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Dreiste Job-Absagen: "Ihre Mimik und Gestik sind einfach furchtbar"
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Sie wollten den Job unbedingt, aber es hat nicht geklappt? Sie sind nicht allein. Hier erzählen SPIEGEL-ONLINE-Leser, wie dreist sie während einer Bewerbung abserviert worden sind.

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cor 20.06.2017, 14:49
1. Idioten im HR

Die meisten dieser Fälle sind darauf zurückzuführen, dass im HR oftmals nicht gerade die hellsten Lichter unterwegs sind und es ausserdem an sozialen Fähigkeiten mangelt. Gepaart mit einer Prise Arroganz ("Ich weiss, was jeder verdient höhöhö") kommt dann sowas dabei raus.

Ich spreche aus Erfahrung, denn ich führe selbst Vorstellungsgespräche - allerdings im Auftrag der Fachabteilung - und muss öfter mit HR Leuten zusammenarbeiten.

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granhuevos 20.06.2017, 15:12
2. Viele Bewerber haben zu wenig Selbsbewusstsein.

Alleine die Verwendung des Begriffs Human Ressource oder Staff strotzt nur so vor Arroganz der Unternehmen. Aber oftmal haben es genau solche Unternehmen dann auch bitter nötig. So dreist und unverschämnt wie dann schon im Vorstellungsgespräch der Auftritt ist, genauso unangenehm ist dann oft auch das Arbeitsklima in der Firma.

Zum Glück bewegen wir uns aufgrund der Demographischen Entwicklung von einer Angebotsschwemme auf dem Arbeitsmarkt zunehmend hin zu einem Nachfrageüberhang nach guten Fachkräften. Die Mitarbeiterführung wird sich in Zukunft deshalb wieder verbessern. Manche Firmen haben das schon erkannt.

Inzwischen kann ich mir auch selbst aussuchen, wo ich gerne Arbeite und wieviel Geld ich dafür verlange. Wenn mir der Personaler oder die neuen Kollegen schon nicht gefallen, sage ich am folgenden Tag meistens schon direkt ab, ohne mir noch die nächste Packung abzuholen.

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GoaSkin 20.06.2017, 15:41
3. am Ende wird oft niemand eingestellt

Es passiert nicht selten, dass eine Stelle ausgeschrieben wird, Vorstellungsgespräche durchgeführt werden und am Ende allen Bewerbern abgesagt wird. Und warum? Weil sich die Personaler eingestehen müssen, nach falschen Maßstäben und Kriterien gesucht zu haben. Darum kann es manchmal wirklich besser sein, über eine Personalvermittlungsfirma in einen Job vermittelt zu werden. Die haben wenigstens Ahnung, wonach sie suchen.

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hmueller0 20.06.2017, 15:49
4. Konsequenzen

Einiges was hier geschildert wurde finde ich so krass, dass man da als Bewerber evtl. weitere Schritte prüfen sollte (rechtliche o.ä. sofern möglich). zB im Falle des Schulleiters würde sich hoffentlich das Oberschulamt dafür interessierten - weniger das Hinausgehen, sondern mehr die Scheinbewerbungen. Und was devot betrifft: dürfte schon für eine Anzeige reichen. Ansonsten: gibt im Web sicher genügend Stellen, wo man seine Erfahrung unter Nennung mit Unternehmens teilen kann. (zB auch in den div. Portalen zum Thema Arbeitgeberbewertung) - dann sind künftige Bewerber gleich gewarnt

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magic88wand 20.06.2017, 16:08
5. Absagegründe meistens vorgeschoben

Nach meiner Erfahrung (auch von Arbeitgeberseite) wird als Grund für eine Absage in den allermeisten Fällen entweder bewusst gelogen oder etwas behauptet, das den Leuten selbst zwar plausibel erscheint, aus Sicht eines Dritten aber willkürlich und unhaltbar ist. Insofern sind die hier genannten Beispiele zumindest ehrlich, wenngleich verwerflich.

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Mimi der graue Kater 20.06.2017, 16:23
6. Lieber magic88wand

Leider empfinden es die "Abgewiesenen" immer als ungerecht. Wir suchten eine Mitarbeiterin und von den etwa 12 Bewerberinnen waren nur 3 die die fachlichen Voraussetzungen hatten.
Es ist auch nicht angenehm Leuten mit entsprechendem fachlichen Wissen eine Absage zu erteilen.

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dwg 20.06.2017, 16:34
7.

Ja, es gibt Leute, deren Mimik und/oder Gestik einfach furchtbar sind.
Es gibt auch Leute, die andere nicht zu Wort kommen lassen, keine
Manieren haben, oder sonst wie inkompatibel sind.
Wer allerdings heute in AGG Zeiten überhaupt eine Absage anders
als mit flauschigen Sanftargumenten absagt, handelt grob fahrlässig.

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barnes1976 20.06.2017, 16:44
8.

Zitat von GoaSkin
Es passiert nicht selten, dass eine Stelle ausgeschrieben wird, Vorstellungsgespräche durchgeführt werden und am Ende allen Bewerbern abgesagt wird. Und warum? Weil sich die Personaler eingestehen müssen, nach falschen Maßstäben und Kriterien gesucht zu haben. Darum kann es manchmal wirklich besser sein, über eine Personalvermittlungsfirma in einen Job vermittelt zu werden. Die haben wenigstens Ahnung, wonach sie suchen.
Ich bin seit 14 Jahren Personaler mit Leib und Seele. Ich kann bestätigen, daß die meisten Vorurteile gegenüber Personaler häufig ihre Berechtigung haben, aber Personalvermittlungen gut zu halten, sie hätten "wenigstens Ahnung, wonach sie suchen", kann ich nicht bestätigen. Meiner Erfahrung nach gilt das für die wenigsten, denn den meisten ist die Vermittlungsprämie wichtiger als eine genügend große Übereinstimmung zwischen Anforderungsprofil der Stelle und Profil des Kandidaten...

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barnes1976 20.06.2017, 16:49
9.

Zitat von magic88wand
Nach meiner Erfahrung (auch von Arbeitgeberseite) wird als Grund für eine Absage in den allermeisten Fällen entweder bewusst gelogen oder etwas behauptet, das den Leuten selbst zwar plausibel erscheint, aus Sicht eines Dritten aber willkürlich und unhaltbar ist. Insofern sind die hier genannten Beispiele zumindest ehrlich, wenngleich verwerflich.
Leider ist eine detaillierte Absage gar nicht möglich, da die Gefahr viel zu groß ist, daß ein Kandidat die Absage als Diskriminierung deutet und schlimmstenfalls unter Berufung auf das AGG klagt. Durch die Einführung des AGGs gibt es bei der Korrespondenz mit Bewerbern zu Lasten beider Seiten weniger Transparenz, warum wie entschieden wurde.

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