Forum: Karriere
Fluglotsen-Mangel: Flugsicherung lockt mit 2000 Euro Prämie pro Extraschicht
Axel Heimken/ DPA

Verspätete Flüge, weil Fluglotsen fehlen: Die Deutsche Flugsicherung will dieses Szenario in der Ferienzeit verhindern. Sie bietet üppige Zahlungen für Sonderschichten an - doch die Mitarbeiter wollen nicht nur Geld.

Seite 2 von 5
iphone_dummy 17.05.2019, 21:13
10.

Zitat von TS_Alien
Die Sicherheitsabstände im Luftraum sind so groß, dass selbst bei vollem Luftraum ein fähiger Fluglotse nicht in Stress geraten wird. Es ist eine Routinearbeit, die sehr gut bezahlt wird. Die große Verantwortung, die ein Fluglotse hat, trägt er nebenbei. Das ist bei vielen Berufen so und muss nicht extra bezahlt werden. Wird es meistens auch nicht. Früher waren die Fluglotsen Beamte. Die Luftraumüberwachung hat damit genauso gut funktioniert.
Sie scheinen ja eine Fachkraft zu sein. Dann können Sie sicher auch erklären
1. Warum die Auswahlkriterien für Lotsen so hoch sind? (Kennen Sie die Durchfallquote unter den Bewerbern/innen)
2. Warum bei den wunderbaren Bedingungen seit zwei Jahrzehnten ein Personalmangel herrscht?
3. Warum auch in anderen Ländern ein Mangel an Lotsen herrscht?
Trotz z.T. deutlich besserer Arbeitsbedingungen
4. Warum in Folge von Belastungsstudien die Arbeitszeiten der Lotsen so stark limitiert sind?
5. Warum weltweit die Altersgrenzen zur Einstellung so niedrig - und die für den Ruhestand extrem niedrig sind?
6. Warum versuchen Sie auf so billige Art Neid zu verbreiten - Sie hätten doch selbst... oder wollte man Sie nicht?

Aber zurück zum Artikel, auf den Sie nicht mit einem Wort kommentieren.
7. Kennen Sie die Konditionen, zu denen die genannten Berufsgruppen arbeiten?
8. Kennen Sie den Personalmangel auch dort?
9. Wissen Sie, aus wie vielen Nationen z.B. die Flugsicherungsingenieure kommen, die bei der DFS arbeiten? (Weil hier Fachkräftemangel herrscht)

Und nun noch ein paar direkte Fragen zu Ihrem aufgelisteten Fachwissen:
10. Wie groß sind denn die Abstände? Bitte in allen Dimensionen!
11. Und wie schnell sind Luftfahrzeuge in der Regel?

Ohh, da Sie schon die Beamten ansprechen
12. Wann wurden die Beamten in ein Angestelltenverhältnis übernommen? Wie lange (pro Tag / Lebensalter) wurde damals gearbeitet?
13. Und wie hat sich das Verkehrsaufkommen seit dem Jahr xxxx entwickelt?

Ich wette, Sie beantworten kaum eine der Fragen richtig, wenn Sie überhaupt auf eine Frage direkt antworten. Im Gegenteil erwarte ich eher einen Text wie oben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yvowald@freenet.de 17.05.2019, 21:28
11. sich für den Fortschritt stark machen

Wir sollten bereit sein, das Fliegen und den Transport von Waren durch die Luft deutlich teuer zu machen.
Das würde sukzessive den Flugverkehr reduzieren. Gleiches gilt für den LKW-Transport. die LKW-Maut sollte verzehnfacht werden, dann wären unsere Fernstraßen (Autobahnen usw.) deutlich geringer belastet. Wann sind wir bereit, uns für diesen fortschritt stark zu machen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Frietjoff 17.05.2019, 22:05
12.

Zitat von Thomas Ka.
Der Job eines Fluglotsen wird in sehr naher Zukunft von einer KI abgelöst werden. Ich wette darauf, in 3-5 Jahren ist in China der erste Flughafen mit einer solchen Fluglotsen KI ausgestattet.
Die Wette wirst du verlieren. Gerade in China existiert die Kompetenz dafür noch lange nicht (auf dem Niveau, das nötig wäre, um solch ein Megaprojekt auch nur annähernd sicher zu machen). Und auch bei uns im Westen (incl. Südkorea, Japan, Australien, NZ, Israel etc.) ist so etwas noch eine Weile Zukunftsmusik.

Guck dir nur an, auf welch banale Weise die KI eines Tesla bei einem tödlichen Unfall vor kurzem versagt hat: da wurde ein die Vorfahrt missachtender Sattelschlepper, der quer auf der Straße stand, einfach für ein ungefährliches Schild über der Straße gehalten. Ansonsten sage ich nur: 737 MAX. KI ist super darin, eng umgrenzte Spezialprobleme zu lösen.

Aber die Sicht aufs große Ganze, die wir Menschen schon als Kleinkinder unbewusst verinnerlicht haben, ist für KI extrem schwer, wenn nicht unm̨öglich.

Der Miracle-on-the-Hudson-Flug wäre exklusiv KI-gesteuert mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abgestürzt. Das Schadensszenario – Totalausfall der Triebwerke so kurz nach dem Start – hatte einfach niemand auf dem Schirm. Die Rückkehr eines ausschließlich gleitenden Flugzeugs zu diesem Zeitpunkt logischerweise auch nicht. Die KI hätte hier also aufgeben müssen (das wäre noch der beste Fall, falls Menschen für Notfällen bereit stehen) oder hätte, wie im MAX-Fall, stur falsche Anweisungen gegeben, die alles nur noch schlimmer machen.

Aber die menschlichen Fluglotsen haben Flug 1549 intuitiv und ohne auch nur einen Sekundenbruchteil nachdenken zu müssen genau die besten Anweisungen gegeben, die in eine Landung auf einem der beiden infrage kommenden Runways in La Guardia und Teterboro wenigstens theoretisch möglich gemacht hätten. (Dass der Pilot sich dann doch -- richtigerweise -- für die Wasserlandung im Hudson entschied, einfach weil die Reserven für La Guardia und Teterboro einfach zu eng waren, ist auch etwas, das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine KI hinbekommen hätte. Die hätte nämlich bis zur extrem knappen Landung -- oder eben der Katastrophe, weil es am Ende zu knapp wurde -- an einer wie auch immer unwahrscheinlichen Rückkehr zu einer der Landebahnen herum optimiert.)

Die frühe und dann nicht mehr hinterfragte Entscheidung, im Hudson zu landen, MUSSTE so früh gefällt werden, als eigentlich noch gar nichts klar war. Sonst wäre auch diese Option unmöglich gewesen. Das geht nur mit Intuition.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MisterD 17.05.2019, 22:30
13. Unhaltbare Zustände...

sind das. Entweder man hetzt von Gate zu Gate oder verpasst seinen Flieger und selbst eine simple Reise HAJ nach GOT nimmt 10 Stunden in Anspruch...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thequickeningishappening 18.05.2019, 00:17
14. Verdient ist verdient

Es steht jedem frei um sich zu bewerben. Der Schwager meines Bruders war Einer und ich weiß was Der schon vor 30 Jahren verdiente. Geneidet habe ich es ihm nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wiseacre 18.05.2019, 01:42
15. Mehr für's Geld

Wer für ein paar Euro durch die Welt fliegt und damit seinen Beitrag zum Klimawandel erbringt, sollte auch paar Runden Warteschleifen in Kauf nehmen. Ist doch noch mehr Flugzeit für's gleiche Geld. Und mehr CO2.
Dass der Flugverkehr und damit die Engpässe derart zugenommen haben, ist ja wohl in erster Linie auf die Discountpreise zurückzuführen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hans_von_hier 18.05.2019, 01:51
16. GdF

Ich lese hier nur raus, dass die Gewerkschaften einem erfolgreichen Betrieb im Weg stehen.
Den Lotsen gut bezahlte Zusatzschichten auf freiwilliger Basis anzubieten ist eine gute Idee. Warum dann zwischen den beiden Parteien noch die GdF mitmischt und Forderungen für andere Berufsgruppen aufstellt und somit alles kippen kann ist mir ein Rätsel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
112211 18.05.2019, 07:20
17. 24

Bei einem Einstellungsalter für Neuanfänger bis max. 24 Jahren ist die Auswahl der Einsteiger sehr übersichtlich. Da helfen auch die üppigen Gehälter nicht viel. Zudem ist der Job auch nicht besonders verlockend. Auf Flugsicherung muss man schon richtig Lust haben, ansonsten ist es sehr schnell öde. Dazu noch die große Verantwortung. Kein Wunder, dass sich zu wenig Bewerber finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
5Minute 18.05.2019, 07:26
18.

Zitat von antooneo
.Ich fände es tröstlich, wenn man sich auf die Aussagen eines solchen Artikels auch mal verlassen könnte. Es scheint, dass jegliches Thema des Luftverkehrs einen Journalisten grundsätzlich überfordert.
haben Sie noch nicht gemerkt, dass man in Ihrem Satz „des Luftverkehrs“ heutzutage streichen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Objectives 18.05.2019, 08:00
19. "Es geht nicht ums Geld."

Es geht nur darum, wer alles dieses Geld bekommt. Soviel zu: "Es geht nicht ums Geld.".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 5