Forum: Karriere
Erkenntnisse einer Beufseinsteigerin: Werde ich alt? Mit 24?
Corbis

Der Einstieg in den ersten Job ist hart: Jeden Tag ins Büro und abends Erwachsenenkram wie Versicherungen und Steuerklärung. Wie hält man das durch? Eine Anfängerin über Fluchtgedanken und Fertigpizza.

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don_peppone 16.05.2016, 09:48
1. Ernsthaft?

Erstmal: Um sieben aufstehen ist Luxus. Wenn man nach 13 Jahren Schule, Bachelor und Master mit 24 das erst Mal arbeitet wird man halt mit der Realität konfrontiert.
In modernen Unternehmen gibt es sowas wie BGM Maßnahmen. Dann heißt es zwischendurch mal etwas anderes machen als arbeiten. Mit 24 sollte man aber eigentlich noch genügend Energie haben...

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udo l 16.05.2016, 10:10
2. Sind wir

völlig verrückt geworden? Die jungen Generationen haben eine Lebenserwartung von ca. 90-100Jahren. Diese sollen aber wenn möglich mit 17 das Abitur haben und dann mit 21 fertig studiert. WARUM?? Um dann die nächsten 79 Jahre immer der Jugend nachzurennen? Wie verquer sind wir eigentlich geworden???

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oldtimer62 16.05.2016, 10:23
3.

An die Berufseinsteigerin, ES WIRD NICHTS BESSER, im Gegenteil, es wird jeden Tag ein wenig schlechter, man merkt es nur nicht sofort! Trotzdem viel Spass im neuen "Leben".

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zlep 16.05.2016, 10:24
4.

Deshalb bin ich froh, direkt nach der Mittleren Reife eine kaufmännische Ausbildung begonnen und erst danach studiert zu haben. Zum einen kannte ich daher das "echte Leben" bereits, zweitens wusste ich, wofür ich studiere, drittens konnte ich das Studium weitaus mehr genießen und viertens - und das ist am wichtigsten - war ich mit Mitte 20 kein ahnungsloser Anfänger, der noch keinen Tag in seinem Leben gearbeitet hatte, so wie viele Kommilitonen.

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silberwoelfin 16.05.2016, 10:35
5. *kicher*

Das kommt mir bekannt vor. Sehr sogar. Und auch, wenn ich mittlerweile schon einige Jahre arbeite, das Wochenende ist oft genug zum Ausschlafen da. Aber ganz so schlimm wie zu Anfang ist es nicht mehr. Die schlimmste Zeit ist eh die Umstellung bei einem neuen Job. Da ist man meist nicht nur häufiger müde, sondern auch öfter krank.

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QuixX 16.05.2016, 10:40
6.

Zitat von udo l
völlig verrückt geworden? Die jungen Generationen haben eine Lebenserwartung von ca. 90-100Jahren. Diese sollen aber wenn möglich mit 17 das Abitur haben und dann mit 21 fertig studiert. WARUM?? Um dann die nächsten 79 Jahre immer der Jugend nachzurennen? Wie verquer sind wir eigentlich geworden???
Das ist ein sehr komplexer Themenkreis. Ich habe da auch nicht den Überblick. Was mir dabei in den Sinn kommt ist: junge Menschen sind formbarer, empfänglich für Ideologien. Ein Jahre weniger Schule, der möglichst kurze Bachelor und schon ist es möglich, zwei Jahre früher in den Einfluss der Industrie zu kommen. Hinzu kommt der Wegfall der Wehrpflicht. Die Leute wissen, wo sie hin wollen.

Weniger Zeit mit Deutschlehrern über Politik zu diskutieren, weniger Zeit große Zeitungen zu lesen.

Und die andere Richtung der Berufsverlängerung ist natürlich eine Rentenkürzung. Man interessiert sich nicht für Arbeitnehmer über 50.

Über eine gerechte Aufteilung der gesellschaftlichen Fortschritte ist mit der Industrie nicht zu reden. Arbeitskraft ist eine Komponente der betriebswirtschaftlichen Optimierung. Optimal wäre "umsonst".

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ericus 16.05.2016, 10:41
7. Kommt mir bekannt vor

Themen wie Versicherung, Steuererklärung und Verbrauchertips werden zum beherrschenden Gesprächsthema unter den gleichaltrigen Freunden auf Partys ....sorry, "Einladungen"...

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tiger56 16.05.2016, 10:57
8. Berufseinsteiger

Es wird auf jedenfall viel besser. Am Anfang ist alles neu.. Es dauert bis frau/mann seine Position gefunden hat. Das ist nunmal anstrengend fürs Hirn0)). Dabei ist es völlig egal ob erst Berufsausbildung u. dann Studium. Dies war auch mein Weg..Als Akademiker hat man den Vorteil ggf. den Berufsalltag etwas selbstbestimmter gestalten zu können. Das Privatleben kommt wieder..nur etwas Geduld ist von Nöten.

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smartphone 16.05.2016, 11:31
9. Schon ZU alt;

Denn in den 90ern hat man mit gewissen Dingen "angefangen"
Wer zB um 1986 ein MINT Studium begann ,weil in diesem Segment ja Fachkräftemangel herrschte...... Damals war es egal , hauptsache Diplom. Nur was passierte.. Sie durften während Ihrer Studienzeit erleben, daß´Sie zum Ende hin ( typische Abgängeralter 27--32 ) sie faktisch jenseits der Überbietungsarie lagen... sie hätten also mitz längstens 23 "fertig" sein müssen - inkl 10 Jahre exakt(!) passender Berufserfahrung . neben deutsch , englisch, französich muttersprachlich fließend idealerweis noch Russisch , japanisch und vorallem chinesisch in Wort und(!) Schrift .... Sie sehen . Mit Ihrer Schilderung sind sie faktisch total grün hinter den Ohren und defacto völlig ungeeignet (!!!) für den Arbeitsmarkt..... Solche Leibenswürdigkeiten ,daß sie gefälligst sofort nachhaltig für die Rente vorsorgen sollen , ist längst das Matra schlechthin. Nur: Damlas wie heute hat der Neokapitalismus völlig ausser Acht gelassen, daß man dei Jugend nicht per 5cm Vierkantholz behandeln kann...( und das Fordern und Fördern nennt ) also es sich bei Ihnen mit 24 defacto nur um einen "Betriebsunfall" handeln kann - denn die Einstellungskultur der Firmen seit xx Jahren ist mit Abtreibungspolitik bestens beschreibbar ---Viele Grüße von einem Excellenzuni - MINT-ler ,dessen Kinder natürlich nie geboren wurden.

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