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Fehlende Lkw-Fahrer: Spediteure warnen vor "Versorgungskollaps"
DPA

Sie transportieren alles, was das Land braucht - doch Arbeitsbedingungen und das Image des Berufs schrecken den Nachwuchs ab: 60.000 Lkw-Fahrer fehlen derzeit deutschlandweit. Spediteure schlagen Alarm.

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sternfeldthommy 14.05.2019, 19:54
110. dümmliche Klischees

Also, wenn ich etwas von "schlechtem Image" höre, muss ich schmunzeln....
Wir könnten ja mal...sagen wir...10 Tage die Räder in Deutschland still stehen lassen...
Spätestens dann, wenn es in unseren Supermärkten so aussieht, als würden sie als Kulisse für einen DDR Film herhalten, glaube ich, das sich das "schlechte Image" rasant verbessert. Und wenn ich das hier lese: (Zitat) "Der deutsche Fernfahrer steht unter hohem Stress und enormen Termindruck", sagt Klemens Bruch, früher selbst Fernfahrer und heute Anwalt, im SPIEGEL-Interview. "Mal kurz rausfahren und einen Kaffee holen ist nicht. Dann hat der Fahrer gleich seinen Chef am Apparat. Er solle die Termine einhalten. Und wenn er das nicht leisten kann, kommt sicherlich das Argument, dass es billigere Fernfahrer auf dem Markt gibt als ihn."
Auch da kann ich nur laut lachen über soviel Blödsinn ! Ich fahre immerhin auch schon seit 1988 und bei mir hat sich das noch keiner getraut. Ich würde sofort wechseln und denen den Schlüssel auf den Schreibtisch werfen. Nur Idioten lassen sich sowas gefallen. Hab ich grad Idioten gesagt ? Sry, ich meinte eigentlich Vollidioten

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camshaft_in_head 14.05.2019, 19:59
111. @ sternfeldthommy

nein das ist wirklich so. Ich als DHL-Expressfahrer wurde angerufen warum ich nicht direkter die vor 8 oder 9 Uhr termine angefahren habe weil mein Scanner per GPS überwacht wurde! Ich wurde damals sekündlich überwacht und wurde doof angemacht weil ich irgendwo mal stoppte weil ich mal zur Toilette musste. Ich hab dann dankend den Arbeitsvertrag auslaufen lassen!

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HISXX 14.05.2019, 20:02
112.

Wenn es eine Branche gibt, mit der ich überhaupt kein Mittleid habe, dann ist es das Speditionsgewerbe.
Jahrelang haben sie uns weisgemacht, sie würden an der Konkurrenz aus dem Osten Pleitegehen. Dann sollte es die Maut sein. Jetzt also der Fachkräftemangel. Da gibt es ja ein einfaches Mittel: Behandelt eure Fahrer nicht wie den letzten Dreck, sondern bezahlt sie vernünftig und schafft bessere Arbeitsbedingungen.

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eisi54 14.05.2019, 20:42
113. Autonom?

Zitat von login37
Wir können uns ja streiten, ob es noch 1, 2, 5 oder 8 Jahre dauert, bis autonomes Fahren kommt. Aber es ist absolut sicher, dass es kommt und es ist absolut sicher, dass es sich dann breit durchsetzen wird. Der ökonomische Vorteil ist zu groß. wer als Anbieter nicht darauf setzt, wird sich aus dem Markt preisen.
Ich war 46 jahre auf der Strasse bin jetzt 64 und warte auf die Anfänge des autonomen fahrens dass ich mal wieder was zu lachen habe! Der Eisenbahnverkehr und der Flugverkehr sind jetzt schon automatisierbar, kann jeder Modelleisenbahner bestätigen. Man kann mit Instrumenten starten und landen und dazwischen mal ein paar Leute canceln wie das der grosse Bruder mit seinen Drohnen praktiziert. Aber den Verkehr auf der Autobahn? Nicht mal wenn alle anderen auf die Strassen ausweichen müssen. In Bayern wurde jetzt das sg. Platooning getestet und abgeblasen weils nichts bringt. Das einzige was etwas bringt sind Fahrten zu optimieren. So wurde schon vor 35 Jahren der komplette Binnenmöbeltransport der DDR durch einen Zentralrechner in Leipzig den einzelnen Speditionen zugeteilt nach Anzahl der Möbelzüge. Aber das will ja keiner wissen, wir waren ja auch auf anderen Gebieten fortschrittlicher wie der Laden hier. Ansonsten bezahlt die Leute besser, dass die Frauen was auszugeben haben, wenn der Mann schon die ganze Woche nicht da ist! Ich kenne etliche "ich war auch mal Fahrer, aber jetzt bin ich jeden Tag zu hause und verdiene mehr" Kollegen. Ansonste gute Fahrt und dass ihr alle heute einen guten Parkplatz findet!

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bauermi3 14.05.2019, 20:53
114. Interessant, dass auf dem "Arbeitsmarkt" die Marktregeln nicht gelten.

Man sollte doch meinen, dass bei Verknappung des Angebots die Preise (=Löhne) steigen. Aber - wie im Artikel geschrieben - wird es als unglaubliche Großzügigkeit dargestellt, wenn Firmen MEHR als TARIF zahlen (= mehr als den MINDESTLOHN).
Und die Konsequenz aus dem Fahrermangel ist nicht etwa, dass die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung verbessert werden, sondern ganz im Gegenteil, die Fahrer werden noch immer mehr ausgepresst.
SO wird man dieses Problem ganz bestimmt nicht lösen....

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hjvh25 14.05.2019, 20:59
115.

37% Leerfahrten, da gibt es viel Potenzial

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Peter Meyer01 14.05.2019, 21:06
116. Haha

"Es gibt billigere Fahrer als Sie!!"
5 Minunten später:
"HILFE! Nicht mal zum Tariflohn finde ich noch Leute!! So tue doch einer was!"

Deutsche Chefs und Personalabteilungen in der Nussschale. Wenn wir wirklich alleine von deren Fähigkeiten abhängen würden, wäre die Menschheit längst ausgestorben.

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max-mustermann 14.05.2019, 21:08
117.

Da bereitet mir der drohende verkehrskollaps dann doch schon ehr Sorgen, die Autobahnen sind verstopft mit LKWs. Daß die rechte Spur permanent voll mit LKWs ist die quasi Stoßstange an Stoßstange fahren ist ja schon lange normal aber inzwischen ist immer öfter zu beobachten das auch die zweite Spur von LKWs vereinnahmt wird. Wie das ohne den angeblichen Mangel an Fahrern aussehen würde möchte ich mir gar nicht erst vorstellen, packt den Güterverkehr auf die Schiene und schon sind alle Probleme gelöst.

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Ali Blabla 14.05.2019, 21:09
118. keine Fahrer!!??

die stehen wohl alle zu lange im Stau!? Aber im Ernst:
Wie wäre es "Fernverkehr auf die Schiene, mehr regionale Produkte, kein just in Time" und vor allem einen Verkehrsminister, keine industriegesteuerten CSU- Tiefflieger, die es alle paar Jahre nach der Wahl gratis dazu gibt, obwohl sie bundesweit nur auf knapp über 6% kommen.

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dagmar1308 14.05.2019, 21:31
119. Tiere von Estland nach Spanien

zu transportieren ist pervers. Hoffentlich finden die keine Idioten mehr, damit diese Tierfolter unterbleibt.
Das gleiche gilt für unsere Agrarexporte, die nicht nur gefolterte Tiere als Voraussetzung erzwingen sondern der dafür nötige Futtermittelanbau die Pflanzen- und
Tierwelt zerstört und teils Boden für Wohnraum entzieht.
Einfach mal die Exportstatistik von D genauer analysieren.

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