Forum: Karriere
Ein Werber kontert: Sorry, Boss, mein Arbeitsleben sieht anders aus
Corbis

"Liebe deine Familie. Aber nie deinen Job." Die Tipps seines entspannten Chefs hat Ralf Junge auf SPIEGEL ONLINE gelesen - nach einer 80-Stunden-Woche. Hier erzählt er, wie der Alltag in der Werbebranche wirklich ist.

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spontiman 05.10.2015, 14:50
10. Idee für Werbeagentur

Ich habe eine Idee für gute Werbung für die eigene Werbeagentur:
Schritt 1: Der Chef schreibt eine Glosse auf SPON, dass man in seinem Job nicht alles so ernst nehmen soll und eigentlich alles ganz easy ist - Millionen von Augapfelpaaren nehmen die Agentur zum ersten mal wahr.
Schritt 2: Eine Woche später meldet sich ein Angestellter und beschwert sich, dass doch alles nicht ganz so easy ist und 120 Stunden Arbeitszeit in der Woche ganz normal sind - Wieder lesen Millionen das Ganze; Der Name der Agentur bleibt nun auch bei einigen zehn- oder hunderttausend hängen.
Schritt 3: ??? Vielleicht eine Diskussion anzetteln, ob das Ganze eine virale Kampagne ist, die am grünen Tisch erdacht wurde? Egal, Hauptsache, man bleibt in den News...

Mich interessiert jetzt eigentlich hauptsächlich, was SPON dafür als Plattform kassiert. Oder kann ich hier auch umsonst Werbung für meinen Laden machen?

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ace4271 05.10.2015, 14:51
11. Manche wollen damit glänzen.....

.... Und schicken dann die Mails zu den unmöglichsten Zeiten. Gerade wieder so en Fall: 1. Mail, dienlich heute morgen geöffnet habe, war vom 03.10. 23:47, die 2. vom 04.10. 0:43. sowas ist abstoßend. Für mich jedenfalls.

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titoandres 05.10.2015, 14:54
12. being realistic?

"Wir arbeiten mit tollen, spezialisierten Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen und lernen täglich dazu. Wenn wir unsere Arbeit gut machen, sehen wir die Resultate im ganzen Land. "

Wenn man Plakate im ganzen Landen als "Auswirkungen im ganzen Land" versteht, dann ja. Ansonsten den Hinweis mit dem Monopoly beherzigen oder einen Arzt aufsuchen.

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monika-fo 05.10.2015, 14:55
13. Chef und Arbeitssklaven

Der Chef hat doch nicht die Regeln für seine Mitarbeiter publiziert.

Da hat einer Wein gepredigt und schenk seinen Mitarbeitern Brackwasser ein.

Eigentlich bliebe zu hoffen, das diese Agentur den hohen Preis dafür bezahlt und ihre Kunden reihenweise abspringen. Unehrlichkeit ist eine deutsche Tugend geworden. Wem glaubt man mehr - wohl dem Mitarbeiter dieser Agentur. Daher Hut ab vor dem Mitarbeiter, der sich gewagt hat, seinen Arbeitsalltag hier zu beschreiben. So sieht die Realität nämlich tatsächlich aus. Was dabei herauskommt, sehen wir am Beispiel VW.

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icke44 05.10.2015, 14:57
14. gal, was wir hier machen oder nicht machen - die Welt dreht sich weiter

Stimmt, was uns zu der Frage bringt warum diese lustvollen Selbstzertörer vom Rest der Gesellschaft finanziert werden sollten? Nämlich dann, wenn sie gesundheitlich ruiniert sind und nur noch Kosten verursachen!

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hagr 05.10.2015, 14:59
15. Dialektik

Spontan würden mir x Berufe einfallen, die ich subjektiv für wesentlich wichtiger halten würde, als die "Kommunikationsbranche" bei denen die Rahmenbedingungen auch nicht stimmen. Ehrlich gesagt, fällt mir kaum etwas ein, wo die Menschen nicht mehr oder weniger berechtigt greinen.
So hübsch, dialektisch und medienwirksam nach vorne bringen können es aber nur die Kommunikatoren. Ist das wieder so eine Semsterarbeit wie neulich von der Einen, die Pendeln in Deutschland als ihre Erfindung verkauft hat?
Nein, ich habs, wir haben es hier mit einer medizinischen Dissertation zu tun, richtig?

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Olaf 05.10.2015, 15:02
16. Leidenschaft gehört in die Liebe...

und nicht in die Arbeit. Noch einer, der lichterloh brennt.

Natürlich ist nicht jeder Ratschlag eins zu eins umsetzbar, aber man muss ja auch nicht morgens der erste sein der kommt und abends der letzte der geht. Danken wird Ihnen das sowieso niemand.

Außerdem sollte man an der Trennung im Kopf zwischen Arbeit und Freizeit arbeiten. Das ist sehr wichtig. Ein Motor der dauernd auf Höchstlast im roten Bereich dreht, hält auch keine 100.000 km und das Arbeitsleben ist lang.

Also, sich manchmal klar machen, dass man nicht immer eine 1 in der Arbeit abliefern muss, eine 3 reicht manchmal auch, denn befördert wird sowieso nach ganz anderen Kriterien.

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wanderer777 05.10.2015, 15:06
17.

Das, was der Autor "Leidenschaft" nennt, ist bei vielen Männern eher eine Art Authismus bzw. Fanatismus. Sie widmen sich Jahre ihres Lebens irgendwelchen abstrakten oder toten Dingen, anstatt soziale Kontakte, Freundschaften und menschliches Miteinander zu pflegen. Was bleibt, ist ein - in menschlicher Hinsicht - komplett verschwendetes Leben. Da fällt mir der herzergreifende - aber doch so wahre- Film "Klick" mit Adam Sandler ein. Anschauen!

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dudeldumm 05.10.2015, 15:07
18. Werbung bietet keinen gesellschaftlichen Mehrwert

Der einzige Zweck von Werbung ist, Konsum anzuheizen. Sie bringt die Welt und uns nicht weiter - im Gegenteil. Ich finde es immer wieder schade, wenn junge Menschen dafür ihr Talent und ihre Lebenszeit verschwenden statt Sinnvolles zu tun.

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Arktuss 05.10.2015, 15:08
19.

Erlaubt ist vieles nicht, interessiert aber niemanden.
Ich bin am Freitag auch bis nach Mitternach vor dem Rechner gesessen, vorher so gegen 18 Uhr bin ich mal heimgefahren um eben dann dort zu arbeiten. Am Samstag hab ich gleich morgens um 7 angefangen und hab es für das Wochenende dann tatsächlich um 16:30 geschafft gehabt und hatte den ganzen Sonntag frei.

Aber eigentlich hätte ich auch grad Urlaub, den musste ich schon zweimal verschieben, hatte ja nur dieses Jahr noch keinen und hab noch 20 Tage Rest von letztem Jahr. Bei uns gibt es eh nur 26 Tage im Jahr.
Und nein ich bein Senior Consultant Projektleiter oder sonstwas. ich bin Softwareentwickler und ich verdiene auch keine 60.000€ im Jahr. Das ist der ganz normale Wahnsinn und auch nicht die erste Firma bei der ich das erlebe. Ich hab das auch schon hintenrum versucht, aber die entsprechenden Aufsichtsbehörden scheinen auf anonyme Hinweise nicht wirklich zu reagieren.

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