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Familie in Deutschland: Mehr Väter entscheiden sich für Elterngeld
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Ein Plus von zwölf Prozent: Die Zahl der Väter, die Elterngeld bezieht, ist weiter gestiegen. Es gibt aber erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Und die Bezugsdauer ist weiterhin kurz.

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omop 27.06.2017, 15:10
1. Na und?

Die Leute entscheiden nach eigener Präferenz, auch wenn das einigen nicht passt. Mehr als zwei Monate muss man sich auch leisten können, schließlich ist das Elterngeld auf monatlich maximal 1800€ begrenzt. Erhöht die Grenze,dann wird sich automatisch auch die Bezugsdauer verlängern.

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tschoe 27.06.2017, 15:16
2. Man muss nur...

genug Geld reinstecken, dann klappt es auch mit den Vätern. Und die Statistik sowie die Gleichstellungsbeauftragten freuen sich.

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Grüner-Apfel 27.06.2017, 15:38
3. Es reicht einfach nicht aus

Man muss auch mal sehen, dass viele Mütter ganz einfach nicht nach ein paar Wochen schon wieder arbeiten gehen wollen oder können. Dann bleiben für die Väter auch einfach nicht mehr so viel Monate mit Elterngeldbezug übrig.
Und für mich und meine Familie reicht Elterngeld übrigens auch nicht aus. Ich würde gern sehr viel länger Zeit mit meinem Baby verbringen, gern auch zusammen mit meiner Frau. Wenn mir jemand sagt, wie ich in dieser Zeit den Kredit für's Haus abbezahlen kann, ich bin offen für Tipps ;-)

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tomwessel85 27.06.2017, 15:58
4.

Das würde ich auch gerne machen, leider käme das für meine Frau nicht in Frage, auch kenne ich keine Frau in meinem Bekannten- und Freundeskreis die es ertragen würde im Beruf voll weiter zu arbeiten während der Mann zu Hause mit den Kinder spielt.

Wie steht sie denn da vor ihren Freundinnen... stellen Sie sich das einmal vor!
"Wie dein Mann ist zu Hause während du arbeiten gehst? Was macht er den ganzen Tag lang, spielt er nur mit euren Kindern?"
Undenkbar, genauso undenkbar wie eine Partnerschaft/Ehe wo der Mann deutlich weniger verdient oder womöglich arbeitslos ist, das wäre für eine moderne Frau die "mitten im Leben steht" auf Dauer nicht zu ertragen.

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p2063 27.06.2017, 16:10
5.

da es Einkommensabhängig ist macht es ja durchaus sinn, wenn derjenige Elterngeld beansprucht der mehr verdient. Außer beide verdienen mehr als 2770€, dann sollte es natürlich der nehmen, der weniger verdient.

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andreasclevert 27.06.2017, 16:12
6. Freut mich wirklich...

.... da ich in diesem Zusammenhang wohl eher zu den Veteranen gehöre. 3x12 Monate Elterngeld/Elternzeit (2008/09; 2010/11; 2013) hat mich wohl mehr geprägt, als es die damalige, partnerschaftliche Entscheidung es andeutete. Heute arbeite ich etwas Teilzeit (http://wp.me/p4WCtx-lA) und bin damit sehr glücklich. Ich weiß nicht, ob ich das gemacht hätte, hätte ich nicht - zumindest mit der ersten Vaterrunde - erleben können, wie schön (aber auch wie nervig), wie befreiend (aber auch wie anstrengend) das Hochpäppeln eines kleinen Rotzlöffels in den ersten 12 Lebensmonaten ist. Ich möchte es nicht missen.

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mrrich 27.06.2017, 16:45
7. @1.omop

Nicht die Deckelung ist das Problem, sondern, dass nur 65% vom letzten Netto bezahlt werden. Eigentlich sind es nur max. 60% wenn die Anteile am 13. Monatsgehalt(Weihnachtsgeld) , Zulagen, Prämien abgezogen werden. Und 1800,- als Obergrenze ist als kleine soziale Komponente schon Ok. Noch gerechter ist allerdings, bei geringeren Einkommen, die Kürzung linear zu verkleinern. Fakt ist ja, bei Beziehern kleiner Einkommen ist Elterngeld Luxus.

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andreasclevert 27.06.2017, 17:09
8.

Zitat von tomwessel85
Das würde ich auch gerne machen, leider käme das für meine Frau nicht in Frage, auch kenne ich keine Frau in meinem Bekannten- und Freundeskreis die es ertragen würde im Beruf voll weiter zu arbeiten während der Mann zu Hause mit den Kinder spielt. Wie steht sie denn da vor ihren Freundinnen... stellen Sie sich das einmal vor! "Wie dein Mann ist zu Hause während du arbeiten gehst? Was macht er den ganzen Tag lang, spielt er nur mit euren Kindern?" Undenkbar, genauso undenkbar wie eine Partnerschaft/Ehe wo der Mann deutlich weniger verdient oder womöglich arbeitslos ist, das wäre für eine moderne Frau die "mitten im Leben steht" auf Dauer nicht zu ertragen.
Sehr geehrter Herr Wessel, eigentlich wollte ich Ihnen nur den Tipp geben, den Bekanntenkreis zu erweitern. Während Sie nämlich draußen in der rauen, wilden Welt schwer malochen und im Schweiße Ihres Angesichts mühsam das Geld verdienen, um Frau und Kind zu versorgen, 'spielt' Selbige ja zuhause nur mit dem Kind.

Ich habe mich dann aber neugierigerweise Ihren sonstigen Meinungsbeiträgen im SPON-Forum zugewandt und mit Befriedigung festgestellt, dass Sie schon häufiger daneben lagen. Ich hoffe, dass Ihre damalige Bemerkung zu dem "aus dem Ruder gelaufenenen Brandschutz" Ihnen angesichts der aktuellen Situation in Großbritannien auch etwas schwerer im Magen liegt.

Sei's drum, ich bleibe dabei, kommen Sie mal raus aus Ihrer Blase und rein ins richtige Leben. Da können Sie manchmal falsch liegen und durchaus manchmal Recht haben, gerne. Aber vielleicht würden Sie dann etwas moderater und nachdenklicher Ihre Meinung kundtun, als Sie es bisher taten.

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katja78 27.06.2017, 17:27
9.

Zitat von mrrich
Fakt ist ja, bei Beziehern kleiner Einkommen ist Elterngeld Luxus.
Nicht nur dort. Mein Mann verdient oberhalb der Versicherungspflichtgrenze für die GKV und ist daher freiwillig gesetzlich versichert. Dumm gelaufen: in der Elternzeit bekam er zwar volle 1800 Elterngeld, musste jedoch rd. 350,- pro Monat an die Krankenkasse zahlen (da der Arbeitgeber sich jetzt natürlich auch nicht mehr beteiligt). So rinnt es dahin, das schöne Elterngeld...

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