Forum: Karriere
Erste Hilfe Karriere: Mischt die Männercliquen auf!

Frauenquote? Muss sein, auch wenn's Männern wehtut, findet Karriereberaterin Svenja Hofert. Vieles versperrt Frauen den Weg in Führungsjobs: etwa der Anwesenheitswahn oder familienfeindliche Arbeitszeiten. Aber all das ändert sich nur durch einen Kulturbruch - den die Quote erzwingt.

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endbenutzer 17.06.2011, 10:24
10. Karriere?

Nehmen wir mal an, ein Mann in verantwortlicher Führungsposition möchte täglich das Büro um 15 Uhr verlassen, um die Kinder aus der Kita abzuholen oder fährt zwischendurch mal weg, weil das Kind mit Bauchschmerzen aus der Schule abgeholt werden muss. Wie lange wird dieser Mann wohl seine Führungsposition behalten?

Karriere zu machen bedeutet immer Abstriche zu machen im privaten Bereich. Im oberen Gehaltssegment gibt es eben Mehrarbeit und Dienstreisen und Meetings bis in die Nacht und Abendessen mit Geschäftspartnern etc. Frauen die eine Karriere im Management anstreben, sollten sich einfach besser über die Arbeitsbedingungen in diesen Etagen informieren.

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notty 17.06.2011, 10:27
11. Rosinenpickerei

Zitat von xzz
Niemand darf wegen seines Geschlechtes (...) benachteiligt oder bevorzugt werden.
Was Sie nicht sagen. (Stimmt ja, ist GG)
Wo waren den die Anstrengungen zur Frauenquote, als es die Wehrpflicht in Deutschland gab?
Wieso gab es ein Frauenministerium, wieso gibt es fast nur noch Lehrerinnen??
Meine Damen, sie betreiben Rosinenpickerei, wie es gerade gefaellt und wie es gerade Vorteile bringt.

Ein HR-Leiter ueberlegt es sich zweimal, ob er eine Frau im gebaerfaehigen Alter fuer gehobene Positionen befuerwortet.
Bei den bestehenden Gesetzen etc. kann er dann gleich kostspielige Doppelbesetzungen einplanen.

Ueber Frauenquoten koennen nur Politiker, Frauenrechtlerinnen und andere, die nicht im internationalen Wettbewerb stehen, herrlich schwafeln.

Moege mir keiner mit den Argumenten zu Norwegen und anderen nordeuropaeischen Wirtschaftsgiganten kommen...die koennen sowas machen....taugen aber nicht als Beispiel.

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zappuser 17.06.2011, 10:27
12. Frau möchte Verantwortung übernehmen - bitte schön!

Verantwortung übernehmen heißt, gerade zu stehen für das, was schief läuft. Auch für das, was nicht erreicht oder nicht entschieden wird. Einschließlich Wiedergutmachung.
Das ist vielen Möchtegern-Chefs (nicht nur Frauen) nicht klar.

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BabelHuber 17.06.2011, 10:32
13. Wie kann man nur so naiv sein?

Also das schlägt den Faß nun wirklich den Boden aus!
Ich bin zwar kein Manager, und ich möchte auch keiner sein, aber auch bei mir kann es vorkommen, dass es mal brennt, und dann muss ich da sein, da gibt es dann halt keine Ausreden.
Wenn z.B. bei einem Kunden die Produktionsplanung nicht mehr funktioniert, weil das EDV-System stillsteht, dann kann es sein, dass am nächsten Tag auch die komplette Produktion stillsteht, wenn das Problem nicht über Nacht behoben wird.

Da können dann mal ganz geschmeidig jede Stunde Millionenkosten anfallen.
Und in einer solchen Situation sollen dann die Mitarbeiter heimgehen können?
Diese Frau hat echt keine Ahnung, was Verantwortung bedeutet.
Das heißt jetzt nicht, dass man jeden Tag 16 Stunden arbeiten muss, aber man muss halt mal einen Tag, ein paar Tage oder sogar ein paar Wochen da durch, wenn es nicht anders geht.

Wer das nicht verkraften kann, kann auch keine Stelle mit Verantwortung übernehmen. So einfach ist das.

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calido46 17.06.2011, 10:32
14. !!!

Ich behaupte einmal, daß in den meisten Fällen ohnehin die Stellen mit den Bewerbern besetzt werden, die das meiste Vitamin B haben, egal ob Mann oder Frau. In unserer Behörde werden Beurteilungen so geschrieben, daß man dann schon den/die auf dem Posten hat, die man haben möchte. Fachliche Qualifikation, Umgang mit Mitarbeitern u.ä. spielen oft nur eine untergeordnete Rolle. Radfahrer kommen eben schneller ans Ziel, egal ob Mann oder Frau! Und daran ändert auch eine gesetzlich geforderte Frauenquote nichts.

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zappuser 17.06.2011, 10:37
15. Frauen in Männerberufe!

Zitat von underdog
Kulturbruch? Abgesehen davon kann man nur immer wieder daran erinnern, dass Männer nicht nur berufliche Spitzenpositionen bekleiden, sondern auch in den Top25 der gefährlichsten und schmutzigsten Berufe ziemlich unter sich sind. Solange sich hier nichts ändert, müssen sich diejenigen, die nach der Frauenquote rufen, den Vorwurf der Rosinenpickerei zu Recht gefallen lassen.
Frauen in die Müllabfuhr, ins Bergwerk und Stahlwerk, in den Kampfpanzer, als Kapitänin aufs Schiff! Dann schließt sich übrigens auch die Verdienst-Lücke.

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henrywotton 17.06.2011, 10:40
16. unterirdisch

"Der Kampfgeist einer Frau ist meist eingeschränkt, wenn ihnen das Familien- und Privatleben wichtig ist und ihr Wunsch nach harmonischen Beziehungen stark"

Ich habe selten so einen sexistischen Dreck gelesen. SPON erweist Frauen mit derartigen Artikeln einen Bärendienst.
Es gibt auch Menschen(!) weiblicher Biologie, die weder Beziehungen noch Kinder interessieren und es gibt Menschen männlicher Grundausstattung, die gerne häuslich sind. Beides ist vollkommen legitim!

Nur sollte jedem Menschen klar sein, dass mensch dann eben Prioritäten im Leben setzen muss: Entweder-Oder. Ich will keine vorgesetzte Person, die um 15 Uhr geht und ansonsten nur über vollgesch ... Windeln und Schatzi referiert. Kann ich nicht ernst nehmen. Und Vorbildhaftigkeit ist auch etwas anderes. Wirtschaft ist nunmal kein Freizeitmutti-m/w-Häkelkreis.

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Calex 17.06.2011, 10:40
17. Frauen oder Männer

Zitat von geishapunk
Ah, schon der zweite Thread. Es soll also wieder einmal bombardiert werden, damit die veröffentlichte Meinung die öffentliche Meinung beeinflusst. Das Foto über dem Artikel sagt im Grunde schon alles aus. Das liest sich wie "Wasch mir.....
Jedesmal wenn ich so einen Artikel lese stellen sich mir die Nackenhaare hoch. Es gibt auch mehr als genug Männer, die gerne Führungskraft wären, es aber nicht hinbekommen, weil sie eben nicht 15 Stunden am Tag arbeiten und ab 16 Uhr den Feierabend geniessen wollen oder als Familienväter auch mal mit dem Sohn auf den Fußballplatz wollen.

Ich bin selbstständig und insofern weiß ich, wie es ist auch mal mehr als die üblichen 8 Stunden zu arbeiten. Ich arbeite im Durchschnitt 10 Stunden und Wochenenden dazu.

Jeder Frau, die das gerne will, steht es frei sofort eine Führungsposition nämlich als Geschäftsführer(in) zu übernehmen. Sie muss sich nur selbstständig machen! Ganz einfach!

Aber die Kehrseite der Medaille will niemand sehen. Frei nach dem Motto: Ja zu Frauenparkplätzen und Frauenquote, aber der Mann hat trotzdem der Frau die Tür aufzuhalten und die Rechnung beim Essen zu bezahlen.

Wer das eine will muss das andere in Kauf nehmen. So ist das nunmal im Leben.

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Parzival v. d. Dräuen 17.06.2011, 10:42
18. .

Zitat von xzz
Niemand darf wegen seines Geschlechtes (...) benachteiligt oder bevorzugt werden.
Nicht nur die Svenja Hofert im Artikel ruft offen zu einem Verfassungsbruch auf, sondern auch das Parteien-Kartell, wenn die Quote - sexistisch, biologistisch respektive rassistisch motiviert - eingeführt werden soll. Aber so lange die Verfassungsrichter aus dem gleichen Stall kommen, geht so ziemlich jede Schweinerei durch und der Rest kommt aus dem Verstecken und Hinterzimmern in Brüssel. Umso deutlicher diese den Parteienstaat definierende Praxis wird, umso griffiger ist die Legitimation aus GG Artikel 20, 4. Die Geschichte und die Legitimation schreibt dann wie immer der Sieger. Wahrscheinlicher ist aber für die Rentnerrepublik Deutschland, dass der sozialistische Ansatz einer Frauenquote ein paar Jahre mit Krediten und Luftgeldern finanziert wird.

Das Vereinbarkeitsargument Beruf/Kinder ist besonders leicht durchschaubar. Bei durchschnittlich 1,17 Kindern pro Frau ist nicht anzunehmen, dass im Berufsleben Legionen von Frauen durch den Nachwuchs am Fortkommen gehindert wären. Wahrscheinlicher ist, dass die Work-Life-Balance ähnlich dem Modell Grundschullehrerin ausfallen soll. Bis zum Mittag ein bißchen arbeiten und dann den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Die dabei entstehende Arbeitskultur kann man schon heute in Behörden beobachten, aber auch in Unternehmen, die Verantwortlichkeit outsourcen. Jeder weiß so ein bißchen, aber keiner ist zuständig.

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deedl 17.06.2011, 10:43
19. Hinter jedem erfolgreichen Mann ...

... steht eine Frau, die für einen entsprechenden Lebensstandard willig in Kauf nimmt, dass er länger arbeitet und sich nicht um den Haushalt kümmert.

Die Ansprüche an den modernen Mann sind in höchstem Maße widersprüchlich und nicht schlüssig zu erfüllen. Der Mann soll die Familie finanziell versorgen, aber länger im Büro bleiben als seine Mitarbeiterinnen darf er nicht. Er soll ein großes Auto haben, um die Familie mit Gepäck und Einkäufen von A nach B zu bringen, aber das Gerangel um den größten Firmenwagen muss der Vergangenheit angehören.

Solange die Damenwelt sich auf kein schlüssiges Rollenkonzept einigen kann, muss sie damit leben, dass Männer sich bei widersprüchlichen Ansprüchen nach der Dame richten, die ihnen am nächsten steht, und das ist nicht die Kollegin, sondern die Partnerin. Und wenn die sagt: "arbeite ruhig ne Stunde länger, das Geld können wir gebrauchen, ich hol schon mal die Kinder aus der Schule", dann hat die Kollegin, die keine Überstunden macht, Pech gehabt.

Wenn die Kollegin mit einem Mann, dem zu Hause der Rücken frei gehalten wird, damit er beruflich erfolgreich ist, konkurrieren will, muss sie sich selbst einen Partner suchen, der ihr den Rücken frei hält. Es ist ja nicht so, dass Überstunden bei der Frau automatisch bedeuten, dass das Kind bis 20 Uhr bei der Tagesmutter sitzt. Aber sie hat an ihren eigenen Mann ja scheinbar auch die Erwartung, dass er beruflich Erfolg hat, sonst dürfte er pünktlich Schluss machen um sich um die Kinder zu kümmern. Stattdessen muss er Überstunden machen, um mit seiner Karrierefrau mitzuhalten (was diese von ihm erwartet), was ihm seine Kolleginnen aber dann wieder übel nehmen.

Es sind also nicht die bösen Männer, die ihren Kolleginnen nix gönnen, weil sie keine Frauen mögen, sondern es sind die guten Männer, die alles tun, um den Erwartungen ihrer Partnerin zu genügen. Dass zusätzliche Arbeitsleistung die Kollegen (und Kolleginnen) dann in den Schatten stellt ist dann ein hinnehmbarer Kollateralschaden und hat überhaupt nichts mit dem Geschlecht der Kollegen zu tun.

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