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Entwicklungshelfer: Weltverbessern für Einsteiger
TMN

Sie beraten beim Umweltschutz, organisieren Wahlen und geben querweltein Hilfe zur Selbsthilfe. Inzwischen sind Akademiker als Entwicklungshelfer weit stärker gefragt als Handwerker. Fachgebiet? Das ist gar nicht so wichtig - Hauptsache, die Kommunikation gelingt.

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M. Michaelis 24.11.2013, 10:50
1.

Entwicklungshilfe ist leider meist nur Selbstbeweihräucherung, der objektive Nutzen indes ist meist gering.

Von Weltverbesserung ist das ganze weit entfernt.

Abgesehen davon das Weltverbessern genauso erfolgversprechens und sinnvoll wie welterobern ist.

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mundusvultdecipi 24.11.2013, 11:09
2. Ja,ja..

Zitat von M. Michaelis
Entwicklungshilfe ist leider meist nur Selbstbeweihräucherung, der objektive Nutzen indes ist meist gering. Von Weltverbesserung ist das ganze weit entfernt. Abgesehen davon das Weltverbessern genauso erfolgversprechens und sinnvoll wie welterobern ist.
..es schreibt sich hier so schön,sitzend auf dem Sofa und wartend,dass Mutti den Sonntagsbraten auf den Tisch stellt.....;-)

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M. Michaelis 24.11.2013, 11:46
3.

Zitat von mundusvultdecipi
..es schreibt sich hier so schön,sitzend auf dem Sofa und wartend,dass Mutti den Sonntagsbraten auf den Tisch stellt.....;-)
Und das soll jetzt ein Gegenargument sein ? Oder wie soll ich dessen Beitrag verstehen.

Die ganze Entwicklungshilfe der letzen Jahrzehnte kann man im grossen und ganzen als gescheitert betrachten. Man kann sogar sagen, sie ist ein teil des Problems und nicht der Lösung.

Gute Absichten zählen nicht, das Ergebnis zählt und das nicht ernüchternd.

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Ich_schon_wieder 24.11.2013, 12:25
4.

Zitat von M. Michaelis
Und das soll jetzt ein Gegenargument sein ? Oder wie soll ich dessen Beitrag verstehen. Die ganze Entwicklungshilfe der letzen Jahrzehnte kann man im grossen und ganzen als gescheitert betrachten. Man kann sogar sagen, sie ist ein teil des Problems und nicht der Lösung. Gute Absichten zählen nicht, das Ergebnis zählt und das nicht ernüchternd.

Teilweise richtig, die Hilfe der letzten Jahrzehnte hat nicht immer nur geholfen, sie zerstört sogar die einheimische Entwicklung. Nicht überall, aber es ist passiert.

Was man heute aber immer öfter sieht sind die "kleinen" Hilfen, von wenigen oder gar Einzelpersonen. Und da wird durchaus was erreicht.

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mundusvultdecipi 24.11.2013, 12:39
5. ???

Zitat von M. Michaelis
Und das soll jetzt ein Gegenargument sein ? Oder wie soll ich dessen Beitrag verstehen. Die ganze Entwicklungshilfe der letzen Jahrzehnte kann man im grossen und ganzen als gescheitert betrachten. Man kann sogar sagen, sie ist ein teil des Problems und nicht der Lösung. Gute Absichten zählen nicht, das Ergebnis zählt und das nicht ernüchternd.
..Ergebnisse hat man nur,wenn man an deren Entstehung teilnimmt!Vom Sofa aus ,geht das nur eingeschränkt...;-)

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linksradler 24.11.2013, 12:40
6. kein wunder

wenn man unter entwicklungshilfe,
hilfe für die eigene wirtschaft versteht.

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Mondaugen 24.11.2013, 12:53
7. Kommunikation

Generationen von Entwicklungshelfern schlagen sich mit der Frage nach ihrem Nutzen herum. Das Problem ist die Verquickung mit moralischen Ansätzen. EZ schafft es im besten Fall, Gesellschaften weltmarktfähiger zu machen. Das hat in einigen asiatischen Staaten funktioniert, in Afrika eher nicht. Ob es den Menschen besser geht? Jedenfalls fördert die EZ die Kommunikation zwischen Arm und reich, nachhaltige Entwicklung entsteht so nicht.

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blob123y 24.11.2013, 13:51
8. Zum einen ist es absurd

Leute die nach dem Studium kommen da einzustellen, denn fuer so einen Job ist die Erfahrung der wichtigste Faktor und die haben die nicht. Zum Zweiten ist es ebenso absurd wie sich diese Leute im Einsatzgebiet verhalten (ich muss hier anfuegen das ich keine Daten zu den Deutschen habe) ich rede jetzt generell. Ich sehe sehr oft, speziell bei UN und einigen NGO die Tatsache das die ein wirkliches Luxusleben auf Kosten der westlichen Steuerzahler mit 4 und fuenstelligen Gehaelter haben, immer im dicksten SUV herumkutschieren und ausschliesslich in Luxusquartieren logieren. Das geht nicht da es sich hier um Steuergelder handelt die nicht fuer Hi Life dieser gespendet werden. Ich seh diese Sachen z.B jedes Mal wenn ich in Kambodscha und Myanmar bin. Das ist wirklich surreal die verbrauchen den Grossteil der gespendeten Gelder fuer sich und die Krumen fallen dann fuer die ab denen man eigentlich helfen soll, UN sind die schlimmsten.


Zitat von sysop
Sie beraten beim Umweltschutz, organisieren Wahlen und geben querweltein Hilfe zur Selbsthilfe. Inzwischen sind Akademiker als Entwicklungshelfer weit stärker gefragt als Handwerker. Fachgebiet? Das ist gar nicht so wichtig - Hauptsache, die Kommunikation gelingt.

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Entwicklungshelfer 24.11.2013, 14:35
9. Entwicklungszusammenarbeit life

Kritik ist sicherlich überall und jederzeit an der Deutschen EZ möglich; am besten mit einer Kiste Bier vor sich und den Beinen auf dem Wohnzimmertisch. Arbeit vor Ort, nicht als Entwicklungsstipendiat oder Hospitant wie im Artikel oberflächlich beschrieben, ist harte Arbeit mit Basisorganisationen und durch das Vermitteln von Fertigkeiten und Kenntnissen. Fehler werden bestimmt immer wieder gemacht, wider besseren Wissens, doch die Erfolge können sich sehen lassen, wenn man sie denn sehen will. Artikel wie der vorliegende verärgern mich, arbeite ich doch seit mehr als drei Jahrzehnten in Lateinamerika in tropischer Landwirtschaft, als Nichtakademiker ausserdem, und bin weiterhin stolz auf das Erreichte. Und das angegebene Einstiegsbruttoeinkommen ist total überzogen angegeben und enbehrt der ordentlichen Recherche. Bei Entwicklungshelfern liegt es absolut niedriger.

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