Forum: Karriere
Eine Lehrerin packt aus: "Das Problem steht vor der Klasse"
DPA

Desinteressiert oder autoritär, im schlimmsten Fall auch beides: So hat Lehrerin Sigrid Wagner ihre Kollegen erlebt und darüber ein Buch geschrieben. Hier erzählt sie, wer den Job lieber nicht machen sollte.

Seite 17 von 51
Andersstern 08.04.2019, 15:07
160. Bestes Beispiel

Zitat von elizar
Tja, dann müssen Sie wohl was falsch machen. Wenn Sie tatsächlich seit 10 Jahren versagen Seiteneinsteiger prüfungsreif zu bekommen, dann sind wahrscheinlich Sie das Problem. Ich kenne genug Seiteneinsteiger. Nicht jeder hat das Zeug dazu, OK, aber wesentlich, wesentlich mehr als Ihre 0%.
Ist lesen wirklich so schwer? Die Herren und Damen Seiteneinsteiger sind nie bis zum Prüfungsunterricht gekommen, weil Sie vorher die Brocken hingeschmissen haben, sprich selber gekündigt haben. Passt übrigens auch zu den Abbrecherquoten bei Quer- und Seiteneinsteigern, die in vielen Bundesländern erhoben werden. Und ob Sie jemand kennen oder in Hamburg fällt ein Sack Mehl um, spielt eher keine Rolle.

Beitrag melden
lassie2012 08.04.2019, 15:09
161.

Zitat von gehirnkrampf
... Ist leider oft eine heere Hoffnung. Ich verallgemeinerne bewusst und es gibt aus Ausnahmen;aber: Wer was auf dem Kasten hat bleibt in der Wirtschaft und verdient Geld. Diejenigen, die das Wirtschaftssystem ausspuckt, versuchen sich als Lehrer. Wer will diesen Job, unter diesen Bedingungen auch machen für ne A12? Die Interviewte macht es sich etwas einfach. Damit sich Unterricht den neuen Zeiten anpassen kann, müssen die entsprechenden Bedingungen geschaffen werden. Da reichen 22 PCs für 360 SchülerInnen nicht aus, das Lohngefälle zwischen Grund-, Haupt-, Realschullehrern und ihren Gymnasialkollegen und die Inklusion tun ihr weiteres, um nicht unbedingt die Elite in die Jobs zu bekommen...
Rechnen sie sich nicht immer arm! A12 besoldet ist wahrlich keine schlechte Bezahlung, wenn man zusätzlich berücksichtigt, dass 50 Tage bezahlter Urlaub im Raum steht. Einfach mal rechnen!

Beitrag melden
grotefend 08.04.2019, 15:09
162. Bloß nicht!

Zitat von ekrib
Das Problem mit 'Opfer'Lehrern wäre schnell zu lösen, wenn man Eltern -sagen wir mal - ein Drittel Mitspracherecht bei der Anstellung von Lehrern 'ihrer' Schulen gäbe. Zusätzlich müßten dann diese Lehrer entschieden besser bezahlt werden, damit Lehrersein lukrativer wird. Und mit Zeugnissen müßten auch Lehrer beurteilet werden, ob der Schulstoff gut rübergekommen ist.
Gemäß Art. 7 GG steht das Schulsystem unter staatlicher Aufsicht - nicht unter Aufsicht er Eltern. Das ist auch gut so! Lehrer müssen unabhängig sein und das geht nur, wenn sie keine Dienstleister sind (auch wenn viele Eltern das denken). Einen Verkehrspolizisten wählt die Bevölkerung auch nicht aus - und das ist ebenso gut!

Beitrag melden
tok1 08.04.2019, 15:10
163. Hirnforschung!

Stimmt natürlich alles und stimmt alles auch wieder nicht -wie das so ist bei oberflächlichem Interviewgeschwätz. Immerhin läßt sich Frau Wagner nach all ihrer kompetenzprallen Herablassung am Schluß mit einem einzigen Wort selbst die Luft ab. Es gibt zwar kaum noch einen gelehrsamen Artikel, der ohne "Hirnforschung" auskommt, aber sie ist gewiß das letzte, was ein guter Lehrer braucht.

Beitrag melden
lamblies 08.04.2019, 15:11
164. Mein Titel

Die besten Lehrer, nach 50 Jahren im Nachhinein betrachtet, waren für mich die eher Strengen, jene ohne viel Privates und freundschaftliches Verhalten.
Schlechte Zensuren in einigen Fächern waren an der Tagesordnung, haben mein Bemühen aber verstärkt, meine mangelnden Kenntnisse bis heute zu verbessern. Dafür bin ich ihnen heute dankbar.

Es gab aber auch Lehrer, die z.B. auf dem Wunsch einiger Schüler, eine Klassenarbeit heute nicht zu schreiben, weil gestern Wochenende war oder weil die Sonne scheint, entsprochen haben.

Bei denen habe ich dann weniger gelernt, ausser dass sich Leistung doch nicht immer lohnt. Immerhin konnte man mit denen beim Schulausflug in der Kneipe ein Bier bestellen.

Wichtig ist m.E. ein faires Verhalten von beiden Seiten, allerdings sollte der Lehrer seinen Job schon beherrschen.
D.h., das Interesse der Schüler wecken und den Stoff gut vermitteln können.
Eine gute Bildung ist wichtig.

Beitrag melden
reinholdstock 08.04.2019, 15:11
165. Lehrer

Ich war selbst Lehrer und in verschiedenen Ländern tätig. Es ist nie einfach, aber als Lehrer sollte man von seinen Schülern lernen und ihren Sorgen ruhig zuhören, um selber zu wachsen!
Es ist schön, wie in diesen Tagen, dass ehemalige Schüler sich an mich erinnern, nach 25 und mehr Jahren...
Die Achtung der Würde eines jeden Menschens ist das Grundprinzip von jeglichem in dieser Arbeit, sonst geht keine Mathe und keine Geschichte oder Sprache, trotz Fachwissen und allem des Lehrers. Er muss eine wahre Person sein...und nur so kann er begeistern für die jeweiligen Inhalte...

Beitrag melden
Hans-Dampf 08.04.2019, 15:13
166.

Der Lehrkraft die Schuld am Versagen der Beschulten zu geben ist ebenso billig wie den Übungsleiter zur Verantwortung zu ziehen, wenn eine Sportmannschaft verliert.

Beitrag melden
JensS 08.04.2019, 15:14
167. Sie hat schon Recht.

Eigentlich kann da doch jeder aus eigener Erfahrung nur zustimmen: In jeder Klasse gab es einige "Problemschüler" und immer gab es Lehrer die diese Schüler im Griff hatten und Lehrer, denen diese Schüler auf der Nase herumgetanzt sind. Es gab Lehrer, die wurden respektiert und Lehrer vor denen man weniger Respekt hatte - und das ganz unabhängig vom Geschlecht der Lehrer.
Es lag meistens an einfachen Dingen: Wie konsequent war der Lehrer, wie gerecht war der Lehrer? Wir hatten z.B. einen Deutschlehrer da war die Notengebung: Mädchen 1-3 und Jungs 4-6. Wenn man das Gefühl hatte, das man sowieso keine Chance bei diesem Lehrer eine gute Note zu bekommen, warum sollte man ihn dann respektieren? Und manche Lehrer waren einfach inkonsequent: Der gute Schüler vergießt sein MatheDa bildet sich dann auch eine Art Teufelskreis heraus, der Lehrer fühlt sich dann ja wiederum bestätigt.
Und es ist nicht so, das die Art und Weise wie man als Lehrer mit Schülern umgeht und mit denen zurecht kommt vom Himmel fällt - das kann man lernen. Wenn man will und offen genug ist sich auch selbst in Frage zu stellen.

Beitrag melden
quis.quis 08.04.2019, 15:14
168. Quereinsteiger

Stellen Sie sich vor:
Ruheständler, der noch etwas für die Gemeinschaft machen möchte, schlägt dem Direktorium eines Gymnasiums vor, kostenlos den Schülern der oberen Klassen so etwas wie eine Einführung in das Recht, die Volkswirtschaft und die Buchhaltung zu geben.

Er bringt mit:
Gelernter Bankkaufmann, Studium der Volkswirtschaft, Volljurist mit langjähriger Tätigkeit in der Wirtschaftsprüfung und auf dem Gebiet des Handels- und Gesellschaftsrechts.

Reaktion:
Fabelhaft. Sie hören von uns.
Nie wieder etwas gehört. Die wollten wohl unter sich bleiben.

P.S.
Der Typ hat selbst 10 junge Leute als Lehrlinge mit gegenseitiger Freude und einigem Erfolg ausgebildet. Er wusste also, wie es geht, Interesse zu wecken und zu erhalten.

Beitrag melden
i_surfer 08.04.2019, 15:15
169. das thema...

gehört eigentlich in die rubrik wirtschaft, nicht karriere. deutschland ist ein ziemlich armes land was die bodenschätze betrifft. unsere natur-schätze sitzen in den schulen.

Beitrag melden
Seite 17 von 51
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!