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Fehlende Lkw-Fahrer: Spediteure warnen vor "Versorgungskollaps"
DPA

Sie transportieren alles, was das Land braucht - doch Arbeitsbedingungen und das Image des Berufs schrecken den Nachwuchs ab: 60.000 Lkw-Fahrer fehlen derzeit deutschlandweit. Spediteure schlagen Alarm.

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gsflair 14.05.2019, 15:31
20.

Wir Spediteure würden gerne mehr Aufträge über die Bahn abfahren, aber Infrastruktur und Kapazitäten sind kaum ausreichend. Als im Sommer wegen der Dürre die Wasserstraßen weggefallen sind, konnte man Container per Bahn nur mit einigen Wochen Vorlauf buchen. Das ist für viele Kunden nicht zeitgerecht und im Vorhinein auch kaum planbar.

Die LKW Spediteure würden Ihre Fahrer gerne besser bezahlen. Aber wenn gerade Großunternehmen die Speditionen wegen weniger Euro wechseln, hält das den Wettbewerbsdruck enorm hoch. Gerade Unternehmen, die sich in Abhängigkeiten von Großkunden befinden, könnten den Verlust dieser Kunden kaum kompensieren. Zudem drückt die Konkurrenz aus den östlichen EU-Ländern und auch Weißrussland die Preise enorm.

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a.jacubasch 14.05.2019, 15:39
21. Freie Straßen

Bis in die 70-ziger Jahre der letzten Jahrh. hatten viele Unternehmen ihr Anschlussgleis ans Schienennetz. Vielleicht ist es sinnvoll zuerst mal über eine Automatisierung bei diesem Verkehrsträger nachzudenken. Dies ist bestimmt die dankbarere Aufgabe um die Effizienz hier zu steigern, die Kosten zu senken und den Straßenverkehr zu entlasten. Noch bevor man sich an autonome Fahrzeuge im Straßenverkehr ranmacht.

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toledo 14.05.2019, 15:39
22. Ach.. schon wieder die Bahn

als heils bringende Universallösung..
Eine Frage bitte... wie kommt mein neuer Kühlschrank denn vom Güterbahnhof zu mir Hause...?!?
Oder die ökologisch korrekt erzeugte Bio Milch vom Ökobauern zu mir? Eines weiss ich jetzt schon: Das Lastenfahrrad als weitere heilsbringende Universallösung lehne ich ab

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totalausfall 14.05.2019, 15:40
23. Keine Panik!

Neue Human Resources sind bald verfügbar! Stehen zwar nicht täglich in den Nachrichten, aber die EU Erweiterungen werden fortlaufend verhandelt. Denn die Polen sind längst nicht mehr günstig, die drängen selber auf billigere Arbeitskräfte vom Balkan.

In Albanien, Bosnien, Serbien, und sogar dem kläglichen Rest der Ukraine warten Millionen junger Männer, die nur allzugerne hier für roundabout Mindestlohn LKW - und Busfahren würden ; weil das 5 mal mehr ist als der Durchschnitt in ihrem Land und sie damit ihre Kinder auf die Schule schicken können etc..

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nopsi 14.05.2019, 15:40
24. tja...

Da sieht man mal was für Auswirkungen das fehlen der Wehrpflicht UND der neue tolle EU Führerschein (seit 1999) hat.

Was das damit zu tun hat? Nun, die Bundeswehr war einer der größten Aussteller bzw. Ausbilder der BCE (2er) Führerscheine. Dazu kommt, dass viele durch den 7,5to LKW zum Berufskraftfahrer geworden sind, und danach dann den 2er Füherschein gemacht haben.

Aber jetzt, dank der EU Regelung, dürfen nur noch 3,5to gefahren werden. Und die Bundeswehr (genauso übrigens wie das THW, die Feuerwehren oder der Katastrophenschutz) müssen GENAU darauf achten wem der C-Führerschein angeboten wird.

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Kurt-C. Hose 14.05.2019, 15:43
25.

Zitat von kraftmeier2000
ändert sich da nichts, so kommt man eventuell mal dazu, diese LKW- Kolonnen auf die Schiene zu verlegen.
Auf welche denn? Das jetzige Schienennetz kann das nicht aufnehmen. Und Sie können ja mal raten, wie lange heutzutage ein Planfeststellungsverfahren samt Grundstücksumlegungen dauert, um neue Bahnstrecken zu schaffen.

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hup 14.05.2019, 15:43
26. Wem soll man denn raten Fernfahrer zu werden?

Die Arbeitsbedingungen sind extrem schlecht, die Bezahlung unangemessen miserabel und die Zukunftsaussichten praktisch gleich null.

Da hat sich einsc eine Branche sich ins Aus geschossen - und weil es keinen ausreichenden Nachschub an billigen Lohnsklaven aus anderen Ländern mehr gibt jammert man nun über fehlenden Nachwuchs.

Wie in jeder anderen Branche gilt: Wenn ihr wollt, dass jemand für euch arbeitet, dann müsst ihr ihn ordentlich bezahlen und ihm eine Perspektive bieten.

Wie soll die denn aussehen bei steigender Automatisierung?

Kein Wunder dass das fast nur ältere Menschen machen, die umsatteln mussten und keine allzulange Berufsperspektive mehr haben, geschweige denn eine Karriere haben wollen.

Entweder ihr forciert die Automatisierung massiv, oder ihr müsst deutlich mehr bieten, damit jemand für euch fährt - und vor allem mit Perspektive auf Weiterentwicklung und Umstieg, wenn die Fahrer spaetestens in 20 Jahren aus dem Fahrerhaus verdrängt werden. Wer soll denn in jungen Jahren voll in eine niedrig qualifizierte Sackgasse einsteigen?

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Pixopax 14.05.2019, 15:45
27. Mehr Geld..

bringt mehr Fahrer.

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isi-dor 14.05.2019, 15:47
28.

Mehr lokale Produkte, weniger Transport, höhere Beteiligung der LKW-Lobby an den Kosten der Straßenschäden, das ist die Lösung.
Alles andere ist nur leeres Gerede ohne Ziel.

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g_bec 14.05.2019, 15:49
29. Bce

Zitat von Kurt-C. Hose
Früher hatte jeder Soldat die Möglichkeit, seinen LkW-Führerschein zu machen. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht müsste man selber Geld in die Hand nehmen, um den zu machen, wer macht das schon... Welcher junge Mann mit Ende 20 hat denn hete schon einen LkW-Führerschein. Viele machen nicht einmal mehr den normalen für PkW...
Stimmt zwar nicht, dass mit dem "jeder Soldat hatte die Möglichkeit", aber ist eh Wurscht, weil ein BCE-Schein mitnichten dazu befähigt, im gewerblichen Güterverkehr LKW zu fahren. Selbst wenn wir jährlich 2 Mio Wehrpflichtige mit BCE-Schein hätten, würde das auf den Fahrermangel erstmal keinen entlastenden Einfluss haben.
Vielleicht wäre das ja 'ne Idee für die Spediteure? Bezahlt den Aspiranten den Lappen...

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