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EU-Freizügigkeit: Polen hat Angst vor dem Brain Drain

Die letzten Schranken für osteuropäische Arbeitnehmer in Deutschland fallen nun. Dabei ist nicht nur vielen Deutschen mulmig zumute. In Polen fürchtet man die Abwanderung der besten Köpfe - wie zuletzt 2004, als Großbritannien und Irland ihre Arbeitsmärkte öffneten.

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heffer.wolf 02.05.2011, 09:17
40.

Zitat von woanders
Und selbst wenn heute noch die meisten Lehrstellen besetzt werden können, so sieht es für nächstes Jahr bei gleicher Wirtschaftsentwicklung schon sehr düster aus, besonders.......
Ich war auch mal Handwerker und habe auf dem Bau malocht. Damals in den 90´ern war das alles noch ok. Nach den ganzen Reformen ging es mit den Zeitarbeitsunternehmen los, man bekam nur noch befristete Zeitverträge, man war ein drittklassiger Leiher neben den Festangestellten, Arbeitsnomade, mal hier mal dort, wenig Geld für noch mehr Arbeit, Montage, Pendelei, Streß ohne Ende.

Dann wurde ich schwer krank, hab eine neue Ausbildung gemacht und bin jetzt Gott sei Dank weg vom Bau.
Der Verdienst ist zwar nicht besser, aber ich spare mir die teure Pendelei und einen Zweitwohnsitz, ich sitze warm und trocken und habe meine Ruhe. Insofern doch eine signifikante Verbesserung zu früher.

Damit will ich nicht sagen das mein alter Job schlecht war, das war er beileibe nämlich nicht, nur wird er von Arbeitgeber und Staat zu wenig geschätzt, hauptsache billig und hauptsache ordentlich in die Lohntüte greifen.
Unter diesen Gesichtspunkten verstehe ich schon voll und ganz das die Jugend da keinen Bock mehr drauf hat, hätte ich auch nicht mehr....

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jimknopf107 02.05.2011, 09:20
41. ...

Zitat von firem
Oder doch nur eine nationalistische Presse, die im Spiegel für´s Ganze gehalten wird? Deutschland braucht billige Lohnsklaven, damit sie selbst nicht arbeiten brauchen. Die Löhne polnischer Tagelöhner haben schon die ostelbischen Junker erfreut.
Vor allem brauchen Deutsche Unternehmer die billigen Lohnsklaven, um ihre Produkte (eingekauft über die billigen Arbeiter zu Ost-Dumping-Preisen) auf West-Niveau wieder verkaufen zu können. Die selbe egoistische Raffgier-Mentalität hatten die Plantagenbetreiber in den Amerikanischen Südstaaten auch - durch diese Haltung war das Land dann gesamtwirtschalftlich so schwach entwickelt, dass sie den Bürgerkrieg letztlich verloren haben. Tja, die Geschichte wiederholt sich eben, weil die Toten nicht mehr sprechen können.

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Jackie Treehorn 02.05.2011, 09:26
42. Die Mauer muss her, die Mauer muss her.....

Zitat von famulus
Deutschland lebt in dem Wahn, durch Zuwanderung seine Probleme zu lösen und lässt seine autochthonen Akademiker, deren Ausbildung der Steuerzahler auch noch finanziert hat, ins Ausland ziehen. Das ist doch eine ganz tolle Politik! Oder?
Was wollen sie tun? Die Mauer wieder errichten? Ausreiseverbot für Akademiker?
Besser wäre es wenn der Staat nicht so tief in die Taschen seiner Bürger langt. Weniger sozialistische Umverteilung und mehr Freiheit und Eigenverantwortung wäre angesagt.
Den Sozialstaat ausmisten, dann bleibt denen die Arbeiten, mehr von ihren Löhnen und die welche bisher bequem von Staatsknete gelebt haben, müssen dann um überleben zu können auf die Spargelfelder.
Das wird allerdings nicht passieren, da es mittlerweile eine zu große Lobby derer gibt, welche von der Geld-Umverteilung profitieren.

Deshalb wandern auch viele die die Party bezahlen müssen lieber aus, denn im Ausland lebt es sich besser. Ich habe das so gemacht und nicht bereut. Irgendwann wird der Sozialstaat sich nicht mehr finanzieren können und dann implodiert das System sowieso.

Da ist es besser sein Kapital vorher in sichere Länder zu überweisen.

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famulus 02.05.2011, 09:40
43. Blödsinn

Zitat von Rooo
Was sollte man denn dagegen unternehmen? Den Ärzten ihren Pass wegnehmen, damit die nicht mehr auswandern können?
Dieser Vorschlag ist doch Blödsinn, wie Sie zwischenzeitlich vielleicht selbst gemerkt haben. Die Lösung ist: den Absolventen genau dieselben sozialen und finanziellen Möglichkeiten bieten, wie das in den Ländern getan wird, wohin sie wandern.

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Mulcahy 02.05.2011, 10:08
44. xxx

Zitat von famulus
Bekannterweise wandern viele Mediziner nach Absolvierung ihres in Deutschland vom Steuerzahler finanzierten Studiums ins Ausland ab. Schweiz, Skandinavien, Großbritannien sind die hauptsächlichen Ziele. Und bekannterweise kommen viele Mediziner aus der Tschechei, Polen und woanders her nach .....
es studieren in der zwischenzeit sehr viele deutsche studenten medizin in österreich, von ö finanziert, die dann nach d zurückkehren werden. zumindest sagen sie das.

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Mulcahy 02.05.2011, 10:13
45. xxx

Zitat von jimknopf107
Vor allem brauchen Deutsche Unternehmer die billigen Lohnsklaven, um ihre Produkte (eingekauft über die billigen Arbeiter zu Ost-Dumping-Preisen) auf West-Niveau wieder verkaufen zu können. Die selbe egoistische Raffgier-Mentalität hatten die Plantagenbetreiber in den Amerikanischen Südstaaten auch - durch diese Haltung war das Land dann gesamtwirtschalftlich so schwach entwickelt, dass sie den Bürgerkrieg letztlich verloren haben. Tja, die Geschichte wiederholt sich eben, weil die Toten nicht mehr sprechen können.
das stimmt so nicht ganz.

die nordstaaten konnten auf unbegrenzte einwanderer zurückgreifen, die sogar frisch vom schiff angeworben wurden, die südstaaten litten unter einer seeblockade.

die südstaaten waren ein agrarstaat, die nordstaaten industriell orientiert. glauben sie tatsächlich, dass es den fabriks- bergwerksarbeitern im norden so viel besser gegangen ist als sklaven?

das unerwartet war, dass die südstaaten so lange den krieg durchgehalten haben.

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s.maier75 02.05.2011, 12:12
46. Jetzt muss der Mindestlohn her

Ich finde jetzt, wo jeder zum Arbeiten nach Deutschland kommen kann, brauchen wir endlich einen flächendeckenden Mindestlohn. Ich bin ja mal auf die Diskussion heute Abend gespannt, ob Herr Ernst sich gegen Frau Ostermann von der Union durchsetzen kann: http://on.fb.me/gnPIns

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biobanane 02.05.2011, 12:31
47. .

Zitat von Mulcahy
die südstaaten waren ein agrarstaat, die nordstaaten industriell orientiert. glauben sie tatsächlich, dass es den fabriks- bergwerksarbeitern im norden so viel besser gegangen ist als sklaven? .
Das ist mal wieder so eine Aussage. Bitte das nächste mal vorher überlegen, was man damit ausdrücken will. So ist es einfach eine Verharmlosung der Sklaverei und könnte ganauso von einem Sklavenhalter gesagt worden sein.

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marypastor 02.05.2011, 19:50
48. Naja, die besten Kopfe

Zitat von sysop
Die letzten Schranken für osteuropäische Arbeitnehmer in Deutschland fallen nun. Dabei ist nicht nur vielen Deutschen mulmig zumute. In Polen fürchtet man die Abwanderung der besten Köpfe - wie zuletzt 2004, als Großbritannien und Irland ihre Arbeitsmärkte öffneten.
natuerlich nicht. Wer gut ist und was drauf hat, verdient auch in seinem Heimtland gut. Er bleibt also. Die, die gehen, sind die weniger qualifizierten. Und das Bedauerliche hierbei: sollten sie einen Job im Ausland bekommen, leben sie meistens im Wohnwagen oder in einer Absteige und schicken das Geld nach Polen. Es geht also der deutschen Wirtschaft verloren.

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desertmole 02.05.2011, 20:08
49. Was für ein brain drain?

Zitat von firem
Oder doch nur eine nationalistische Presse, die im Spiegel für´s Ganze gehalten wird? Deutschland braucht billige Lohnsklaven, damit sie selbst nicht arbeiten brauchen. Die Löhne polnischer Tagelöhner haben schon die ostelbischen Junker erfreut.
Ich als Arbeitnehmer habe sie nicht gerufen, sondern mache mir jetzt nur mehr Sorgen um meinen Arbeitsplatz, meine Kinder sind noch zu jung um auf den Strich zu gehen und meine Frau hat kein Bok auf Hartz vier. Bin schon am malochen für Euro 7,50 wo ich vor 25 Jahren für den gleichen Job 23 DM bekommen habe, wie tief soll es noch gehen mit all den Tagelöhnern aus dem Osten und unseren geldgeilen Arbeitegbern auf der anderen Seite.

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