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Expat-Ehefrauen: Wenn mit 27 beruflich Schluss ist
Privat

Sie haben eine exzellente Ausbildung, einen guten Job - und folgen dann ihrem Partner ins Ausland. Wie gehen Frauen damit um, wenn sie als Expats ihre Karriere aufgeben?

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mazzmazz 19.05.2019, 07:30
50. Nix Neues

In meinem Umfeld gibt es einige Ex-Pats und Ex-Ex-Pats.
Einige der hier von denjenigen, die das auch mach(t)en geposteten Kommentare treffen die Sache wohl ganz gut.
Es ist nicht alles einfach, insbes. für den Partner.
Allerdings sehe ich das Thema Trennung / Hausmädchen als durchaus vergleichbar an mit beruflich erfolgreichen Leuten, die in ihrem Land bleiben. Da gibt es dann eben Trennung / Sekretärin.
Ich für meinen Teil kenne die Herausforderung längerer Auslandsaufenthalte mit Familie zwar nicht, da ich bislang glücklicherweise stets DACH als Homebase hatte, aber ich reiste beruflich schon immer sehr viel und war bereits kurz nach dem Studium Führungskraft. Längere (2-3 Monate) Trennungen von der Familie, fast schon Attacken zu nennende Avancen junger Mitarbeiterinnen.
Meine Frau gab nach der Geburt unserer Jüngsten ihren Beruf auf, weil sie ihn ohnehin (viel Reisen) nicht mehr ausüben konnte und wollte. Sie sucht nun wieder. Die finanzielle Abhängigkeit ist jedoch da. Das ist dann zwischen den Partnern für den Trennungsfall fair zu regeln. Verhindern lässt sich das weder in Dubai, China, Korea noch in Deutschland.
Nun besprechen wir gerade die dauerhafte Migration. Wir haben beide viel gesehen und schließen somit Asien und Südamerika bewußt aus.
Es wird wohl in Richtung USA gehen, woher ein lukratives Angebot winkt.
Nach vielen jahren Tätigkeit ist dort ein Netzwerk vorhanden, auch an deutschen Migranten, die dort bewußt hingezogen sind und dann eine Existenz aufgebaut haben. Diese Leute sind ohnehin integriert.
In Asien hingegen findet man eher noch die klassischen Ex-Pats in ihren Langnasenghettos, die eine gewaltige Gehaltssteigerung und die privaten Annehmlichkeiten mit Bediensteten und großen Luxuswohnungen gerne mitnehmen, dabei aber oft, insbes. die Partner, veröden.
Viel Arbeit, viel Alkohol, viel private Langeweile.
Daher würde ich mir als jüngerer Manager sehr genau überlegen, was ich vom Leben will. Ex-Pat ist erst mal sexy, aber man opfert auch viel, wenn man für eine 80h Woche in Asien das heimische Umfeld aufgibt.
Ganz ehrlich: dafür war ich auch einfach immer zu faul. Es gab für mich auch in DACH die Möglichkeit, mehr als nur sehr ordentlich Geld zu verdienen und dabei meine Komfortzone nur erweitern und nicht völlig aufgeben zu müssen.
Es war allerdings neben Leistung auch viel Glück im Spiel.
Wer heute beruflich richtig weiterkommen möchte, hat kaum noch eine Wahl, denn D wird immer unattraktiver, enger und knauseriger.
Ich würde nur empfehlen, das Zielland sehr genau auszuwählen. China, Korea, Deutschschweiz, Japan sind für den privaten und auch beruflichen Bereich schon extrem herausfordernd.
Dann doch eher Singapur oder USA, finde ich persönlich.

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jkbremen 19.05.2019, 08:07
51.

Frauen, die einen guten Job aufgeben um einem Partner irgendwohin zu folgen sind verrückt.
Noch verrückter ist zu glauben dass eine Ehe oder bisher glückliche Verbindung ewig halten muss. Von daher sind Frauen die ihren Job für einen Partner aufgeben vollkommen naiv.
Frauen müssen von Partnern verlangen dass diese ihr berufliches Fortkommen in die eigene Karriereplanung einbeziehen, oder sie sollten sich von dazu nicht gewillten Partnern trennen.

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Wirbelwind 19.05.2019, 08:18
52. Von Expat-Ehefrauen habe ich überwiegend Negatives gehört

Von Expat-Ehefrauen habe ich überwiegend Negatives gehört. Aber wahrscheinlich kehren nur diejenigen nach Deutschland zurück, die unzufrieden sind, während die Zufriedenen für immer im Ausland bleiben. Unter denjenigen, die nach jahrelangen Auslandsentsendungen zurückgekehrt sind, dominieren meiner Beobachtung nach aber ganz klar die kaputten Familien.

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Flying Rain 19.05.2019, 08:51
53. Hm

Hm ich kann ja eigentlich nur erespondek zustimmen. Ich habe auf die ganze Sache freilich einen vollkommen anderen Blick da ich als Monteur weltweit an den jeweiligen Standorten nur weniger Wochen oder einige Monate verbringe (Wartung/ Neuaufstellungen) aber seine Aussagen treffen wirklich auf die meisten Expats zu auf die ich getroffen bin. Egal in welchem Land und aus welchem Land. Mag zwar hart klingen aber viele dieser Begleiterinnen/Begleiter könnten aber wollen schlichtweg nicht im jeweiligen Land beruflich eigene Wege gehen weil es schlicht zu entspannt ist. Es ist einfach reizvoller in asiatischer Metropole X an einem Dienstag Vormittag über die Märkte zu ziehen wärend die Kids in der Schule sind und die Hausangestellten die Bude schmeißen. Zusätzlich wird dann noch irgendwas hinterhergeworfen wie dass man ja so gut zu seinen Angestellten ist weil das Kindermädchen ja zwei mal im Jahr für ne Woche ins Heimatland fliegen kann um seine Kids und Family zu sehen.... da geht einfach das Wunschdenken bei den deutschen Schreiberlingen und die Realität weit weit auseinander.

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muckp 19.05.2019, 09:00
54. @qlcasa: 26. Klischees und Gemeinplätze

Ihre Geschichte ist zwar schön und mutig aber hat recht wenig mit dem Artikel zu tun. Sie sind Auswanderer (so wie ich auch) aber wurden nicht von Ihrer Firma ins Ausland versetzt. Ich denke mal, dass es für viele Expats (hab noch nie von dem Wort gehört aber ok) ein Muss ist weil es sonst mit der Karriere vorbei ist. Einmal abgelehnt und Tschüß. Im Artikel geht es darum wie die Partner/innen damit umgehen wenn sie mehr oder weniger gezwungen ihre Arbeit/Karriere aufgeben müssen und neu anfangen sollen. Manche machen was draus, andere eben nicht.

Ich wurde damals nicht versetzt aber habe mich versetzen lassen um zu meiner damaligen Freundin ziehen zu können. Kinder waren noch nicht im Spiel. Jetzt sind die auch aus dem Haus und ich könnte mir vorstellen nochmals auszuwandern. Meine damalige Freundin, inzwischen Ex-Frau, hab ich auch einiges zugemutet. Von Augsburg über Frankfurt nach München. Da hat man zwar kein Kultur-Schock (na gut, außer von Bayern nach Hessen aber immerhin ist die Sprache einigermaßen ähnlich) aber ansonsten muss man auch immer wieder seine soziale Netze neu aufbauen. Ich hatte den Job und meine Frau musste sich was neues suchen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Versetzung als Familie ins (außer)Europäischen Ausland wesentlich schwieriger ist vor allem wenn Kinder im Spiel sind und Studiumsabschlüsse nicht anerkennt werden. Das hier die Frau wieder als "die Dumme" hingestellt wird der ihren Mann folgen muss, finde ich nicht richtig. Die heutige Frau ist intelligent genug um sich wehren zu können oder es als eine Herausforderung anzusehen. Ich gehe davon aus, dass die im Artikel erwähnten Expats gutbezahlte Jobs haben und die mitgekommene Partner/innen viele Möglichkeiten haben sich verwirklichen zu können. Und eine neue Aufgabe muss nicht immer mit Geld entlohnt werden: ein Danke schön und eine gute Freundschaft sind manchmal mehr wert als alles Geld auf der Welt.

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hinz.und.kunz 19.05.2019, 09:16
55.

Zitat von svizzero
[...]Da bewundere ich manche alleinerziehende Mutter, die sich, und ihre Kinder, mit einfachen Jobs durchbringt. Diese Frauen haben wenigstens Grösse und Stolz, auch wenn es für viele nicht einfach ist.
Die würden sicher gerne tauschen

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Einhorn 19.05.2019, 09:40
56.

Zitat von saftfrucht
2) In den meisten Ländern (exoten wie Papua Neuguinea oder Sierra Leone vielleicht mal ausgenommen) wie China, USA oder dergleichen können Partner von Expats völlig problemlos arbeiten wie ihre entsendeten Partner auch.
Eine Arbeitserlaubnis fällt - vor allem in USA und "dergleichen" - absolut nicht vom Himmel. Im Gegenteil, in New York z. B. hat sich nahezu eine "Volunteer-Wirtschaft" entwickelt, weil es einfach nicht an Nachschub mangelt.

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jo.delanghita 19.05.2019, 09:42
57. ein tendenzioeser artikel ..............

der die armen frauen als opfer ihrer "erfolgreichen" ehemaenner darstellt. nunaechstmal muss kein partner mit seinem partner ins ausland gehen. man(n)/frau kann auch da bleiben wo man ist. und, kein geld verdienen. normalerweise verdienen die maenner wesentlich mehr als zu hause. und damit sind dann die "damen" bestens ausgelastet. und weiter, mit kindern, z.b. 4, wie hier erwaehnt, ist das arbeiten in dtld auch nicht einfach wenn ueberhaupt moeglich, u. in einigen laendern ist das leben mit kindern einfacher. und arbeiten, ja der beruf als lehrerin ist schon zum arbeiten im ausland sehr gut. und ob man im ausland arbeiten kann weiss man vor jedem neuen job. und wer das nicht will muss nicht gehen. und wem die kinder zu viel sind, der/die sollte sich keine anschaffen. das gild fuers ausland aber auch fuer zu hause. der artikel ist hochgradig tendenzioes. ausgewogen waere gewesen wenn man die vielen positiven dinge des expat-lebens auch darbestell haette.

.......... seit 40 jahren im ausland u. in 20 laendern gearbeitet.

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jo.delanghita 19.05.2019, 09:46
58.

Zitat von markus_wienken
So ist es, wenn ich schon lese: "Welches Leben das sein würde, entschied die 51-Jährige nicht selbst. Das taten die Chefs ihres Mannes." Also in meiner ersten und der jetzigen Ehe haben wir unsere Zukunft gemeinsam geplant und uns unsere Ziele gesteckt.
"Welches Leben das sein würde, entschied die 51-Jährige nicht selbst. Das taten die Chefs ihres Mannes."
***
das ist natuerlich kompletter unsinn. niemand muss irgendwo hingehen. und niemand MUSS irgendwohin mitgehen.

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jo.delanghita 19.05.2019, 09:50
59. wundervoll formuliert ..........

Zitat von Sokrates II
Das das Leben eines Expat und seiner Familie nicht in das Weltbild des durchschnittlichen Spiegelleser passt, ueberrascht natuerlich nicht. Das gute daran ist, dass weil es eben nicht vielen gegeben ist, alle 2-3 Jahre den Arbeitsort zu wechseln, eine Taetigkeit im Ausland in der Tat auch sehr gut entlohnt wird. Ich bin mit meiner Frau (abgeschlossenes Studium) seit 1992 ununterbrochen weltweit fuer einen deutschen Grosskonzern im Einsatz. Es ist fuer uns das erfuellteste Leben, welches man sich nur vorstellen kann. Ausser dem finanziellen Gesichtspunkt, ist es die Moeglichkeit, die Welt wirklich mit eigenen Augen kennen zu lernen. Es ist bereichernd in fremden Kulturen zu leben und zu arbeiten und erweitert definitiv den geistigen Horizont. Was nun meine Frau betrifft, ist Sie in der Tat nicht mehr in ihrem erlernten Beruf taetig. Da Sie aber genug persoenliche Interessen hat, kann ich versichern, dass ihr Langeweile oder Unproduktivitaet ein Fremdwort sind. Wir haben auch unseren Lebensmittelpunkt seit vielen Jahren nach Suedamerika verlegt, sitzen im Moment beim Fruehstueck auf unserem Balkon mit direktem Blick auf den Atlantik und amuesieren uns darueber, dass man sich in Deutschland den Kopf ueber das Leben der Anderen zerbricht.
wundervoll formuliert und ich schauen auf das suedchinesische meer und freue mich das es so schon warm ist.

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