Forum: Karriere
Ein Lkw-Fahrer erzählt : "Mein Chef ermutigt mich, mehr zu arbeiten als ich darf"
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Lkw-Fahrer haben einen harten Job - und ein schlechtes Image. Doch einige der Vorurteile stimmen, berichtet ein Fahrer, der schon sei über 30 Jahren im Beruf ist.

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cosgrove83 16.12.2018, 11:24
20. @power.piefke

Zitat von power.piefke
"Was kann der Arbeitgeber dafür, wenn der Fahrer selbst entscheidet, seine Fahrzeiten zu überschreiten?" das ist eine wenig originelle Standardrechtfertigung. Wie viele der rebellischen Fahrer haben denn schon eine Abmahnung bekommen? Hohe Strafen von den Speditionen zu zahlen, und das Problem ist gelöst. Wenn die speditionen für jedes einzelne Vergehen 1000? zahlt, dann wird man darauf achten....
Vielleicht sind Standartrechtfertigungen Standart, weil tatsächlich ein gewichtiges Argument sind? Klar kann man sich bei Standartrechtfertigungen die Ohren zu halten, aber das entkräftet sie trotzdem nicht.
"Rebellische" Fahrer bekommen dann Abmahnung, aber was bringt das auf einem Markt mit akutem Fahrermangel und was hilft das kleineren Firmen die solche Strafen eben mal nicht aus der Portokasse zahlen können? Und wie ich bereits schrieb geht es nicht nur um rebellische Fahrer, sondern auch darum, dass ein LKW im Stau oder beim Be- oder Entladevorgang die Zeit davon läuft.
Und noch einmal, warum soll eine Firma für das Vergehen eines Fahrers zahlen, für das er nicht angewiesen wurde? Bisher ist es so, dass der Fahrer selber die Strafe zahlen muss. Wenn er nichts aus Oben genannten Gründen dafür konnte, ist es usus, dass die Firma das aus Kulanz übernimmt. Durch unrealistisch Hohe Strafen wird sich das trotzdem nicht ändern. Kleine Firmen oder Selbstständige werden davon nur schneller ruiniert.

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panchy 16.12.2018, 11:33
21. Ihr seid witzig...

JA, ich befürworte mehr Kontrollen und die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten...
JA, ich finde Übernachtungen außerhalb der Fahrerkabine sinnvoll, aber nicht immer...

HEUCHLERISCH, finde ich die Kommentare der Mitleser, die von Stauende faseln und unmögliche Zustände für Trucker, etc.
Wisst ihr, wie ihr der Branche helfen könntet?
Weniger online bestellen, aktiv auf den Einzelhandel in eurer Stadt zugehen. Vor Ort kaufen.
Weniger rumheulen, wenn das PAKET, welches bestellt wurde, eben einen Tag länger dauert.
Weniger die Autobahnen verstopfen für Pendelstrecken, die eigentlich mit Bus und Bahn deutlich einfacher zu erreichen sind, als mit dem Auto.

Solange die Menschen den schnellen Versand Ihrer Ware fordern, immer mehr über die Strassen transportiert werden muss, gleichzeitig mit unnötigen Fahrten die Strassen verstopft werden, werden die LKW Fahrer rumtricksen müssen, damit die Ihre realistischen 400-500 km am Tag schaffen können (in NRW).
Schraubt eure Erwartungen bitte runter, für weniger Geld eure Waren, quer durch die Republik transportiert zu bekommen.
Das drückt die Preise und lockt mehr Niedriglöhner aus dem europäischen Ausland an.
Letztendlich entscheiden wir, die Arbeitsbedingungen der Fahrer zu verbessern...

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mens 16.12.2018, 11:37
22. Gewollte Fake Gesetze

Der Druck auf die Unternehmer, Eigentümer und Geschäftsführer muss was Sicherheit und Arbeitsrecht angeht erhöht werden. Nicht nur im Transportbereich. Was sich im Land abspielt ist das pure Unterstützen und Fördern des Kapitalismus in Reinform. Es wird SO GETAN als ob Gesetze den Angestellten und Arbeiter schützen. In meinem Umfeld ist 20 Jahren nicht ein Mal ein Vergehen zur Arbeitszeit bestraft worden. Da arbeiten die Leute hunderte angeordnete Überstunden ohne Entgelt und ohne Zeitausgleich ( jaja, selber Schuld, wie alle Opfer von Verbrechen. Ironie aus). Im Stundenzettel können täglich aber nur 11 Stunden eingetragen werden. So programmiert. Weit und breit keine Arbeitnehmervertretung, in der gesamten Branche nicht. Der Staat weiß Bescheid: Kontrolle null. Strafe null. Dabei würden nur stärkere Kontrollen und empfindliche Strafen helfen. Will aber *jemand* nicht, die Lobby setzt es durch. Da wundert es mich nicht wenn verpennte Laster in Stauenden rasen.

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doktordoktormueller 16.12.2018, 11:40
23. Man sollte die LKWs endlich autonom fahren lassen und

die LKW-Fahrer in den Ruhestand entlassen.
Deutschland muss sich trauen, da auch mal Vorreiter zu sein.
Man könnte ein paar LKW-Fahrer als Springer einsetzen, wenn der autonom fahrende LKW Autobahn oder Landstraße verlassen muss und in die Ortschaft einfährt.

aber zu mehr werden sie doch nicht mehr gebraucht.

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joppop 16.12.2018, 11:54
24. 17

Habe bei taxiunternehmer gearbeitet.
Manchmal 17 stunden am tag!
Auch mit kinder im wagen.

Und wen ich meinen mund auf machte, bekam ich 2 wochen nur noch kleine drecksfahrten zugeteilt!

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adhortator 16.12.2018, 12:00
25. @panchy

...ist mir aus der Seele gesprochen!
Der autonome LKW braucht noch ein paar Jahre bis er auf dei Strasse kommt, und auch danach werden noch Fahrer gebraucht werden.
Die "Nachtfahrten" sind unverzichtbar, anders kommt das Stückgut nicht von A nach B.(so arbeitet auch die Bahntochter Schenker :-))
Ja die Bahn, die profitiert ganz besonders vom Boom des Strassengüterverkehrs...https://www.deutschebahn.com/de/konzern/im_blickpunkt/20180320_BPK_2018-1776346

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f-j 16.12.2018, 12:12
26. Man-o

-man….
Liebe Sarah Wiedenhöft,
wieder mal ein reißerischer Bericht über die Berufskraftfahrer.
Und was für ein Schwachsinniger dazu…
Ich selber bin 33 Jahre als Berufskraftfahrer unterwegs, das Artikelfoto „Trucker“ stimmt, es ist ein Trucker in Amerika oder Australien in einem Ami-Truck mit geteilter Frontscheibe.
In Deutschland heißt es Berufskraftfahrer !!
Der Trucker in Ihrem Bericht scheint bei einer unseriösen Firma mit veraltertem Fuhrpark zu Arbeiten.
Bei neuen LKW-Modellen ist die Digitalüberwachung mit Speicherung aller relevanten Daten, wie Fahrzeiten, Pausen, Wochenarbeitszeiten, Geschwindigkeiten usw.usw.usw. für 28 Tage rückwirkend auf der Fahrerkarte und für ein Jahr im digitalen Tacho gespeichert.
Siehe auch den Kommentar 14 von dr.kaos, der sagt alles !!
Bei so einer Berichterstattung kommen dann natürlich solche Reaktionen wie die von
Lucky.sailor:
„Das ist auch meine Wahrnehmung, wenn ich mit meinem Wohnmobil bei Tempo 85 (nach Navi!) auf der rechten Spur von ALLEN LKW überholt werde, und zwar meist mit deutlichem Geschwindigkeitsüberschuss. Wieviele Menschen müssen noch auf deutschen Autobahnen sterben, weil fast täglich ein LKW ungebremst in ein Stauende gerast ist.“
Ich lade Sie persönlich gerne mal ein für einen Tag als Beifahrer ein, mit mir zu fahren !
Dann können sie auch erleben wie Wohnmobilfahrer (heimliche „Könige der Landstrasse“) oder PKW Fahrer sich als Hilfs-Scherrif`s aufführen und Berufskraftfahrer in Ihren LKW und 40 Tonnen Gesamtgewicht, im fließenden Verkehr durch absichtliches Ausbremsen, maßregeln wollen.
Bitte bleiben Sie seriös und suchen nicht immer Sündenböcke bei der Berichterstattung !

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max-mustermann 16.12.2018, 12:35
27.

Zitat von panchy
JA, ich befürworte mehr Kontrollen und die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten... JA, ich finde Übernachtungen außerhalb der Fahrerkabine sinnvoll, aber nicht immer... HEUCHLERISCH, finde ich die Kommentare der Mitleser, die von Stauende faseln und unmögliche Zustände für Trucker, etc. Wisst ihr, wie ihr der Branche helfen könntet? Weniger online bestellen, aktiv auf den Einzelhandel in eurer Stadt zugehen. Vor Ort kaufen. Weniger rumheulen, wenn das PAKET, welches bestellt wurde, eben einen Tag länger dauert. Weniger die Autobahnen verstopfen für Pendelstrecken, die eigentlich mit Bus und Bahn deutlich einfacher zu erreichen sind, als mit dem Auto. Solange die Menschen den schnellen Versand Ihrer Ware fordern, immer mehr über die Strassen transportiert werden muss, gleichzeitig mit unnötigen Fahrten die Strassen verstopft werden, werden die LKW Fahrer rumtricksen müssen, damit die Ihre realistischen 400-500 km am Tag schaffen können (in NRW). Schraubt eure Erwartungen bitte runter, für weniger Geld eure Waren, quer durch die Republik transportiert zu bekommen. Das drückt die Preise und lockt mehr Niedriglöhner aus dem europäischen Ausland an. Letztendlich entscheiden wir, die Arbeitsbedingungen der Fahrer zu verbessern...
Hören sie doch auf mit dem Mythos das dafür der böse Onlinehandel verantwortlich wäre. 95% der LKWs auf deutschen Straßen sind Zulieferer für Industrie und Unternehmen da diese ihre Lagerhaltung vor Ort aus Kostengründen abgeschafft und lieber auf die Straße verlagert hat. Das ganze begann schon in den frühen 1990er Jahren wo von einem Onlinehandel noch nichts zu sehen war. Außerdem stieg der LKW Verkehr durch die EU Osterweiterung deutlich an weil wir seit dem eben Transitland Nummer eins sind.
Und nein in erster Linie entscheidet der Arbeitgeber und der Gesetzgeber über die Arbeitsbedingungen von LKW Fahrern (und auch von jedem anderen Arbeitnehmer) und nicht der Kunde. Aber das ist ja heute die große Mode ausschließlich den Verbraucher für alles verantwortlich machen zu wollen während Politik und Wirtschaft gemütlich die Hände in den Schoß legen können und selbstverständlich für gar nichts zuständig sind.

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smickey 16.12.2018, 13:04
28. Selbstfahrende LKWs mit Fernsteuerung wären die Lösung

so könnten LKWs, wie Drohnen ferngseteuert werden und man bräuchte auch keinen Fahrpausen einzulegen. Wegen auftanken würde man mit den Tankstellen entsprechend Personal organisieren. Über die Einsparung beim LKW Fahrerpersonal könnte man locker Tankstellenpersonal mitfinanzieren, z.B. durch einen Aufpreis auf den LIter Sprit, und für das Be/Entladen, könnte man auch billige Arbeitskräfte nutzen. Z.B. könnte man diese Jobs arbeitslosen anbieten. Einer großen Ausbildung bedarf es nicht, die Leute hätten einen Job, mit allen positiven Folgen. Außerdem gäbe es viel weniger Unfälle usw....

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AlexSp 16.12.2018, 14:04
29.

Zitat von baghira1
Es sollten die bestraft werden, die die Touren so konfigurieren, das die maximale Arbeitszeit ausgereizt wird, ohne das die Tätigkeiten, die nicht zum Fahren gehören. weggelassen werden. 11-15 Stunden Arbeitszeit sind gar nicht erlaubt. Im Straßenverkehr solch große Fahrzeuge zu bewegen, ist Streß genug, da muss Zeitstreß nicht sein.Sowas sorgt für Unfälle mit beträchtlichen Schaden und häufig auch Verletzte oder gar Tote.Da der Fahrer selbst bei Auffahrunfällen häufig verletzt oder getötet werden, sollte es auch in ihrem SInn sein, das kein Stress aufkommen darf.
Das fahren von Lkw ist kein Stress, im Gegenteil es kann Entspannung pur sein, allerdings was Stress macht sind Autofahrer welche Rücksichtslos sich ihren Weg suchen ob links oder rechts am Lkw vorbei , 5 Meter vorher einscheren ....das macht Stress und diese Autofahrer werden immer mehr.

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