Forum: Karriere
Familie und Karriere: Warum Väter die Elternzeit fürchten

Erst nahm der Bankkaufmann Elternzeit, dann wurde er aus dem Job gedrängt. Führt das Elterngeld aufs Abstellgleis? Drei Viertel der Väter verzichten auf die Familienpause, weil sie um ihre Karrierechancen bangen. Dabei*würde schon etwas Courage helfen.

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kfp 18.11.2011, 15:19
120. ...

Zitat von Diskutant_EF
Mit Verlaub: Wer heute als Entwicklungsingenieurin mit sehr gutem Abschluss in einem gesuchten Berufsfeld trotz Nachwuchskräftemangel keinen Job findet, lässt ein paar andere Gründe für die Ablehnung in der eigenen Biographie vermuten als ausgerechnet das Geschlecht. Dazu ist der Arbeitsmarkt für Fach- und Spitzenkräfte heute zu sehr ein Bewerbermarkt. Vielleicht hat Ihnen Ihre Bekannte ja nicht die ganze Geschichte erzählt.
Hahahaha - sind Sie tatsächlich einer von denen, die das Märchen vom großen, bösen Fachkräftemangel immer noch glaubt? Und was das Beispiel angeht, hat die Betreffende z.B. mit einem Lebenslauf, in dem sie brav den Familienstand (verheiratet, ein Kind) angegeben hatte, eine Interviewquote von ca. 2% erreicht. Als sie nur diese eine Zeile rauslöschte, hatte sie plötzlich ein Interview nach dem nächsten (Quote geschätzt bei >80%). Soviel zum Thema, nach welchen "Qualifikationen" Personaler also anscheinend schauen... (Dann kommen die Fragen nach Mann und Kind aber eben im Interview, und da hat sie's wohl mit dem Direkt-Ins-Gesicht-Lügen nicht so...)

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brunokoch 18.11.2011, 15:20
121. .

Zitat von Benefit
Ich denke, dass das Potential der Elternzeit vor allem darin liegt, dass die Partner freier entscheiden können welchen Part wer übernimmt.
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Das durchschnittliche Elterngeld welches Frauen beziehen, ist so dermaßen niedrig, daß man davon ausgehen darf, daß gut 3/4 dieser Frauen vorher entweder in Teilzeit oder in einem Niedriglohnjob gearbeitet haben. Da ist es dann doch klar, wer zu Hause bleibt und betreut.


Zitat von Benefit
Hausmänner sind ja gar nicht gefordert, ich denke, dass es in den meisten Fällen darum geht, dass beide Verständnis für die jeweils andere Situation habe. Das Wörtchen mehrheitlich impliziert ja, dass es durchaus Frauen gibt, die eine Familie ernähren können.
Potentiell ja. Leider verpartnern sich gut verdienende Frauen i.d.R. nicht nach unten, sondern suchen sich einen noch besser verdienenden Partner.
Die Quote derjenigen Frauen, die eine Familie als Haupternährerin versorgen, liegt gerade mal bei 9%.

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Der Pragmatist 18.11.2011, 15:25
122. Unmoegliche Situation

Zitat von sysop
Erst nahm der Bankkaufmann Elternzeit, dann wurde er aus dem Job gedrängt. Führt das Elterngeld aufs Abstellgleis? Drei Viertel der Väter verzichten auf die Familienpause, weil sie um ihre Karrierechancen bangen. Dabei*würde schon etwas Courage helfen.
Wenn jemand in auch nur kleiner Fuehrungsposition in einer grossen Firma fuer 2 jaher austritt und der laden laeuft auch ohne ihn weiter, dann ist das ein Anzeichen, dass diese Person ueberfluessig ist.

Wenn jemand in Fuehrungsposition in einem Kleinbetrieb fuer 2 Jahre aussteigt, wer soll dann seine Arbeit uebernehmen? Es muss dann wohl eine andere Person eingestellt werden und wenn der Beurlaubte nach 2 Jahren wieder and die Tuer klopft, um seine alte Stelle wieder zu beanspruchen, dann ist diese leider schon besetzt.

Wer hat ueberhaupt derart dusselige Gesetze erfunden? Kann doch nur ein linker gewesen sein.

Pragmatist

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skal666 18.11.2011, 15:35
123. Hasstiraden

Hier ist es mal wieder voll mit den unterschiedlichsten Hasstiraden. Frauen würden nur nach oben heiraten, Frauen würden nur nehmen und niemals geben, die Machos bevorzugen und Softies links liegen lassen... Auf Mr. Right warten...

Ich hätte nichts dagegen einen Mann zu heiraten, welcher weniger verdient als ich und kein Cheff ist. Einzige Voraussetzung ist die gegenseitige Liebe -- und da hapert es. Nicht weil ich passiv herumsiztzend warte.

Ich habe schon immer die Vorstellung gehabt, daß ich, sollte ich ein Kind haben, dieses werde alleine aufziehen müssen. Nicht weil ich das so will. Aber dann kann ich wohl auch nur alleine meine Elternmonate nehmen.

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Diskutant_EF 18.11.2011, 15:37
124. Kein Titel

Zitat von kfp
Soviel zum Thema, nach welchen "Qualifikationen" Personaler also anscheinend schauen... (Dann kommen die Fragen nach Mann und Kind aber eben im Interview, und da hat sie's wohl mit dem Direkt-Ins-Gesicht-Lügen nicht so...)
Dass Sie anhand eines Einzelfalles (den Sie noch dazu nicht objektiv beurteilen können, da Ihnen persönlich nahestehend) Gesetzmäßigkeiten über den Arbeitsmarkt arbeiten wollen, spricht nicht für Ihr statistisches Grundwissen.

Das mit dem Lügen haben Sie verwechselt. Lügen darf man bzgl. Schwangerschaften. Ihr Familienstand steht hingegen auf Ihrer (digitalen) Lohnsteuerkarte. Eine solche Lüge hätte somit reichlich kurze Beine.

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Benefit 18.11.2011, 15:44
125. .

Zitat von brunokoch
Da wäre ich mir nicht so sicher. Das durchschnittliche Elterngeld welches Frauen beziehen, ist so dermaßen niedrig, daß man davon ausgehen darf, daß gut 3/4 dieser Frauen vorher entweder in Teilzeit oder in einem Niedriglohnjob gearbeitet haben. Da ist es dann doch klar, wer zu Hause bleibt und betreut.
Aber selbstverständlich muss darauf geschut werden, wie viel Geld in die Kasse kommt. Aber die gesellschaftlichen Normen, Frau bleibt zu Hause Mann arbeitet, könnten sich dadurch etwas aufweichen. Wenn also finanziell die Möglichkeit besteht und Einigkeit besteht, kann auch er zu Hause bleiben und sie arbeiten gehen. Und wird dabei hoffentlich bald nicht mehr ganz so belächelt oder sogar ausgeschlossen wie heute noch.
Zitat von brunokoch
Potentiell ja. Leider verpartnern sich gut verdienende Frauen i.d.R. nicht nach unten, sondern suchen sich einen noch besser verdienenden Partner. Die Quote derjenigen Frauen, die eine Familie als Haupternährerin versorgen, liegt gerade mal bei 9%.
Schonmal so rum gesehen, dass sich schlecht verdienende Männer nicht mit gut verdienenden Frauen verpartnern? Habe schon oft gehört, dass die eigene Frau/Freundin ja wohl nicht mehr verdienen solle als man selber.
Zumal ich knapp 10% (vorausgesetzt diese Zahl stimmt) doch schon recht ordentlich finde, dafür, dass hier immer wieder hervorgehoben wird, wie nutzlos, hinterhältig und egoistisch Frauen doch sind.

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Esib 18.11.2011, 15:45
126. Kommt auf die Intention an

Zitat von Sandygirl
Drei Männer in Elternzeit, drei Vertragsauflösungen. Alles Zufall.
Wenn unter 100.000 Männer, die Elternzeit nehmen, 100 oder 200 solcher Fälle vorkommen, sind das zwar extrem seltene Ausnahmen, es ist kein Problem, die zu finden und als "allgemeingültig" darzustellen. Die Auswahl der Beispiele spricht eher für die mangelnde Objektivität des Artikels.

Interessant wären auch Fälle gewesen, in denen der Vater drei Jahre zu Hause bleibt und die Kinder betreut, die Frauen sich anschließend scheiden lässt und dennoch vom Gericht die Kinder zugesprochen bekommt - im Bekanntenkreis geschehen. Und plötzlich...da soll der Mann wieder Karriere machen, damit er möglichst viel Unterhalt zahlen kann und bekommt notfalls ein "fiktives Gehalt" zur Unterhaltsbestimmung angerechnet - also eines, von dem das Gericht meint, er könne es mit seiner Ausbildung erzielen. Nix von wegen "größere Bindung" und "Bezugsperson" für die Kinder. Das gilt nur für Frauen. Typisch feministische "Gleichberechtigung" eben.

Als Vater in Deutschland drei Jahre zu Hause bleiben, ist wie Russische Roulette mit 3 Kugeln (50% durchschnittliche Scheidungschance).

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ma.jo. 18.11.2011, 15:52
127. Sollten Frauen nicht die Schwangerschaft fürchten

Hallo zusammen,
was mich wundert ist, dass die ganze Zeit der Karriereknick für die Väter wärend der Elternzeit angesprochen wird, aber wenn wir Frauen genau die gleichen Argumente anbringen würden wie die Herren, würde es noch weniger Kinder in Deutschland geben.
Wenn ich Kinder möchten, muss und will ich auf jeden Fall eine Auszeit nehmen. Das ist mir von Anfang an klar.
Aber warum mein Mann dies nicht auch tun sollte, als seien Anteil zum Kinderwunsch ist mir nicht klar.
Warum ist mein Karriereknick weniger schlimm als seiner?
Wir verdienen ungefähr gleich viel, sodass es finanziell keinen großen Unterschied macht, wer zu Hause bleibt.
Er sagt, er hat Angst, dass er in seiner Firma nach der Auszeit so behandelt wird, wie die Mütter, die in Elternzeit gehen (danach schlechterer Job, Mobbing etc.).
Dort sollte wohl niemand ein Kind bekommen.
In meiner jetzigen Firma ist eine Elternzeit weniger ein Problem. Aber das bedeutet ja, dass es eindeutig ein Firmen- und kein Geschlechter-Problem ist, oder?

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Diskutant_EF 18.11.2011, 15:52
128. Kein Titel

Zitat von skal666
Hier ist es mal wieder voll mit den unterschiedlichsten Hasstiraden. Frauen würden nur nach oben heiraten, Frauen würden nur nehmen und niemals geben, die Machos bevorzugen und Softies links liegen lassen... Auf Mr. Right warten...
Mädels, wer austeilt, muss auch einstecken können. Oder haben Sie nur eine Hälfte der Beiträge gelesen?

Als "Hasstiraden" würde ich das aber nicht bezeichnen. Da ist der Sysop vor.

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tw2 18.11.2011, 16:05
129. Wahl

Zitat von skal666
Ich hätte nichts dagegen einen Mann zu heiraten, welcher weniger verdient als ich und kein Cheff ist.
Womöglich haben Sie aber auch nie vor der Wahl zwischen einem Gutverdiener und einem Schlechtverdiener gestanden.

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