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Fallstricke bei E-Mail-Bewerbungen: ...mehr über mich im Anhang
TMN

Viele Jobsucher verschicken ihre Unterlagen lieber elektronisch als mit der Post. Das spart Zeit und ist billiger. Doch bei E-Mail-Bewerbungen lauern spezielle Fettnäpfchen - die wichtigsten im Überblick.

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abby_thur 25.01.2016, 12:19
30. Kommentar

Zitat von roby
.... den Bewerber als Bittsteller zu sehen. Der Bewerber muss sich oft nicht mehr anbiedern, sondern darf mit einem Selbstbewußtsein auftreten.
Die meisten dürften in der Position sein ersetzbar zu sein.
Also jobtechnisch.
Man ist dann doch Bittsteller wenn man eine Arbeit braucht (vor allem wenn man aktuell keine hat, und die meisten dürften erst auf Jobsuche gehen wenn dies der Fall ist).

Sehen wir der Realität ins Auge: wir sind alle nichts besonderes in unseren Berufen. Es gibt

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hansgustor 25.01.2016, 12:41
31. Null Erfahrung

Zitat von p.heinlein
Ich bin Geschäftsführer einer mittelständischen GmbH ... und habe im Laufe der letzten 20 Jahre viele Leute eingestellt, gehen lassen und im Bewerbungsgespräch gehabt. [...] haken sie nach ein paar Tagen freundlich bei mir nach. Ich bin immer wieder irritiert wie wenig Bewerber es schaffen mal zum Hörer zu greifen. Wer mich im Nachgang zu einer E-Mail-Bewerbung anruft hat es doch automatisch ins erste Bewerbungsgespräch -- am Telefon -- geschafft.
Dass man Bewerbungstipps von jemandem der sich seit Jahrzehnten nirgends beworben hat, sofort in die Tonne werfen sollte, ist hoffentlich jemandem klar.

Meine Tipps (5 Jobwechsel im IT-Bereich mit jeweils ordentlicher Gehaltserhöhung):

Auf gar keinen Fall innerhalb der ersten 2 Wochen anrufen. Fast immer erhält man die genervte Antwort, dass die Bewerbung noch läuft und man noch keine Aussage machen kann. Selbst kleine Unternehmen mit 10 Mitarbeitern, lesen nicht jede Bewerbung sofort, weil man Kundenaufträge erledigen muss.

Außerdem sollte man bei keiner Firma anfangen, bei der es der Personalleiter nicht mal schafft mit einem Doppelklick ein PDF zu öffnen. Das deutet schon die Chef-vs-Untergebener-Mentalität an.

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bernd.stromberg 25.01.2016, 13:36
32.

Zitat von Join_Me
PDF als Zip-Datei, auf welchem Planeten leben Sie? Archive (Zip, Rar, tar.gz etc) werden von unserem Mailserver sofort gelöscht (Viren-/ Malwaregefahr viel zu groß).
Auch wenn natürlich viele (Billig-)Mailanbieter solche pauschalen Annahmen treffen und u.U. Mails mit ZIP-Anhängen filtern ist das total unprofessionell.

ZIP ist ein gängiges Format, mit welchem man nativ in Windows inzwischen komprimieren kann und nicht einmal mehr ein externes Programm installieren muss.

Ich kenne es in der IT-Branche als absolut üblich, dass ZIP-Dateien verschickt werden z.B. wenn man eine größere Anzahl an Images, Layouts usw. verschickt.

Abgesehen davon ist es eine Binsenweisheit, dass das ZIP-File an sich schon gefährlich ist.

Man muss den Inhalt schon entpacken und ausführen, damit ggf. ein Virus installiert wird. Der Grund weshalb viele für die Verbreitung von ZIP-Dateien nutzen sind nur die Trottel die Inhalte der ZIP-Daten unbedacht ausführen.

Über all die angeblichen "Mailadministratoren" die jetzt plötzlich wieder als Experten aus ihren Löchern gekrochen bin kann ich nur Lachen.
Wenn ihr Euch die Arbeit ernsthaft so einfach macht, dass ihr Pauschal Mails mit ZIP-Dateien (auch aus vertrauenswürdigen Quellen!) als Anlage herausfiltert und entsorgt, sollte euer Chef euch entlassen. Absolut unseriös und amateurhaft.

Bei Versicherungen und Agenturen, sowie in den meisten anderen Branchen ist es quasi Gang und Gäbe Images gebündelt als ZIP zu versenden.

Einen Dienstleister oder Kunden der mir erzählt, dass er ALLE E-Mailanhänge mit ZIP-Dateien sofort und pauschal herausfiltert, hake ich sofort als unprofessionell ab.

Eine Whitelist wäre das aller-allermindeste

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Pless1 25.01.2016, 14:36
33. Das gilt auch für die Firmen!

Zitat von abby_thur
Die meisten dürften in der Position sein ersetzbar zu sein. Also jobtechnisch. Man ist dann doch Bittsteller wenn man eine Arbeit braucht (vor allem wenn man aktuell keine hat, und die meisten dürften erst auf Jobsuche gehen wenn dies der Fall ist). Sehen wir der Realität ins Auge: wir sind alle nichts besonderes in unseren Berufen. Es gibt
Ja, wir sind alle ersetzbar - und trotzdem keine Bittsteller. Denn auch der Arbeitgeber ist ersetzbar. Für die meisten Mitarbeiter gilt, dass sie auch in anderen Firmen arbeiten könnten - insbesondere die einigermaßen gut qualifizierten. Die allermeisten Firmen aber sehen die Austauschbarkeit ihrer Mitarbeiter aber nicht die eigene Austauschbarkeit als Arbeitgeber. Das kann fatal enden für das Unternehmen. Auch die Unternehmen brauchen die Mitarbeiter, sonst würden sie diese nicht einstellen und bezahlen.

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Here Fido 25.01.2016, 15:26
34.

Zitat von Lassehoffe
Falsch. Natürlich kriegt man ein PDF nochmal um 20 Prozent reduziert durch ein ZIP. Bei manchen Servern ist das Gold wert, um unter die 10MB-Grenze zu kommen. Und wenn Sie eine Bestätigung des Maileingangs anfordern, erfahren sie auch, ob die Bewerbung ankam oder ob es an der Größe scheiterte. Für Onlinebewerbungen auf den Jobseiten der Unternehmen müssen sie sowieso alle Dokumente trennen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Arbeitsproben). Da viele Arbeitgeber das Hochladen der einzelnen PDFs anfordern, würde ich es per mail genau so machen. Einen Ordner mit den 4 genannten Dateien als PDF. Den Ordner zippen und an die Mail anhängen plus eine Anhangs-Info.
Schnick schnack. Wenn Sie Ihre PDFs vernünftig machen sind durch Zippen niemals 20% selbst bei bester Komprimierung drin. Sie können sogar Pech haben, dass das Zip aufgrund des Overheads sogar größer wird.

Ich habe täglich mit Unmengen von Mails zu tun und ich kann Ihnen nur sagen, dass als Zip verschickte Anhänge eine echte Pest sind. Man sieht nicht auf ersten Blick welche Anhänge da sind und eine schnelle Dokumentenvorschau innerhalb des Mailprogramms ist nicht möglich.

Von der Virenproblematik einmal ganz zu schweigen.

Also, es bleibt dabei: das ist ein völlig untauglicher Vorschlag von Ahnungslosen.

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Lassehoffe 25.01.2016, 16:27
35.

Zitat von Here Fido
Schnick schnack. Wenn Sie Ihre PDFs vernünftig machen sind durch Zippen niemals 20% selbst bei bester Komprimierung drin. Sie können sogar Pech haben, dass das Zip aufgrund des Overheads sogar größer wird. Ich habe täglich mit Unmengen von Mails zu tun und ich kann Ihnen nur sagen, dass als Zip verschickte Anhänge eine echte Pest sind. Man sieht nicht auf ersten Blick welche Anhänge da sind und eine schnelle Dokumentenvorschau innerhalb des Mailprogramms ist nicht möglich. Von der Virenproblematik einmal ganz zu schweigen. Also, es bleibt dabei: das ist ein völlig untauglicher Vorschlag von Ahnungslosen.
Ich kann es Ihnen vorführen. 5 PDFs mit insgesamt 12 mb - exportiert aus Powerpoint / Word - in einen Ordner geschoben, Ordner getippt. Ergebnis: 10 mb. Zum Nachmachen empfohlen.

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hansgustor 25.01.2016, 17:09
36.

Zitat von Marlo
Ich frage mich,warum noch.immer fast jedes Unternehmen so ein Anschreiben haben will? Diese sind nämlich nutzlos. Ein CV sollte immer genügen. Das wirklich wichtige kann man irgendwann im 'Interview' besprechen. Ich kenne kein anderes Land,in welchem die Unternehmen so ein Anschreiben verlangen. Deutsche Firmen sollten sich mal endlich angewöhnen, nicht so viel auf Papier zu geben. Das gilt für Bewerbungen genauso wie für Zeugnisse. Denn die Qualität eines Menschen lässt sich nun mal nicht vom Papier ablesen. Die Bewerbung kann ja auch jemand anderes gemacht haben, Zeugnisse zeigen nun,dass jemand toll auswendig lernen kann und Fachzertifikate sagen teilweise garnichts aus. Trotzdem wird das alles verlangt. Was sagt das wohl aus?
Suchen Sie mal nach "cover letter", das Land heißt "USA".

Manche Karriereschritte benötigen einen Kontext um sie verstehen zu können. Wenn man das in den Lebenslauf packt, wird er entsprechend länger.

Im Anschreiben hebt man Dinge hervor, die für die angestrebte Stelle wichtig sind. Der Lebenslauf dagegen ist eine vollständige Auflistung. Wer im Anschreiben genau dasselbe wie im Lebenslauf schreibt, macht etwas falsch.

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practicus 25.01.2016, 19:10
37. Als kleiner Freiberufler

habe ich nur selten mit Bewerbungen zu tun.

Ich lege zB großen Wert auf ein Anschreiben:

Wie sieht es mit der Rechtschreibung aus? Kennt der/dieBewerberIn überhaupt die richtige Berufsbezeichnung? Standardschreiben aus dem Bewerbungstraining? - dann mach ich den Anhang schon gar nicht auf!
Wer nur die Standardfloskeln drauf hat, die eindeutig mitteilen: Meine Fallmanagerin zwingt mich zu dieser Bewerbung - nein Danke...

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bernd.stromberg 25.01.2016, 21:04
38.

Zitat von practicus
habe ich nur selten mit Bewerbungen zu tun. Ich lege zB großen Wert auf ein Anschreiben: Wie sieht es mit der Rechtschreibung aus? Kennt der/dieBewerberIn überhaupt die richtige Berufsbezeichnung? Standardschreiben aus dem Bewerbungstraining? - dann mach ich den Anhang schon gar nicht auf! Wer nur die Standardfloskeln drauf hat, die eindeutig mitteilen: Meine Fallmanagerin zwingt mich zu dieser Bewerbung - nein Danke...
Ich sehe das zwiegespalten.

Als Entscheider finde ich es bei unerfahrenen Bewerbern oder Ausbildungsplätzen nachvollziehbar und sinnvoll, den Bewerber auch anhand des Anschreibens näher einzuschätzen.

Als "Professional" reicht den Unternehmen und Headhuntern meist der CV.

Es hätte auch etwas oberlehrerhaftes wenn das Unternehmen, dass sich praktisch bei mir bewirbt, dann ein Anschreiben fordert - wie von einem unerfahrenen Schülerpraktikanten.

Denn man muss sich eben auch an üblichem Vorgehen orientieren.

Wenn es in der Branche üblich ist mit X Jahren Berufserfahrung und bei renommierten Fachkräften "auf Augenhöhe" zu kommunizieren und nach Lesen des CV den Rest persönlich zu klären, dann wirkt es schnell verunsichert wenn eine Führungskraft wie aus dem letzten Jahrhundert irgendwelche gekünstelten Bewerbungsanschreiben (am besten noch in Papierform) einfordert.

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lotoseater 25.01.2016, 23:23
39.

Zitat von abby_thur
Also, ich komme, wenn ich meine Zeugnisse/Qualinachweise als .pdf zusammenfasse auf 10 mb. Wie kriege ich das kleiner?
Liebe Abby, Sie müssen ihre Grafiken komprimieren. Das ist das ganze "Geheimnis" hinter der Sache.

Das geht bei jpg gut über die Auflösung und den Kompressionsfaktor. Ich verwende für A4 Scans eine Kompressionsrate von 60% und eine Auflösung von ca. 1100 x 1500 Pixel, das ergibt pro Seite eine Dateigröße zwischen 50 und 150 kB, mehr wird es nur bei komplett buntem Texthintergrund.

Es hilft auch, wenn man das viele "Weiß" zwischen den Buchstaben des Texts (das bei genauer Betrachtung aus vielen Grauschattierungen besteht) durch reines Weiß ersetzt. Geht z.B. mit dem Color Replacer von Paint Shop Pro, bei dem man Toleranzbereiche einstellen kann. Ist auch logisch, dass das hilft, wenn man sich mal das Prinzip anschaut, nach dem Grafiken komprimiert werden.

Meine kompletten Bewerbungsunterlagen sind derzeit 30 Seiten lang, 3 Seiten hauptsächlich Text (1 Anschreiben + 2 Lebenslauf, mit Foto, gescannter Unterschrift und Design-Elementen), der Rest alles Grafiken, alles Farbscans. Die pdf-Datei hat etwas mehr als 4MB. weitere Optimierung wäre möglich, dafür bin ich aber zu faul. Außerdem schicke ich zu einer Bewerbung selten alle meine Zertifikate mit, nur die relevanten als Grafik (und die komplette Liste dann im CV). Außerdem haben meine Fortbildungen und Zertifikate noch fast nie einen potentiellen Arbeitgeber interessiert, eher Berufserfahrung bzw. bisher ausgeübte Tätigkeiten.

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