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Erotikdarstellerin: Webcam-Girl verliert Prozess um Homeoffice
DPA

Zu Hause vor der Webcam posen und damit Geld verdienen - das hat ein Gericht in Bayern jetzt einer Erotikdarstellerin verboten. Ein solcher Vollzeitjob sei nichts fürs Homeoffice.

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spon-facebook-1440053692 06.10.2016, 15:31
30. Nachricht aus Absurdistan

In einem Land, in dem derartig "Recht gesprochen " wird, kann eigentlich kein sich selbst achtender Mensch wohnen. Klar, dass alljährlich fast 1 Million Auswanderer dieses Gartenzwergparadies verlassen. Es sollten zehn mal mehr werden.

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lollicruncher 06.10.2016, 15:33
31. Müssen dann alle professionellen Youtuber ...

... wie z.B. Gronkh demnächst auch neue Räumlichkeiten beziehen, weil sie den Großteil ihres Gewerbes daheim produzieren? In was für einer Welt leben wir eigentlich, wo soetwas überhaupt noch ein Thema ist? Sind wir in Teilen der Bevölkerung immer noch so verklemmt?

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oidahund 06.10.2016, 15:38
32.

Zitat von logomat
Die Beschwerden der Nachbarn (Lärm etc) sind erfunden und die Begründung des BGH ist an den Haaren herbeigezogen. Mir ist der BGH.......
Nur zur Erklärung - das Urteil stammt von einem Verwaltungsgericht, weil es sich um eine Verwaltungssache handelt. Der BGH (= Bundesgerichtshof) beschäftigt sich nicht mit dem Baurecht - er ist das oberste Gericht für Zivil- und Strafverfahren. - Es war zu dem ein erstinstanzliches Urteil. Es gibt höhere Instanzen, die man anrufen kann um das Urteil überprüfen zu lassen. - Wenn Sie wüßten, was alles für Urteile von Amtsgerichten (um zum BGH zurückzukehren) gesprochen werden und die dann vor den höheren Instanzen keinen Bestand haben.

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oidahund 06.10.2016, 15:39
33.

Zitat von mrotz
Wie ich schonmal zu dem Fall sagte: Das Baurecht ist überfrachtet und gehört dringendst ausgemistet.
Da bin ich vollkommen bei Ihnen, aber so lange das nicht geschehen ist haben sich die Richter an das nicht ausgemistete Gesetz zu halten.

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alois.hingerl 06.10.2016, 15:42
34.

Zitat von logomat
Die Beschwerden der Nachbarn (Lärm etc) sind erfunden und die Begründung des BGH ist an den Haaren herbeigezogen. Mir ist der BGH schon öfter als parteiisch, kleinkariert und lebensfremd aufgefallen. (Als Beispiel nenne ich mal, dass......
Ihre leidvollen Erfahrungen mit dem BGH sind hier so was von off Topic. Es geht vorliegend um ein Urteil des Verwaltungsgerichts München! Und damit wird sich der BGH in Karlsruhe nie, nie, nie befassen müssen.

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gutes_essen 06.10.2016, 15:51
35.

Zitat von tpro
Sie können bestimmt einem 6-jährigen Kind verständlich erklären, was die Dame in Ihrer Nachbarschaft treibt. Oder doch nicht?
Klar: Die Dame zieht sich vor eine Kamera aus, und die Leute die sich das angucken, bezahlen dafür. Fast so wie wir, wenn wir ins Kino gehen."

Ist doch easy?

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gutes_essen 06.10.2016, 15:52
36.

Zitat von privado
Ein gutes Urteil. Wie soll man seinen Kindern plausibel erklären, was die Dame dort macht? Nachdem die Kinder deswegen in der Schule gehänselt wurden, scheinen die Fenster dieser "Selbständigen" doch nicht ganz dicht zu sein. Oder hat das gar ein Kunde aus der Nachbarschaft ausgeplaudert? Wie dem auch sei. Ich hätte jedenfalls auch keine Lust auf Dauergestöhne aus der Nachbarwohnung.
Glauben Sie mir... das kriegen Sie gar nicht mit.

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fritze_bollmann 06.10.2016, 15:53
37. Baurecht

Baurecht hin und Baurecht her.
Wenn die Dame, wie es scheint in einer Mietwohnung wohnt und keine Genehmigung zum Betreiben dieses Gewerbes von dem Eigentümer der Immobilie hat, so hat sie wirklich ein Problem.
Also ich würde beim Baurecht nicht unbedingt das Problem sehen, sondern eher bei der fehlenden Genehmigung zur Durchführung des Gewerbes in diesen Räumlichkeiten seitens des Eigentümers der Immobilie .
Fremdenverkehr gibt es ja offensichtlich nicht.
Also der Schlüssel liegt bei der nicht vorliegenden Genehmigung des Eigentümers. Offenbar existieren ja auch in diesem reinen Wohngebiet Ausnahmen.

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mcpoel 06.10.2016, 15:53
38. Kleingeistige Gesetze

Zitat von tpro
Offensichtlich haben Sie nicht kapiert, um was es geht. Die Dame geht in einem Wohnhaus einem Gewerbe nach. Und das ist laut Baunutzungsverordnung nicht erlaubt. Und nur darum geht es.
Genau das ist auch das Problem: Auch wenn ich dieses bestimmte Gewerbe nicht unterstütze- warum muß deutsches Baurecht Leuten verbieten von zuhause aus zu arbeiten, sofern sie dabei keinen negativen Einfluß auf die Nachbarschaft ausüben (die Details dazu kenne ich im konkreten Fall natürlich nicht)? Sowas verhindert (dievon der Politik oft geforderte) Eigeninitiative, Unternehmergeist und Selbstständigkeit. Es hätte auch einen Softwareentwickler treffen können, der nur 'nen Rechner, Tisch und Stuhl braucht. Unter anderem deshalb ist Deutschland so Unternehmerfeindlich. Das muß sich ändern!

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Tharsonius 06.10.2016, 15:57
39. Wunderts wen?

Hätte mich auch sehr gewundert wenn ein Bundesland wie Bayern sich getraut hätte, hier eine "Vorreiter-Rolle" (welch Wortspiel) zu übernehmen. :>

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