Forum: Karriere
Erkenntnisse eines Chefs: "Ich war ein Flopmanager"
Stephan Rudolph-Kramer/Upstalsboom Hotel + Freizeit

Die Mitarbeiterbefragung war ein Schock für Bodo Janssen. Denn seine Angestellten wünschten sich vor allem - einen anderen Chef. Er flüchtete ins Kloster und merkte: Führen kann nur, wer die Richtung kennt.

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mariendistel 25.04.2016, 11:25
30.

"diese "Tipps" sind wahrlich wirklichkeitsfremd. Führen tut man durch fachliche Kompetenz, Respekt und Charisma, nicht durch irgendwelche Voodoorituale. Hat man das eine oder andere nicht, leidet das Gesamtergebnis. Der Mitarbeiter braucht auch keine Happinesspsychologen."
Nicht alle haben das gleiche Einfühlungsvermögen. Und wenn es den Chefs abgeht, dann ist es doch allemal besser, dass sie sich an irgendwelche Psychologen und andere Fachkräfte wenden als dass sie alles beim Alten belassen. Natürlich gibt es bei diesen Wohlfühlfachleuten auch manche, die Unsinn verzapfen, aber sollte man deswegen gar keine Änderungen versuchen?

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moneysac123 25.04.2016, 11:33
31.

positive Psychologie, gute Erkenntnis! Potenzialentfaltung und Kreativität kann man eben nicht erzwingen, sondern nur durch geeignete Rahmenbedingungen fördern. Letztendlich führen Verhaltensannahmen fast immer dazu, dass sich die Prophezeihung erfüllt "confirmation bias".

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david_2010 25.04.2016, 11:39
32. Wer führen will muss die Richtung kennen?

"Wer führen will, muss die Richtung kennen?" Das ist ja eine sensationelle Erkenntnis. Da wäre ich nie drauf gekommen.Spaß beiseite !! Allerdings danke und beglückwünsche ich Herrn Janssen zu seiner Offenheit und Ehrlichkeit und der Tatsache, dass bei ihm so etwas wie Selbsterkenntnis einsetzt ! Wow, da ist er vielen voraus. Dennoch ist es traurig, dass viele Chefs noch denken, es genüge der Masse hinterherzurennen und dabei "Mir nach!!" zu brüllen.

Ich bewerbe mich derzeit nach dem Studium bei zahlreichen Unternehmen. Im Vergleich zu vielen Personalern wirken selbst Steuerbeamte auf mich mutig und dynamisch. Die Trägheit bei Entscheidern ist absolut lächerlich. Wer nicht weiß, was er will, der ist am Entscheidungsknopf einfach falsch !!

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Ontologix II 25.04.2016, 11:39
33. Führen kann nur, wer die Richtung kennt

Diese Erkenntnis sollte mal jemand unserer Bundeskanzlerin vermitteln.

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conrath 25.04.2016, 11:45
34. Einsicht ist gut,...

... es gibt kein Patentrezept der "Führung". Kein angemessenes Wort übrigens. Aber eine Voraussetzung : Ehrlichkeit und Vertrauen. Wer dagegen verstößt - auf beiden Seiten natürlich - braucht sich nicht wundern, wenn es nicht klappt.

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jujo 25.04.2016, 11:50
35. ...

Meine Erfahrung nach über vierzig Berufsjahren war, das es fast nichts kostet, den Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen. Gerade wenn man den Menschen zeigt das man sie als Individium wahrnimmt und respektiert ist das die halbe Miete zu einem guten Betriebsklima und somit zu wirtschaftlichem Erfolg. Man muss nicht auf Berge klettern.

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TomRohwer 25.04.2016, 12:13
36.

Zitat von
"Wer führen will, muss die Richtung kennen?"
Hätten die großen Entdecker so gehandelt, würden wir heute noch glauben, daß man hinterm Horizont in die Tiefe fällt...

Nein, man kann auch mal - gerade auch als Führungskraft - loslaufen, ohne genau die Richtung zu kennen. Weil man einfach mal gucken will, was da hinter dem Horizont wohl ist.

Weder Bill Gates noch Steve Jobs noch Mark Zuckerberg dürften gewusst haben, wohin sie ihr Weg wohl führen wird.

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peterle3 25.04.2016, 12:19
37. Kann klappen, muss nicht

Ich habe schon viele derartige Ansätze und Veranstaltungen erlebt. Es hängt alles davon ab, dass der Chef das glaubwürdig und nachhaltig weiterführt, mindestens 2 -3 Jahre lang, sonst gibt es den üblichen Seminareffekt - außer Spesen nichts gewesen. In einem Fall trauten sich die Mitarbeiter nicht, auf die schönen Charts in der Reorganisations-Veranstaltung draufzuschreiben, dass sie die Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen auch einfordern können. Alles klar??

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Silversurfer2000 25.04.2016, 12:22
38. Mit Verlaub, typischer Erbe

"Wir haben jetzt eine ganz andere Firmenkultur, ohne Macht, Druck und Kontrolle"

Ja genau. Das kann man als Erbe machen und hoffen, dass andere den Laden voranbringen (kann klappen, muss nicht klappen).
Als angestellter Manager wäre man nach 6 Monaten zur Seite gedrängt. In vielen Fällen zu Recht.

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suelzer 25.04.2016, 12:24
39.

Herr Unternehmersohn Janssen, seine Potenziale entfalten kann ein Mensch nur, wenn er nicht gezwungen ist, 10 oder mehr Stunden täglich bis 70 (wie es der Menschenhasser Schäuble will) lohnabhängig zu arbeiten. So wie Sie, Sie sind reicher Unternehmersohn, Sie konnten einen Teil ihrer Lebenszeit an der Uni verleben, studieren, was Sie wollten, wobei ich BWL nicht als Wissenschaft sehe. Auf jeden Fall wissen Sie nicht, was lohnabhängig bedeutet. Aber so ist das: die Manager im Kapitalismus wollen nicht nur Macht, Profit, Herrschaft, sie wollen auch noch geliebt werden. Erinnert mich an 1984 von Orwell, wo Winston Smith klargemacht wird, dass er den großen Bruder wirklich aus tiefstem Herzen lieben soll.

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