Forum: Karriere
Erste Hilfe Karriere: "Ich stecke 30-Jährige in die Tasche"

Das ist amtlich: Wer älter ist als 58, wird in Deutschland flott aus dem Heer der Werktätigen aussortiert. Das muss nicht sein, findet Berufsberaterin Uta Glaubitz. Allen, die im Alter noch arbeiten, gibt sie Tipps zur Stellensuche und rät: Halten Sie sich von Arbeitslosentreffs fern!

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Caz 19.10.2011, 11:17
10. So siehts aus!

[QUOTE=postmaterialist2011;8949357...Wie kaputt unser System ist, hat sich mir bei einer Bewerbung auf eine Führungsposition vor ein paar Jahren gezeigt, dort hiess es doch wirklich :
"Wir stellen ungern Mitarbeiter über 35 ein, denn die sind dann schon so eingefahren"...[/QUOTE]

Kann solche Erfahrungen nur bestätigen, und jeder kann sich selber davon überzeugen, dass es so ist:

Filtern Sie ganz einfach die Stellenanzeigen der Firma Bosch nach Angeboten für "erfahrene Fachleute mit Diplom und mehr als 8 Jahren Berufserfahrung" - es werden ganze 6 Stellen angeboten.
Andererseits werden 249 Fachleute mit "Berufserfahrung" zwischen 1 und 8 Jahren gesucht.
Da muss man sich als erfahrener Ingenieur erst gar nicht bewerben - die wollen niemanden einstellen, der auch über den Tellerrand hinausschauen kann.
So siehts aus!

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jens_B 19.10.2011, 11:29
11. Ältere Leute organisieren sich selbst

wer ältere Menschen aus dem Unternehmen schmeisst versteht einfach nicht, dass diese oft absolute know-how Träger sind und meist sehr gut fürs Betriebsklima, weil ausgeglichen und meist nicht mehr "Karrieregeil"...

... und dann hab ich gestern noch diesen schönen Beitrag im BR gesehen über myoma :

BR: MyOma - Oma strickt mit Liebe über Omis die Sachen stricken und es dann übers Internet verkaufen! Das nenne ich mal Selbstorganisation :)

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E. Bär 19.10.2011, 11:34
12. Bäh.

Zitat von sysop
Wer älter ist als 58, wird in Deutschland flott aus dem Heer der Werktätigen aussortiert.

Schön wär's. Irgendwann muß ja mal Schluß sein mit der täglichen Buckelei. :-p

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klausindo 19.10.2011, 11:56
13. Viel Spass

Zitat von sysop
Das ist amtlich: Wer älter ist als 58, wird in Deutschland flott aus dem Heer der Werktätigen aussortiert. Das muss nicht sein, findet Berufsberaterin Uta Glaubitz. Allen, die im Alter noch arbeiten, gibt sie Tipps zur Stellensuche und rät: Halten Sie sich von Arbeitslosentreffs fern!
In einer Zeit der Schwaetzer,Blender und Betrueger hat man es als 58 jaehriger nicht einfach wieder Fuss zu fassen wenn man arbeitslos ist.Um diesen wiedereinstieg noch zu erschweren wird der Gesellschaft vorgegaukelt das D an einem Facharbeitermagel leidet.Das dient natuerlich nur als Lohndumping damit der 58er fast keine Chance mehr hat oder fuer peanuts arbeiten gehen muss.
Ich glaube dass die Zukunft noch besch.... wird,da durch die Staatsschulden noch mehr gekuerzt wird. Gott sei Dank habe ich die 58 schon erreicht und lebe seid mehr als 20 Jahren in Asien und arbeite als selbstaendiger Consultant. Man muss doch das Know How weitergeben damit in Zukunft mehr hier in Asien produziert werden kann und D als Disney und Touristenland ohne junge Menschen weiterexistieren kann. Dann koennen die 58er ja Eintrittskarten verkaufen. Viel Spass.

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b_russel 19.10.2011, 12:03
14. Rente

Zitat von README.TXT
Ältere will keiner (als Angestellete) weil sie zu teuer sind. Bei Freiberuflern ist das Alter seltsamerweise kein Problem, im Gegenteil, das wird dann mit Erfahrung gleichgesetzt und "mit Gold aufgewogen".
Ich seh die Logik nicht ganz: Warum wären die gleichen Leute als Angestellte zu teuer und als Freiberufler "ihr Gewicht in Gold wert"? Wo Freiberufler die Firma doch idR mehr kosten, wegen dem höheren Stundensatz?

Der Hund liegt eher da begraben, dass der Angestellte mit 65 (so gut wie sicher) aufhört. Bei einer anspruchsvollen Position, wo man mehrere Jahre Einarbeitungszeit rechnen muss, wird da kaum jemand einen 62-Jährigen einstellen - der müsste nach seiner eigenen Einarbeitung direkt anfangen, seinen Nachfolger einzuarbeiten, sonst schafft er's nicht mehr.

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eisfach 19.10.2011, 12:20
15. Schuldzuweisung statt nüchterner Betrachtung

Glaubt die Autorin des Artikels eigentlich selbst, was sie da schreibt?

Bei älteren Arbeitslosen sind es angeblich irgendwelche persönlichen Macken oder Disziplinlosigkeiten, die das Finden eines Jobs verhindern, und als leuchtende Beispiele älterer Berufstätiger werden Prominente wie Udo Lindenberg angeführt.

Was würde denn die Autorin Herrn Lindenberg raten, wenn er nicht als erfolgreicher Sänger, sondern als völlig unbekannter 08/15-Arbeitsloser auf Jobsuche wäre?
Zum Friseur gehen, ordentlich anziehen, und dann wirds schon was?
Mit keinem Wort wird darauf eingegangen, welche Rolle die einstellenden Unternehmen in der Altersfrage spielen.

Nicht wenige Erwerbstätige werden das kennen: Man ist seit Jahr und Tag im Beruf, schreibt aber immer mal wieder eine Bewerbung, weil man seinen Marktwert testen und vielleicht auch mal andere interessante Aufgaben übernehmen möchte.

Mit zunehmendem Alter wird man in seinem Job zwar immer besser, weil neben das erlernte Wissen die praktische Erfahrung tritt.

Und trotzdem kehrt sich das Verhältnis von Bewerbungen zu Einladungen mit den Jahren komplett um - bekam man früher auf 20 Bewerbungen mehr als 10 Einladungen, sind es mit zunehmenden Alter nur noch 1-2 Einladungen auf 50 Bewerbungen.

Und da sage noch einer, das Alter spiele bei der Jobsuche keine Rolle.

Es regiert ganz offensichtlich das Motto: Hauptsache jung, dann auch gerne etwas halbgar.

Neulich wieder gelesen: Ein nicht kleines Unternehmen sucht in einer Stellenausschreibung "junge" Mitarbeiter. Wobei dieses Attribut in gar keinem Zusammenhang mit den laut Ausschreibung zu verrichtenden Tätigkeiten stand.

Noch Fragen?

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noggakatt 19.10.2011, 12:28
16. Volkssturm

Angesichts fehlender Fachkräfte haben auch die Alten wieder eine Chance, wenn sie den richtigen Beruf haben.
Vor ca 5 Jahren wurden noch niedergelassene Hausärzte mit 67 zwangspensioniert mit dem Hinweis auf nachlassene Leistungsfähigkeit und Demenz i Alter.
Da nun Hausarztstellen aus existenzbedrohenden Gruenden nicht mehr besetzt werden, sollen es plötslich die Alten wieder richten.
Ich selbst bin mit 68 weiterhin tätig, allerdings in Schweden. Neulich bekam ich sogar ein Angebot aus der Schweiz, obwohl die Kenntnis um mein Alter hatten.
Die Rehaklinik lag allerdings einsam hoch oben in den Bergen und war nur durch eine Seibahn erreichbar. Wegen der duennen Luft will da kein Schweizer hin.
Also bleibt Schweden die bessere Wahl.

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felix_bach 19.10.2011, 12:34
17. oder

Vielleicht lieber einen neuen Job sucher, der Spass macht statt rumzujammern?

Zitat von Xircusmaximus
Je eher desto besser. Ich denke nicht im Traum daran die Krise der Arbeitsgesellschaft mit dem Ruin meiner noch verbliebenen Gesundheit aufzuhalten zu versuchen. Es ist geradezu .....

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winfield06 19.10.2011, 12:46
18. Hier gehört der Titel hin

als Betroffener (angeblicher Sozialschmarotzer) ist es immer wieder schön zu lesen,
wenn sogenannte F(l)achmenschen anderen die über etwas verfügen was z. B. die Autorin nicht hat Lebenserfahrung.
Dafür aber jede Menge leere Phrasen (wie schon von anderen Foristen erwähnt).
Andererseits - lt. Autorin - dürften die Arbeistlosen sich hier ja gar nicht im Forum "herumtreiben" dürften.

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JaIchGenauIch 19.10.2011, 12:58
19. Positivismus und mehr

Frau Glaubitz schreibt natürlich einen bis in´s Mark positivistischen Artikel, der eine Reklame für ihre eigenen Dienstleistungen sein soll. Aber darüberhinaus erwähnt sie doch die Unterschiedlichkeit der Phänomene und der persönlichen Ausgangslagen - auch wenn sie selbst vielleicht niemals in der Lage der älteren (Langzeit-) Arbeitslosen gewesen ist. Ich würde in der Tat gerne einmal sehen, was aus Herrn Lindenberg wird, wenn er sich als Entertainer "bewirbt".
Was man allerdings mit ein wenig aufmerksamem Lesen jenseits des Duktus der ungeregelt freien Marktwirtschaft entdecken kann, wenn man möchte, ist eine Solidarität mit der Lage der Geschassten, deren Entlassung völlig unabhängig vom Leistungsprinzip erfolgt. Es tut ausnehmlich gut, Slogans zu lesen, die klarstellen, wessen Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten den Umsatz des Unternehmens bestimmt hat.
Und wenn Frau Glaubitz nun den Schritt von neoliberalen Durchhalteparolen inkl. Verächtlichmachung derer, die im das "Ratten-Rennen" englisch "rat race") nicht mehr mithalten können, zu einer umfassenden Solidarität tun möchte, kommen Ihre, im richtigen Kontext durchaus erbauenden Hinweise auch bei allen an und ihre Dienstleistung wird noch häufiger angefragt. Ich wünsche viel Erfolg, auch beruflich.

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