Forum: Karriere
Frag die Karriereberaterin: Hilfe, ich bin völlig unterbezahlt!
imago/ Westend61

Master geschafft, Berufseinstieg geglückt - aber für wenig Gehalt. Die Gefahr ist groß, am unteren Ende der Skala zu versauern. Dagegen hilft nur eine langfristige Strategie.

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marthaimschnee 25.09.2016, 15:36
1. und was rät man normalen Menschen?

irgendwie klingt das hier sehr nach Yuppie-Beratung, völlig unbrauchbar für 90% der Menschen

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mirdochwurscht 25.09.2016, 15:48
2. Sorry,

Aber auch hier gilt das alte Sprichwort "Augen auf bei der Berufswahl". Allein die Tatsache einen Master zu besitzen rechtfertigt noch lange kein höheres Gehalt. Dafür braucht es neben einer Ausbildung tatsächliche fachliche Kompetenzen und auch Erfahrung. Außerdem gibt es im Bereich Medien genügend Bewerber die sich geradezu anbieten auch für etas weniger Gehalt zu arbeiten um überhaupt einen Einstieg zu bekommen. Und ganz ehrlich : eine Kranken- oder Altenpflegerin verdient auch nicht mehr und ist wesentlich wertvoller für die Gesellschaft.

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vox veritas 25.09.2016, 16:22
3.

€ 2500 für jemanden im Medien Management ist völlig okay und Durchschnitt. Immerhin will heutzutage jeder irgend etwaswas mit Medien machen oder studieren. Der Angebot an ausgebildeten Fachkräften ist übersättigt. Wäre besser gewesen, er / sie hätte was mit Mathematik studiert.

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danielc. 25.09.2016, 16:25
4.

Fundierte akademische Bildung hilft einem langfristig Türen zu öffnen, man darf jedoch nicht den Fehler begehen, ein wissenschaftliches Studium mit einer Art besserer Berufsausbildung zu verwechseln. Während eine Berufsausbildung quasi direkt für einen Beruf qualifiziert (abhängig vom Engagement), besitzt eine akademische Ausbildung diese Koppelung nicht automatisch. Egal ob Magister, Diplom oder der sog. "Master", man vertieft sein Fachwissen manchmal ohne unmittelbaren Bezug zur Berufswelt. Diese muss bisweilen erst die Qualitäten erkennen. Das kann zermürbend werden.

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unbelehrbarer 25.09.2016, 16:35
5. Wo ist das Problem

irgendwie scheint mir, als wollten alle Master Absolventen mit den unsinnigen Gehältern, die sie vom Schwager des Bruders der Nachbarin gehört haben einsteigen. 30.000 Euro ist ein gutes Einstiegsgehalt. Wer mehr will, muss eben zu den Seelenverkäufern von EU, PWC, KPMG usw. oder in den Automotive Bereich. Und nur weil jemand einen Master hat, kann er deswegen trotzdem dumm wie ein halber Meter Feldweg sein. Das sagt gar nichts aus. Viele Realschulabsolventen mit einer ordentlichen Ausbildung haben wesentlich mehr drauf als unsere angebliche Elite.

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Nordstadtbewohner 25.09.2016, 17:40
6.

"Dabei verdient er unterirdisch wenig - 2500 Euro im Monat. Er sagt: Ich habe doch einen Master! Und fragt: Komme ich da jemals wieder raus?"

Ich bin Master-Absolvent.... Nur ist ein Master nicht automatisch ein Garant für ein überdurchschnittliches Einkommen. Da spielen meiner Meinung nach viele Faktoren mit. Fakt ist, wie der Artikel bereits erwähnt, ist die steigende Zahl an Hochschulabsolventen eine Ursache für sinkende "Akademiker-Gehälter". Zweitens ist es wichtig, in was man seinen Master hat. Gerade die Medienbranche ist derart überlaufen, dass es ziemlich egal ist, ob man einen Master oder nur einen Bachelor hat. Das Beispiel im Artikel zeigt aus, dass es sich lohnt, was "Solides" zu studieren. Zum Beispiel Bauingenieurswesen. Da bekommt ein BA-Absolvent schon ein höheres Einstiegsgehalt als der Herr im Artikel. Nur muss man während der Studienzeit auch ein wenig mehr leisten, vor allem in den Bereichen Mathematik und Physik.

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Pfuerzken 25.09.2016, 17:47
7. Opfer des Mindestdumpinglohns

Leider kenne ich da zugüte, trotz guter Abschlüsse und Jahrelanger Berufserfahrung und Weiterqualifizierungen, nur noch den Mindestlohn angeboten bekomme....bei gleichzeitiger verdoppelung der Arbeitsaufgaben versteht sich. Egal ob Regional, oder Überregional - meine potentiellen Arbeitgeber haben sich da untereinander abgesprochen, nur noch den vereinbarten Mindestlohn zu zahlen. Ich bin im Bildungsbereich tätig, und gerade dort herrscht Goldgräberstimmung, weil die Politik Milliarden für die Integration von Einwanderern den Bildungseinrichtungen diese Steuergelder in den Rachen wirft, die - ob gemeinnützig oder als e.v. - das Geld nicht an ihren Beschäftigten weiter geben....denn hier ist ein Mangel klar absehbar, um Arbeitnehmer zu finden, die die Auflagen zur Ausbildung erfüllen...hier aber reguliert sich der Markt nicht nach Nachfrage und Angebot, sondern dadurch, nur noch den Mindestlohn zu zahlen! Hier ist die Arbeitsagentur und der Staat gefordert, so was zu beenden, und Bildungseinrichtungen weder die Erlaubnis als gemeinnützig oder Stiftung...oder als Verein fungieren dürfen...denn das ist eine Lüge, um das Management zu bereichern, und die Arbeitnehmer mit einem Niedriglohn ab zu servieren!

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henry.miller 25.09.2016, 18:06
8.

Das ist mal ein super Ratschlag, schön geduldig weiter schlecht verdienen.

Hier wird postuliert, schlechte Arbeitgeber, die wenig zahlen, bieten wenigstens super Inhalte. Das ist nur ein Irrglaube.

Man kann einen super Job für viel Geld oder einen schlechte für wenig Lohn haben. Oder irgendetwas dazwischen

Einem Berufsanfänger 10% Gehaltssteigerung beim Wechsel nahezulegen, ist ein Witz.

Ich hatte seinerzeit nach 3 Jahren 40% bekommen, danach wird es etwas schwieriger die Quote zu halte, irgendwann wirds maximal konstant.

Inhaltlich war mein neuer Arbeitgeber besser, also alles war besser als vorher.

Solange die Ausbildung gefragt ist, würde ich nicht warten. Etwas dazulernen kann man überall.

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lorn order 25.09.2016, 18:14
9. hätte er mal besser was Handfestes

gelernt oder studiert.

Hätte Thorsten eine Ausbildung als Versicherungskaufmann gemacht und danach in einer Versicherung gearbeitet, hätte er heute ein Tarifgehalt von 3102, falls er in TG 5 eingestuft wäre. Wenn er die 5 Jahre seit Ausbildungsende tüchtig rangeklotzt hätte, wäre er vielleicht bereits befördert und würde noch besser verdienen. Ohne Studium!

Wenn er Informatik statt Medien-BlaBla studiert hätte, würde er nach dem Master als Entwickler bei der heutigen Lage mit 2 Jahren Berufserfahrung 50000+ im Jahr verdienen.

Dass die Werbebranche mies bezahlt, weiss man seit vielen Jahren. Dass alle in der Medienbranche Fuß fassen wollen, ebenfalls.

Thorsten, hör also auf, rumzuheulen!

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