Forum: Karriere
Eine Lehrerin packt aus: "Das Problem steht vor der Klasse"
DPA

Desinteressiert oder autoritär, im schlimmsten Fall auch beides: So hat Lehrerin Sigrid Wagner ihre Kollegen erlebt und darüber ein Buch geschrieben. Hier erzählt sie, wer den Job lieber nicht machen sollte.

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hans.gans3000 08.04.2019, 12:27
1. Berufung!

Also Lehrer sein sollte eine Berufung sein und demnach sollte man sich auch verhalten.

Es ist ein symptomatisches Problem! Beispiel mein Abiturjahrgang!
In Klasse 12 alle: Ich werde niemals Lehrer werden, weil...!
Nach dem Abi 13. Klasse 25% des Jahrgangs : Ich werde Lehramt studieren!
Ich: Warum? Hattest du nicht gesagt du würdest nie Lehrer werden wollen?
Andere: Sicherer Job wenn man verbeamtet wurde, relativ viel Freizeit, Ich will nach der verbeamtung Kinder kriegen und der Job ist sicher, ...

Keiner hat gesagt: Ich werde Lehrer weil es mir Spaß macht Heranwachsende Wissen zu vermitteln!

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zausi 08.04.2019, 12:32
2. Stimme ich voll und ganz zu ..

Habe es selbst erlebt, dass Lehrer alle gleich und manche gleicher behandeln.Auch die vor Sondierung der Grundschulkinder, oder warum wollen Schulen im Vorfeld wissen, was die Eltern für einen Beruf/gesellschaftlichen Stand haben.
Die Lernmethoden gehören, wie die Arbeit der kleinen Leute "Qualitäts orientiert"Überwacht. Will ja nicht dass jemand auf die Idee kommt, dass wir Überwacht werden......

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Mikrohirn 08.04.2019, 12:32
3. Das Buch ist überflüssig,

denn die, die zur Schule gegangen sind wissen, dass Sigrid Wagner recht hat und die anderen können nicht lesen.

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h. sapiens 08.04.2019, 12:33
4. Überschrift

Endlich sagt es mal jemand. Die Verblödung der Gesellschaft beginnt schon in der Schule - Wo auch sonst?
Das System benötigt viel mehr Quereinsteiger mit einer erweiterten Berufs- und Lebenserfahrung.

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observerlbg 08.04.2019, 12:35
5. Starke Worte einer frustrierten Altgedienten?

Und nun geht es gleich los mit dem kollektiven Lehrer-Bashing. Ein typischen Lehrerkollegium stellt wahrscheinlich in Teilen die Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung dar. Bestimmte Charaktere treten verstärkt auf, andere seltener. Ja, auch ich habe einige Vorurteile aus meiner langen Schulzeit bis zum Abitur. Aber seien wir doch realistisch, Frau Wagner kann doch nur einen sehr kleinen Teil und auch nur subjektiv gesehen haben. Ich zumindest bin froh, dass ich mich als Ingenieur nicht ständig mit den Problemen eines detuschen Lehrers auseinandersetzen muss. Für mich stand früh fest, dass ich niemals diesen stressigen schwierigen Job eines Pädagogen machen werde. Zumal die Bezahlung auch gerade hinreichend ist. Manchmal sind Lehrer sogar prikär beschäftigt, gell, Baden Württemberg und Nordrhein-Westfalen?

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Florentinio 08.04.2019, 12:36
6. Fehler im System

Die mangelnde Personalauswahl mag ein Fehler im Großen und Ganzen sein. Ein anderer sind für mich die viel zu grossen Lernfabriken. Kinder lernen in Beziehung zu anderen Menschen. Gibt es keine Beziehung, lernen sie nicht. Beziehungsvermeidungsgrund Nummer eins sind die bewertenden Noten. Mindestens der Hälfte aller Schüler wird hiermit die Motivation zum Lernen genommen. Dann ein vollkommen überfrachtete Lernplan. Welcher Erwachsene hat denn Lust, sich ein Leben lang mit pubertierender 12 und 13jährigen zu beschäftigen, wenn diese Hormongesteuert überhaupt nicht in der Lage sind, sich mit dem zu beschäftigen, was "alte Männer" sich pädagogisch so ausdenken.

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claus7447 08.04.2019, 12:36
7. Ja, Lehrer werden ist nicht schwer - Lehrer sein ....

Nein ich bin keiner. Aber in meinem privaten Umfeld habe ich viele. Und es ist sehr einfach mit denen ins Gespräch zu kommen. Da gibt es eine, die ist mit 65 "erst" in Pension - als jetzt die Schule anfragte ob Sie wegen Ausfall ein 6 Stunden-Deputat annimmt: JA, mach ich gerne.
Ich wohne an einem Ort der ein PH hat und "berühmt" für Lehrerausbildung ist. Wenn man mit Dozenten spricht, dann sagt der eine oder andere: Es gibt eben ausser den Noten keine weitern Auswahlkriterien. Und da kommt so mancher nach dem Motto "Grundschule - Gymnasium - Studium - Schule". Eigentlich nicht geeignet für Pädagogische Berufe. Burnout dann mit 35!

Das Problem: Die Politik hat über Jahre suggerriert: es gibt weniger Schüler - also braucht man weniger Schulen. Jetzt, die blanke Angst - man hat sich verzockt. Ich beführchte, es wird noch schlimmer.

Ein Potenzial-Faktor: Eltern. Selbst verzogen oder im Ego-Land aufgewachsen werfen sich vor ihre Kid's. Und wenn der Lehrer die 1 oder 2 versagt, weil der Filius sich eben dumm stellt (oder ist) dann kommt man mit Rechtsanwalt und weiß der Geier was. Nein - ich bin eigentlich froh kein Lehrer zu sein - ich wüsste nicht ob ich dem gewachsen gewesen wäre.

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ahauser 08.04.2019, 12:37
8. kein Beamtenstatus mehr!

Nur noch Lehrer einstellen, die vor dem Studium einen Beruf erlernt haben, also Kontakt zum realem Leben. Permanentes Qualitätscontrolling, 3 Wöchige Weiterbildung in den Sommerferien und wenn die Leistung nicht erbracht wird, Tschüss (auch wie im realem Leben):-)

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dragon75 08.04.2019, 12:38
9. Solange "wer nicht tun kann der lehrt" wahr ist...

...oder es zumindest von vielen so wahrgenommen wird, solange also eine Gesellschaft die Bildung der Kinder sehr niedrig in der Hackordnung ansiedelt, solange braucht man sich da nicht zu wundern.

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