Forum: Karriere
Fotoprojekt in Norwegen: 30 Nächte mit 30 Truckern
Line Ornes Sondergaard

Einsamkeit in der norwegischen Einöde, klirrend kalte Nächte - und dann klopft eine Fotografin an die Lastwagentür. Line Søndergaard traut sich was. Sie übernachtete in 30 Trucks und machte intime Porträts der Fernfahrer.

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hermann_huber 29.09.2015, 07:23
1. Job hat sich extrem verändert

früher vor 25 Jahre konnte man mal die Fahrtzeit kurz überziehen um dort zu stehen wo man WC und Dusche hat bzw am Routier wo man mit Kollegen essen konnte. Elefantenrennen gab es weniger. Überholt hat man durch kurzes Gas geben bis auf fast 100Km/h sehr schnell ohne große Nerverei für alle.
Sogar ordentlich Lohn hatte man. 3.500 Euro netto Spesen waren normal.
Nun ist der Job verkommen wie der Lohn auch und die Jungs sind wie geschlagene Hunde die das ganze Wochenende auf dem Autobahn Seitensteifen verbringen.

Alles hyperoptimiert um den billigsten Preis zu bringen
Wie wir alle.

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chris4you 29.09.2015, 08:50
2. Einer von

30 (war "übergriffig", das entspricht ja sogar nicht den offiziellen Zahlen, Untersuchungen etc.
Brummifahren ist dank der billigen Konkurrenz aus dem "Ausland", kein sehr lohnender Job mehr, dafür mit viel Druck ("Zeit ist Geld", wenn der Spruch mal zutrifft, dann hier). Das Zauberwort lautet "just-in-Time"... ;o)

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lequick 29.09.2015, 09:42
3.

Zuerst dachte ich, das ist mal wieder so ein Thema welches verzweifelte "Fotografen" suchen nur um irgendwie irgendwann irgendwas vorzeigen zu können. Aber ich finde die Fotos sogar recht gelungen, und das Thema ist gar nicht so schlecht wie zuerst gedacht.

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hatshepsut 29.09.2015, 10:44
4. Auf den Hund gekommen

Stimmt daran habe ich nie gedacht, aber ich denke wenn ich Trucker wäre, würde ich auch einen Hund haben der immer mitfährt. Wundere mich gerade das ich das bisher nie in Deutschland gesehen habe. Wahrscheinlich sehen die Arbeitgeber das hier nicht gern wenn man noch einen Hund im feinen LKW hat ...

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jujo 29.09.2015, 11:50
5. ...

Überrascht hat mich die Information, das die Trucker größten Respekt vor der Leistung ihrer Frauen haben eigentlich nicht. Bei Seeleuten ist es ähnlich, meine war jahrelang 8 Monate im Jahr verheiratete Alleinerziehende.
In den achtzigern wares mit der Kommunikation ja durchaus schwierig. Meine Frau fand es sehr belastend alleine entscheiden zu müssen, und hat immer gehandelt mit der Überlegung wie würde ich das haben wollen oder mitentscheiden.

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manicmecanic 29.09.2015, 14:09
6. Lohnsklaventum vom übelsten

Ist der Job mittlerweile wohl flächendeckend.Ich habe besonders als junger Mann öfters mal einen LKW gefahren wenn ich mal wieder winterbedingt keinen Motorradjob hatte.In der Branche herrschten immer hire and fire Regeln und so waren auch die Arbeitsbedingungen.Der Unterschied ist nur daß damals tatsächlich Arbeitgeber da waren wo man es aushalten konnte.Heute verdient man real meist weniger als vor 20 Jahren.

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hondje 29.09.2015, 15:23
7. 30 nächte mit 30 trückern

Das sind keine Arbeitgeber das sind meistens Sklaventreiber.

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steve_burnside 29.09.2015, 19:14
8. @hermann huber,

Zitat von hermann_huber
früher vor 25 Jahre konnte man mal die Fahrtzeit kurz überziehen um dort zu stehen wo man WC und Dusche hat bzw am Routier wo man mit Kollegen essen konnte. Elefantenrennen gab es weniger. Überholt hat man durch kurzes Gas geben bis auf fast 100Km/h sehr schnell ohne große Nerverei für alle. Sogar ordentlich Lohn hatte man. 3.500 Euro netto Spesen waren normal.
Alder, was erzählst du hier für Stories? Das wären ja knapp 7.000 DM, und das vor 25 Jahren... lol

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europe9ja 29.09.2015, 21:21
9. @ post nummer 8

zitat " 3.500 Euro netto Spesen waren normal. Nun ist der Job verkommen wie der Lohn auch ......... " zitat ende. Umgerechnet auf die heutige Kaufkraft und nach meinen eigenen Erfahrungen hat der kollege hermann_huber recht !!! siehe auch www.eurotransport.de/news/fernverkehr-moderne-zeiten-die-80er-und-90er-jahre-1262502.html und DANKE Frau Soendergaard, vielsagende Bilder !!!

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