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Fehlende Lkw-Fahrer: Spediteure warnen vor "Versorgungskollaps"
DPA

Sie transportieren alles, was das Land braucht - doch Arbeitsbedingungen und das Image des Berufs schrecken den Nachwuchs ab: 60.000 Lkw-Fahrer fehlen derzeit deutschlandweit. Spediteure schlagen Alarm.

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j.vantast 14.05.2019, 16:02
40. Schattenseiten

Die Schattenseiten überwiegen in diesem Beruf eben. Unregelmässige Arbeitszeiten die ein Familienleben unmöglich machen, ständig den Druck der Firma im Nacken aber andererseits angehalten die Verkehrsregeln als auch Lenk- und Ruhezeiten korrekt einzuhalten. Enorme Parkplatznot auf den Autobahnen, verschimmelte Duschen und dreckige Toiletten auf den Raststätten, ständig per GPS verfolgt usw.
Logisch dass das keiner mehr machen will.

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syracusa 14.05.2019, 16:04
41.

Zitat von phthalo
Das man einfach nur faire Löhne Zahlen soll, ist wohl ein wenig kurzsichtig gedacht. Ich bin mir mal ziemlich sicher, dass die ganzen Speditionen zum großen Teil jeden Cent umdrehen, um nicht pleite zu gehen.
Logisch. Und dann müssen sie eben pleite gehen. Wettbewerber sollen sich durch Leistung voneinander abgrenzen, nicht durch Lohndumping und an Sklavenhaltung grenzende Beschäftigung ausländischer Ich-AGs. Und wie kann es dazu kommen, dass Speditionen keine auskömmlichen Preise nehmen können, aber gleichzeitig über 60.000 fehlende Fahrer jammern? Was sollen diese 60.000 Fahrer denn transportieren? Sorry, aber da kann nur eins von beiden wahr sein!

Marktwirtschaft ist gut, Kapitalismus ist schlecht. Der Unterschied liegt u.a. darin, dass im einen Fall die Menschenwürde gewahrt wird, im anderen Fall nicht.

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stadtberger 14.05.2019, 16:04
42. Universallösungen vom Sofa aus

Ich kann mir das Lachen nicht verkneifen, denn es werden Plattitüden in die Kommentare gemischt: Mehr Güter auf die Schiene, bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Mag ja richtig sein, doch vergisst man dabei den Endverbraucher: Geiz ist geil und bloß keine Versandkosten! Warum? Ein Beispiel: eine Palette mit Dachpfannen wird abgeholt, 80km nach Süden in ein Umschlagsdepot gebracht, nur um am nächsten Morgen wieder aufgeladen zu werden und die gesamte Strecke + 100m zurückgefahren zu werden. Der Empfänger wohnt nur zwei Hausnummern weiter und meinte dazu: „War doch ohne Versandkosten!“

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supergrobi123 14.05.2019, 16:04
43. Komisch...

Normalerweise liest man doch, dass das böse autonome Auto irgendwann zahlreiche Fahrerjobs zerstören wird. Und nun muss ich erfahren, dass das schlimme Ausbeuterjobs sind, die keiner machen will? Na sowas!

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Nutzer ohne Namen 14.05.2019, 16:04
44. die zukunft schreckt ab

wer will heute noch freiwillig Fernfahrer werden. neben den vielen angesprochenen Dingen, darf nicht vergessen werden, das in spätestens 10 Jahren sich ein Großteil der lkws auf autobahn "aneinander koppeln" und vollautomatisch dem Führungsfahrzug folgen werden. dann werden im Fernverkehr nur noch ein Bruchteil der heute notwendigen Fahrer benötigt . innerstädtisch wird es vermutlich noch etwas länger dauern, aber auch dort werden eher früher als später lkws autonom unterwegs sein.

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Pickle__Rick 14.05.2019, 16:04
45.

Ganz ehrlich: Heult nicht rum liebe Spediteure!
Ihr wisst genau wie die Fahrer behandelt werden. Wer faire Löhne zahlt und anständig mit den Leuten umspringt, findet auch Personal.
Im schlimmsten Fall muss man auch mal in den sauren Apfel beißen und nicht nur von anderen Betrieben erwarten, dass sie ausbilden. Ich sehe aber auch die Poltik in der Verantwortung. Die hat nämlich bis jetzt keinerlei Idee wie man den Menschen trotz fortschreitender Automatisierung die Angst vor der Zukunft nimmt. BGE? Teufelszeug!

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Bayuware1947 14.05.2019, 16:04
46. Wir haben es schon von 30 Jahren erkannt

Seit etlichen Jahren wurde in Deutschland systematisch die Infrastruktur des Güterschienenverkehrs abgebaut. Güterbahnhöfe wurden abgebaut und anderweitig genutzt. Spiegelgleich stieg der Güterverkehr auf der Strasse und damit die Staus auf den Autobahnen. Es waren politische Entscheidungen, vornehmlich der Unions-Verkehrsminister. Ich erinnere mich noch gut, dass wir es bereits vor 30 Jahren in privaten Unterhaltung als Gefahr erkannten. Es waren einmal mehr die politischen Entscheidungsträger, die lieber die LKW-Sparten von Daimler & Co unterstützten. Ja, auf des Volkes Meinung zu hören könnte vielleicht den Spendeneingang negativ beeinflussen, immer mit der Gewissheit, doch gewählt zu werden. Das ist Demokratie!

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kezia_BT 14.05.2019, 16:08
47. Güter gehören auf die Bahn!

Wendet man dieses Prinzip auf nicht-verderbliche Güter an, werden die Autobahnen leerer und die Fahrer reichen wieder.
Führt man noch Regionalität bei Lebensmittel als oberstes Prinzip ein und karrt den Joghurt nicht von Schleswig nach Bayern und umgekehrt, hat man nochmal die Hälfte der Transport eingespart. Die Umwelt dankt.

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syracusa 14.05.2019, 16:08
48.

Zitat von gsflair
Die LKW Spediteure würden Ihre Fahrer gerne besser bezahlen. Aber wenn gerade Großunternehmen die Speditionen wegen weniger Euro wechseln, hält das den Wettbewerbsdruck enorm hoch.
Diese behautpung steht aber in Widerspruch zur Aussage, dass 60.000 Fahrer fehlen. Was sollen diese 60.000 Fahrer denn transportieren, wenn die Spediteure schon jetzt ohne diese 60.000 nur so wenig Transportgut haben, dass sie bei ihren Kunden nur ruinöse Preise nehmen können?

Sorry, aber Ihre Argumentation trägt nicht. Es kann nur eines wahr sein: entweder harter Wettbewerb und Preiskampf um jedes Kilo Transportgut, oder fehlende Fahrer. Das eine schließt das andere aus.

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qjhg 14.05.2019, 16:11
49. Tja, da werden die Spediteure nicht umhin kommen,

endlich die Arbeitsbedingungen und die Löhne erheblich zu verbessern. Solange Dumpingpreise konkurrieren. Scheinen die Spediteure zu Lasten der LKW- Fahrer noch gut zu verdienen. Das muss aufhören. Und das geht nur mit einer grundsätzlichen Reorganisation dieser Branche einher.

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