Forum: Karriere
Erkenntnisse einer Beufseinsteigerin: Werde ich alt? Mit 24?
Corbis

Der Einstieg in den ersten Job ist hart: Jeden Tag ins Büro und abends Erwachsenenkram wie Versicherungen und Steuerklärung. Wie hält man das durch? Eine Anfängerin über Fluchtgedanken und Fertigpizza.

Seite 7 von 8
QuixX 17.05.2016, 10:15
60.

Zitat von Oberleerer
Aus dem Bauch heraus würde ich behaupten, daß man mit der Geschlechtsreife auch ins Erwachsenenleben eintreten sollte. Also mit 13-15 per Berufsausbildung in den Arbeitsmarkt kommt.
Sie sind da schnell. So richtig gut lernen konnte ich erst mit 25.

Mein Schwerpunkt war MINT. Es gelang mir mit 25 zum ersten mal, die Formel des Kugelvolumens selbst aufzustellen.

Sie haben sicher einen Sohn mit 13. Ich komme vorbei und wehe der begreift das nicht innerhalb einer Viertelstunde mit der "Integration durch Substitution".
Dann integriert er auch mit 13 sich die Kugelformel selbst zusammen.

Das heute manch Star auf dem Musikhimmel zu ertragen ist, folgt dem Verstümmeln der musischen Bildung durch mehr industrielle Effizienz.

Wir müssen begreifen das Leben besteht aus mehr als möglichst schnell den Planeten vollständig mit Zivilisation zu bedecken.

Da führen die oben zitierten Ambitionen aber hin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vaclav.havel 17.05.2016, 11:06
61.

Zitat von Oberleerer
Aus dem Bauch heraus würde ich behaupten, daß man mit der Geschlechtsreife auch ins Erwachsenenleben eintreten sollte. Also mit 13-15 per Berufsausbildung in den Arbeitsmarkt kommt.
So habe ich auch immer gedacht.

Während der Pubertät kann man eher arbeiten
als sich auf das Lernen konzentrieren.

Letzte Etappe der schulischen Ausbildung dann nach einigen Jahren malochen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mazzmazz 17.05.2016, 16:47
62. Nur kein Stress...

Abi und Uni fand ich nicht so spannend. War mit insgesamt(!) 6 Wochen intensiven Lernens machbar (gut, es war BWL...).
Interessant wurde es dann im Job. Nun bin ich bald 20 Jahre dabei und habe immer noch meinen Spaß. Eine interessante Nische muss man sich selbst suchen, vielleicht auf die ganz große Karriere verzichten, aber ein vernünftiges Einkommen mit (viel, nicht nur) Freude an seinem Tun kann man schon hinbekommen.
Heute hat man zudem noch den Vorteil, dass nach der Krise 2008 nun viele einen Bruch im Lebenslauf haben und die klassische Siemens-Karriere nicht mehr allzu häufig verlangt wird. Man kann sich ausprobieren.
Was ich allerdings komisch finde, ist die Müdigkeit und die Überforderung mit den privaten Alltagsverrichtungen.
Ich bin 20 Jahre älter und kann mich nach wie vor organisieren, feiern und arbeiten. Müde in ich selten. Ich stehe um 6 auf.
Zudem habe ich eine Frau und zwei kleine Kinder. Die sind wirklich anstrengend. Dagegen ist der Job erholsam.
Ich wünsche der Autorin, dass sie eine vernünftige Balance findet. Sonst wird´s in der Tat trist die nächsten 50 Berufsjahre, die sie arbeiten muss, wenn sie keine Karriere oder eine Hochzeit mit einem wohlhabenden Mann hinbekommen sollte...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cleoti 18.05.2016, 07:30
63. neee - komisch ist

Zitat von practicus
auf der ganzen Welt funktioniert das... Abi mit 17 und mit 20 der Bachelor fertig. Nur in D heißt Abi mit 18 "Turboabitur"... Richtig bemerkt: Weil die kinderlose Vorgängergeneration uralt wird, muss ja jemand das Geld für die Renten ranschaffen - ein Berufseinstieg mit 25 ist da kontraproduktiv!
was anderes:
- warum geht in den von Ihnen genannten Ländern jemand mit deutscher Aus-/Allgemeinbildung mit Abschluss Geselle durchaus als Ingenieur durch, jemand der sich dann auch noch etwas im Vertragsrecht auskennt als Chefingenieur ?
Weil Bildung und Ausbildung, auch Studium, nicht wie in anderen Ländern als indirekte Subvention an die Wirtschaft - wir liefern euch ein vorprogrammiertes Produkt mit spezifiziertem Nutzen - verstanden wird sondern als Streuung von Grundlagenwissen.
Das dies nur zu Ungunsten der Lerndauer sein kann (Grundlagenwissen plus Spezialwissen) ist immanent.

Meines Wissens ist ja gerade die Reform in Richtung nacheifern der von Ihnen zitierten Staaten gründlich in die Hose gegangen - welches Unternehmen stellt denn auf Abschluss Bachelor ein ? Und wenn ja zu welchen Konditionen ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mintyapple 18.05.2016, 08:52
64.

"Die erste Woche im ersten Job. Auf einmal habe ich Verantwortung. Die Hausarbeiten an der Uni? Haben nicht mal den Prof wirklich interessiert. Gute Noten? Brauchte ich nur für mich selbst. Alles, was ich bisher gemacht habe, hat höchstens eine Handvoll Personen beeinflusst. Das ist jetzt anders."

Ja, wirklich? Zugegeben, der Artikel gibt keine Auskunft darüber, um was für eine Stelle es sich handelt, aber ich würde mal davon ausgehen, dass was immer Ihnen da als super-wichtig und einflussnehmend verkauft wird auch nicht mehr Leute beeinflusst. Typischer Anfängerfehler mMn. Nach dem meisten was Sie, ich und der Rest der Berufstätigen tun, kräht nämlich kein Hahn - das kann frustrierend sein, aber auch eine Erleichterung. Einschätzen, was wirklich relevant ist und was man auf Sparflamme laufen lassen kann, lernt man erst mit der Erfahrung bzw. wenn die Probezeit vorbei ist und das eigene Tun und Lassen nicht mehr unter dem Elektronenmikroskop des Vorgesetzten liegt.

"Nach sechs Wochen weiß ich, dass das ganze Auswendiglernen im Studium, doch gar nicht so schlimm war. Auch schwierige Aufgaben zu rechnen und komplizierte Modelle zu verstehen - das ist einfach etwas anderes, als wirklich produktiv sein zu müssen."

Wer ist denn bitte wirklich produktiv? Sehen Sie sich mal um in ihrem Büro, beobachten sie die anderen. Machen die auf Sie den Eindruck, sie arbeiten ständig auf Hochtouren und fahren nur glänzende Ergebnisse ein? Den größten Stress machen Anfänger sich meistens selbst. Das führt mitunter zu Konflikten, weil sie diesen künstlichen Druck auf ihr Umfeld übertragen wollen. Sie sehen sich um und denken, die anderen schaffen ja alle nix. Darauf haben Menschen zwischen 40 und 50, die sich im Leben komfortable eingerichtet haben, natürlich gerade gewartet. Halten Sie die Augen offen und machen Sie es schrittweise genauso. Es bringt nichts sich aufzureiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mrotz 18.05.2016, 10:02
65.

Zitat von mintyapple
"Die erste Woche im ersten Job. Auf einmal habe ich Verantwortung. Die Hausarbeiten an der Uni? Haben nicht mal den Prof wirklich interessiert. Gute Noten? Brauchte ich nur für mich selbst. Alles, was ich bisher gemacht habe, hat höchstens eine Handvoll .....
Sie bestätigen meine These, daß etablierte Firmen zu 90% ineffizient sind.
Neue Firmen sind nur zu 80% ineffizient und wachsen dadurch, bis auch diese zu 90% ineffizient sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paddler0 18.05.2016, 14:58
66. Ratgeber

Klaro kommt irgendwann einmal der Frust. Da müht man sich Tag für Tag ab, versucht, voll motiviert morgens am Schreibtisch anzufangen, um Abends demotiviert ins Bett zu fallen. Daher mein Rat: alle 3-4 Jahre den Job wechselns, wenns geht, innerhalb des gleichen Unternehmens, ansonsten eben nach Extern wechseln. Neue Kollegen, neuer Chef, neue Prozesse, neue Motivation, neues Gehalt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
practicus 18.05.2016, 23:37
67.

Zitat von cleoti
was anderes: - warum geht in den von Ihnen genannten Ländern jemand mit deutscher Aus-/Allgemeinbildung mit Abschluss Geselle durchaus als Ingenieur durch, jemand der sich dann auch noch etwas im Vertragsrecht auskennt als Chefingenieur ? Weil Bildung und Ausbildung, auch Studium, nicht wie in anderen Ländern als indirekte Subvention an die Wirtschaft - wir liefern euch ein vorprogrammiertes Produkt mit spezifiziertem Nutzen - verstanden wird sondern als Streuung von Grundlagenwissen. Das dies nur zu Ungunsten der Lerndauer sein kann (Grundlagenwissen plus Spezialwissen) ist immanent. Meines Wissens ist ja gerade die Reform in Richtung nacheifern der von Ihnen zitierten Staaten gründlich in die Hose gegangen - welches Unternehmen stellt denn auf Abschluss Bachelor ein ? Und wenn ja zu welchen Konditionen ?
Ist das so? Dann erzählen sie das mal der UN - die gehen mit ihren Rankings von den Abschlüssen aus, nicht von den Fähigkeiten.
Dass die deutschen Unis Probleme mit ihrem neuen Selbstverständnis als "erweiterte Berfufsschule" haben, liegt an den Unis - nicht am Bachelor/Master System!
Ein Fachinformatiker mag mehr drauf haben, als ein "Bachelor of Computer Science" - aber außerhalb Deutschlands kann niemand was mit dem Titel anfangen, also ist es Essig mit dem begehrten Job!
Ein 25-jähriger "Bachelor of irgendwas" ist international jedenfalls ein absolutes No-Go

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unbekanntgeblieben 20.05.2016, 13:27
68. Kenne ich

vorwiegend stört mich jedoch, dass ich die Arbeit der 40h auch locker in 30 schaffen würde :(
Aber vlt. finde ich noch flexiblere Arbeit. Gegen Arbeiten an sich hab ich nichts.
Fand aber die Zeiten meiner Bachelorarbeit optimaler ... 12-14h Arbeit, dafür nächster Tag frei ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jonesjames 23.05.2016, 08:01
69. Ich finde...

das ist schon meckern auf hohen Niveau. Und hört man auch (nach meiner Erfahrung) oft nur von ehemaligen Studenten.
Ich bin gleich alt wie die Berufseinsteigering. Mit dem Unterschied das ich mit 15 Jahren das erste mal gearbeitet habe und da klingelte um 5 der Wecker. Seitdem arbeite ich eigentlich quasi durch, egal ob ich um 4:30 raus muss oder erst um 8 mal ausnahmsweise im Büro ankomme.

Und trotzdem gehts am Wochenende raus in die Clubs.

Berufseinsteigerin, raff dich auf, die Partyzeit ist noch nicht vorbei ;) Man gewöhnt sich dran, lass das jammern sein :)

7 Uhr aufstehen ist eine mehr als humane Uhrzeit. Ich steh im Normalfall spätestens um 6 auf, eigentlich noch früher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 8