Forum: Karriere
Ex-Abgeordnete Anna Lührmann: Einmal Sudan und zurück

Mit 19 ging sie für die Grünen in den Bundestag, als jüngste Abgeordnete aller Zeiten. Für zwei Jahre hat Anna Lührmann mit ihrem Mann, deutscher Botschafter, in Khartum gelebt und ist jetzt zurück in Deutschland. Hier erzählt sie über ihre Erfahrungen als Studentin, Politikerin, Diplomatengattin im Sudan.

Seite 3 von 3
von Czekus 14.07.2011, 09:04
20. Artikel und Menschen

die die Welt nicht braucht. Am Fall Lührmann sieht man, wie fertig Deutschland ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
guideline 14.07.2011, 09:57
21. Ex-Abgeordnete mit neuen Erkenntnissen?

Zitat von sysop
Mit 19 ging sie für die Grünen in den Bundestag, als jüngste Abgeordnete aller Zeiten. Für zwei Jahre hat Anna Lührmann mit ihrem Mann, deutscher Botschafter, in Khartum gelebt und ist jetzt zurück in Deutschland. Hier erzählt sie über ihre Erfahrungen als Studentin, Politikerin, Diplomatengattin im Sudan.
Kandidiert sie jetzt nach ihren facettenreichen Auslandserfahrungen nun bald wieder für den Bundestag, um ihr Politik-Studium fortzzuführen und finanzieren zu können und promoviert dann mit ihren breitgefächerten Erkenntnissen noch über den deutschen Föderalismus?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herrprotocol 13.11.2012, 19:18
22. was soll das denn ???

Habt ihr noch alle … ??? Wie kann man so negativ und voreingenommen sein? Frau Lührmann so unanständig mit Klischees zu belegen ist ja wohl das hinterletzte. Na klar, Staudämme zu bauen ist auch im Sudan körperlich anstrengender als Geistesarbeit - so wie Gartenarbeit in Berlin, Hamburg, aber auch New York, Moskau und sonst wo. Ja, natürlich kann man wie Frau Lührmann in Khartum über den Markt gehen, einkaufen und auch essen gehen. Aber es ist dennoch weitaus riskanter insbesondere bei Dunkelheit, als in Berlin, Hamburg ... . Ich habe Herrn Eberl u.a. bei einem Zwischenstopp auf einer Reise nach El Geneina (Darfur) in El Fasher getroffen. Sein verspäteter Anschlussflug brachte ihm eine längere Pause (bei ca. 60° !) ein. Ich habe kaum jemanden so unkompliziertes wie ihn unter den mehreren hundert Diplomaten, die ich kennen lernen durfte gesehen, ohne Bodyguard, dafür mit Jeans und Rucksack. Und seine großartige Gattin, die nicht häkelnd im vollklimatisierten Club in Khartum ihr eingeflogenes Kellog´s Müsli im Kreise der Erlauchten naschte, sondern ab vom Protokoll sich weiter bildete und im Auftrag der Vereinten Nationen beim Aufbau demokratischer Strukturen, hervorragende Entwicklungshilfe - im wahrsten Sinne des Wortes! - leistete, ohne dabei die einheimische Kultur zu missachten, sondern, ganz behutsam, Frauen Mut und Motivation vermittelte sich im gegebenen Rahmen politisch zu engagieren. Frau Lührmann, die ich bei einem Empfang des Botschafters zum Tag der deutschen Einheit kennen lernen durfte, sprudelte vor Lebenslust und Tatendrang. Sie hat, trotz ihrer relativ wenigen Lebensjahren, ein unglaublich sicheren Auftritt. Sie steckt eben nicht in einem Korsett, dass sie als "Frau Botschaftergattin" sich selbst genügt. Ich (einfacher Mensch, der für ein paar € zusätzlicher Auslandsspesen zu meinem Durchschnittsgehalt dort auf Montage war) freue mich über genau solche jungen Menschen wie Frau Lührmann. Auch über ihre Entscheidungen wie "kein Berufspolitiker" zu werden, in der Universität in Khartum ein weiteres Mal zu studieren und sich bei den VN zu engagieren so leidenschaftlich einzusetzen halte ich für besonders gut. Sicher stell sie ihr Licht in ihrem eigenen Buch eher unter den Scheffel, als dass sie sich für irgendetwas rühmt.
Ich bin weder ein Freund noch ein Wähler von Frau Lührmann. Aber ich ärgere mich, wenn man Wortklauberei betreibt, oder gar aus Neid Wahrheiten verfälscht. Ich war nur acht Monate dort und hätte auch vieles zu berichten, aber auch ich habe keinen Völkermord dort gesehen, obwohl ich „Einblick“ hatte (man konnte Bashir ja auch mangels Beweisen für Genozid nicht verurteilen, trotz aller Bemühungen). Ja, Korruption ist dort fast eine Parallelwährung! Ja, der Sudan ist ein „Schurkenstaat“, aber er ist souverän. Nein, man musste nicht zu den Briten gehen um ein Bier zu trinken, das konnte (fast) jeder mit dem deutschen Botschafter, bis (ich glaube es waren Sudanesen!) es einige übertrieben. Dann wurde diese Veranstaltung bei der es für „geladene Gäste“ etwas eingeschränkt – absolut korrekt, wenn man das miterlebt hat. Ich bin mir ganz sicher, dass es eine andere Berichterstattung, wohlmöglich gar keine „Stürmung“ der deutschen Botschaft gegeben hätte, wenn Herr Eberl im September 2012 noch vor Ort gewesen wäre.
Falls ihr „Miesepeters“ meinen Kommentar lesen solltet, überdenkt doch bitte nochmal, ob man so über das ehemalige Repräsentanten-Ehepaar der Bundesrepublik Deutschland im Sudan reden/schreiben muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 3