Forum: Karriere
Erfolgsgeschichten von Top-Managerinnen: "Fleißbienchen-Dasein bringt nichts"
Andreas Pohlman / MAN

Hauptsache sichtbar sein - diesen und andere Karrieretipps gibt MAN-Managerin Angelika Wetzstein. Und erzählt, warum niemand Angst vor der Frauenquote haben sollte und sie gern eine 'verreckte Henna' ist.

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Ganzgeber 05.11.2014, 16:15
20.

"Statt mit mittelmäßigen Männern über das Angstgespenst 'Frauenquote' zu diskutieren (die klugen Männer bleiben bei dem Thema ja sowieso maximal entspannt - sie wissen, sie bestehen trotz Quote),"

Aha, "kluge Männer" nehmen also die eigene Diskriminierung hin, während "kluge Frauen" offenbar mit allen Mitteln mehr, mehr, mehr wollen, auch wenn dazu Quoten und Männerdiskriminierung notwendig sind. Frau Wetzstein ist ja wirklich ein rhethorisches Genie, nein, eine Göttin der Rhethorik. Ich will auch klug sein, daher setze ich mich ab jetzt für meine eigene Entrechtung ein! Wenn es Frau Wetzstein denn so sagt...

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Criticz 05.11.2014, 16:22
21. Das Prinzip Quote

Zitat von sabinaz
http://www.spiegel.de/forum/karriere/erfolgsgeschichten-von-top-managerinnen-fleissbienchen-dasein-bringt-nichts-thread-182463-1.html#postbit_20115677 ...wenn massenweise überdurchschnittliche Männer zugunsten mittelmäßiger Frauen das Nachsehen hätten. Habe ich allerdings noch nie von gehört. Bei den paar wenigen Führungsfrauen würde mich das auch echt wundern. Insgesamt habe ich hier nichts neues zum Thema Frauenquote beizutragen, alle Argumente kennt man, und ich verstehe auch, dass der Männermainstream total dagegen ist. Aber da neun von zehn Foristen sich wieder über die Quote aufregen werden, die überhaupt noch nicht existiert, dachte ich, es ist vielleicht gut, wenn 1 Person dagegenhält. Ach ja, zur ”vollständigen Unterwerfung des Menschen an den Kapitalmarkt” und den ”firmeninternen Erziehungsheimen” gibt es folgendes zu sagen: Es gibt Mütter, die arbeiten MÜSSEN und zwar GANZTAGS, nicht, weil sie sich selbst verwirklichen wollen, sondern weil sonst das Geld nicht reicht. Da kann man sich noch so oft über das Wesen des Kapitalismus die Augen ausweinen, so lange es zu teuer ist, Hausfrauen und Ganztagesmütter via Steuern zu alimentieren, wird sich daran auch nichts ändern. Insofern muss man jetzt die Bedingungen schaffen, dass das möglich wird. Alles andere ist Traumtänzerei.
Ob Sie davon "gehört" haben ist, mit Verlaub, ziemlich egal bzw. verzeihen Sie, dass man das nun nicht zwingend als Grundlage für diskriminierende Gesetze heranziehen sollte. Ich habe übrigens auch noch nie "gehört" dass ein Unternehmer eine bessere Frau nicht genommen hat und stattdessen einen männlichen Versager, nur weil er Mann ist. Das würde schon seinen ureigenen Interessen widersprechen...

Entscheidend und sofort nachvollziehbar aber ist, dass JEDE Quote, die ein leistungsUNabhängiges Kriterium - hier Geschlecht - zum Auswahlkriterium macht, Leistungsstärkere benachteiligen kann. Ganz einfach.

Dass wir statt Quote für ein paar AufsichtsrätInnen zu schaffen lieber massiv in bessere Betreuungsmöglichkeiten investieren sollten, zugunsten von Müttern u n d Vätern, da bin ich bei Ihnen.

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rosenvater 05.11.2014, 16:27
22. Richtig

Zitat von ricson
Kluge Männer freuen sich über die Quote. Sie wissen das dann endlich die ganzen minderbemittelten Kollegen die nur auf ihrem Posten sind weil unter den besser geeigneten nur Frauen waren endlich weg kommen. Bei uns regen sich seltsamerweise auch nur die, sagen wir mal eher nicht so Leistungsfähigen über die Quote auf. Warum wohl?
Das kann ich nur bestätigen. Die meisten die sich aufregen, sind die, die die kleinen Bürojobs machen und sowieso niemals in den Vorstand und/oder Aufsichtsrat kommen. Mal davon abgesehen, dass solche Posten in 90% der Fälle über "Beziehungen" vergeben werden und die Quote also nur für eine kleine Heerschar von Männern hinderlich ist.

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Criticz 05.11.2014, 16:28
23. Ehrlich? Alle dumm die gegen die Quote sind?

Zitat von ricson
Kluge Männer freuen sich über die Quote. Sie wissen das dann endlich die ganzen minderbemittelten Kollegen die nur auf ihrem Posten sind weil unter den besser geeigneten nur Frauen waren endlich weg kommen. Bei uns regen sich seltsamerweise auch nur die, sagen wir mal eher nicht so Leistungsfähigen über die Quote auf. Warum wohl?
Echt? Wo arbeiten Sie denn? In einem Unternehmen dass tatsächlich und entgegen eigener Interessen dann offensichtlich besser geeignete Frauen jahrelang unterdrückt hat? Wie haben Sie es dort ausgehalten?

Und schon seltsam, ich kenne eine Vielzahl kluger Männer die gegen die Quote sind, die aber nun da Mann benachteiligt werden. Und was sagen Sie z.B. einem Professor der kürzlich für Familienunternehmen die Verfassungswidrigkeit der Quote abgehandelt hat, mit durchaus klugen Gedanken. Und was nun?

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erlachma 05.11.2014, 16:30
24.

Zitat von ricson
Kluge Männer freuen sich über die Quote. Sie wissen das dann endlich die ganzen minderbemittelten Kollegen die nur auf ihrem Posten sind weil unter den besser geeigneten nur Frauen waren endlich weg kommen. Bei uns regen sich seltsamerweise auch nur die, sagen wir mal eher nicht so Leistungsfähigen über die Quote auf. Warum wohl?
"Empathie". Das ist, wenn man sich über etwas, z.B. eine Diskriminierung, aufregt, selbst wenn es einen nicht selbst betrifft.

Das kann nicht jeder, wie man in der aktuellen Debatte um den Bahnstreik ja auch beobachten kann. Jeder will für sich gute Arbeitsbedingungen, oder mehr als 1750€ nach 20 Berufsjahren. Aber wenn es jemand anders will, regt man sich darüber auf, weil man selber nicht zur Arbeit kommt. Streik wird gutgefunden, aber bitte nicht zur Arbeitszeit, nicht zur Urlaubszeit, und bitte auch nicht, wenn damit "Deutschland in Geiselhaft" genommen wird. Also am besten nur zwischen 2 und 4 Uhr morgens, wenn keine Züge fahren.

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lukeisi 05.11.2014, 16:32
25. Meine Güte!!

Was für eine Anhäufung dämlicher, neidischer, unwissender und geifernder Kommentare! Muss sich um lauter verhinderte Chefs halten, die hier einen "Gegner" "kommentieren", der irgendwie erfolgreicher ist. Ganz klar, da kann es nicht mit rechten Dingen zugehen, die muss man niedermachen, schließlich stünde mir viel eher ein solcher Posten zu. Dann würde auch endlich mich wichtige Person mal jemand interviewen und ich könnte meine Meinung unters Volk bringen, wär schon schön, wenn mich auch mal jemand fragt, gell???
Wenn Sie alle so viel besser, klüger, eloquenter, ehrlicher usw. sind, dann machen Sie's doch einfach!!!! Hoch den Hintern und ab auf die Chef-Position! Ach nee, ich vergaß, es kann sich hier nur um Chefs in höchsten Positionen handeln, weil Sie das alle so gut beurteilen können, was die Frau kann oder nicht kann, weiß oder nicht weiß und vor allem wie völlig falsch sie sich verhält und welchen Mist sie redet.
Selten auf eine solche Häufung dummer Arroganz gestoßen.

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Criticz 05.11.2014, 16:33
26. Ignoranz - oder Ideologie statt Argumente

Zitat von Realworldfem
@lew111: Ihr Umkehrschluss strotzt nur so vor Ignoranz. Aber klar, wahrscheinlich sind Sie auch einer von den achso entspannten Maenner die jahrelang kluge Frauen zurueckgehalten haben und jetzt schon im Schweiss baden. Um was zu aendern bedarf es oft einen grossen Schubs damit Typen wie Sie was kapieren...
"Ignoranz"? Das müssen Sie schon erläutern, Argument ist das jedenfalls keines.

Aber gut, was Sie da so von sich geben klingt eh nach der großen Verschwörung des Patriarchats...als ob es unter Männern nicht genauso, wenn nicht gar noch mehr, Konkurrenz gäbe. Als ob Unternehmen lauter männliche Versager statt "kluge Frauen" einstellen, um weniger Profit zu machen, oder warum?.....nur komisch, warum wir seit Jahrzehten eine wirtschaftliche Macht weltweit sind.

Was solls ....dann schubsen Sie mal los, gerne auch mit diskriminierenden Quoten....der Zweck heiligt die Mittel, stimmts?

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Edelstoffl 05.11.2014, 16:33
27. Bitte aufhören!

Ich kann diese ständige, unablässige "Wie-toll-ist-doch-die Quote"-Geseiere nicht mehr hören! Fast tgl., teilweise mehrere Artikel an einem Tag befassen sich mit angeblicher Diskriminierung von Frauen etc.
Bitte erzählen sie dass mal im Öffentlichen Dienst, wo Frauen seit Jahren bei offenkundiger Nichtqualifikation aufgrund des Geschlechtes in Positionen gehoben werden- mit bekannten Ergebnissen.
Ich wurde selber vor kurzem gebeten, eine Bezirksleitung zu übernehmen- als ich der einzige Bewerber war, kam von "ganz oben" die Order, man müsse auch eine "Bewerberin" aufstellen. Es wurde eine Kollegin zur Bewerbung gedrängt, mein Alter, im Gegensatz zu mir unstudiert, 2 Jahre dabei (ich 10 Jahre)- und die wurde es zum allg. Entsetzen dann auch. Oder in unserem IT-Bereich: diverse Damen wurden zu "EDV-Betreuerinnen" ernannt und dafür höhergestuft- Kollegen kommen aber bei EDV-Problemen zu einem pc-affinen Kollegen oder zu mir, da diese Damen bei Problemen immer auf uns verweisen. Eine davon neulich zu mir wortwörtlich" Ich bin zwar EDV-Betreuerin, hab' aber von PC's keine Ahnung" -Kichern. Wir machen deren Arbeit, damit der Laden läuft, die bekommen die Kohle. Wieso sollten also Männer sich bei der Quote entspannt zurücklehnen, bzw. ist es dumm, wenn man einfordert, nach Leistung und Können und nicht nach Geschlecht beurteilt zu werden?

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nalodü 05.11.2014, 16:34
28. Oh je

Sehr geehrte Frau Wetzstein, wenn ich hier die Kommentare so lese, wird mir immer wieder klar, wie weit weg wir eigentlich von echter Gleichberechtigung sind. Dies liegt meiner Einschätzung nach aber vor allem daran, dass Männer von ihrer beruflich nach wie vor deutlich leichteren Situation (ich bin Anwältin und habe ständig und fast ausschließlich mit männlichen Kollegen zu tun und weiß daher, wovon ich spreche) wissen und nicht bereit sind, auch nur einen Milimeter davon abzurücken. Das ist auch ein total nachvollziehbares Verhalten, warum sollten sie auch. Mir macht eher Sorge, dass wir Frauen uns gegenseitig mit Vorliebe Steine in den Weg legen, während Männer sich Brücken bauen. Wenn wir nicht lernen, uns gegenseitig zu unterstützen und nicht aus Angst vor Konkurrenz niederzumachen, wird es mit den gleichen Chancen und Risiken im Job nichts werden. Und bevor jetzt wieder alle Minenarbeiter aufschreien: es geht mir ausschließlich darum, gleich qualifizierte Personen im gleichen Berufszweig zu vergleichen. Wenn wir die gesellschaftliche Gesamtleistung vergleichen wollen, dann müssten wir auch die Geburtsrisiken von Frauen mit in die Abwägung einstellen, das will jawohl auch niemand.

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Criticz 05.11.2014, 16:39
29. Seltsam, dass sich dann die Wirtschaft

Zitat von rosenvater
Das kann ich nur bestätigen. Die meisten die sich aufregen, sind die, die die kleinen Bürojobs machen und sowieso niemals in den Vorstand und/oder Aufsichtsrat kommen. Mal davon abgesehen, dass solche Posten in 90% der Fälle über "Beziehungen" vergeben werden und die Quote also nur für eine kleine Heerschar von Männern hinderlich ist.
und deren Verbände gegen Zwangsquoten aussprechen. Alles Leute die "kleine Bürojobs" machen?

Und Diskriminierung bleibt Diskriminierung, egal ob sie 100 Menschen betrifft oder 1.000.000. Abgesehen davon, dass sich nach dem Top-Down-Ansatz der Quote viel mehr Männer betroffen sein werden als Sie vermuten.

Soweit Sie sich daran stören dass solche Jobs über Beziehungen statt Leistung/Qualifikation vergeben werden: richtig, ist leider manchmal so - nur, wenn Sie dann für eine Quote sind, wird ein weiteres leistungsUNabhängiges Auswahlkriterium geschaffen, das wird Ihnen hoffentlich bewusst sein.

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