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Erste Hilfe Karriere: Mischt die Männercliquen auf!

Frauenquote? Muss sein, auch wenn's Männern wehtut, findet Karriereberaterin Svenja Hofert. Vieles versperrt Frauen den Weg in Führungsjobs: etwa der Anwesenheitswahn oder familienfeindliche Arbeitszeiten. Aber all das ändert sich nur durch einen Kulturbruch - den die Quote erzwingt.

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geishapunk 17.06.2011, 09:26
1.

Zitat von sysop
Frauenquote? Muss sein, auch wenn's Männern wehtut, findet Karriereberaterin Svenja Hofert. Vieles versperrt Frauen den Weg in Führungsjobs: etwa der Anwesenheitswahn oder familienfeindliche Arbeitszeiten. Aber all das ändert sich nur durch einen Kulturbruch - den die Quote erzwingt.
Ah, schon der zweite Thread. Es soll also wieder einmal bombardiert werden, damit die veröffentlichte Meinung die öffentliche Meinung beeinflusst. Das Foto über dem Artikel sagt im Grunde schon alles aus.

Zitat von
Es gibt viele solcher Frauen, die das Steuer übernehmen würden, wenn sie sich dafür nicht den derzeitigen zeitlichen Gegebenheiten und männlichen Gepflogenheiten anpassen müssten. Eine Frauenquote sollte deshalb nicht kinderlosen Ex-McKinsey-Frauen dienen, die ihren Weg in Unternehmen auch so machen würden, weil sie letztlich in ähnlichen Strukturen denken und handeln wie Männer und deshalb die Vereinbarkeit von Karriere und Kind meist locker sehen - sondern den anderen. "Karriere? Ich bin doch nicht blöd" Das sind die, denen es um Work-Life-Balance geht, gutes Miteinander und nicht um pure Macht. Ein Teil von ihnen sagt ohnehin: "Karriere? Ich bin doch nicht blöd." Diese Frauen wollen in ihrem Beruf einen Sinn finden und haben wenig Ambitionen, einen ewigen Kampf gegen Männer zu führen, die an ihrem Stuhl sägen wollen, gegen etablierte Anwesenheits- und abendliche Repräsentationspflichten.
Das liest sich wie "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß!", und es einfach nur schwach zu behaupten die Gepflogenheiten wären "männlich" und man müsse dies nur ändern, also wohl "verweiblichen", dann würden mehr Frauen Führungsaufgaben wahrnehmen. Mal davon abgesehen das dies eine sexistische Argumentation ist, sie ist auch einfach grundlegend falsch. Ja, die normative Kraft des Faktischen verlangt von Führungskräften einfach eine höhere Präsenz und/oder Erreichbarkeit. Und je weiter oben, desto mehr davon. Denn man ist als Führungskraft ein Entscheidungsträger, und das bedeutet das man Entscheidungen treffen muß. Die fallen aber nicht sämtlich zwischen 8-16 Uhr an.

Aber wie steht es so schön noch davor:
Zitat von
Sie ist Anfang 40, hat zwei Kinder, ist ehrgeizig, besitzt fachliches Know-how, Erfahrung und Führungskompetenzen. Sie möchte steuern, entscheiden, Verantwortung übernehmen, Mitarbeiter ins Boot holen. Sie hat all die Eigenschaften, die ein Manager braucht. Dennoch kommt meine Kundin nicht dahin, wohin sie hin will: An die Spitze einer Abteilung. Der Grund ist, dass sie nicht um jeden Preis nach oben will, denn zuerst kommen die Kinder. Und nein, die möchte sie nicht bis 20 Uhr einer Kinderfrau überlassen. Man bekommt jedes Kind ja nur einmal. Karriere ja, aber nicht mit Anwesenheitspflicht.
Also möchte diese Frau es eben nicht wirklich, und hat auch keinen wirklichen Ehrgeiz. Übrigens kann es an der Spitze einer Abteilung nur eine/n Abteilungsleiter/in geben, sprich auch viele Männer kommen nicht zum Zuge obwohl diese Männer "ehrgeizig sind, fachliches Know-how besitzen, ebenso wie Erfahrung und Führungskompetenzen. Sie möchten steuern, entscheiden, Verantwortung übernehmen, Mitarbeiter ins Boot holen. Sie haben alle die Eigenschaften, die ein Manager braucht."

Es können eben nicht alle Indianer Häuptling sein.

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underdog 17.06.2011, 09:29
2. ...

Kulturbruch?

Ein Kulturbruch wäre erreicht, wenn es nicht mehr überwiegend Männer wären, die in der Familie die finanzielle Hauptlast tragen. Ein Zustand, der durchaus auch von den Rollenerwartungen der Frauen mitgetragen wird und das männliche Konkurrenzdenken doch gerade erst befeuert. Daran wird eine Frauenquote in Spitzenpositionen auch nichts ändern - denn selbst beruflich erfolgreiche Frauen tendieren bei der Partnerwahl nach oben.

Abgesehen davon kann man nur immer wieder daran erinnern, dass Männer nicht nur berufliche Spitzenpositionen bekleiden, sondern auch in den Top25 der gefährlichsten und schmutzigsten Berufe ziemlich unter sich sind. Solange sich hier nichts ändert, müssen sich diejenigen, die nach der Frauenquote rufen, den Vorwurf der Rosinenpickerei zu Recht gefallen lassen.

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xzz 17.06.2011, 09:45
3. Art 3 Abs 3

Niemand darf wegen seines Geschlechtes (...) benachteiligt oder bevorzugt werden.

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acitapple 17.06.2011, 09:45
4. ...

interessant. also der männliche mitarbeiter, der karriere machen will, dies deutlich macht durch engagement, überstunden, freiwillige zusatzaufgaben usw., wird NICHT befördert. dafür wird die weibliche mitarbeiterin zum chef gemacht, die keine zeit hat sich zu engagieren, als erste das büro verlässt usw.! wirkt sich bestimmt super auf die motivation der anderen aus.

jedoch, selbstverständlich ist es kein beweis für führungsqualifikation, wenn jemand nur bis 20 uhr im büro bleibt und einfach nur "anwesend" ist.

ich sags nochmal: statt frauenquote lieber kostenlose kita-plätze für alle ! lasst doch auch mal kinder "systemrelevant" sein...

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Calex 17.06.2011, 10:06
5. Frauen oder Männer

Zitat von geishapunk
Ah, schon der zweite Thread. Es soll also wieder einmal bombardiert werden, damit die veröffentlichte Meinung die öffentliche Meinung beeinflusst. Das Foto über dem Artikel sagt im Grunde schon.....
Jedesmal wenn ich so einen Artikel lese stellen sich mir die Nackenhaare hoch. Es gibt auch mehr als genug Männer, die gerne Führungskraft wären, es aber nicht hinbekommen, weil sie eben nicht 15 Stunden am Tag arbeiten wollen und ab 16 Uhr den Feierabend geniessen wollen und oder als Familienväter auch mal mit dem Sohn auf den Fußballplatz wollen.

Ich bin selbstständig und insofern weiß ich, wie es ist auch mal mehr als die üblichen 8 Stunden zu arbeiten. Ich arbeite im Durchschnitt 10 Stunden und Wochenenden dazu.

Jeder Frau, die das gerne will, steht es frei sofort eine Führungsposition nämlich als Geschäftsführer zu übernehmen. Sie muss sich nur selbstständig machen! Ganz einfach!

Aber die Kehrseite der Medaille will niemand sehen. Frei nach dem Motto: Ja zu Frauenparkplätzen und Frauenquote, aber der Mann hat trotzdem der Frau die Tür aufzuhalten und die Rechnung beim Essen zu bezahlen.

Wer das eine will muss das andere in Kauf nehmen. So ist das nunmal im Leben.

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südd. 17.06.2011, 10:06
6. Nicht ganz

Zitat von acitapple
interessant. also der männliche mitarbeiter, der karriere machen will, dies deutlich macht durch engagement, überstunden, freiwillige zusatzaufgaben usw., wird NICHT befördert. dafür wird die weibliche mitarbeiterin zum chef gemacht, die keine zeit hat sich zu engagieren, als erste das büro verlässt .......
Akademikerfrauen mit Kind haben Akademikermann mit gutem Einkommen.
Das Geld für eine Betreuung des Kindes sollte dort doch keine rolle Spielen.

Die vielen Frauen die schlecht bezahlt zu ungünstigen Zeiten arbeiten hätten mehr Hilfe verdient.
Die Verlogenheit ist Grenzenlos man macht sich Gedanken um Vereinbarkeit dieser Wohlhabenden Frauen.
Auch Kitas haben Öffnungszeiten

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Libita 17.06.2011, 10:08
7. -

Wow. Den vorangegangenen Beiträgen habe ich wenig hinzuzufügen. Nur eine Sache noch: wie will die Autorin denn verhindern, dass die Quote eben doch nur den "Mannweibern" hilft, die ihrer Meinung nach eh nach oben kommen würden? Und inwiefern würde die Quote den Männern mit "weiblicher" Prioritätensetzung helfen?

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endbenutzer 17.06.2011, 10:12
8. Karriere?

Nehmen wir mal an, ein Mann in verantwortlicher Führungsposition möchte täglich das Büro um 15 Uhr verlassen, um die Kinder aus der Kita abzuholen oder fährt zwischendurch mal weg, weil das Kind mit Bauchschmerzen aus der Schule abgeholt werden muss. Wie lange wird dieser Mann wohl seine Führungsposition behalten?

Karriere zu machen bedeutet immer Abstriche zu machen im privaten Bereich. Im oberen Gehaltssegment gibt es eben Mehrarbeit und Dienstreisen und Meetings bis in die Nacht und Abendessen mit Geschäftspartnern etc. Frauen die eine Karriere im Management anstreben, sollten sich einfach besser über die Arbeitsbedingungen in diesen Etagen informieren.

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nintendo 17.06.2011, 10:13
9. es ist nicht aufgabe des staates.....

sich in privatwirtschaftliche belange wie einstellungsfragen, verguetungen usw. einzumischen. was ist das denn fuer eine anschauung?
jeder ist frei, sein gehalt und andere arbeitsbedingungen frei auszuhandeln.
das gejammer (mancher) frauen ist nicht mehr zum aushalten. kein wunder, dass die situation so ist wie sie ist.

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