Forum: Karriere
Expat-Ehefrauen: Wenn mit 27 beruflich Schluss ist
Privat

Sie haben eine exzellente Ausbildung, einen guten Job - und folgen dann ihrem Partner ins Ausland. Wie gehen Frauen damit um, wenn sie als Expats ihre Karriere aufgeben?

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Marellon 18.05.2019, 13:29
1. Unverschämte, arrogante Geringschätzung

Es ist eine unverschämte, arrogante Geringschätzung zu schreiben, diese Frauen - oder Hausfrauen ganz allgemein und egal wo - "arbeiteten" nicht. Diese Frauen arbeiten sehr wohl und in den meisten Fällen mit größerem Sinn und Nutzen als manche Angestellte in manchem Unternehmen. Korrekt ist es zu schreiben, sie seien nicht erwerbstätig. Noch übler ist es, dass dieser Text von einer - was wohl? - Frau verfasst worden ist. Wenn die Frau Journalistin bitte ihre Terminologie anpassen würde. - PS. Ich erführe gerne den Namen der "renommierten Business-School in Paris", die man mit 21 Jahren "erfolgreich abschließt"...

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coyote38 18.05.2019, 13:41
2. Nervig ...

Warum muss eigentlich immer so getan werden, als ob es für die Frauen ein geradezu unmenschliches Opfer darstellen würde, an der Seite eines erfolgreichen Mannes ohne jegliches Zutun die ganze Welt zu sehen. Die Damen müssen nicht arbeiten, bekommen höchstwahrscheinlich eine (oder mehrere) Haushaltshilfen und der werte Gatte schleppt sackweise das Geld nach Hause. Wahrlich kein Schicksal, was mir die Tränen in die Augen treibt. —- Interessant zu lesen wäre mal gewesen, was die Damen denn tatsächlich alleine und ohne ihre Männer auf die Beine gestellt und erreicht haben ...? Ich bezweifle ganz stark, dass sie über einen Quotenjob im ÖD hinaus “erfolgreich” gewesen wären ... ^^

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spmc-12355639674612 18.05.2019, 13:44
3. Sorry, liebe Ehefrauen,

aber solange Frauen sich selbst aufgeben, um den Partner als Anhängsel ins Ausland zu folgen und fürchten zu müssen, dort auf die Rolle eines Kindermädchens reduziert zu werden, wird das nichts mit der Emanzipation.
Warum bleiben sie nicht einfach dort, wo sie selbst eine eigene Zukunft haben? Die Männer verdienen i. d. R. genug, um zwei- oder dreimal im Monat nach Hause zu fliegen.
Gibt es eigentlich auch Männer, die ihren Ehefrauen als Hausmann ins Ausland folgen? Wie auch immer, der Anteil dürfte gering sein.

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awoth 18.05.2019, 13:44
4. Sorry,

aber das ist doch wieder mal so eine mainstream Geschichte: Der böse weisse Mann entführt die gute weisse Frau und hindert sie daran, ihre mit 21 so erfolgreich begonnene Karriere im. Buisiness Bereich zu ungeahnten Höhenflügen zu bringen!

Puh! Gähn!

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svizzero 18.05.2019, 13:54
5. Mir kommen die Tränen....

.... und wieder eine zu Tränen rührende Geschichte über die ach so benachteiligten Frauen. Fakt ist, diese Frauen unterwerfen sich dem Diktat ihrer Männer und bleiben "wegen der Liebe und der Kinder" in unerfüllten Beziehungen. Sprechen wir doch Klartext. Jede dieser Frauen könnte jederzeit einfordern, dass der nächste Lebensabschnitt nicht durch ihren Mann sondern durch sie bestimmt wird. Aber eben, Kohle, Dienstangestellte, schönes Zuhause, exklusive Kreise, usw. scheinen immer noch mehr zu zählen als Selbstbestimmung. Trotz bester Ausbildung wagen diese weiblichen Wesen es nicht, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Da bewundere ich manche alleinerziehende Mutter, die sich, und ihre Kinder, mit einfachen Jobs durchbringt. Diese Frauen haben wenigstens Grösse und Stolz, auch wenn es für viele nicht einfach ist.

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hisch88 18.05.2019, 14:08
6.

Zitat von spmc-12355639674612
aber solange Frauen sich selbst aufgeben, um den Partner als Anhängsel ins Ausland zu folgen und fürchten zu müssen, dort auf die Rolle eines Kindermädchens reduziert zu werden, wird das nichts mit der Emanzipation. Warum bleiben sie nicht einfach dort, wo sie selbst eine eigene Zukunft haben? Die Männer verdienen i. d. R. genug, um zwei- oder dreimal im Monat nach Hause zu fliegen. Gibt es eigentlich auch Männer, die ihren Ehefrauen als Hausmann ins Ausland folgen? Wie auch immer, der Anteil dürfte gering sein.
Kenne auch nur einen Fall. Der Mann hat seine Firma IT-Bereich aufgegeben und ist mit Frau und 2 Kindern nach Afrika.

Das Dumme an der Geschichte war, dass er als IT-ler dort in der ausländischen Kommunity länger und viel mehr arbeiten konnte(musste ?) um die ganzen PC und Software Probleme vor Ort zu lösen, während seine Frau für ein staatliches Entwicklungshilfprojekt fast nichts zu tun hatte.

So verrückt kann es auch laufen.

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Jolande9 18.05.2019, 14:10
7. Problematisch vor allem...

... dass vielen (meist Männern) zB. im mittleren Management international agierender Firmen nichts anderes, als ins Ausland zu gehen wenn die Firmen dies wünschen - und das meist für eine befristete Zeit von zB. 2 Jahren. Nach zwei Jahren dreht sich das Karussel weiter. Für die Familien bedeutet das, dass sie sich nirgendwo niederlassen können, sich nur in den Kosmos der Expats integrieren können, zB. im Umfeld internationaler Schulen. Mit "Ausland" hat das meist nichts zu tun.
Die Väter haben dadurch wenigstens den Benefit der zufriedenstellenden Berufstätigkeit mit den entsprechenden Altersbezügen. Die Frauen sind damit beschäftigt, die Kinder irgendwie durch diese Situation zu manövrieren. Häufig bleiben Frau und Kinder nach dem 2. oder 3. Mal einfach in D, oder die Kinder gehen ins Internat.

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markus_wienken 18.05.2019, 14:16
8.

Zitat von awoth
aber das ist doch wieder mal so eine mainstream Geschichte: Der böse weisse Mann entführt die gute weisse Frau und hindert sie daran, ihre mit 21 so erfolgreich begonnene Karriere im. Buisiness Bereich zu ungeahnten Höhenflügen zu bringen! Puh! Gähn!
So ist es, wenn ich schon lese:
"Welches Leben das sein würde, entschied die 51-Jährige nicht selbst. Das taten die Chefs ihres Mannes."
Also in meiner ersten und der jetzigen Ehe haben wir unsere Zukunft gemeinsam geplant und uns unsere Ziele gesteckt.

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hisch88 18.05.2019, 14:24
9.

Wie schon öfters vermerkt im Forum, war auch ich knapp 30 Jahre in Zentral-China mit zusätzlichem Büro in Shanghai als Expat tätig und hab sehr oft mit ansehen müssen wie viele internationale Ehen in allen Alterskategorien (in einem Fall besonders schmerzlich für mich zu sehen, Frau mit 3 Kindern unter 10) dort kaputt gegangen sind, weil die Männer sich den Sekretärinnen nicht erwehren konnten oder wollten.

Die Frauen sollten sich darüber vorab schon im klaren sein, dass die Trennungsrate (oder das Fremdgehen der Männer im Ausland) oft schneller von statten geht als man denkt. Und dann stehen sie beruflich und familiär vor einem Trümmerhaufen und oft noch mit Kindern.

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