutung der Sprache betrifft).
Der Beitrag des Autors Römer ist offensichtlich eher in die Rubrik einzuordnen: "Spiegel Online macht Stimmung gegen bestimmte Berufsgruppen". Schade.

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#2011-0001 13.10.2012, 23:14
35. Oh Nein.

Zitat von nigcon
Die Auftraggeber wäre mit einem vernüftigen Architekten vermutlich besser bedient gewesen.
Da darf ich Ihnen als Geschäftsführer (ganz klassisch und deutsch:) gerne widersprechen: Ein Architekt ist mit Sicherheit am wenigstens geeignet den Sinn eine Gebäudes zu erfassen und es prozessorientiert zu gestalten... :)

Einen Unternehmensberater brauchts aber auch nicht. Fähiges Führungspersonal genügt vollkommen.

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Newspeak 13.10.2012, 23:55
36. ...

Berater sind der Ausdruck davon, daß die Mehrheit sich dagegen sträubt, sich selbst hinreichend zu informieren und auf dem neuesten Stand zu halten und auch sonst lieber auf Eigenverantwortung verzichtet. Andererseits nutzen das Berater auch nur aus und wollen die Verantwortung auch nur dann übernehmen, wenn es gut läuft. Das Ganze ist meistens für beide Seiten vorteilhaft, weil das Geld, das die eine Seite der anderen in den Rachen wirft für mangelhafte Leistungen meistens auf verschlungenen Wegen indirekt vom Steuerzahler kommt. Entweder weil der Bund selber sich die Gesetze schreiben lässt, oder Privatfirmen ihre Gewinne einstreichen, indem sie auf Kosten der Allgemeinheit leben. Eine Gesellschaft mit einem Minimum an Beratern wäre eine Bessere. Und die gab es ja auch schon mal. Früher. Als Werte zählten, die man heute nicht mehr kennt. Als nicht jeder darum bemüht war, zuallererst den Anderen über den Tisch zu ziehen.

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bapon1 14.10.2012, 09:09
37.

Gebäude als Mantel? Hört sich eher an wie ein architektenseminar

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Meisenresidenz 14.10.2012, 20:32
38. Hahaha...die Kommentare sind besser als wie

der Artikel! Ehrlich: WER braucht "Unternehmensberater"?? Tun die nicht genau das, was eigentlich EIGENE Aufgabe eines jeden Manages wäre? (ausser für ein paar juristische Dinge vielleicht bei M & A)

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n+1 14.10.2012, 21:49
39. Aber das ist doch in Schottland real passiert, das war einer von McKinsey

Zitat von gehlhajo_reloaded
Ein Schäfer steht mutterseelenallein auf seiner Wiese und hütet seine Schafe. Plötzlich tauchte in einer großen Staubwolke ein nagelneuer Cherokee-Jeep auf und hält direkt neben ihm. Der Fahrer des Jeep, ein junger Mann in Brioni-Anzug, Cerrutti-Schuhen, Ray-Ban-Sonnenbrille und einer YSL-Krawatte, steigt aus und fragt ihn: „Wenn ich errate, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eines?“ Mehr gibt es dazu nicht zu sagen....
Kein Witz, Realität.
Typisch McKinsey-Schaumschläger. Aber auch KPMG.....Roland Berger.....
Alternativ: ein Reservoir von abgedroschenen Phrasen und einen Zufallsgenerator. Dann kann die Software den Abschlußbericht machten.

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