Forum: Karriere
Eine Geldtransport-Fahrerin erzählt: "Ich weiß, dass immer etwas passieren kann"
imago

Sie transportiert große Summen Geld, schleppt hunderte Kilo Münzen und muss mit einer Waffe umgehen können - um sich im Notfall zu schützen: Eine Geldtransport-Mitarbeiterin berichtet von ihren Fahrten im Panzerwagen.

Seite 1 von 3
sober 03.01.2019, 20:27
1.

Eine sehr schöne Serie, immer wieder lesenswert. Man merkt mit der Zeit, dass verdammt viele Branchen trotz Personalknappheit skandalös schlecht bezahlt werden. Auch dort, wo doch eigentlich mehr als genug Kohle vorhanden ist, etwa im Hotelgewerbe oder eben auch bei den Sicherheitsdiensten, die ja oft dort eingesetzt werden, wo immense Werte zu bewachen sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oliver Sprenger de Montes 03.01.2019, 20:28
2.

Hier in Kolumbien dachte ich beim ersten Mal, es sei was passiert. Plötzlich tauchten vier Typen auf, zwei mit Pumpguns und zwei mit großen Revolvern - alle ungesichert im Anschlag - und dazwischen rannten dann zwei Typen mit der Geldkassette dazwischen, mit Handschellen an die Handgelenke gekettet, zum Vordereingang der Bank in einem großen Einkaufszentrum. Sah doch seeeehr martialisch aus. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Die sehen nicht so aus, als würden sie lange zucken, wenn es doch mal einer versucht …

Beitrag melden Antworten / Zitieren
materialist 03.01.2019, 20:32
3. Frechheit

Für diesen Job sind 12,64 eine Frechheit ich bin nicht für jeden Streik wenn zB.die Piloten sehe aber den Geldtransportern kann ich nur sagen zieht das Ding durch bis es kracht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andre V 03.01.2019, 20:33
4.

Die Beschreibung über den Umgang mit der Waffe klingt etwas naiv - vorsichtig formuliert. Angenommen, jemand will den Geldboten (m/w/d) überfallen, dann ist man mindestens zu zweit. Denn vor jedem Aldi oder jeder Sparkasse sieht man die Geldboten auch immer zu zweit. Und dann hat man seine eigene Waffe längst gezogen. Bis ein Geldbote dann sein Holster aufgeknöpft hat, die Waffe gezogen, durchgeladen und "Halt, stehen bleiben, oder ich schieße" sagt, sind die Räuber längst in Südamerika. Ich würde auch nie für ein bisschen Geld, das mir nicht einmal gehört, in einen Gunfight am O.K. Corral gehen. Von den Scherereien abgesehen, wenn man die Waffe tatsächlich mal benutzt und einen Täter - oder schlimmer: ein vorbeifahrendes Schulkind - erwischt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kaltmamsell 03.01.2019, 20:50
5. Die Begegnung mit Geld-Transport-Mitarbeitern in der Innenstadt ist

mir absolut vertraut. Ganz unauffällig in der Geschäftigkeit des großstädtischen Alltags verrichten sie ihre wichtige Tätigkeit. Alles low Key. Und das ist Teil ihres Jobs. Diese Leute bestücken nicht die Regale des stationären Einzelhandels mit Duschgel-Flaschen. Sie streiken zu Recht, denn diese Aufgabe ist nur deshalb so knapp über der Wahrnehmungsschwelle, weil das so sein muss. Auch das ist Teil der Leistung, die diese Profis erbringen und die auch angemessen vergütet werden muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MisterD 03.01.2019, 21:52
6. Der Knackpunkt liegt in diesem Absatz

die gute Frau sagt nämlich:
"Eine richtige Ausbildung gibt es für meinen Beruf nicht. Im Prinzip kann das jeder machen, der eine einwandfreie Schufa hat, ein sauberes Führungszeugnis und mindestens drei Jahre den Führerschein."

Genau dort liegt das Problem. Ein Job, den grundsätzlich jeder normale Bundesbürger machen kann, sobald er 21 Jahre alt ist, kann nicht gut bezahlt werden. Denn in einer Marktwirtschaft gilt nunmal Angebot und Nachfrage...

Es muss erst ein massiver Nachfrageüberschuss erzeugt werden, wie derzeit zum Beispiel beim Pflegepersonal oder bei den Paketfahrern, bevor an den Löhnen geschraubt wird...

Machen Sie sich das klar, indem Sie sich selbst in die Rolle des Unternehmers hinein versetzen:
Warum sollte er jemandem, der für den Job ein 2-Wochen-Seminar besucht hat, mehr bezahlen, als er muss?

Abgesehen davon ist das Gehalt, für jemanden, der de Facto nur kurz angelernt wird, vollkommen in Ordnung. 1800 EUR Brutto im Osten bzw. 2200 EUR Brutto im Westen als unterste Stufe. Davon träumt so mancher Arbeitnehmer, der für seinen Job 3 Jahre in die Lehre musste...

Klar, ich vertrete eine unpopuläre Meinung, ist mir klar. Aber man kann nicht jedem Ungelernten/Angelernten 3.000 EUR Brutto im Monat bezahlen. Das sind einfach unrealistische Erwartungen, zumindest in einer freien Marktwirtschaft...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fassungsloser 03.01.2019, 22:03
7. Schlecht bezahlt

Schlecht bezahlt ist es durchaus, aber das Warum steht ja auch im Artikel: Fünf Tage Ausbildung, dazu noch drei für den Waffenschein. Da wundert einen nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der_geraet 03.01.2019, 22:51
8.

Für wenig Geld anderer Leute Geld rumkutschieren.. nö lass mal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jo126 03.01.2019, 22:52
9. Na ja

Zitat von Fassungsloser
Schlecht bezahlt ist es durchaus, aber das Warum steht ja auch im Artikel: Fünf Tage Ausbildung, dazu noch drei für den Waffenschein. Da wundert einen nichts.
Für die Erlangung der Waffenbesitzkarte brauchte ich ein Jahr Training, inklusive intensiver Einweisung in das Waffenrecht und der Regularien für Selbstverteidigung mit der Waffe. Und ich trage die Waffe nie geladen in der Öffentlichkeit bei mir (darf ich auch nicht).Drei Tage Ausbildung? Da lernt man nicht allzu viel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3