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Elitenforscher Michael Hartmann: Wer Chef werden will, muss sein wie die Chefs
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Uniabschluss und Auslandserfahrung bringen heute viele mit. Doch das macht die Welt nicht gerechter. Wer zur Elite gehören will, braucht den richtigen Stallgeruch - mehr denn je.

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ford_mustang 09.11.2016, 06:48
30. In diesem Zusammenhang. ..

von Eliten zu sprechen ist nicht korrekt. Elite bedeutet, dass man zu den Besten gehört. Das belegt man mit Taten und Leistungen und nicht mit der Herkunft.

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philos0ph 09.11.2016, 09:25
31.

Zitat von rjb26
100%, aber um das zu wissen muss man nicht Soziologieprofessor sein.
Um das zu erahnen, muss man in der Tat kein Soziologieprofessor sein. Der Unterschied zwischen jemand, der ahnt das etwas der Fall ist und jemandem, der dieses Thema stundenlang erforscht, ist, dass derjenige, der es erforscht, dazu auch Fakten gesammelt hat und nicht nur eine Meinung besitzt.

In diesem Fall hat Herr Hartmann einen Alltagsmythos untersucht: "Die leistungsfähigsten Menschen kommen nach oben. Das können auch Arbeiter schaffen, nur sind sie zu faul!" Das ist ein in der Gesellschaft existierendes Meinungsbild, was mit so einer Forschung entkräftigt wird. Ihre Meinung ist nur eine Konkurrenz, entkräftigt aber nichts. Natürlich können sie sich auch privat mit Fakten fortbilden - z. B. durch Forschungen aus der gesellschaftlich ausgerichteten oder historischen Wissenschaft. Dort konsumieren sie aber ebenfalls konsolidierte Faktenforschung von irgendwelchen Leuten, die sich mit dem Thema beschäftigt haben. Auf Grund der angewandten Methodik sind nunmal die wissenschaftlich orientierten Publikationen zuverlässiger, als die Meinungsbilder von Autoren, die ihre persönlichen Erfahrungen/Meinungen vermarkten. Meinen kann also jeder, ja.

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philos0ph 09.11.2016, 09:29
32.

Zitat von LDaniel
Wow. Das ist mal die beste Ausrede die es gibt. Man ist nicht selber schuld, sondern kann garnicht dafür. Ist das praktisch... . Blöd nur, dass es sehr viele Beispiele gibt, die das widerlegen.
Da widerspricht Hartmann nicht. Er spricht ja nur davon, dass es wahrscheinlicher ist, dass jemand aus der gehobenen Schicht eine Vorstandsposition erlangt und es recht unwahrscheinlich ist, dass ein Manager - bei gleichen Leistungen - aus der Arbeiterschicht kommt. Demnach können Sie gerne 2 Manager kennen, die nicht der Finanzelite entstammen, aber ihre Aussage hat für Gesamtdeutschland 0% Tragfähigkeit.

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Olaf 09.11.2016, 10:16
33.

Ein guter Artikel, ich denke das trifft es.

Letztlich geht es um Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Das ist dieses angeblich letzte Geheimnis, welches es nicht gibt.

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stefanhinz 09.11.2016, 12:57
34. Ekelhaft

Dass derlei Platitüden 2016 noch verbreitet werden ... Ich bin 1,73 m groß und leite vom Home Office aus ein Team von 12 Leuten, der nächste Mitarbeiter ist im Nachbarland und 300 km von mir entfernt. In meinem Großunternehmen hat mindestens die Hälfte der Führungskräfte in der zweiten und dritten Ebene Migrationshintergrund. Wenn das in deutschen Unternehmen (auf die sich der Interviewte anscheinend ausschließlich bezieht) anders ist, ausschließender, elitärer, dann ist das ekelhaft, abstoßend (auch auf zukünftige Arbeitskräfte) und unglaublich vorgestrig.

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schenser 09.11.2016, 13:31
35. @34.stefanhinz... GENIAL

Klingt nach einem sehr innovativem Unternehmen. In der Tat recht abweichend von der Norm, das finde ich fantastisch. Darf man Sie nach dem Namen der Firma fragen? Oder zumindest der Branche?

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mrotz 09.11.2016, 13:57
36.

Zitat von stefanhinz
Dass derlei Platitüden 2016 noch verbreitet werden ... Ich bin 1,73 m groß und leite vom Home Office aus ein Team von 12 Leuten, der nächste Mitarbeiter ist im Nachbarland und 300 km von mir entfernt. In meinem Großunternehmen hat mindestens die Hälfte der Führungskräfte in der zweiten und dritten Ebene Migrationshintergrund. Wenn das in deutschen Unternehmen (auf die sich der Interviewte anscheinend ausschließlich bezieht) anders ist, ausschließender, elitärer, dann ist das ekelhaft, abstoßend (auch auf zukünftige Arbeitskräfte) und unglaublich vorgestrig.
Homeoffice in deutschen (Groß)unternehmen ???

Wo denken sie denn hin!
Deutsche Unternehmen sind in praktisch allen Bereichen in der Steinzeit.

mfg

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Olaf 09.11.2016, 14:09
37.

Zitat von stefanhinz
Dass derlei Platitüden 2016 noch verbreitet werden ... Ich bin 1,73 m groß und leite vom Home Office aus ein Team von 12 Leuten, der nächste Mitarbeiter ist im Nachbarland und 300 km von mir entfernt. In meinem Großunternehmen hat mindestens die Hälfte der Führungskräfte in der zweiten und dritten Ebene Migrationshintergrund. Wenn das in deutschen Unternehmen (auf die sich der Interviewte anscheinend ausschließlich bezieht) anders ist, ausschließender, elitärer, dann ist das ekelhaft, abstoßend (auch auf zukünftige Arbeitskräfte) und unglaublich vorgestrig.
Von der 2. und 3. Ebene wird in dem Artikel aber nicht geredet. Es geht ausdrücklich um die Vorstände und da kommen Sie von Ihrem Home Office aus nicht rein.

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paul_werner 09.11.2016, 18:19
38. Kleines Beispiel

Zitat von Metalhead
die Mehrheit des Plebs wählt nach Aussehen, subjektiven Eigenschaften und Symphatie - den Leuten im Vorstand und den "Human Resources"-Abteilungen geht es da ähnlich.
wie subtil das abläuft. Sie bedienen sich des etwas gehobenen Ausdrucks "Plebs", benutzen ihn aber prompt mit dem falschen Genus ("die Plebs" wäre richtig). Was schließt man daraus: kein Latinum, kein humanistisches Gymnasium. Sorry, kein Elitekandidat.

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gardinchen 09.11.2016, 20:30
39. angst

Angst davor haben, entlarvt zu werden in der eigenen Unfähigkeit das ist der Antriebsmotor Gleichgeschaltete "nach oben" zu lassen.
Führungskräfte, die klug und umsichtig sind, schaffen es auch, Kritiker zuzulassen..

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