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Dos und Don'ts für den Arbeitsweg: So pendeln Sie ohne Stress
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Wer ständig lange Wege zwischen Wohn- und Arbeitsort zurücklegen muss, ist dabei häufig nicht entspannt. Doch es gibt Tricks, wie man auch auf Dauer gesund zur Arbeit und wieder zurückkommt.

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max-mustermann 26.10.2017, 09:13
1.

"Zug ist besser für die Entspannung"
Das hängt dann aber doch sehr stark von den Mitreisenden und der (Un)Pünktlichkeit der Bahn ab. Entspannt ist für mich jedenfalls anders.

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3-plus-1 26.10.2017, 09:49
2.

Nicht die reine Fahrzeit ist entscheidend, sondern die Art der Fahrt. Für mich gilt ÖPNV nur auf Schienen. Bus ist so derbe unzuverlässig, eng und ein Geschaukelmit Halt an jeder Milchkanne und stehen in jedem Stau, das man so eine Anbindung auch nur als Notlösung für kurze Zeit sehen kann.

Bei Bahnfahrten zählt dann die Häufigkeit des Umsteigens. Das macht jedes Mal Stress, vor allem, wenn dein Zug pünktlich kommt, aber wegen nicht gegebener Einfahrt in den Bahnhof 10 min auf Sichtweite des Anschlusszuges stehen bleibt und man diesen dann nur noch abfahren sieht. Das erzeugt Wut und da geht die Pumpe.

Mit Fußweg zum Bahnhof und dann noch mal Fußweg vom Bahnhof zur Arbeit, ist die Bahn dann ohne Umsteigen das perfekte Verkehrsmittel. Dann ist es auch egal ob S-Bahn oder ICE und ob die Fahrzeit dann 15 mmin oder zwei Stunden sind ist dann quasi auch egal.

Trotzdem, wenn es auch gut aussieht mit der Anbindung und man dann das Auto abschafft, um nun diese Verbindung zukünftig zu nutzen, sollte man sich noch eine Hintertür offen halten. Ich habe mir wieder ein Motorrad angeschafft. Ist bei weitem im Unterhalt nicht so teuer, wie ein Auto, aber man hat dann nicht dieses auslaugende Gefühl sein ganzes Leben völlig fremdbestimmt nach Stechuhr ausgeliefert zu sein.

Ein paar mal im Sommer bei schönem Wetter in der Firma und ohne auf die Uhr geschaut zu haben Feierabend gemacht und über verschlungene Wege nach Hause, gibt erst wieder die Kraft in den nun folgenden sechs Monaten wieder täglich zum Bahnhof zu trotten.

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Alex Müller 26.10.2017, 09:59
3. Jahrelang gependelt

Ich habe jahrelang als Berater gependelt und bin sehr froh es mittlerweile nicht mehr tun zu müssen. Überall wo ich konnte, habe ich die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt. Vor allem die Bahn auf einer Langstrecke ist super. Nach Absprache mit meinem damaligen Auftraggeber konnte ich eine Stunde früher los und im Zug noch einige Mails abarbeiten. Dort konnte man in Ruhe etwas essen, die vorbeiziehende Landschaft beobachten, evtl. mit einem netten Sitznachbarn plaudern oder bei einer Serie abschalten. Für Bücher hat mir nach einem stressigen Alltag die Zeit gefehlt. Die Fahrten mit dem Auto hingegen waren immer sehr anstrengend. Man muss sich konzentrieren, kann nicht mal kurz die Augen schließen und abschalten wie in der Bahn. Wenn dann noch ein Stau dazu kommt, geht es an die Substanz. Aber auch im Auto habe ich noch auf der Strecke gearbeitet. Telkos habe ich so gelegt, dass ich sie auf der Heimfahrt erledigen konnte. So war ich öfter 1-2 Stunden früher zu Hause, konnte Staus entgehen und dann zu Hause wieder Kraft tanken. Trotzdem bin ich heilfroh nicht mehr jeden Tag pendeln zu müssen. Ich fahre mittlerweile mit dem Rad zur Arbeit und denke immer an die armen Leute in den Staus die ich oft vom Fahrradweg aus sehe.

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laracrofti 26.10.2017, 10:16
4. In Deutschland wird wie

wahnsinnig gependelt weil doch das Fahren (vor allem mit dem PKW) oberflächlich betrachtet "nix kost'" und man es mit der Pendlerpauschale zurück bekommt. Natürlich ist das falsch. 1h einfache Fahrt, d.h. täglich mindestens 2h Freizeit draufgehen zu lassen auf die Fahrerei die nichts bringt sondern nur kostet ist der Wahnsinn.

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RalfWenzel 26.10.2017, 10:31
5. Ich sage immer.....

....wer sich in einen Zug setzt und darauf wartet, dass er ankommt, hat's Bahnfahren nicht verstanden. Selbst wenn man mit der Bahn länger unterwegs ist als mit dem Auto, kann es doch zeitlich effizienter sein, wenn man Dinge in der Bahn macht, die man sonst im Büro oder zuhause machen würde.

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marianne.weber 26.10.2017, 10:45
6.

Nicht jeder sucht es sich immer aus, pendeln zu müssen. Wenn der Partner nicht in derselben Stadt arbeitet muss man auch mal Kompromisse eingehen. Dann wohnt man irgendwo auf der Mitte und beide pendeln. Aber wenn man die Wahl hat, sollte man definitiv einfach näher an die Arbeit ziehen. Freizeit ist eine Menge wert und am gesündesten kommt man (bezüglich der sportlichen Betätigung) wohl auf dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit.

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static_noise 26.10.2017, 10:55
7.

Sorry aber ich muss mich mal sehr subjektiv auskotzen.
Als Berater arbeite ich im Schnitt ca alle 12 Monate an einem neuen Ort. Ich pendele dabei seit Jahren mit der Bahn auf verschiedenen Abschnitten der Rheintrasse zwischen Frankfurt und Ruhrgebiete. Es ist die Hölle wenn man nicht den ICE benutzen kann!
Dieser ganze Regionalbahn, Regionalexpress Kram ist grauenhaft, unpünktlich, überfüllt. Überfüllt bedeutet hier zwangsweiser Körperkontakt auf der kompletten 45Min Strecke zwischen Düsseldorf und Bonn.
Im Sommer bei ausgefallener Klimaanlage oder im Herbst wo die Hälfte verschnupft und verrotzt ist besonders angenehm.

Und selbst wenn der Zug eigentlich pünktlich wäre, wird er ständig aufgehalten weil man den Fernverkehr ja dringend vorlassen muss. Da stehen dann in einer vollgepackten Doppelstöckigen RE mehrere Hundert Pendler zwangsweise irgendwo auf freiem Feld, damit ein viertelvoller ICE mit ein paar Dutzend 'Businesspeople' und ner Handvoll Touristen durchbrausen kann.
Das marode Streckennetz und gefühlt ständige Bauarbeiten tun ihr Übriges.

Pendeln mit der Bahn macht man nur aus Überzeugung (Umwelt) oder der Not (geht anders nicht) aber nicht weil es erholsam ist.

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columbo1 26.10.2017, 11:00
8. Interessant wie verschieden die Geschmäcker sind.

Ich habe es zwei Jahre lang ohne Auto probiert und entnervt aufgegeben. Es waren nicht primär die Verspätungen, sondern einfach die Tatsache, dass ich persönlich die Zugfahrten nicht entspannend fand. Zu Fuß zum Bahnhof, zweimal umsteigen, zu Fuß zur Arbeit - das hat ziemlich viel Zeit gekostet, und die Teilstrecken in den überfüllten Zügen waren recht kurz, so dass an entspannte Lektüre nicht zu denken war.

Ich bin dann näher an den Arbeitsplatz gezogen, aber das machte es kaum besser. Für die 15km mit dem Bus habe ich genausolang gebraucht wie vorher für die 60km mit dem Zug.

Anschließend bin ich 15 Jahre lang ausschließlich mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Das ging schneller. Vor etwa 4 Jahren habe ich dann beschlossen, so oft wie möglich das Fahrrad zu nutzen, unabhängig vom Wetter. Das ist ziemlich entspannend, macht Spaß und dauert unwesentlich länger als mit dem Auto. Allerdings: Bei starkem Wind, Frost, Erkältung, sehr frühen Terminen und akuter Unlust nehme ich nach wie vor das Auto.

Wer in der Freizeit gerne radelt, dem kann ich nur empfehlen, mal ein paar Wochen lang das Pendeln per Fahrrad zu testen. Entfernungen bis etwa 15 oder 20 km sollten sich recht gut bewältigen lassen, wenn das Gelände halbwegs eben ist.

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bluebill 26.10.2017, 11:03
9. Bahnfahren geht halt nicht überall.

Bahnfahren als zuverlässiges Verkehrsmittel? Na ich weiß nicht. In Großstädten und sog. Ballungsräumen sind zwar ausreichend viele Bahnverbindungen vorhanden, aber die ständigen Ausfälle und Verspätungen machen sie als alltägliches Transportmittel unbrauchbar. Siehe z.B. Berliner S-Bahnen. Busse stecken in den Staus genauso fest wie Autos, daher können auch ihre Abfahr- und Ankunftzeiten meist nur geschätzt werden. U-Bahnen und Tram gibt es halt nicht überall. - Außerhalb der Ballungsräume sind häufig gar keine öffentlichen Verkehrsmittel verfügbar, oder sie sind so lausig schlecht angebunden, dass man den halben Tag unterwegs wäre, um die 50 km zur Arbeit zu schaffen.

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