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Firmenlenker auf Droge: "Ein süchtiger Topmanager wird erpressbar"
Corbis

Alkohol, Kokain, Speed: Nimmt der Chef Drogen, bleibt das oft lange unbemerkt - die Folgen für die Firma können dramatisch sein. Hartmut Stepputtis hilft Managern mit Suchtproblemen. Im Interview erklärt der erfahrene Coach, warum gerade Bosse überraschend hilflos sind.

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inci2 13.11.2012, 21:51
30.

Zitat von spon-facebook-10000031165
Angehörige von Alkoholikern sind zahlenmäßig ungleich höher betroffen. Auf einen alkoholkranken Menschen kommen etliche Angehörige, Kinder, Partner, Kollegen und Freunde. Diese sind von den Auswirkungen der Krankheit ebenso betroffen, wie der Suchtkranke selbst. Sie entwickeln ein eigenes Krankheitsbild wie Depressionen, Angstzustände, körperliche und psychosomatische Symptome. Es wird jedoch nicht als eigenes Krankheitsbild erkannt und bringt unbehandelt große Belastungen mit sich. Ehefrauen drehen durch, Kinder versagen spätestens als junge Erwachsene und Kollegen stehen psychisch unter Dauerstrom. Fachleute verkennen häufig die Suchtkrankheit als Auslöser bei den Angehörigen. Ein gesellschaftliches Bewusstsein für die Problematik fehlt in Deutschland, im Gegensatz zu den USA, wo sich Politiker und Prominente schon seit Jahrzehnten outen. Fachleute in den USA empfehlen die Al-Anon Familiengruppen, die als weltweite Selbsthilfeorganisation Hilfe und Unterstützung für Angehörige von Alkoholikern bieten
gratulation. ich schätze, sie haben damit eine recht passable beschreibung für das "passivtrinken" gefunden. bisher haben sich die sanitaristen und prohibitionisten damit noch schwer getan.

aber nachdem es beim rauchen so gut geklappt hat, wird dieses mal die prohibition sicherlich nicht nur in amerika ein voller erfolg.

wie erfolgreich die prohibition war, konnte man unlängst auf arte in einer fünfteiligen doku betrachten.

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papayu 14.11.2012, 08:52
31. Ein Alkoholiker bleibt ein Alkoholiker!!

Fuer einen kleinen Arbeiter oder Angestellten ist es einfacher nach einer Kur abstinent zu bleiben.
Fuer eine Fuehrungskraft heisst es : Es ist vorbei mit der Karriere!
Und die Firmen fordern ja die Sucht direkt heraus!
Gehen Sie mal zu einem Empfang irgendwo.
Da gibt es kleine Appetithappen mit Kaviar oder Lachs, dazu Getraenke, Champagner,Fruchtsaefte und beides in Einem. Da wird geredet und das macht durstig.Sekt moebelt auf!
In meinen Berufsleben hatte ich einige Alkoholiker als Vorgesetzte.

Wohin kam so ein Betroffener dann gehen und was faellt nicht auf als Ausrede, wenn er zur Entziehung muss. Er wird vielleicht einen seiner Arbeiter dort treffen und schon ist es aus!!

Oft habe ich das Gefuehl, dass selbst die Minister und Abgeordneten nicht trocken sind. Dem Herrn Bruederle sieht man es an, dass er gerne einen hebt. Wo ist der Herr Klein geblieben, der vor Jahren mal volltrunken eine Rede halten wollte?

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albert schulz 14.11.2012, 11:46
32. Perspektive subjektiv oder objektiv ?

Zitat von fabeno
Hier treffen wie so oft zwei Weltanschauungen aufeinander. Diese Glaubensfrage kann nur jeder für sich beantworten. Hat der Mensch einen eigenen Willen und trägt Eigenverantwortung oder ist er ein Spielball seiner Gene, seiner Herkunft und seiner Umgebung. Ich schätze die erste Möglichkeit wesentlich mehr und bin glücklich mit dieser Einstellung. Wenn man den Menschen einredet sie hätten keine Eigenverantwortung, nimmt man ihnen die Möglichkeit zur Veränderung!
Jeder Mensch ist Illusionist, erwartet, hofft. Und er bequemt sich. Nimmt jede Menge Mühsal in Kauf. Er kämpft bis zum Umfallen für sich und seine Familie. Das macht ihm nämlich Freude, das ist sein Lebenszweck. Er wird gefordert und nimmt die Forderung an. Er buckelt. Und natürlich ist er der Ansicht, er könne sein Schicksal beeinflussen. Er muß es, weil sonst seine Anstrengungen unsinnig würden.

Dummerweise liegt er manchmal daneben oder die Verhältnisse machen ihm einen Strich durch die ausgeklügelte Rechnung. Wobei es absolut egal ist, ob er selbst Schuld daran hat. Er hat aufs falsche Pferd gesetzt und muß damit klarkommen. Und das passiert dauernd, aus allen möglichen Gründen. Mal ist er oben, ohne den Grund zu wissen, mal unten, auch wenn er sich immer strebend bemüht. Und das verwirrt ihn. Oben zu sein kann zuweilen weit irritierender sein als unten. Man fällt sehr viel tiefer, wenn es schiefgeht. Und der Fall ist weit häßlicher. Für das Aufbegehren ist viel mehr Energie vonnöten.

Das Leben besteht aus einer Ansammlung von Zufällen, die man mit sehr viel Mühen und Anstrengungen zu seinen Gunsten wenden kann. Aber Garantien gibt es nicht.

Selbstdisziplin hilft. Der Kampf ist trotzdem aussichtslos. Das fühlt man jeden Tag. Zwischen einem leitenden Angestellten und einem Obdachlosen liegen Millimeterchen.

Zusatz: Der Glaube Schicksal, Determinismus, Genetik, moralische Strafen sind bei Weibern wie Priestern sehr beliebt. Sie erwecken nämlich den Anschein, daß es eine innere Gesetzmäßigkeit gibt. Wie bei der heißen Herdplatte, nur auf die ganze Welt bezogen. Alles zwingend logisch, wenn dann. Ich liebe weibliche Logik. Fast so sehr wie die von Pfaffen. Natürlich gibt es eine innere Logik, aber die ist nicht erkennbar, weil viel zu viele Details unbekannt sind und unbekannt bleiben müssen.

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