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Fehlende Lkw-Fahrer: Spediteure warnen vor "Versorgungskollaps"
DPA

Sie transportieren alles, was das Land braucht - doch Arbeitsbedingungen und das Image des Berufs schrecken den Nachwuchs ab: 60.000 Lkw-Fahrer fehlen derzeit deutschlandweit. Spediteure schlagen Alarm.

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rst2010 14.05.2019, 16:12
50. lkw fahren ist ein schlechter job für die fahrer,

eigentlich sollte ja mehr fracht auf die schiene. zumindest wird davon seit gefühlt 40 jahren geredet, während de facto das gegenteil passiert ist.

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j.vantast 14.05.2019, 16:13
51. Relativ einfach

Zitat von toledo
als heils bringende Universallösung.. Eine Frage bitte... wie kommt mein neuer Kühlschrank denn vom Güterbahnhof zu mir Hause...?!? Oder die ökologisch korrekt erzeugte Bio Milch vom Ökobauern zu mir? Eines weiss ich jetzt schon: Das Lastenfahrrad als weitere heilsbringende Universallösung lehne ich ab
Der Kühlschrank kommt mit einem Kleintransporter, ganz einfach. Es geht hier um LKW und das auch überwiegend im gewerblichen Güterfernverkehr. Die rechte Spur auf der Autobahn ist heute so dicht mit LKW das man oft nicht einmal eine Lücke findet um die Autobahn zu verlassen. Es müssen also nicht noch mehr Fahrer her damit noch mehr LKW auf die Strasse kommen.
Leider ist die Bahn in Deutschland aufgrund einer völlig vernachlässigten Infrastruktur keine echte Alternative. Das könnte, wenn man denn wollte, aber ändern. Stattdessen baut man aber lieber E-Highways für die LKW.

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willi_ac 14.05.2019, 16:17
52. Transport darf und muss teuerer werden!

Wenn im Supermarktregal das Bier aus der Region billiger ist als das, das schon 500 km gefahren ist, wird der Kunde reagieren, bei vielen anderen Produkten auch. Die LKW-Fahrten würden abnehmen, der Verschleiß der Straßen würde reduziert, Staus und Unfälle gingen zurück, es würde weniger Diesel verbraucht und zu schädlichen Abgasen verbrannt...ach Mist, alle nur geträumt. Das wäre ja eine Katastrophe für das Wirtschaftswachstum.

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Johann Dumont 14.05.2019, 16:18
53. ein Frage der Konditionen

wer möchte für wenig Geld wochenlang unterwegs sein - keine Parkplätze finden - trotzdem Strafe zahlen für Lenkzeitenüberschreitung und sich von der Polizei zudem schikanieren lassen - und am Ende auch noch den privaten Führerschein verlieren - die Antwort: offenbar zu wenige - wen wundert es? Antwort: keinen

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FlameDance 14.05.2019, 16:19
54. Der Kollaps droht den Autobahnen

Heute Nacht auf der A7 von Nord bis Süd war kaum ein Parkplatz zu finden. LKW standen auf den Zufahrten, regelmäßig so, dass selbst mit dem PKW gut gezielt werden musste, um überhaupt eine Lücke zu finden. Die PKW-Parkplätze überall mit LKW, Sattelschleppern zugeparkt, teils in Zweierreihe. Eine Momentaufnahme oder "Normalzustand"? Die Autobahnen sind massiv reparaturbedürftig, Brücken kurz vor dem Zusammenbruch, vermutlich wegen der hohen Last. Kollaps wegen Fahrermangel? Oder Kollaps wegen zu vieler Fahrer?

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frelsingi 14.05.2019, 16:19
55. Tja...

... vielleicht ein wenig besser bezahlen und menschlichere Arbeitszeiten?
Abgesehen davon, dass die Verlagerung des Gütertransportes von der Schiene auf die Straße eine grandiose Fehlentwicklung ist, der man schon lange hätte steuern müssen. Als Ende der 80er das Klimaproblem offenbar wurde, gab es noch eine recht feinmaschige Schieneninfrastruktur, welche die DB mittlerweile hat verkommen lassen - Stillegung, Rückbau, Kappen von Gleisanschlüssen... Würden die Politiker ernsthaft an das Problem der AGW glauben, hätten sie damals dafür gesorgt, dass der Güterverkehr auf der Schiene geblieben, ja sogar dorthin zurückverlagert worden wäre. Mittlerweile könnte alle Strecken elektrifiziert sein und der Gütertransport ohne CO2-Ausstoß auf der Strecke voll elektrisch stattfinden und dann in dem Maße, wie die Stromversorgung auf regenerative Energiequellen umgestellt wird, auch ganz ohne CO2-Ausstoß auskommen. Auch der Öffentliche Personenverkehr (Nah und Fern) könnte schienengebunden und voll elektrifiziert sein. Dann wäre das leidige Problem der Stromversorgung von Elektroautos auf die PKWs für den ganz individuellen Verkehr reduziert.

Warum haben die Politiker das nicht gemacht? Weil sie selbst nicht an die AGW glauben, sondern damit lediglich dem einfachen Bürger das Geld aus der Tasche ziehen.

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Kurt-C. Hose 14.05.2019, 16:20
56.

Zitat von Bayuware1947
Seit etlichen Jahren wurde in Deutschland systematisch die Infrastruktur des Güterschienenverkehrs abgebaut. Güterbahnhöfe wurden abgebaut und anderweitig genutzt. Spiegelgleich stieg der Güterverkehr auf der Strasse und damit die Staus auf den Autobahnen. Es waren politische Entscheidungen, vornehmlich der Unions-Verkehrsminister. Ich erinnere mich noch gut, dass wir es bereits vor 30 Jahren in privaten Unterhaltung als Gefahr erkannten. Es waren einmal mehr die politischen Entscheidungsträger, die lieber die LKW-Sparten von Daimler & Co unterstützten. Ja, auf des Volkes Meinung zu hören könnte vielleicht den Spendeneingang negativ beeinflussen, immer mit der Gewissheit, doch gewählt zu werden. Das ist Demokratie!
Das ist Blödsinn - das hat logistisch einfach nicht funktioniert (siehe Huckepackbahnhöfe). Erstens reicht Bahn allein NIE, weil man immer noch einen LkW braucht, der die Güter zur Bahn bringt UND einen LkW, der sie von der Bahn zum Kunden bringt - man ist auf langsamen Güterverkehr angewiesen (80 kmh und Nahrang hinter PErsonenverkehr) UND hat die zusätzlichen Kosten minimal zweimal umzuladen. Das mit den Gütern auf der Bahn hört sich immer wohlfeil an, lässt sich aber kaum praktisch zu vertretbaren Kosten und in zumutbrarer Zeit umsetzen, Maschinenteile gehen nun mal nicht zum Bahnhof und setzen sich in einen ICE.

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karlsiegfried 14.05.2019, 16:20
57. Nur keine Aufregung

Die Welt hat sich kräftig gedreht. Das ist doch alles schon lange bekannt. Und viele Foristen schreiben das auch. Wo ist nun das Problem? Die Menschheit kann nur in einem System leben, welches auch funktioniert und zwar für den Menschen. Aber was funktioniert denn noch und auch in der Zukunft? Richtig, der Kapitalismus, erbaut, gefördert und erlaubt von der Politik. Die Politik ist das grosse Übel. Solange sich diese angeblichen Demokraten übler Verhalten als der letzte deutsche Kaiser, wird das auch immer so bleiben. Nun macht mal bav euer Kreuzchen bei der Europawahl und nichts wird sich vervbessern oder verändern. Trotz aller groosmäuligen Versprechen von allen Parteien.

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login37 14.05.2019, 16:21
58. Heute als Fahrer geworben, morgen arbeitslos und unvermittelbar

Wir können uns ja streiten, ob es noch 1, 2, 5 oder 8 Jahre dauert, bis autonomes Fahren kommt. Aber es ist absolut sicher, dass es kommt und es ist absolut sicher, dass es sich dann breit durchsetzen wird. Der ökonomische Vorteil ist zu groß. wer als Anbieter nicht darauf setzt, wird sich aus dem Markt preisen.

Der allergrößte Kostenblock am Taxi und einer größten bei Speditionen sind nun mal die Lohnkosten. Soll ein Fahrzeug 18 Stunden a 6 Tagen die Woche Geld verdienen, dann braucht es dafür rechnerisch 3 Fahrer in Vollzeit (inkl. Urlaub und durchschnittlich 23 Krankheitstagen). Mit allen Lohnnebenkosten, Berufsgenossenschaft, ASD etc. kosten die das Unternehmen in 5 Jahren selbst zum Mindestlohn von 9,35 EUR knapp 400.000 EUR. Die verbaute Technik zum autonomen Fahren wird aber höchstens 10.000 EUR kosten.

Wie immer wird es Sonderfälle geben, die sich kaum automatisieren lassen und wo der Mensch mit seiner fast grenzenlosen Flexibilität günstiger ist. Aber 80% der Speditionsfahrer dürften ihren Job verlieren.

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heinrich-wilhelm 14.05.2019, 16:21
59. Umdenken

Was ist daran so schlecht? Das Speditionsgewerbe würde gezwungen umzudenken und den Transportweg auf Schiene und Schiff entdecken, statt endlose LKW Kolonnen auf dieStraßen zu bringen und die Umwelt mit Abgasen zu verpesten. Außer immer mehr auf die Straße zu bringen ist denen und unserer Politik wenig bis nichts eingefallen.

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