Forum: Karriere
Fehlende Lkw-Fahrer: Spediteure warnen vor "Versorgungskollaps"
DPA

Sie transportieren alles, was das Land braucht - doch Arbeitsbedingungen und das Image des Berufs schrecken den Nachwuchs ab: 60.000 Lkw-Fahrer fehlen derzeit deutschlandweit. Spediteure schlagen Alarm.

Seite 2 von 14
phthalo 14.05.2019, 15:16
10. @syracusa

Das man einfach nur faire Löhne Zahlen soll, ist wohl ein wenig kurzsichtig gedacht. Ich bin mir mal ziemlich sicher, dass die ganzen Speditionen zum großen Teil jeden Cent umdrehen, um nicht pleite zu gehen.
Letztlich sind die Verbraucher gefragt, mehr für die transportierten Produkte zahlen zu wollen. Dann könnten dieses Geld auf die Fahrer zum Teil umgelegt werden. Aber wir Verbraucher sind v.a. an einem interessiert: Billig, billig, billig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isi-dor 14.05.2019, 15:17
11.

Niemand braucht Mineralwasser aus den Pyrenäen oder den Abruzzen, niemand braucht Aufbacklinge aus der Ukraine, Joghurtbecher aus Litauen oder Bier aus Flensburg in Berchtesgaden.
Es wird generell zu viel transportiert, weil Transport viel zu billig ist und die Schäden von der Allgemeinheit getragen werden.
10 Euro Maut pro Kilometer und das Problem löst sich von ganz allein und völlig ohne Qualitätsverlust.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kraftmeier2000 14.05.2019, 15:17
12. Hoffentlich

ändert sich da nichts, so kommt man eventuell mal dazu, diese LKW- Kolonnen auf die Schiene zu verlegen.
Ganz davon abgesehen das der Hr. Scheuer endlich mal ein generelles Überholverbot auf zweispurigen Autobahnen für LKW (Elefantenrennen) untersagt, und dieses in den Bußgeldkatalog aufnimmt, mit mindesten 250€ Strafe und im Wiederholungsfall Führerscheinentzug. Habe die letzten Tage wieder etliche brenzlich Situationen gesehen, wo LKW-Fahrer die Spur rücksichtslos wechseln, obwohl PKWs auf der Linken Spur nahten, wie gesagt ohne Rücksicht auf eventuelle Verluste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adhortator 14.05.2019, 15:20
13. klar, die Bahn...

Zitat von lacrimae_mundi
Es fehlt nicht an Fahrern, es fehlt am politischen Willen und entsprechenden Konzepten und Infrastruktur, die Gütertransporte auf die Schiene zu verlagern.
.... schauen Sie doch einfach mal wem die Firma Schenker gehört, eine der grössten Speditionen Deutschlands...genau, der Deutschen Bahn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tomislav1980 14.05.2019, 15:22
14. nur die halbe Wahrheit...

Die Argumente bzgl. Entlohnung und Arbeitsbedingungen sind sicher nicht unwahr aber auch nur die halbe Wahrheit. Die nun herrschende Misere war spätestens mit Ende der Wehrpflicht und der Schaffung des tollen BKrFQG (Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz) doch mehr als absehbar. Letzteres hat den Erwerb einer Fahrerlaubnis im LKW-Bereich zu beruflichen Zwecken in etwa verdoppelt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 14.05.2019, 15:26
15. pay peanuts...

... and get monkeys. Oder eben nicht mal monkeys. Die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung sind wenig geeignet, Mitarbeiter zu finden. Mehr Güter auf die Schiene, dazu einen Schuss weniger "Just in Time" und mehr Lagerfläche. Das wären Optionen, mit denen man arbeiten könnte, anstatt diese moderne Sklavenhaltung mit mehr Personal aufzupeppen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bollocks1 14.05.2019, 15:29
16. Abgesehen davon....

....das die Infrastruktur schlicht nicht vorhanden ist und unsere Politik das Ruder auch nicht in der Lage ist herumzureißen, beispielsweise durch eigene Gütertrassen (schafft man ja noch nicht mal für Schnellzuege) könnte man zum Beispiel die Lastzuggesamtgewichte erhöhen, also Eurozug auf 44to. Ferner, mit mehreren Achsen, Erhoehung auf 50 bzw. 60 to und Gesamthöhe auf 4.20m. Klappt in Holland, Belgien, UK. Damit liessen sich die gleiche Menge Gueter mit weniger Lkw transportieren.
Aber halt, unsere Brücken sind ja angeblich marode und man reduziert einfach die Ueberfahrgewichte anstatt die Brücken zu sanieren oder zukunftsträchtig zu erhöhen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tekgeist 14.05.2019, 15:30
17. Denk' doch mal jemand...

..an die armen, armen Ausbeuter, die jetzt ihren Angestellten menschenwürdige Arbeitsbedingungen und angemessenen Lohn anbieten müssen!
Sogar den Osteuropäern!
Nicht mal die Fahrtenschreiber darf man mehr manipulieren.
Wo soll das nur hinführen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kurt-C. Hose 14.05.2019, 15:30
18. Schwierig

Früher hatte jeder Soldat die Möglichkeit, seinen LkW-Führerschein zu machen. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht müsste man selber Geld in die Hand nehmen, um den zu machen, wer macht das schon... Welcher junge Mann mit Ende 20 hat denn hete schon einen LkW-Führerschein. Viele machen nicht einmal mehr den normalen für PkW...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RalfHenrichs 14.05.2019, 15:30
19.

Zitat von phthalo
Das man einfach nur faire Löhne Zahlen soll, ist wohl ein wenig kurzsichtig gedacht. Ich bin mir mal ziemlich sicher, dass die ganzen Speditionen zum großen Teil jeden Cent umdrehen, um nicht pleite zu gehen.
Nö, ist es nicht. Lösung hier: Arbeitgeberverband der Spediteure setzt sich mit Gewerkschaften hin und vereinbaren Tarifvertrag mit deutlich besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen und lassen diesen vom Wirtschaftsminister für allgemein verbindlich erklären. Problem gelöst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 14