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Erreichbarkeit im Job: Warum Chefs nie zu sprechen sind
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Im Büro klingelt ständig das Telefon, aber nie ist jemand dran, den man wirklich sprechen will. Wer um Rückruf bittet, kann lange warten. Kein Wunder: Karriere machen nur die Unerreichbaren.

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ichbindannmalfort 10.01.2017, 08:43
1. Stimmt alles

Ich musste bei der Lektüre wirklich lachen, denn genauso ist es. Im Alltag der meisten Unternehmen, die ich kenne, läuft es tatsächlich so ab. Die taktischen Spielchen sind wesentlich wichtiger als die eigentlichen Sachverhalte, und jeder, der da nicht mitspielt, gilt als hoffnungsloser Fall. Vor allem karrieretechnisch. Das erklärt auch, warum a) in den Chefetagen meist die falschen Personen sitzen und b) in vielen Firmen oft so unglaubliche Fehlentscheidungen getroffen werden. Insofern ist dieser Text für mich eigentlich keine Satire, sondern eine sehr exakte Zustandsbeschreibung.

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lynx2 10.01.2017, 09:25
2. Das ist nicht nur in Unternehmen so!

Zitat von ichbindannmalfort
Ich musste bei der Lektüre wirklich lachen, denn genauso ist es. Im Alltag der meisten Unternehmen, die ich kenne, läuft es tatsächlich so ab. Die taktischen Spielchen sind wesentlich wichtiger als die eigentlichen Sachverhalte, und jeder, der da nicht mitspielt, gilt als hoffnungsloser Fall. Vor allem karrieretechnisch. Das erklärt auch, warum a) in den Chefetagen meist die falschen Personen sitzen und b) in vielen Firmen oft so unglaubliche Fehlentscheidungen getroffen werden. Insofern ist dieser Text für mich eigentlich keine Satire, sondern eine sehr exakte Zustandsbeschreibung.
Als Kunde oder Patient bei Handwerkern oder Ärzten ist es auch so.
Telefonisch kaum erreichbar, e-mail werden eigentlich nie beantwortet, weil wahrscheinlich nie gelesen. Mitz Hängen und Würgen bekommt man vielleicht einen Termin, bei Kardiologen in ca. 1 Jahr, bei Handwerkern mit Glück in 3 Monaten (hatte aber schon den Fall, daß einer nach 2 Jahren anrief und sagte, er könnte jetzt kommen.)

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richard777 10.01.2017, 09:25
3. Wieso Satire?

Exakt so läuft es. Kurioses Beispiel zum "Hinterher telefonieren zu Leuten/Firmen die eigentlich von dir was wollen" ist die Telekom:
Nachdem ich meinen Mobilfunk Vertrag gekündigt hatte, schrieb man mir kurz vor Ablauf, man hätte doch noch ein attraktives Angebot für mich und ich solle dringend die nachfolgende Nummer anrufen. Denke "geht doch" und bin gespannt was man mir doch noch anbieten wird, rufe ich an und lande doch wieder in der üblichen Warteschleife. Ergebnis: Auflegen, ich laufe doch nicht noch hinter Leuten her, die von mir was wollen.
Auch alle anderen Beispiele in Ihrem Artikel sind Realität und keine Satire. Leider

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hitman67 10.01.2017, 09:53
4. Voellig falsch - Satire eben...

ECHTE Chefs stellen zunaechst einmal sicher dass so gut wie NIEMAND ihre Telefonnummer (und schon gar nicht die Handy Nummer) hat. Wir wollen naemlich nicht dass Leute wie Herr Noellke uns anrufen! ;-)

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syracusa 10.01.2017, 10:44
5. Existenzgrundlage der Golfclubs

Von irgendwas müssen auch die Betreiber von Golfclubs leben. Und deren Geschäftsgrundlage besteht nun mal in der Unerreichbarkeit der Chefs.

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scxy 10.01.2017, 10:55
6. Bedauerlich

Bedauerliche für Menschen, die in solchen Verhältnissen und mit solchen Chefs zusammenarbeiten müssen. Als Karriereberater würde ich empfehlen, sofort das Weite zu suchen.

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isar56 10.01.2017, 11:04
7. Verwaltung öffentlicher Dienst

praktisches Beispiel in einer kleinen bayerischen Behörde:
Wer Landrat oder OB nach dem Mund redet, nie widerspricht, buckelt und ggf. Mitarbeiter denunziert kommt weiter.
Wer sich kommunikativ und kooperativ mit dem "Fußvolk" zeigt, bleibt wo er ist, weil er / sie eben "zu kommunikativ" auf demokratischer Basis arbeitet.
D.h. In besagtem konkreten Fall, Mitarbeiter nachts herausläuten ist erwünscht und vom kleinen Sozialarbeiter wird erwartet parat zu sein. Der Chef delegiert und pennt weiter.

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exHotelmanager 10.01.2017, 11:09
8. Nur Satire

Offenbar kommt niemand auf die Idee, dass auch Chefs arbeiten. Wenn etwas wichtig ist, ist es in der Regel kein Problem, dies nach oben zu kommunizieren. Ich bedaure die Unternehmen, deren Mitarbeiter von ihren Chefs einen solchen Unsinn annehmen, wie der Autor, der offenbar niemals in Verantwortung tätig war. Ein Vorgesetzter ist nicht die Telefonzentrale und auch nicht der Sorgenonkel. Ich selbst habe nie Golf gespeilt und war auch um 03:00h morgens noch erreichbar, wenn es wirklich ernst war. Allerdings habe ich meine MitarbeiterInnen so ausgewählt und ausgebildet, dass sie ihre Aufgabe eigenverantlich erfüllen konnten. scxy hat uneingeschränkt Recht mit seiner Empfehlung. Mein Verdacht ist allerdings eher, dass, wenn MitarbeiterInnen diesen Eindruck haben, sie selbst eher der Kern des Problems sind, u.a. deshalb, weil sie keine Achtung vor Vorgesetzten haben - wie auch der Autor.

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phekie 10.01.2017, 11:58
9. Aus Fragen Aussagen machen.

Kennt man das Problem. Nicht nur bei Chefs sondern auch Entscheidungsträgern bei Kunden und Geschäftspartnern. Man ruft ja meistens an, weil man Fragen hat oder was abstimmen will. Wenn man nun ewig nicht an die Person gerät, entscheidet man einfach selber und teilt das dem Partner per Email mit. "Weil sie ewig nicht erreichbar sind, habe ich Vorgang A mit Lösung B versehen. Wenn Sie was dagegen haben, melden Sie sich bei mir." Problem erledigt und der Spielball liegt im gegnerischen Feld.
Behörden und AG-Unternehmen, die nur über Callcenter kommunizieren ballert man 3x täglich mit 10-seitigen Faxen an möglichst viele Faxnummern zu. In Zeiten von Flatrate kein Problem. Irgendwann meldet sich schon einer, wenn die Papiernachkaufquote die Gewinnmargen schmälert. Funktioniert fast immer.

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