Forum: Karriere
Erkenntnisse einer Beufseinsteigerin: Werde ich alt? Mit 24?
Corbis

Der Einstieg in den ersten Job ist hart: Jeden Tag ins Büro und abends Erwachsenenkram wie Versicherungen und Steuerklärung. Wie hält man das durch? Eine Anfängerin über Fluchtgedanken und Fertigpizza.

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diedahinten 16.05.2016, 22:06
40.

Willkommen im Leben, kann ich da nur sagen. Warten Sie mal ab, bis sie Kinder haben - DANN wird es erst lustig ;) Spaß beiseite, ich finde es seltsam, dass jemand, der studiert hat, nicht zumindest in den Ferien gejobbt hat und daher schon mal weiss, was es heisst 8h zu arbeiten. Noch seltsamer mutet mir die Angewohnheit der Generation Y an, dass das Leben eigentlich eine große überbordende Party zu sein hat. Das Wochenende ist doch nicht dazu da, dass man sich auf wilden Parties verausgabt, sondern, dass man sich von der Woche erholt und am Montag eben wieder fit ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Ausserdem zeugt es von wenig Eigenorganisation, dass man alles, was zu erledigen ist, aufs Wochenende schiebt. Und eigentlich ist Selbstorganisation das A und O im Studium, sodass sich mir die Frage stellt, was für ein Waschlappen-Studium das gewesen sein muss!

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murksdoc 16.05.2016, 22:09
41. Job-Protokoll?

In dem angekündigten "Job-Protokoll" steht kein einziges Wort von dem "Job" und ob er der Qualifikation, beziehungsweise ob die Qualifikationen dem Job entsprechen. Wer nach 14 Semestern Kunstgeschichte und Alt-Arabistik in einem Call-Center für die Reklamationen von Haushaltsgeräten arbeiten muss oder der Taxifahrende ehemalige Juniorprofessor, bei dem kann man sowas verstehen. Wenn aber der Beruf genau das war, was man mit dem Studium bezweckt hat, muss man sich fragen lassen, warum man sich nicht vorher mal den zukünftigen Arbeitsplatz angeschaut hat und/ob noch Veränderungen innerhalb dieses Metiers möglich sind, die zu mehr Arbeitszufriedenheit führen. Wer innerhalb von 6 Wochen Vollzeitarbeit laut eigenem Protokoll nicht eine einzige Sekunde lang an arbeitsbezogene Probleme gedacht hat, den interessiert der Arbeitsinhalt einfach nicht, dessen Arbeitszeit ist weggeworfene Lebenszeit, der befindet sich bereits im Sterbeprozess, genannt "Rentenvorerwartungszeit", der endet unweigerlich in der Frustration, der psychosomatischen Klinik und/oder im Suff.

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practicus 16.05.2016, 22:46
42. komisch

Zitat von udo l
völlig verrückt geworden? Die jungen Generationen haben eine Lebenserwartung von ca. 90-100Jahren. Diese sollen aber wenn möglich mit 17 das Abitur haben und dann mit 21 fertig studiert. WARUM?? Um dann die nächsten 79 Jahre immer der Jugend nachzurennen? Wie verquer sind wir eigentlich geworden???
auf der ganzen Welt funktioniert das... Abi mit 17 und mit 20 der Bachelor fertig.
Nur in D heißt Abi mit 18 "Turboabitur"...
Richtig bemerkt: Weil die kinderlose Vorgängergeneration uralt wird, muss ja jemand das Geld für die Renten ranschaffen - ein Berufseinstieg mit 25 ist da kontraproduktiv!

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Jogimoto 16.05.2016, 23:50
43. Keine Energie mehr, die jungen Leute?

Ich habe mit 16 Jahren meine Lehre begonnen, das war 1987. Eine Zeit ohne große Arbeitslosigkeit, man konnte von heute auf morgen einen neuen Job haben. Es war ein geiles Lebengefühl, ich hatte Energie ohne Ende und das Gefühl alles erreichen zu können. Die Welt stand mir offen.
Heute bin ich Mitte 40 habe MS und Krebs und bin Frührentner, aber habe trotzdem oft den Eindruck so manchen Jugendlichen noch in die Tasche zustecken.

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_freidenker_ 17.05.2016, 02:23
44. @Globaluser

Sie sollten vielleicht noch einmal nachlesen was eine Glosse ist. Dieser "Artikel" istes jedenfalls nicht.
Zum eigentlichen Thema kann man als Ü30er nur noch den Kopf schütteln. Leider trifft diese Minderleistung auf viele Berufsanfänget zu.
Bei vielen Anfängern die wir eingestellt haben fragt man sich wann die jungen Herrschaften gedenken mal Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Zum Glück gibt es ja die Probezeit...

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cleoti 17.05.2016, 05:40
45. amüsant

wenn man sich retrospektiv hineinliest und den eigenen Lebensweg reflektiert :) da kommen dann noch ganz andere "Häppchen", permaneter Auslandseinsatz (48 Wochenstunden), drei Wochen im Jahr zuhause - oder wie ein Vorposter schon schrieb, der Pfad Selbstständig - heisst nicht umsonst so, man macht alles und ständig selbst, 72 StdWoche normal, auch das man ggf. nach drei Jahren morgens um 4 senkrecht im Bett sitzt weil man im Halbschlaf dachte "hast du in der Kalkulation daran gedacht...sonst ist ne Million den Bach runter ?"
Da kommen einem dann Schul-, Ausbildungs, Studien- und Wehrdienstzeiten doch wieder erher erholsam in Erinnerung....

P.S. Ich habe den Artikel durchaus als Glosse berstanden, schön geschrieben BTW, er traf dennoch Resonanz

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Xantos73 17.05.2016, 07:28
46. Tja da hilft nur die Freiberuflichkeit,

denn nur Sie beinhaltet noch so etwas in der Art von Selbstbestimmung. Wenn man die Arbeit nicht scheut, vorallem dann nicht wenn man das Gefühl hat man arbeitet für sich selbst. Gut wenn dann die Abrechnung gemacht werden kann und man sieht was man dafür bekommt. Bei einer guten Wahl des Berufes wird man die Tretmühle des Angestelltentums nie wieder betreten wollen, selbst bei vorgehaltener Waffe nicht, denn wenn es gut läuft merkt man erst mal was man sich als Angestellter all die Jahre angetan hat und was andere an einem verdient haben. Wobei auch das nur ein Illusion sein kann, echte Freiheit gibt es in unserer Gesellschaftsform nicht mehr. Da muss man dann schon Eremit werden, aber auch das geht hier zu Lande nicht, denn da kommen die Herren mit der Hab-mich-Lieb-Jacke.

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nyn 17.05.2016, 07:38
47. Harte Worte

Zitat von gerhard38
Der Schreiberin des Artikels hat man in ihrer Kindheit wohl zu viel Zucker in den Allerwertesten geblasen oder sie will sich mit ihrem Geschreibsel nur wichtig tuen. Ich bedauere heute schon den Mann, der auf solch eine "Prinzessin auf der Erbse" hereinfällt.
aber trifft genau, was ich denke. Da wird der Mann doppelt und dreifach klotzen dürfen, damit der Waschlappen an Frau seinen Schönheitsschlaf so richtig schön lange auskosten darf.

Mit 20-35 sollte man doch vor Energie platzen. Statt dessen ist lange ausschlafen und der Besuch beim Physiotherapeut und Psychologen angesagt.

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Bernd S 17.05.2016, 07:50
48. So viel Frust...

So viel Frust und Häme - und ich spreche nicht vom Artikel (der ist ja eher lustig), sondern von den Kommentaren. Das ist wirklich traurig. Schlimm genug, dass offenbar viele Kommentatoren ihre Arbeit oder ihre Arbeitsversuche als frustrierend und gescheitert betrachten. Aber selbst dann muss man sich doch nicht darüber amüsieren, wenn es anderen ebenfalls schlecht geht.

Ansonsten: Jede Lebensumstellung birgt ihre Herausforderungen und man kann genau so einen Text sicherlich auch über den Eintritt in die Altersrente schreiben.

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vaclav.havel 17.05.2016, 08:09
49.

Mensch Leute, müsst Ihr wirklich bei jedem Artikelschreiber Eurem persönlichen Bashing-Bedürfnis frönen?

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