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Fachkräftemangel: In 96 Berufen wird das Personal knapp
DPA

Mechatroniker, Zahnarzthelfer, Pfleger, Erzieher - in welchen Berufen Fachkräfte fehlen, rechnet eine neue Studie vor. Es könnte helfen, wenn Teilzeitkräfte mehr arbeiten.

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cabeza_cuadrada 14.07.2015, 10:05
100. mit Verlaub

Zitat von susanb
Komisch, dass angeblich in der IT-Branche Fachkräftemangel herrscht? Wie kann es dann bitte sein, dass mein Bruder mit einem Master in Wirtschaftsinformatik, 1er-Abschluss, händeringend nach Arbeit gesucht hat und jetzt aus lauter Verzweiflung in einer Firma gelandet ist, wo zwar lauter nette Leute arbeiten, er aber nur einen Zeitvertrag zum Mindestlohn bekommen hat? So verzweifelt kann die Situation nicht sein, wenn das nach einem jahrelangen Studium passiert. Es ist ja wohl eher so, dass Arbeitgeber nicht mehr bereit sind, für die Arbeit zu zahlen, die der Arbeitnehmer bereitstellt. Und das ist es, was man in allen Bereichen sieht! Arbeitskräfte sollen nun mal billig und willig sein und wenn sie es nicht sind, wird halt gejammert, dass kein qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Also, hört mal auf, hier diese Märchen zu verbreiten, die in diesen Studien erfunden werden - wie heißt es immer so schön? Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
mit einem Master in Wirtschaftsinformatik, 1er-Abschluss
kann man sich selbst in Berlin "versteigern".
Gerade für Wirtschaftsinformatiker sieht es rosig aus. Jede Menge Attraktive Stellen (gern auch Absolventen) sind im Netz finden. Aus meiner eigenen Erfahrung,

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heldheiko 14.07.2015, 10:06
101. Fachkräftemangel ist gelogen.

Ich suche seit ein paar Jahren eine passende, gut bezahlte Stelle. Studiert, berufserfahrung. Es werden langweilige Konstruktionsstellen angeboten, oder als Projektleiter mit mehr als 10mio€ Projekte, und die kriegt man erst mit 30 Jahren Erfahrung. Normale Ingeneure werde fast nicht gesucht. Und die Personaldienstleister sammeln nur die Adressen (oder hat eine Firma mit 30 Leuten plötzlich 200 offene Stellen zu vergeben???). Also alles nur Lohndumping und verweigerung, das eigene Personal auszubilden.

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spiegelleser861 14.07.2015, 10:09
102. Griechenland

In Griechenland gibt es - wie wir täglich lesen können - über 25% Arbeitslose. Da müssen doch ein paar dabei sein, die deutsch lernen können und dann die Stellen übernehmen? So hätte man gleich zwei Fliegen (GR helfen und Fachkräftemangel beheben) mit einer Klappe geschlagen.

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junge39 14.07.2015, 10:09
103. Fachkräftemangel das ich nicht lache

Wenn man sich die Berufe ansieht, dass sind Berufe mit hoher körperlicher, psychicher Belastung und oder beiden. Das Gehalt reicht nicht zum Leben. Die Soziale anerkennung ist null, warum soll jemand diese Jobs aufnehmen?
Nur mal so, heute aus der Nürnberger Zeitung http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/vorwurf-an-heime-uberlastete-pfleger-mangelnde-hygiene-1.4515359
Da soll dann jemand für wenig Geld arbeiten!!!!

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basilisk79 14.07.2015, 10:14
104. Berufserfahrung...

...ist das Wort, das in diesem Artikel fehlt.
Ich bin Dipl.Ing. Biotechnologie und Bioverfahrenstechnik und seit zwei Jahren auf der Jobsuche, weil ich nach meinem Abschluss keinen Arbeitgeber gefunden habe der einen Ingenieur frisch von der Uni ohne Berufserfahrung und Beziehungen einstellt. Unzählige Gespräche mit Personalern, Headhuntern und ehemaligen Mitstudenten zeigen ein Muster.
Wer wärend des Studiums keine Berufserfahrung gesammelt hat oder jemanden *kennengelernt* hat, hat keine Chance auf den Einstig in den Beruf.
Unsere Wirtschaft ist ein geschlossenes System das auf den eigenen Eingeweiden rumkaut und sich dann über Bauchschmerzen beschwert.
Deutsche Firmen weigern sich schlichtweg Menschen ein zu stellen in die man ein Mindestmaß an Aufwand stecken muss.
Es gillt eben immer noch: maximal 25 jahre alt mindestens 3 jahre Berufserfahrung und am besten auch noch TüV und DEKRA Zertifikate für Qualitätsmanagement oder andere Dinge die Firmen an zur Entwicklung ihrer Mitarbeiter nicht zahlen wollen, dabei haben.

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cokommentator 14.07.2015, 10:16
105.

Zitat von ackergold
In der Schweiz kann man als Schreinergeselle 4000 Franken im Monat netto machen, als Mechatroniker 8000, als Automechaniker 5000. Da geht doch hier keiner für 1800 Euro brutto, um sich für den Porsche vom Chef krumm zu legen.
Es hilft nur nicht, wenn ich in der Schweiz 4000 Franken netto bekomme. Zahle ich doch je nach Wohnort immer noch mehr als 50% davon für die Miete. Mit 4000 Franken liege ich fast noch im Billiglohnsektor der Schweiz.

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dukatenjunge 14.07.2015, 10:20
106. In meinem Beruf

herrscht auch akuter Personalmangel. Dieser ist jedoch offenbar unverrückbar gepaart an eine schändlich niedrige Bezahlung.
Kleiner Tip für die Arbeitgeber: Einfach mal einen BWL-Grundkurs besuchen und das Gesetz von Angebot und Nachfrage versuchen zu verstehen.

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stollenreiter 14.07.2015, 10:24
107. Fachkräftemangel? Nö, Perspektivenmangel!

Nicht die Fachkräfte fehlen und auch nicht die Arbeitgeber die für gute Arbeit auch gutes Geld zahlen wollen. Aber womit soll man seine Arbeitnehmer bezahlen wenn Geiz geiler ist als andere, das Handwerk und der Mittelstand wird systematisch zerstört durch Billigst Anbieter trotz Mindestlohn. Die Realität ist selten mehr als eine Null oder vllt. 1-2% Gewinn, damit lockt man keine jungen Menschen an sich die Hände schmutzig zu machen oder vllt. sogar auf Montage zu fahren wo man mit einem lächerlichen Übernachtungspausch. Betrag von 20€ abgespeist wird. Noch zahl ich die Differenz, aber lange geht das nicht mehr denn im Gegensatz zum Handwerk bekommen ja alle fette Steuergeschenke und heben halt einfach ihre Preise an.

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DDM_Reaper20 14.07.2015, 10:24
108. WARUM bleiben die Stellen unbesetzt?!

Qualitätsjournalismus á la Spiegel mal wieder.

Warum bleiben die Stellen unbesetzt? Weil es an Fachkräften fehlt (har, har), oder weil die Stellen so besch... vergütet werden, dass es sich schlicht keiner zumuten will, dafür zu arbeiten?

Teilweise gibt es auch andere Erklärungen. Nehmen wir mal das Märchen mit den Erziehern und Erzieherinnen. Freilich, es wird gesucht. ABER: Viele der Stellen sind HALBE Stellen mit HALBER Vergütung, aber voller Flexibilität -- eine Woche vormittags, eine Nachmittags. Meiner Frau wurden mehrere solche "heiße Angebote" unterbreitet.

Viele dieser Stellen sind außerdem auf max. 2 Jahre begrenzt, was die Attraktivität noch weiter leiden lässt.

Außerdem fehlt zwar häufig Personal, aber Bewerbungen werden mit einem "wir haben leider keine Stelle frei" abgetan, denn dafür ist KEIN Geld da.

In solchen Fällen kann man durchaus von einer hausgemachten Krise reden.

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derlabbecker 14.07.2015, 10:26
109. wir haben Fachkräftemangel...

.... da auf eine ausgeschriebene Stelle niemand bewirbt mit folgenden Eigenschaften:
20 Jahre alt
abgeschlossenes Studium
Promotion
mehrere Auslandssemester
3 Sprachen fließend
60h/Woche Arbeiten
1000 € im Monat.
So sieht es aus....
Liebe Industrie, auch auf dem Jobmarkt herrscht Angebot und Nachfrage. Wollt ihr Mercedes zahlt ihr Mercedes.

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