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Erreichbarkeit im Job: Warum Chefs nie zu sprechen sind
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Im Büro klingelt ständig das Telefon, aber nie ist jemand dran, den man wirklich sprechen will. Wer um Rückruf bittet, kann lange warten. Kein Wunder: Karriere machen nur die Unerreichbaren.

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dani216 10.01.2017, 12:30
10. Hatte ich vor kurzem so ähnlich bei meiner Bank,

Zitat von richard777
Exakt so läuft es. Kurioses Beispiel zum "Hinterher telefonieren zu Leuten/Firmen die eigentlich von dir was wollen" ist die Telekom: Nachdem ich meinen Mobilfunk Vertrag gekündigt hatte, schrieb man mir kurz vor Ablauf, man hätte doch noch ein attraktives Angebot für mich und ich solle dringend die nachfolgende Nummer anrufen. Denke "geht doch" und bin gespannt was man mir doch noch anbieten wird, rufe ich an und lande doch wieder in der üblichen Warteschleife. Ergebnis: Auflegen, ich laufe doch nicht noch hinter Leuten her, die von mir was wollen. Auch alle anderen Beispiele in Ihrem Artikel sind Realität und keine Satire. Leider
die wollten was von mir und haben mir einen Brief geschrieben, ich solle sie doch bitte anrufen. Habe ich dann auch getan - besser gesagt vielfach versucht - denn ich landete dann ewig in einer Warteschleife.
Hab mich dann revanchiert, indem ich den darauf vereinbarten Vor-Ort-Termin dreimal platzen gelassen habe.
Habe gesagt es wäre kurzfristig was dazwischengekommen und hätte versucht anzurufen, war aber nur in der Warteschleife.

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unpolit 10.01.2017, 12:37
11. Kommunikation geht heute anders

Den Beitrag finde ich auch überzogen, das mag es noch geben, sollte aber wohl nicht mehr der Standard sein.
Außerdem findet gerade in immer mehr Unternehmen (und auch Organisationen / Verwaltungen) eine neue Form der Kommunikation Einzug: über interne Plattformen. Da gibt es Projekträume, wo Info hinterlegt sind und Entscheidungsvorlagen veröffentlicht werden. Mit einem definierten Benutzerkreis. Und dann geht es deutlich schneller mit Antworten, anders als bei Mail oder Telefon.
Das erfordert allerdings eine gut entwickelte Unternehmens- und Kommunikations-Kultur, sowohl vom Unternehmen als auch jedem einzelnen Mitarbeiter. Und dort, wo es wie im Artikel beschrieben zugeht, die sterben eh aus.

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Sibylle1969 10.01.2017, 14:12
12. Bisschen überspitzt...

...aber da ist was wahres dran. In früheren Firmen hatte ich aber eher selten unerreichbare Chefs, sondern massenhaft unerreichbare Kollegen, auf deren Zuarbeit ich aber leider angewiesen war. Da verspricht dir ein Kollege (beheimatet an der US-Ostküste) hoch und heilig, dass er dir heute den Zugang zum Entwicklungsserver freischaltet, oder die ebenfalls in den USA ansässige Kollegen, dir die versprochene Web-Service-Funktion zu erstellen, die du dringend für dein Projekt brauchst. In beiden Fällen stellte ich regelmäßig am nächsten Morgen fest, dass nichts passiert war. Dann musste ich wieder bis 14 oder 15 Uhr warten, bis die US-Kollegen mit der Arbeit anfangen und sie erneut per Messenger oder Telefon nerven, denn auf Emails haben die natürlich erst recht nicht reagiert.

Oder der Consulting-Manager, der jedes Angebot genehmigen muss, bevor es zum Kunden rausgeht. Ich hatte schon oft mit solchen Kollegen zu tun, die versprechen, etwas bis dann und dann zu liefern, es dann aber erstens nicht oder erst nach unzähligem Nachfragen. Und die sich auch von Eskalationen nicht beeindrucken ließen. Dieser Job hat mich reichlich Nerven gekostet, denn deswegen ging es mit meinem Projekt auch nur sehr langsam voran, wofür ich mich wiederum rechtfertigen musste.

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seelion 10.01.2017, 16:53
13. Dieser Beitrag ist ...

... bezeichnend für den Niedergang von SPON. So eine kommerziellen Vermarktung eines Buches bei einem vermeintlichen Informationsmedium - einfach nur peinlich! Und der unsägliche Inhalt macht es nur noch schlimmer. Dem Autor kann man nur mal raten seinen Elfenbeinturm als "Vortragsredner, Journalist und Autor" zu verlassen und einen Schritt ins echte Arbeitslebn zu wagen - dann hat er nicht so kindliche Vorstellungen von "Chefs". Und dass so mancher Kommentar beim Thema "Chefs" auf "Callcenter" kommt - auch erstaunlich.

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ingenieur-aus-überzeugung 10.01.2017, 17:51
14. Alles nur Neid

Liebe Untergebenen,
geht einfach mal davon aus, dass Chefs viel mehr an der Backe haben als Ihr euch an euren Großraumbüroschreibtischen vorstellen könnt.
Deshalb sind sie nicht zu erreichen, die leisten gerade. Arbeiten tut ihr.
Arbeit ist keine Leistung.
Arbeit wird schlecht bezahlt. Leistung wird mit viel Geld gewürdigt.
So, ich steige jetzt in mein Dienstfahrzeug und fahre nach 10 Leistungsstunden nach Hause in mein alleinstehenden Haus.
Tschüs

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b.anker 10.01.2017, 23:30
15. Nein, so ist es nicht.

Das wäre eine schlimme, demotivierte, depressive Arbeitswelt, wenn es so ablaufen würde. Meine Erfahrung ist eine vollkommen andere. Je höher die Hierarchiestufe, desto mehr geht es doch um Eskalation von Problemen. Keiner ruft an um zu sagen wie geschmiert etwas läuft. Erst wenn es Probleme gibt, wird 'Chef' gerufen. Ein solcher gibt sich grosse Mühe und sein Bestes - in Erreichbarkeit für die Erledigung von dringenden und wichtigen Anliegen.
Natürlich gibt es immer ein paar schwarze Schafe, die diesen Mechanismus ausnutzen. Allerdings sind die schnell bekannt und verlieren schnell das Privileg. So läuft es zumindest bei uns.

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flywheel 10.01.2017, 23:58
16. An ingenieur-aus-überzeugung,

Arbeit ist keine Leistung? Als Ingenieur sollten sie doch die Gleichung Leistung = Arbeit / Zeit kennen. Somit keine Arbeit, keine Leistung.
Sind sie auch ein Protagonist diese Artikels?

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Sparta 11.01.2017, 08:12
17. Alleine schon die Überschrift...

...zeigt das es sich um klischeehafte Satire handelt. Wir sind Führungskräfte und keine "Chefs" und verbringen auch nicht die meiste Zeit auf dem Golfplatz. Sollte wirklich jemand der Meinung sein, der Artikel würde immer und überall der Wahrheit entsprechen, der mag mir doch bitte seine Nummer geben. Wollen wir dann einmal sehen, wer seine 8 Stunden am Tag wartend vor dem Telefon verbringt.

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