Forum: Karriere
Erste Hilfe Karriere: Bitte keine Werbung einwerfen

Nehmen! Sie! Mich! Müssen Bewerber für sich Reklame machen wie für einen neuen Joghurt? Aufdringliche Selbstvermarktung aktiviert den Fremdschäm-Reflex bei Personalern. Vertrauen gewinnt man so nicht,*warnt Gerhard Winkler zum Start einer neuen Serie über Bewerbungen und Karriere.

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SiavL 29.04.2011, 16:44
1. Titel: kann man kaufen...

Zitat von sysop
Nehmen! Sie! Mich!
oder auch nicht...

Gerhard Winkler hat sicher Recht, dass man mit solchen Tricks oft nicht so weit kommt, wie es einem oft von den Beratern und Spezialisten suggeriert wird...

Er reißt aber (vielleicht gewollt) ein ganz anderes Problem im folgenden Absatz an:

Zitat von sysop
Erfolgreich bewerben heißt, erfolgreich Vertrauen einwerben. [...] Vertrauen bildet stets der , das , die anerkannte Stellung, die vorzeigbare Leistung, ...
Auch das ist richtig, zeigt aber wie schwer man es mit einem ungewohnten guten Namen einem andersartigen ehrliche Gesicht etc. hat.

Dieser Satz ist ein sehr starkes Argument für die anonymisierte, bildlose Bewerbung

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sanhe 29.04.2011, 17:09
2. Kritik

Zitat von sysop
Nehmen! Sie! Mich! Müssen Bewerber für sich Reklame machen wie für einen neuen Joghurt? Aufdringliche Selbstvermarktung aktiviert den Fremdschäm-Reflex bei Personalern. Vertrauen gewinnt man so nicht,*warnt Gerhard Winkler zum Start einer neuen Serie über Bewerbungen und Karriere.
Sorry, aber der Artikel ist derart holprig geschrieben, dass mir nach dem Lesen der ersten Hälfte die Lust am Weiterlesen vergangen ist.
Von der "dünnen" Aussagekraft der Hälfte, die gelesen habe, mal ganz zu schweigen...

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Martinsto 29.04.2011, 17:28
3. Wenn der Artikel eine Bewerbung gewesen wäre, hätte ich sie nicht zu Ende gelesen

Ein langatmiger Artikel, der dann in der Aufforderung mündet, Argumente in die Bewerbung zu schreiben. Wer hätte das gedacht? Wenn die Winkler-Bewerbungen auch so wenig argumentativ wie der Artikel sind, dann Gute Nacht, Bewerber.

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demut 30.04.2011, 05:38
4. Stimmigkeit

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es heute noch viele Bewerber gibt, die nicht wissen, dass übertriebene Selbstdarstellung fast überall fehl am Platz ist.

Ich würde aber auch von generellen Allgemeinplätzen Abstand nehmen sondern auf die Stimmigkeit der Bewerbung zur Persönlichkeit abstellen.

Und damit meine ich, dass man bei einem etwas ungewöhnlichen Lebenslauf auch ein entsprechendes Foto hat und bei der Wahl des Bewerbungsoutfits eher tief stapelt. Ansonsten kann sich das gewollte Bild nicht verfestigen.

Umgekehrt sollte jemand, der offensives Selbstmarketing betreibt eben dann auch im 150% Anzug mit Top-Fotografen Fotos und entsprechendem Habitus im Gespräch sitzen.

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iLady 30.04.2011, 09:00
5. du bist kein Produkt sondern eine Ressource

Wenn man endlich begriffen hat das es nicht DIE Bewerbung gibt, dann hat man (Ansatzweise) begriffen worum es in Bewerbungen geht…

Und jeglicher Tipp eigentlich für die Tonne ist außer vielleicht, handwerkliche wie keine Rechtschreibfehler die sind bei jeder Bewerbung gültig….

Individuell heißt ich mache die Bewerbung die zu mir passt was bei dem andern falsch wäre kann bei mir genau richtig sein…

Also kauft euch keine DVDs und Bewerbungsbücher.. den da lernt man nur wie man Klon massig gleich klingt und wird auch sofort verunsichert weil man das gefühlt hat das man in keines der Beispiele die man immer wieder vorfindet auch nur annähernd reinpasst…

Aber trotzdem ist man ein Produkt aber eben nicht wie ein Jogurt… man ist eine Ressource für die Firma und erst im 2. Blick ein Mensch.. beides zu kombinieren in einer Be-Werbung unterscheidet uns vom Jogurt…

Ein ganzer Zweig verdient mit diesem ganzen Mit zu viel Geld dabei muss man sich einfach auf sich selbst besinnen. Einen guten Berater erkennt man daran das er keine Gruppen Veranstaltungen bucht sondern noch mit einer Person auseinandersetzt.. man muss ein wenig Psychologe sein und Therapeut wenn man einem Arbeitslosen bei Bewerbungen hilft…. Damit diese sich wieder als positive Ressource ansehen die es auch wert ist bezahlt zu werden… (dann klappt auch das Bewerbungsgespräch besser… )

Eine Mensch und sine Fähigkeiten sind eben nicht mal allgemein zu greifen und zu begreifen.. wichtig ist das man sich als Menschen selber erkennt .. ggf. muss man erst den Mensch ändern damit eine Bewerbung auch nur annähernd eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat…

Grundsätzlich werden aber alle Tipps nicht wirklich helfen, wenn einfach nicht die gewünschten fachlichen Qualifikationen da sind… denn die Grundlage jeder erfolgreichen Bewerbung ist Bildung und Qualifikation…

So lange das Arbeitsamt immer noch die Leite zu Bewerbungstrainings schickt statt ihnen fachlich erst mal gewisse Qualifikationen anzueignen, wird der beste geschrieben Satz zu keinem Erfolg führen und auch kein hübsches Profi Foto…

Und ob man es glaubt oder nicht eine Bewerbung ohne Foto wird zum Erfolg führen wenn die Qualifikationen stimmen… Diese Ganze das muss aber so und so in Bewerbungen sind doch nur Beiwerk zu einem Menschen zu einer Ressource die einfach gebraucht wird da draußen auf dem Arbeitsmarkt…

Und zu lernen wie man sich als Produkt am besten verkauft ist erst dann entscheiden wenn 2 gleichwertige Ressourcen aufeinander treffen.. dann gewinnt derjenige der sich besser verkaufen konnte.. im schlimmsten Fall wird der Personaler nach der Haarfarbe der Bewerber entscheiden (natürlich im Unterbewusstsein)

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.sagittarius. 30.04.2011, 15:14
6. Wozu solche Artikel?

Jeder weiß doch (hoffentlich) inzwischen, dass die guten Jobs fast ausnahmslos über Vitamin B verteilt werden. Bewerben kann man sich meist nur auf irgendwelche Schrott-Jobs, wofür das dumme Fußvolk vorgesehen ist und für die sich die meisten vornehmen Herren und deren toller Nachwuchs sowieso zu schade sind. Mit dem Bewerbungsmarathon, den sich viele heutzutage (leider) aussetzen müssen, wird nur das Volk verarscht und beschäftigt.
Viele Unternehmen wollen außerdem erst dann die verursachten Fahrtkosten zum Bewerbungsgespräch übernehmen, wenn mit Klage gedroht wird. Hinzu kommt, dass es in Bewerbungsgesprächen nur darum geht, den (minderwertigen) Bewerber gnadenlos auszuhorchen, dessen Daten zu sammeln/archivieren, und ihn dann bei Nicht-Gefallen abzuservieren, sofern überhaupt eine Absage weggeschickt wird. Insofern ist der Bewerber in diesem Punkt nichts als eine billige "Ressource", es gibt ja schließlich genug davon.
Somit kann man auf diese Spiegel-Bewerbungs-Artikelserie getrost verzichten, zumal es schon genügend gibt, die sich mit Bewerbungs-Schundliteratur eine goldene Nase verdienen. Durch solche Gehirnwäsche sollen nur willenlose Berufseinsteiger herangezüchtet werden. Glücklicherweise hab ich es aber nicht mehr nötig, mich mit so etwas zu beschäftigen. Das, was ich aber gesehen habe, hat gereicht!

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medwediza 30.04.2011, 15:24
7. @iLady

Da hoffe ich aber sehr, dass Sie sich nie um eine Stelle bewerben müssen, bei der man die deutsche Rechtschreibung einigermaßen im Griff haben sollte. Interpunktion dient dazu, Geschriebenes leserlich und verständlich zu machen. Nachdem ich bei den ersten paar Sätzen Ihres Kommentars mir jedes Mal vorstellen musste, wo Kommas sein sollten, damit ich überhaupt verstand, was Sie schreiben wollten, habe ich es aufgegeben. Zu mühsam und auch ärgerlich. Denn sowas lernt man doch eigentlich in der Grundschule. Ich weiß nicht, ob Sie anderen Ratschläge erteilen sollen, ich meine, Sie haben noch genug mit sich selbst zu tun…

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iLady 30.04.2011, 17:30
8. halb so schlimm...

@ medwediza
Tut mir Leid wenn ich ihr "Leseintelligenz" verletzt habe, aber ich bin Leider und tatsächlich eine waschechte, genetische Legasthenikern und sie können sich sicher sein, dass ich für wichtige Schreiben wie Bewerbungen jemanden ohne mein Talent drüber schauen lasse. Desweiten können sie froh sein, dass ich nicht direkt ins Forum geschrieben habe, sondern wenigsten schon mal Word vorher drüber schauen lasse (ansonsten wäre es noch viel viel viel schlimmer… - für Leute wie sie und die anderen -)

Leider kann ich nichts dafür… da es angeboren ist.
Und ich es somit Leider nie lernen kann (auch nicht in der Grundschule) trotzdem habe ich mein Abi mit 2,3 Durchschnitt und Physik und Chemie als Leistungskurse gut gemeistert bekommt – finde ich! - (ohne das diese Schwäche zu meinen Gunsten berücksichtigt wurde. Ich mag mir gar nicht ausdenken, wie gut meine Noten erst gewesen wären, ohne diese Schwäche für die ich IMMER Punkteabzüge erhalten habe!)

Mathe, Technik, Computer, Wissenschaftliche Formeln... alles kein Problem, aber Rechtschreibung und Grammatik wird mein Kopf Leider nie nachvollziehen können (da bin ich Blind für, ich sehe es einfach nicht!)… So sehr ich mich auch bemühe...
Das wird mich aber nicht davon abhalten meine Meinung zu sagen (zu schreiben…) Besonders, wo ich als frühere Bewerbungstrainerin auf eine Menge Erfolge zurückblicken kann...

Und eine Super (sehr gut bezahlten) Job habe ich sogar auch… ;-)
Auch weil viele inzwischen begriffen haben, dass gute Grammatik Kenntnisse und Rechtschreibung nichts über Fachliche Qualifikation und Fähigkeiten an sich aussagt. Und da ich nicht den Beruf der Sekretärin oder einer Deutschlehrerin ausgewählt habe (da ist das tatsächlich eine Muss-Qualifikation) ist das alles halb so schlimm Herr Oberlehrer... :-)

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Hamberliner 30.04.2011, 18:58
9. mit dem guten Namen

Zitat von SiavL
oder auch nicht... Auch das ist richtig, zeigt aber wie schwer man es mit einem einem etc. hat. Dieser Satz ist ein sehr starkes Argument für die anonymisierte, bildlose Bewerbung
Haben Sie etwas missverstanden? Mit dem guten Namen ist der eigene Bekanntheitsgrad in der Branche gemeint. Wenn man z.B. als Wissenschaftler, Forscher oder Entwickler so einiges veröffentlicht hat, und andere zitieren das in ihren Veröffentlichungen, oder man hat in gemeinsamen Projekten mit mehreren beteiligten Firmen und Universitätsinstitutionen seine Handschrift hinterlassen, ein Stück Software, das viele benutzen, weswegen einen schon viele um Rat und Hilfe gebeten haben, und wenn man deswegen manchmal von wildfremden Leuten angerufen und um fachlichen Rat gebeten wird - warum sollte das weganonymisiert werden? Es ist für einen selber nützlich und Dritten (Mitbewerbern) gegenüber auch nicht unethisch, seinen guten Namen zu verwerten.

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