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Fallstricke bei E-Mail-Bewerbungen: ...mehr über mich im Anhang
TMN

Viele Jobsucher verschicken ihre Unterlagen lieber elektronisch als mit der Post. Das spart Zeit und ist billiger. Doch bei E-Mail-Bewerbungen lauern spezielle Fettnäpfchen - die wichtigsten im Überblick.

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lotoseater 25.01.2016, 23:23
40.

Zitat von abby_thur
Also, ich komme, wenn ich meine Zeugnisse/Qualinachweise als .pdf zusammenfasse auf 10 mb. Wie kriege ich das kleiner?
Liebe Abby, Sie müssen ihre Grafiken komprimieren. Das ist das ganze "Geheimnis" hinter der Sache.

Das geht bei jpg gut über die Auflösung und den Kompressionsfaktor. Ich verwende für A4 Scans eine Kompressionsrate von 60% und eine Auflösung von ca. 1100 x 1500 Pixel, das ergibt pro Seite eine Dateigröße zwischen 50 und 150 kB, mehr wird es nur bei komplett buntem Texthintergrund.

Es hilft auch, wenn man das viele "Weiß" zwischen den Buchstaben des Texts (das bei genauer Betrachtung aus vielen Grauschattierungen besteht) durch reines Weiß ersetzt. Geht z.B. mit dem Color Replacer von Paint Shop Pro, bei dem man Toleranzbereiche einstellen kann. Ist auch logisch, dass das hilft, wenn man sich mal das Prinzip anschaut, nach dem Grafiken komprimiert werden.

Meine kompletten Bewerbungsunterlagen sind derzeit 30 Seiten lang, 3 Seiten hauptsächlich Text (1 Anschreiben + 2 Lebenslauf, mit Foto, gescannter Unterschrift und Design-Elementen), der Rest alles Grafiken, alles Farbscans. Die pdf-Datei hat etwas mehr als 4MB. weitere Optimierung wäre möglich, dafür bin ich aber zu faul. Außerdem schicke ich zu einer Bewerbung selten alle meine Zertifikate mit, nur die relevanten als Grafik (und die komplette Liste dann im CV). Außerdem haben meine Fortbildungen und Zertifikate noch fast nie einen potentiellen Arbeitgeber interessiert, eher Berufserfahrung bzw. bisher ausgeübte Tätigkeiten.

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abby_thur 26.01.2016, 05:55
41.

Zitat von Pless1
Ja, wir sind alle ersetzbar - und trotzdem keine Bittsteller. Denn auch der Arbeitgeber ist ersetzbar. Für die meisten Mitarbeiter gilt, dass sie auch in anderen Firmen arbeiten könnten - insbesondere die einigermaßen gut qualifizierten.
Wenn man keine Arbeit hat und sich bewerben muss ist man Bittsteller.
Ich sehe es genau andersherum, die meisten haben nicht die große Auswahl sondern müssen nehmen was kommt.

Ich merke das bei den Reinigungskräften, die über eine andere Firma bei uns arbeiten: die werden bei der kleinsten Sache gefeuert und ersetzt.
Es ist leider grade in Ostdeutschland bei den normalen, nichtakademischen Berufen so: hinter dir stehen 10 andere Leute die dich ersetzen können.
Punkt. Das wissen die AG auch.

Ich bin froh, dass es nicht auf mich zutrifft, aber die meisten in meinem Umkreis sind in der Situation.

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bernd.stromberg 26.01.2016, 10:16
42.

Zitat von abby_thur
Wenn man keine Arbeit hat und sich bewerben muss ist man Bittsteller. Ich sehe es genau andersherum, die meisten haben nicht die große Auswahl sondern müssen nehmen was kommt. Ich merke das bei den Reinigungskräften, die über eine andere Firma bei uns arbeiten: die werden bei der kleinsten Sache gefeuert und ersetzt. Es ist leider grade in Ostdeutschland bei den normalen, nichtakademischen Berufen so: hinter dir stehen 10 andere Leute die dich ersetzen können. Punkt. Das wissen die AG auch. Ich bin froh, dass es nicht auf mich zutrifft, aber die meisten in meinem Umkreis sind in der Situation.
Wie Sie schon sagen: es kommt sehr auf die Branche, den Job und die Qualifikation an.

Bei einfachen Tätigkeiten und in sogenannten "Anlernberufen" ist es natürlich leichter einen Mitarbeiter zu ersetzen und entsprechend günstig (das liegt ja in der Natur der Sache).

Bei Facharbeitern oder Spezialisten sieht die Sache schon ganz anders. Da ist die Zahl am Markt verfügbarer Fachkräfte oft begrenzt und ein Anwerben entsprechend teuer und aufwendig.

Und einen wirklich guten Mitarbeiter feuert man als kluger Vorgesetzter selbst in einem Anlernberuf nicht mal eben.

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Pless1 26.01.2016, 11:24
43.

Zitat von abby_thur
Wenn man keine Arbeit hat und sich bewerben muss ist man Bittsteller. Ich sehe es genau andersherum, die meisten haben nicht die große Auswahl sondern müssen nehmen was kommt. Ich merke das bei den Reinigungskräften, die über eine andere Firma bei uns arbeiten: die werden bei der kleinsten Sache gefeuert und ersetzt. Es ist leider grade in Ostdeutschland bei den normalen, nichtakademischen Berufen so: hinter dir stehen 10 andere Leute die dich ersetzen können. Punkt. Das wissen die AG auch. Ich bin froh, dass es nicht auf mich zutrifft, aber die meisten in meinem Umkreis sind in der Situation.
Es liegt eventuell auch an der Region. Hier bei uns (nördliches NRW) sieht es offensichtlich anders aus. Habe vor zwei Wochen per Anzeige eine Haushaltshilfe gesucht. Das wäre ja etwas, wo einem die vermeintlichen "Bittsteller" die Türen einlaufen müssten. Pustekuchen! Vier Anrufe, davon drei Termine für ein Erstgespräch vereinbart. Zwei davon haben die Termine wenigstens noch wieder abgesagt, die andere ist einfach nicht gekommen. Ich könnte jetzt noch bei der Arbeitsagentur nachfragen, die würden mir dann wohl jemand zur Vorstellung schicken. Davor schrecke ich aber zurück. Wer nicht einmal das Engagement aufbringt, am Wochenende in die Zeitung zu schauen und mal von sich aus anzurufen der sucht nicht wirklich Arbeit.

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abby_thur 27.01.2016, 09:45
44.

Zitat von bernd.stromberg
Wie Sie schon sagen: es kommt sehr auf die Branche, den Job und die Qualifikation an. Bei einfachen Tätigkeiten und in sogenannten "Anlernberufen" ist es natürlich leichter einen Mitarbeiter zu ersetzen und entsprechend günstig (das liegt ja in der Natur der Sache). Bei Facharbeitern oder Spezialisten sieht die Sache schon ganz anders. Da ist die Zahl am Markt verfügbarer Fachkräfte oft begrenzt und ein Anwerben entsprechend teuer und aufwendig. Und einen wirklich guten Mitarbeiter feuert man als kluger Vorgesetzter selbst in einem Anlernberuf nicht mal eben.
Erstmal gefällt mir Ihr abwertender Ton gegenüber nichtakademischen Berufe nicht.

Zweitens: Die achso gesuchten Facharbeiter sind genauso Bittsteller wenn sie eine Stelle suchen müssen.
Ersetzbar ist eben jeder.
Und falls der Chef einen los werden will hat er garantiert schon den Ersatz im Ärmel.

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victoria101 07.06.2016, 10:03
45. Ein weiteres Tabu...

... Hat der Autor vergessen: eine Bewerbung mit allen Infos in einer Cloud, die mit Link verschickt wird -und der Link funktioniert nicht!

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territrades 07.06.2016, 13:56
46. Comic sans

Der wahre Bewerbungsprofi weiß: Mit Comic Sans findet man keinen Job, nur Papyrus führt zum Erfolg! /ironie
Ein wichtiger Punkt: Bitte auf die Absendeadresse achten. Sollte selbstverständlich sein, ist es für manche aber nicht.

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central_wise 07.06.2016, 14:58
47. Anschreiben sind Ineffizient

Anschreiben werden nicht gelesen, sondern der Lebenslauf/CV. Darin sollte stichpunktartig enthalten sein:
1. Bildung
2. Berufliche Laufbahn mit Tätigkeitsbeschreibung
2a. Persönliche Erfolge
3. Persönliche Kenntnisse und Fähigkeiten

Ein Anschreiben ist wie Selbstprostitution.
Man bewirbt sich schließlich um einen Job weil man ihn haben möchte, weil man bei der entsprechenden Firma arbeiten will oder in den meisten Fällen weil man einfach arbeiten muss um etwas Geld zum Leben zu haben.
Die meisten Bewerbungen werden schon nach ca. 1 min aussortiert. Daher muss eine Bewerbung einfach und schnell zu lesen sein.
Zudem kostet die Anfertigung eines guten und individuellen Anschreibens den Bewerber sehr viel Zeit, welche er sicher sinnvoller Nutzen könnte.

Firmen, die auf einem solchen Anschreiben bestehen sollten von Bewerbern gemieden werden. Hier werden Ja-Sager und Schwätzer gesucht.
Jeder Mensch hat individuelle Ausprägungen seiner Fähigkeiten. Das meiste lernt man eh durch Erfahrung. Firmen die ihre Mitarbeiter SINNVOLL fördern haben auch lange was ihnen. ( Auch mit Bedingungslosem Grundeinkommen )

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Newspeak 07.06.2016, 16:29
48. ...

Zitat von p.heinlein
Ich bin Geschäftsführer einer mittelständischen GmbH mit über 25 Mitarbeitern, ein paar Millionen Umsatz und habe im Laufe der letzten 20 Jahre viele Leute eingestellt, gehen lassen und im Bewerbungsgespräch gehabt. Der Artikel ist grundsätzlich richtig, aber in einigen Punkten muß ich vehement widersprechen. *) Anschreiben in der E-Mail kurz halten: Ich habe keine Zeit, ich bin in Eile. Wenn ich auf eine Mail klicke habe ich gerne SOFORT einen guten Eindruck, denn erst dann habe ich auch Zeit und Nerv den Anhang aufzumachen. Das PDF aufzumachen ist immer ein zweiter Schritt und was nicht beim ersten Anblick offen ist, auch nicht helfen. Gerne kann das Anschreiben auch nochmal als PDF dabei sein (DIN-Brief! Datum! Eingescannte Unterschrift! Anrede! Tippfehlerfrei!) [...]
So kleinkariert-arrogant stelle ich mir den typischen deutschen Geschäftsführer im Mittelstand vor.

Kommen Sie mal wieder runter, sie Halbgott!

Von den Dingen, die Sie fordern, was Professionalität angeht, erfüllen Sie doch selber nicht die Hälfte. Das sagt mir meine Erfahrung mit solchen selbstgerechten Typen. Wenn man Sie anschreibt, bekommt man sicher nicht mal eine Bestätigungsmail, keine Absage, wenn man nicht in Betracht gezogen wird, oder erst Monate später, irgendetwas Dahingeklatschtes. Das geht für Sie sicher in Ordnung, denn Sie sind ja in Eile und haben keinen Nerv für sowas.

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flaps25 07.06.2016, 17:07
49. @p. heinlein, #5

Ich bin immer fasziniert wie dramatisch negativ sich viele Unternehmen darstellen. Wenn Sie keine 3 Sekunden Zeit haben um sich mit einer Bewerbung auseinanderzusetzen, die sich nicht perfekt auf dem Silbertablett präsentiert, sagt das sehr viel über Ihre Unternehmenskultur aus. In einem so miesen Laden, wo man derart ungeduldig und arrogant mit potentiellen Mitarbeitern umgeht, würde ich nie anheuern. Und ich werde niemals ihr Kunde werden weil Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht schätzen, meine Mindesterwartungen nicht erfüllen. Ich habe die Rechtschreib- und Satzbaufehler Ihres Postings übrigens interessiert zur Kenntnis genommen.

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